Über das Löten – Praktikum bei der SMA

Dieser Artikel erschien 2013
Die Tipps und Techniken können möglicherweise veraltet sein.

Praktikum in der Hardwareentwicklung für PV-Wechselrichter – davon träumt wohl so mancher Student, wenn sich sein Hirn in der Vorlesung so gar nicht mit der Fouriertransformation nicht-sinusförmiger Spannungen beschäftigen möchte und sich stattdessen fragt, was an der Space Vector Modulation denn nun so spacig ist. Eins steht fest: Entrinnen aus der theoretischen Ratlosigkeit gibt es nur durch eine intensive Beschäftigung mit der Materie „Leistungselektronik“. Ein Praktikum muss her.

Gewappnet mit Enthusiasmus und dem ersten berufsbefähigenden Abschluss (sowas heißt auch Bachelor) folgt alsbald der erste Schaltungsaufbau mit dem Titel: „Validierung eines Snubbernetzwerkes hinsichtlich Schaltspannungen zur Kostenoptimierung.“

Es wird gelötet und verkabelt, die Messung läuft und liefert…. Ja, was liefert sie eigentlich? Es folgt eine weitere theoretische Analyse, woraufhin bald feststeht: Eine bisher unbekannte Größe muss das Verhalten des Systems beeinflussen. Das hat nur bisher keiner in der Fachliteratur erkannt. Offensichtlich hängt das Messergebnis von der Mondphase ab. Oder vielleicht doch vom Euro-Kurs? Die Ratlosigkeit beginnt zu wachsen, doch Aufklärung folgt prompt in Person des erfahrenen Entwicklungsingenieurs, der mir als Betreuer zur Seite steht: „Deine Lötstellen sind Murks! Ich erklär dir mal, wie das geht.“. Gesagt, getan, die Schaltung funktioniert.

Alsbald folgt dem angeblich so sehr zum kritischen Denken trainierten Studentenhirn zwangsläufig die Erkenntnis: Durch fachgerechtes Löten lässt sich der Euro wohl kaum retten und den Mond ließe man wohl auch besser in seiner Bahn, aber: „Entscheidend ist, was hinten raus kommt.“ Und in diesem Falle sind das plausible Messergebnisse.
Für das weitere Studium steht dann fest: Unter der Devise „keine Experimente“ ist ein nachhaltiger Lerneffekt wohl kaum zu erwarten.

Fazit des Praktikums

Ich bin sehr freundlich in mein Team aufgenommen worden und bin dankbar für alles, das ich dadurch lernen konnte. Bei SMA hatte ich stets das Gefühl, dass meine Kollegen Interesse und Freude daran hatten, mir etwas zu erklären. Das Arbeitsklima war gleichzeitig konzentriert und entspannt, was ich als sehr angenehm empfand. Die Betreuung der Praktikanten und Abschlussarbeiter durch die Abteilung Hochschulmarketing führte schnell dazu, dass ich Kontakte zu anderen Studenten knüpfen konnte.

Ein Praktikum bei der SMA ist folglich sehr zu empfehlen.