Deutschland geht in Sachen Solarstrom auf Nummer sicher

Von Annika Verborg (Gastbeitrag) am 28. November 2016 in der Kategorie Energiewende mit 1 Kommentar
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Der Kauf einer Solaranlage zur Gewinnung von Sonnenenergie will gut überlegt sein. Die Planung, Beratung und Durchführung ist nicht nur sehr komplex, sondern auch mit hohen Privatinvestitionen verbunden. Der Wunsch vieler Verbraucher ist es, eine solide Wertanlage für die eigene Immobilie zu erwerben. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, gehen sie gerade bei der Wahl der Hersteller auf Nummer sicher. Zu diesen Ergebnissen kommt das Solaranlagen-Portal nach der Untersuchung von etwa 500 privater Angebote für PV-Anlagen.  

Besonders, wenn es um das Eigentum geht, wählt der deutsche Hausbesitzer meist eine sichere Variante. Dies bestätigt sich auch in der Erhebung des Solaranlagen-Portals, das mithilfe eines integrierten Angebotsvergleichs etwa 500 reale Angebote von Privatpersonen und Solarteuren in Hinblick auf Planung und Umsetzung untersucht hat.

 

Es darf gerne mehr sein

Der Sicherheitsaspekt, der sich bei der Auswahl der Anlage zeigt, spiegelt sich auch in der Größe der Anlage wider. Denn anstatt die Anlage dem eigenen Verbrauch anzupassen gilt hier: Je größer, desto besser. Die Ergebnisse zeigen, dass eine durchschnittliche Solaranlage in Deutschland die Kraft von 28,2 Modulen nutzt und damit über eine Kraft von 7,6 kWp verfügt. Damit können gleich zwei durchschnittliche Haushalte mit Solarstrom versorgt werden.

Durch diese Anlagengröße ergibt sich ein durchschnittlicher Preis von 10.578 € Netto für den Verbraucher.

 

Deutschland ist die Nr. 1 bei privaten Anlagen

Schaut man auf die Anteile im Weltmarkt, so sind chinesische und japanische Hersteller von Bestandteilen einer Solaranlage unangefochtene Marktführer. Doch zwischen großen Industrieanlagen und privaten PV-Anlagen in Deutschland gibt es deutliche Unterschiede. Die Auswertung zeigt, dass bei der Umsetzung von privaten PV-Anlagen auf die Qualität Made in Germany zurückgegriffen wird.

Top 3 Hersteller bzw. Anbieter für Solarmodule:

1. Heckert (14,95 %)

2. Solarworld (13,32 %)

3. IBC Solar (12,85 %)

Dass die asiatische Konkurrenz abgeschlagen zurückliegt liegt, ergibt sich aus dem Wunsch nach Qualität, Passgenauigkeit sowie der hochwertigen Verarbeitung deutscher Hersteller. Denn wenn es um privates Eigentum geht, soll alles perfekt sein. Geht es hingegen um flächenmäßig große Anlagen, siegt der Preis und es wird auf asiatische Hersteller zurückgegriffen.

 

Qualität und Design von SMA

Auch bei den Herstellern von Wechselrichtern gibt es einen eindeutigen Marktführer aus Deutschland. SMA überzeugt den Verbraucher durch intelligente Systemtechnik und erreicht in der Auswertung des Solaranlagen-Portal einen Anteil von etwa 40,95 %.

Weitere Hersteller liegen mit 20,33 % und 16,12 % abgeschlagen zurück.

Die Qualität und der hohe Wiedererkennungswert der Produkte von SMA werden nicht nur international, sondern auch bei den privaten Verbrauchern in Deutschland sehr geschätzt.

 

Strom speichern ist Trend

Auch, wenn es um integrierte Stromspeicher geht, wissen die Deutschen genau, was sie wollen! Insgesamt 40,59 % aller realen Angebote für PV-Anlagen in Deutschland waren 2016 bereits mit einem Stromspeicher ausgestattet. Diese hohe Nachfrage zeigt, dass sich viele Hausbesitzer für eine vorausschauende Investition entscheiden und die zusätzliche Förderung gern nutzen.

 

Altbewährtes überwiegt

Folge der ständigen Entwicklung von Solartechnik ist, dass gerade im Hinblick auf die Zellen viele unterschiedliche Technologien angeboten werden. Doch mit einem Anteil von nahezu der Hälfte nutzen immer noch 48,87 % die Vorteile der altbewährten Poly-Solarzelle. 37,56 % entschieden sich auch im Jahr 2016 noch für eine Mono-Solarzelle. Dieser überwiegende Anteil von 86,43 % entscheidet sich daher ganz bewusst für die sichere, altbewährte Technik, anstatt das Risiko neuerer Technologien einzugehen.

 

Wirtschaftsfaktor Solaranlage

Neben den risikoreichen Anschaffungskosten beeinflussen natürlich auch die Einspeisevergütung und die Summe der gesparten Stromkosten den Kauf maßgeblich.

Bei einer durchschnittlichen Einspeisevergütung von 713 € und gesparten Stromkosten durch den Eigenverbrauch von Solarstrom in Höhe von etwa 373 € belaufen sich die Einnahmen im Jahr 2016 durchschnittlich auf 1.086€. Anhand dieser Durchschnittswerte zeigt sich, dass die Einspeisevergütung auch 2016 ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Als relevante Größe macht sie deutlich, dass viele Verbraucher auf die Einspeisevergütung angewiesen sind und sie auch weiterhin dafür sorgt, dass die jährliche Bilanz für Freude sorgt.

 

Fazit

Die Deutschen bleiben sich bei der Planung und Umsetzung ihrer privaten Solaranlage treu und investieren lieber etwas mehr, wenn sie sich dadurch auf die Qualität und Passgenauigkeit Made in Germany verlassen können. Auch in Sachen Anlagengröße nutzen sie lieber ihre gesamte Dachfläche aus und integrieren in ihre Anlage einen Stromspeicher, als zu sparen. Davon profitiert besonders der deutsche Modulhersteller Heckert und SMA als unangefochtener Marktführer für hochwertige Wechselrichter.

 

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Der Autor

Annika Verborg (Gastautor)

Annika ist seit 2016 Content Marketing Managerin bei der DAA und u.a. zuständig für den Angebotsvergleich deutscher Solaranlagen. Schon neben dem Studium der Soziologie und Politikwissenschaft sammelte sie vielfältige Erfahrungen im Marketing und der Öffentlichkeitsarbeit. Ihr Herz schlägt für spannende News, nachhaltige Trends, ungewöhnliche Innovationen und Do-it-yourself Ideen aller Art.

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