Deine EEG-Umlage finanziert historisch niedrige Industriestrompreise!

Dieser Artikel erschien 2015. Die Tipps und Techniken können möglicherweise veraltet sein.

Wusstest Du schon, dass deine EEG-Umlage, die du mit deiner Stromrechnung bezahlst, nur zum Teil zur Zahlung der Stromlieferungen von Anlagenbetreibern genutzt wird? Wusstest Du, dass durch geschickt verschleierte Regularien der Strompreis von industriellen Großverbrauchern immer weiter sinkt, während dein Haushaltsstrompreis immer mehr steigt? Das finde ich absolut ungerecht. Deshalb will ich etwas daran ändern – was sich aber als schwierig heraus gestellt hat. In diesem Beitrag erfährst Du, wie eine Petition von der Politik abgebügelt wurde, die auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam machen sollte…

Was ist eine Petition?

Eine Petition ist dazu gedacht, dass man als Bürger auf Missstände hinweisen kann und die Politik dazu Stellung nehmen muss. Dazu schreibt man sein Anliegen dem Petitionsausschuss, der dann darüber entscheidet, ob eine Petition veröffentlicht wird oder nicht. Genau das habe ich getan.

 

strompreis2Warum zahlst du zu viel?

Das Problem ist die Art, wie heute die EEG-Umlage ermittelt wird. Die Erneuerbaren Energien werden an der Strombörse vermarktet. Ihre Erlöse werden einem Konto gutgeschrieben. Aus diesem Konto werden alle Anlagenbetreiber bezahlt, die grünen Strom erzeugen – egal ob das Windkraft, Solarstrom oder Strom aus Biomasse oder Wasserkraft ist. Was auf dem Konto fehlt, wird durch die EEG-Umlage von dir und jedem Mitbürger über die Stromrechnung eingesammelt.

 

Während du bezahlst, werden Erneuerbare Energien an der Strombörse verramscht!

Nun ist es aber so, dass Strom aus Erneuerbaren Energien an der Strombörse umsonst „verkauft“ wird, denn die Strombörse arbeitet mit sogenannten Grenzkosten. Das sind Kosten, die anfallen, wenn man zu einer laufenden Produktion noch eine zusätzliche Einheit produziert. Da Erneuerbare Energien aber keine Brennstoffkosten haben, kostet es nichts, wenn man nun mehr oder weniger davon produziert.

 


 

Wenn ein Obstverkäufer auf einem Marktplatz auf diese Weise seine Äpfel umsonst verkaufen würde, würde er bald pleite sein, denn er bekommt ja nichts dafür.

 


 

Aber an der Strombörse kommt ein weiterer Mechanismus dazu: Es muss ja immer so viel Strom produziert werden, wie auch verbraucht wird. Nun nimmt man an der Strombörse immer die billigsten Kraftwerke und das so lange, bis genug Kraftwerke da sind, um den Bedarf zu decken. Das teuerste Kraftwerk bestimmt nun den Ertrag, den alle Kraftwerke bekommen.

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Das wäre ungefähr so, als hätte der Obstverkäufer drei Apfelsorten:
Die Apfelsorte „Erneuerbar“ gibt es umsonst
Die Apfelsorte „Kohlando“ kostet 1 €
Die Apfelsorte „Gasolino“ kostet 2 €

Nehmen wir mal an, der Obstverkäufer hätte jeweils einen Apfel der Sorte „Kohlando“ und einen der Sorte „Gasolino“, und ein Kunde möchte zwei Äpfel haben. Wenn der Obsthändler nun abrechnen würde wie die Strombörse es tut, würde der teuerste Apfel den Preis bestimmen, also 2€. Der Kunde zahlt dann für seine beiden Äpfel je 2 € und muss damit insgesamt 4 € bezahlen.

Nun muss der Obstverkäufer sein Sortiment um die Sorte „Erneuerbar“ erweitern. Die Sorte kostet ihn im Anbau noch mehr als 2 €, er muss sie aber entsprechend der Regeln umsonst verkaufen. Der Kunde will wieder zwei Äpfel. Ein Apfel der Sorte „Erneuerbar“ kostet nun nichts und der zweite Apfel der Sorte „Kohlando“ kostet 1 € – dieser Apfel bestimmt nun als teuerster den Preis. Der Kunde zahlt dann für seine beiden Äpfel je 1 € und muss damit insgesamt 2 € bezahlen. Damit ist der Apfelpreis insgesamt um die Hälfte gesunken. Da die Apfelsorte „Erneuerbar“ im Anbau aber mehr als 2 € gekostet hat, ist es für den Obstverkäufer ein Verlustgeschäft. Den fehlenden Euro holt sich der Obstverkäufer nun per Umlage von allen Dorfbewohnern wieder, die Äpfel essen.

 


 

An dieser kleinen Geschichte seht ihr das Problem:
Je mehr Erneuerbare Energien es in unserem Stromnetz gibt:

  • desto billiger wird der Strom
  • desto geringer werden die Einnahmen der Erneuerbaren an der Strombörse
  • desto mehr EEG-Umlage musst du bezahlen, um die Lücke zwischen Ertrag und den tatsächlich anfallenden Kosten zu decken.

Der Unsinn ist leicht zu erkennen, wenn man sich einmal vorstellt was passiert, wenn zukünftig mehr Erneuerbare zur Verfügung stehen, als im Stromnetz verbraucht wird. Dann gibt es nur noch 0€ Äpfel, der Strom an der Börse ist komplett umsonst und die gesamten Kosten muss der Bürger durch die EEG-Umlage übernehmen.

 

Wer profitiert von dem gesunkenen Börsenstrompreis?

In den Erhebungen des statistischen Bundesamtes ist klar zu erkennen, dass die Industriestrompreise ein historisches Minimum erreicht haben. Einen so niedrigen Industriestrompreis gab es zuletzt vor 10 Jahren. Die Stromanbieter geben also die Preisvorteile an die Industriekunden weiter, um sich im Wettbewerb einen Vorteil zu verschaffen.

Neben den niedrigen Beschaffungspreisen profitiert insbesondere die energieintensive Industrie von weitgehenden Befreiungen von EEG-Umlage, Stromsteuer und Netznutzungsgebühr.

Gleichzeitig steigt der Haushaltsstrompreis immer weiter. Die Kostenvorteile, die der Industrie zugeschoben werden, werden an die Haushaltsverbraucher nicht weiter gegeben.

Bestandteile EEG-Umlage 2014Für 2014 stellte die Statista GmbH heraus, dass bereits 23,5% der EEG-Umlage, die jeder Bürger mit seiner Stromrechnung bezahlt, auf den durch die Erneuerbaren Energien zurück gegangen Börsenstrompreis zurück zu führen ist. Aber betrifft das Dich? Ja, tut es!

Haushalte in Deutschland verbrauchen heute durchschnittlich etwa 3100 kWh. Das bedeutet, jeder Haushalt in Deutschland  zahlt pro Jahr ca. 45€, um den billigen Strom der Industrie zu finanzieren.

Weil die EEG-Umlage auf den Verbrauch gerechnet wird, trifft es dabei die Single-Haushalte mit einem Verbrauch von durchschnittlich 2256 kWh am wenigsten mit etwa 33€.
Bei großen Familien mit 4 Kindern schlägt diese Industriesubvention sogar mit ca. 96€ pro Jahr zu Buche!

Wenn ich mir nun die Frage stelle, ob ich mit meinen Kindern einen Freizeitpark besuchen will, oder das Geld lieber Großkonzernen zur Verfügung stelle, um deren Gewinne zu mehren, ist meine Entscheidung ganz klar beim Freizeitpark 🙂

 

 

 

Die Lösung ist einfach: Strom zu einem Preis verkaufen, den er tatsächlich kostet

Aus meiner Sicht bestünde die einfachste Lösung darin, den Strom an der Börse nicht zu verschenken, sondern zu seinen tatsächlichen Kosten zu verkaufen. Dazu gehört:

  • Erneuerbare zu einem Preis verkaufen, der die tatsächlichen Kosten deckt
  • Auch bei konventionellen Kraftwerken die tatsächlichen Kosten ansetzen, also auch die Folgekosten für Umweltverschmutzung und Endlagerung dabei einrechnen

 

Die Petition

Das habe ich mal versucht in Form einer Petition beim Petitionsausschuss des deutschen Bundestages einzureichen in der Hoffnung, Unterschriften dafür sammeln zu dürfen und angehört zu werden. Mich hätte insbesondere mal eine Stellungnahme der Bundesregierung dazu interessiert, wieso eine Ausgleichsmechanismus-Verordnung beschlossen wurde, die darauf abzielt speziell die Bürger zur Finanzierung der Energiewende heran zu ziehen, während die Industrie davon profitiert UND gleichzeitig oft auch noch von der Umlagenzahlung befreit wird. Leider war mir das nicht gegönnt.

 

07. November 2014

Die Petition wurde beim Petitionsaussschuss eingereicht

19. November 2014

Ablehnung: Ein Schreiben verkündet, dass von einer Veröffentlichung der Petition abgesehen wird, „da sich bereits eine sachgleiche Petition in der Parlamentarischen Prüfung befindet“. Was der Sachbearbeiter als „sachgleich“ identifiziert hat, könnt ihr hier nachlesen.
Aus meiner Sicht beschreibt diese Petition einen völlig anderen Sachverhalt. Aber ihr könnt ja gerne selbst hinein schauen. Eure Meinung dazu würde mich im Kommentarbereich brennend interessieren!

28. November 2014

In einer E-Mail an die Sachbearbeiterin habe ich erörtert, dass ich die Punkte „Zweckentfremdet eingesetzte Netzentgelte“ und „Entlastung energieintensiver Unternehmen zulasten der Bürger“ nicht für sachgleich zu meiner Petition halte, und habe daher um erneute Prüfung gebeten.

10. Dezember 2014

Zweite Ablehnung: Postalisch wurde mir eine zweite Ablehnung zugestellt. „Übersichtlichkeit und Konzentration auf das Wesentliche“ bei der Veröffentlichung der Petitionen soll der Grund sein, warum dieser Skandal der Industrie-Querfinanzierung durch die Bürger nicht online zur Diskussion gestellt werden soll.

16. Dezember 2014

Da ich keine Rückmeldung mehr bekam, habe ich lange am Telefon gesessen, bis ich endlich den Referatsleiter am Telefon hatte. Auch ihm habe ich den Sachverhalt noch einmal geschildert und um erneute Prüfung gebeten.

 

17. Dezember 2014

Um dem Ganzen etwas Nachdruck zu verleihen, habe ich den gesamten Schriftverkehr dazu auch an die Vertreterin der Grünen im Petitionsausschuss gesendet. Darauf bekam ich die Rückmeldung, dass sich Peter Meiwald (MdB) dazu mit mir in Verbindung setzen würde, was aber leider nie geschah.

 

26. März 2015

An diesem Tag wurde mir eine Mitteilung zugestellt, das Petitionsverfahren sei abgeschlossen. Dabei befand sich eine 5-seitige Begründung, warum dem Wunsch der angeblich sachgleichen Petition nicht nachgekommen werden kann. Kein Wort zu meinen Argumenten 🙁

Nun könnt ihr euch sicher vorstellen, dass ich nicht besonders amüsiert über die fachliche Inkompetenz und das Ignorieren meiner Einwände bin. Noch weniger amüsiert bin ich allerdings darüber, dass ich über die EEG-Umlage auf meiner Stromrechnung immer weniger Erneuerbare Energien und immer mehr Gewinne für Großkonzerne finanziere! Daher brauche ich eure Hilfe!

 

Was kannst Du tun?

1. Sag es weiter!
Diskutiere mit deinen Bekannten darüber. Mach sie auf das Problem aufmerksam und bittet sie, auch in diesem Beitrag mit Abzustimmen und uns damit zu unterstützen. Teile diesen Beitrag in deinen sozialen Netzwerken, denn diese Ungerechtigkeit geht jeden an, der in Deutschland Strom verbraucht.

Wenn du hier abstimmst, ist das natürlich prima und ich danke dir sehr dafür.

Richtig viele Stimmen bekommen wir allerdings nur, wenn Du weitere Menschen motivierst, auch hier abzustimmen und es ihrerseits weiter zu sagen. Nur mit dem Schneeball-Effekt bekommen wir so viele Stimmen, dass wir damit etwas bewegen können!

Nutze deine sozialen Netzwerke wie Twitter, Facebook, Google+ und wie sie sonst noch heißen – am besten alle zusammen, damit am Ende so viele Stimmen wie möglich zusammen kommen.

Damit es dir leichter fällt habe ich hier schon mal zwei Vorlagen erstellt:

Vorschlag für eine Facebook Meldung

Während der Haushaltsstrompreis steigt, sinken die Industriestrompreise seit Jahren. Finanziert wird das über versteckte Mechanismen bei der Berechnung der EEG-Umlage!

Wie das von statten geht ist hier beschrieben:
http://goo.gl/ZIkGkZ

Zu dem Thema wurde eine Petition beim Petitionsausschuss eingereicht. Der sieht aber keinen Bedarf, diese online zu stellen. Er hat sie mit fadenscheinigen Argumenten einfach abgelehnt. So ist Bürgerbeteiligung an der Politik nicht möglich!

Der Petitionsausschuss kann sich diesem Anliegen aber kaum verschließen, wenn 1,5 Millionen PV Betreiber und über 80 Millionen Stromkunden möchten, dass dieser Unsinn gestoppt und ein gerechterer Energiemarkt eingeführt wird.

Nun brauche ich eure Hilfe!

Wenn ihr wollt, dass eine Petition gegen diese ungerechte Verteilung von Last und Vorteil der Energiewende veröffentlicht werden soll:

* stimmt bitte in der Voting-Funktion dieses Artikels (http://goo.gl/ZIkGkZ) ab

* teilt diese Information mit möglichst vielen Freunden über eure Netzwerke wie Facebook, Twitter, Google+ usw., damit möglichst viele ihre Stimme abgeben können. Nur wenn wir aus einer Stimme sehr viele machen, kann diese Petition erneut einreichgereicht und eingefordert werden, dass die Politik sich damit beschäftigt. Je größer das Interesse ist, desto eher ändert sich was.

Danke!!

Vorschlag für einen kurzen Twitter Post

Wir alle zahlen versteckt für #BilligenIndustriestrom! Hilf etwas dagegen zu tun und unterstütze diese Petition http://goo.gl/ZIkGkZ

Link als QR-Code zum schnell weitergeben

Damit du diesen Artikel freunden schnell weiter geben kannst, kannst Du diesen Barcode benutzen. Dein Gegenüber kann ihn einfach mit der Barcode App des Handys scannen und landet direkt auf diesem Artikel 🙂

petition_qr

 

2. Schreib eine E-Mail an  und frag freundlich nach, warum Petition 55768 nicht veröffentlicht wird.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Wie ich leider unter folgendem Artikel (http://goo.gl/ZIkGkZ) erfahren musste, ist eine Petition mit der Nummer 55768  nicht veröffentlicht worden, die auf die Ungerechtigkeit des aktuellen Verfahrens zur Ermittlung der EEG-Umlage aufmerksam machen sollte.

Sie haben eine Veröffentlichung diese Petition wegen Sachgleichheit zu einer anderen Petition mit der Nummer 36952 abgelehnt. Diese Sachgleichheit ist für mich nicht erkennbar.

Bitte begründen Sie mir, warum genau die Petition 55768 abgelehnt wurde und wie sich die angebliche Sachgleichheit zwischen den beiden Petitionen herleitet.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

3. Wechsle deinen Stromtarif!
Denn während die Grundversorger Preissenkungen kaum weiter geben, gibt es andere Stromanbieter die dies sehr wohl tun.

 

 

Lasst uns der Politik zeigen, dass wir uns nicht so einfach zufrieden geben, wenn die Energiewende immer mehr auf die Schultern der Bürger gelegt werden soll!

Wenn hier durch euch genug Stimmen zusammen kommen, reiche ich die Petition erneut beim Petitionsausschuss ein. Vielleicht bekommen wir dann vom Bundestag eine Antwort, warum über versteckte Richtlinien die Industrie von den Bürgern subventioniert wird.

 

296 Kommentare
  1. Avatar
    Thorsten Zoerner sagte:

    Damit sind es zwei Petitionen, auch wenn meine (noch) nicht abgelehnt wurde. Im letzten Schreiben vom Dezember war nur zu lesen, dass „die Ermittlungen jetzt abgeschlossen sind“ und die Einreichung nun an die zuständigen Fachbereiche weitergeleitet wurde. Ja, wir haben keine Ahnung, welche Anzahl von Einreichungen dort in welcher Güte täglich eingehen – aber, anstelle im ganzen Land sogenannte Bürgerdialoge im Push-Stiel zu veranstalten, solle gerade die Bundespolitik mehr Zeit den Belangen der Plebs zumessen. Sollte jemand an den Bundestag schreiben, dann kann er gerne auch nach dem Verbleib von „1-18-09-751-00784“ fragen – es geht um den Hybridstrommarkt, als Marktdesign für die Energiewende in Bürgerhand.

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    • Christian Höhle
      Christian Höhle sagte:

      Hallo Thorsten,

      ja, ich habe durch die Petition den Eindruck gewonnen, dass es kein Interesse gibt, eine Bürgerbeteiligung zuzulassen.

      Nun ist dieser Beitrag gerade 24h online, und wir haben schon die Hälfte der Stimmen gesammelt, die die angeblich inhaltsgleiche Petition in dem gesamten Monat der Laufzeit gesammelt hatte 😉

      Vorherige Petition: Mitzeichner

      Leider reicht das noch lange nicht. Es müssen noch viel mehr Menschen unterschreiben, damit das wirklich eindruck macht…

      Sonnige Grüße,
      Christian

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  2. Avatar
    Annonymous sagte:

    Bitte die energieintensive Industrie nicht weiter besteuern. Sie wird ins Ausland abwandern und in China etc. haben wir dann gar keine Kontrolle mehr über Umwelt, Energie und Co!

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    • Christian Höhle
      Christian Höhle sagte:

      Hallo Annonymous,

      die Gefahr, dass energieintensive Unternehmen wegen der Energiewende abwandern, halte ich für nicht gegeben. Zum einen zeige ich ja gerade in diesem Beitrag, dass die Industriestrompreise in Deutschland gerade den niedrigsten Stand seit 10 Jahren haben. Zum anderen ist Industriestrom im internationalen Vergleich in Deutschland durchaus konkurrenzfähig.

      Wichtig ist, dass nicht wir als Bürger die Zeche dafür zahlen, dass der Strom für die Industrie günstig wird. Ich halte es für extrem wichtig, dass es ein Gleichgewicht gibt zwischen den Kosten und dem Nutzen unserer Energiewende.

      Sonnige Grüße,
      Christian

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  3. Avatar
    darwin sagte:

    Erneuerbare zu einem Preis verkaufen, der die tatsächlichen Kosten deckt

    An wen den ? Also wer wird gezwungen den EEG-Strom aufzukaufen ?

    Auch bei konventionellen Kraftwerken die tatsächlichen Kosten ansetzen, also auch die Folgekosten für Umweltverschmutzung und Endlagerung dabei einrechnen

    Mhm, da die Folgekosten erst in der Zukunft anfallen wird jemand die schwere Aufgabe übernehmen müssen das Geld zu verwalten. Da man die Folgekosten aber gar nicht beziffern kann wird man sicherheitshalber viel mehr Geld einnehmen müssen und diese Geld in einer Sicheren Form anlegen.
    Griechische Staatsanleihen, Prokon-Genuss-Scheine oder doch SMA-Aktien ?

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    • Christian Höhle
      Christian Höhle sagte:

      Hallo darwin,

      wenn man Kosten (Vergütungen für Anlagenbetreiber) und Nutzen (Vermiedene Umweltbelastung, langfristig niedrigerer Strompreis) gemeinsam betrachtet, wird sogar ein finanzieller Vorteil der erneuerbaren deutlich. Hier gibt es eine Studie, die das näher betrachtet.

      Stell dir nur mal vor, was passiert wenn die ersten Solaranlagen nach 20 Jahren aus der Förderung heraus fallen. Sie erbringen dann immer noch mindestens 80% ihrer ursprünglichen Leistung – nach aktuellen Studien sogar noch deutlich mehr. Dann gibt es regelmäßig große Mengen Strom im Netz, für deren Herstellung:

      • Keine Rohstoffkosten anfallen
      • Keine Personalkosten anfallen
      • Nur geringste Wartungskosten anfallen

      Und auch die Windkraftanlagen werden kaum nach 20 Jahren allesamt abgebaut werden. Viel eher werden Statiker den Zustand der Gebäude untersuchen und die Laufzeit entsprechend anpassen.

      Sonnige Grüße,
      Christian

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      • Avatar
        darwin sagte:

        Sie werden die Besitzer von abgeschriebenen EE-Anlage zwingen zu Selbstkosten einzuspeisen ?

        Wohl nicht – der Besitzer wird immer ganz knapp unter den Preisen bleiben die dann neue EE-Anlagen brauchen um sich zu finanzieren. Natürlich unterbietet ihn der Altanlagenbesitzer trotzdem und entweder werden keine neuen Anlagen gebaut oder ein Speicher zur Verschiebung in den Abend wird für den Neuanlagenbesitzer obligatorisch. Wofür man allerdings das EEG fortführen muss um gegen die Altanlagen zu subventionieren.

        Wenn die Heutigen Anlagen 30 oder 40 Jahre halten – könnte man dann nicht heute die EEG-Vergütungen für diese Anlagen reduzieren ?

      • Christian Höhle
        Christian Höhle sagte:

        Hallo darwin,

        sobald die erneuerbaren miteinander konkurrieren werden die günstigsten zuerst eingesetzt.

        Besonders wichtig ist, dass das Merit-Order-System aus dem Stromhandel entfernt wird. Es gibt keinen Grund, warum ein günstiges Kraftwerk den selben Preis wie ein Teures bekommen sollte. Jedes Kraftwerk – egal ob kleine PV-Anlage oder großes Gaskraftwerk – sollten Strom zu einem Preis anbieten, zu dem sie wirtschaftlich arbeiten können. Diesen Preis müssen sie dann auch bekommen, nicht mehr wie es heute der Fall ist.

        Speicher werden dann sicher schon aufgrund der Preisspreizung im Tagesverlauf attraktiv. Das führt zu einer weiteren Forderung an einen zukünftigen Energiemarkt: Ein Haushalt muss selbst seinen Strom an der Börse kaufen und verkaufen können (ohne zunächst wie heute erforderlich mehrere zehntausend Euro in einen Marktzugang zu investieren).

        Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Langfristig sollten Erneuerbare Energien gar keine Förderung mehr bekommen, sondern sich selbst tragen aus dem direkten Verbrauch des EE-Stroms und aus dessen Vermarktung an der Börse.

        Sonnige Grüße,
        Christian

  4. Avatar
    Hans Diehl sagte:

    Hallo Herr Höhle
    Diese Ungerechtigkeit existiert erst seit der EEG Neuordnung ab 2010, und wird in einschlägigen Kreisen das EEG „Paradoxon“ genannt.

    Prof. Weber von Fraunhofer, nennt es im folgenden Video größte Schweinerei des Energiesystems, weil ab 2010 gilt „Je mehr die EE die Börsenpreise senken, desto höher wird für die Verbraucher die Umlage.“.

    https://www.youtube.com/watch?v=VjN_J3QA3RI

    Im PV Forum diskutieren wir das schon seit Jahren.

    Zum Beispiel in den folgenden Theads

    Prognose Entwicklung der Umlage

    http://www.photovoltaikforum.com/energiepolitik-energiewende-f90/prognose-entwicklung-der-eeg-umlage-t106255.html

    Negative Preise Fehler im Markdesign

    http://www.photovoltaikforum.com/energiepolitik-energiewende-f90/negative-preise-fehler-im-marktdesign–t98749.hhtml

    Merit Order das Märchen vom teuren EEG Strom

    http://www.photovoltaikforum.com/energiepolitik-energiewende-f90/merit-order-und-das-maerchen-vom-teueren-eeg-strom-t36937.hhtml

    MfG

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  5. Avatar
    Peter Jensen sagte:

    Erstaunlich, dass auch nach Jahren erfolglosen „Wirkens“ der EEG-Umlage immer noch soviel Unsinn darüber verbreitet wird. Okay, andererseits, wenn jemand aus der Solarbranche diesen Unsinn schreibt, macht es doch wieder Sinn.
    Und wenn dann noch Grenzkosten mit Verkaufspreisen verwechselt werden und die Subvention von EE-Anlagen mit Industriesubvention und wenn dazu dann noch das Propaganda-Geschwafel von angeblichen externen Kosten dazugepackt wird, dann entsteht eben so ein Artikel zur Volksverdummung!

    Antworten
  6. Avatar
    Peter Jensen sagte:

    Kosten für Endlagerung und Rückbau sind seit jeher im Strompreis für Kohle und Atom enthalten. Also was soll diese falsche Behauptung, Herr Höhle? Sie wissen es doch besser!

    Und die imaginären Umweltkosten, die von allen möglichen sog. Umweltinstituten und selbsternannten Naturschützern auf beliebige Weise zusammengerechnet werden, kommen schon mal auf den gewaltigen Betrag von etwa einem Drittel des Bundeshaushaltes.

    Also diese Schäden würde ich gerne mal irgendwo sehen in Deutschland, in einem der saubersten Länder der Welt! Wer bei solchen abenteuerlichen Rechnungen nicht ins Grübeln kommt, dem ist nicht mehr zu helfen. Dem hat die Ideologie und der Hass auf Energieversorger so das Hirn verklebt, dass er wirklich jeden Unsinn glaubt!

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  7. Avatar
    Hans Diehl sagte:

    Zitat aus dem Artikel.
    Wer profitiert von dem gesunkenen Börsenstrompreis?

    In den Erhebungen des statistischen Bundesamtes ist klar zu erkennen, dass die Industriestrompreise ein historisches Minimum erreicht haben. Einen so niedrigen Industriestrompreis gab es zuletzt vor 10 Jahren. Die Stromanbieter geben also die Preisvorteile an die Industriekunden weiter, um sich im Wettbewerb einen Vorteil zu verschaffen. Zitat Ende.

    Wer diese Tatsache als Unsinn bezeichnet, hat entweder von der Materie keine Ahnung, oder einen
    Auftrag den unbedarften Leser hier zu irritieren. Ich denke mal letzteres ist der Fall.

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      Peter Jensen sagte:

      „Die Stromanbieter geben also die Preisvorteile an die Industriekunden weiter, um sich im Wettbewerb einen Vorteil zu verschaffen.“

      Das nennt sich Marktwirtschaft. Und nicht das ist der Unsinn, sondern die Schlussfolgerung, die manche daraus ziehen. Nämlich den Stromanbietern vorschreiben zu wollen, wie sie ihre Preise gestalten.

      Aber die Leute, die jahrelang nur die Hand aufhalten brauchten, um Geld zu bekommen, verstehen von Marktwirtschaft eben nichts.

      Und dass ausgerechnet die, die mit ihren garantierten Einnahmen den Markt nachhaltig gestört haben, sich über die verbliebenen marktwirtschaftlichen Mechanismen aufregen, macht das Ganze noch dreister!

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      • Avatar
        Hans Diehl sagte:

        Zitat aus dem Artikel.
        An dieser kleinen Geschichte seht ihr das Problem:
        Je mehr Erneuerbare Energien es in unserem Stromnetz gibt:
        desto billiger wird der Strom
        desto geringer werden die Einnahmen der Erneuerbaren an der Strombörse
        desto mehr EEG-Umlage musst du bezahlen, um die Lücke zwischen Ertrag und den tatsächlich anfallenden Kosten zu decken.

        An dieser kleinen Geschichte kann man erkennen, dass der Begriff „Energiewende“ gar nicht zutreffend ist. Wo wendet sich denn etwas wenn zumindest monetär alles „ungewendet“ sprich auf der einen Seite bleibt.
        Betrachten wir es mal vor dem Hintergrund der Kosten, dem Maß aller Dinge. Den EE wird zu recht vorgehalten, dass sie teurer sind als die Konventionellen. Nun drängen die relativ teuren EE immer mehr in die Netze, und schneiden am monetären Kuchen der Konventionellen Stück für Stück ab, in dem sie die Börsenpreise senken. Das kommt ihnen aber nicht zugute, weil die Verbraucher das mit einer höheren Umlage kompensieren, womit das Geld – wenn auch anders verteilt – auf der konventionellen Seite bleibt Den EE bleibt die Rolle als Preistreiber, weil sie die Umlage erhöhen.

        Leute von der konventionellen Stromwirtschaft rechtfertigen das als betriebswirtschaftlich nötig, um zu überleben.
        Anstatt ihre Geschäftsmodelle der seit langem bekannten Energiewende anzupassen, soll alles beim Alten bleiben.

        EON hat ja nun erkannt, dass konventionellen Erzeugung ein Auslaufmodell ist.

        MfG

      • Avatar
        Peter Jensen sagte:

        Behauptung:

        „Je mehr Erneuerbare Energien es in unserem Stromnetz gibt: desto billiger wird der Strom“

        Da geht der Unsinn ja schon los! Wie soll denn Strom billiger werden, wenn er bei den sog. EE teurer ist als bei konventionellem Strom! Das ist mathematisch nicht möglich.

        Billiger wird der Börsenpreis! Der bemißt sich aber noch KOSTEN!!! Nach GRENZKOSTEN!!! Das ist etwas völlig anderes als der Strompreis.
        Wenn man natürlich diese Sachen in einen Topf wirft, kräftig umrührt und noch ein paar Prisen Propaganda (Konzern- und Kapitalismusschelte) hinzufügt, dann kommt eben so was raus wie: durch Erneuerbare wird Strom billiger.

        Nun ja…

  8. Avatar
    Hans Diehl sagte:

    Der Artikel von Herrn Höhle trifft den Nagel auf den Kopf, und ist der Gipfel einer Entwicklung der letzten Jahre, die Prof. Weber vom Fraunhofer Institut im folgenden Video als die größte Schweinerei im deutschen Energiesystem bezeichnet
    https://www.youtube.com/watch?v=VjN_J3QA3RI

    Fangen wir mal am Anfang dieser Entwicklung an. Einen Markt gab es auf dem Energiesektor noch zu keiner Zeit. Vor den EE hatten die 4 Großen das Sagen, und bestimmten an der Strombörse durch ihre Angebote – oder auch „nicht“ Angebote – den für alle Handelsarten Richtungsweisenden Preis.

    Meistens waren teure Gaskraftwerke die Grenzkraftwerke, die den Preis auch für alle anderen zur Deckung der Nachfrage benötigten Kraftwerke bestimmten. Ein nicht unerheblicher „Mitnahmeeffekt“ für die billigeren Erzeugungsarten wurde wirksam.

    Das brachte ihnen öfter das Kartellamt an den Hals
    Siehe hier: http://www.taz.de/1/archiv/?dig=2007/03/12/a0139

    Wer den verlinkten Artikel genau liest kann feststellen, dass Geschäfte damals auf der Basis „hoher“ Börsenpreise gemacht wurden.

    Das änderte sich mit zunehmenden EE schlagartig. Nun bestimmt die Natur die Angebote, ( Wind und Sonne ) und somit die Preis bestimmenden Grenzkraftwerke mit dem Ergebnis, dass die Börsenpreise, im Gegensatz zu der Zeit vor den EE, ständig sinken. Aus dieser Not wurde für die Konventionellen ab 2010 eine Tugend, in dem man auf Drängen der Netzbetreiber, – am Gesetz vorbei über den Ermächtigungs §64 – ein System konstruierte, mit dem „ niedrige“ Börsenpreise interessant wurden.

    Interessant in der Form, dass die Börsenpreise, sprich Strombeschaffungskosten, auf Kosten der Verbraucher niedrig werden, mit denen man dann Geschäfte machen kann, oder der Großindustrie zukommen lässt, wie von Herrn Höhle im Artikel festgestellt..

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    • Avatar
      Hans Diehl sagte:

      Fortsetzung:
      Für nicht mit dem Thema vertraute hier die Erklärung dafür.
      Das EEG schreibt ab 2010 vor, „Je mehr die EE die Börsenpreise senken, desto höher wird für die Verbraucher die Umlage“
      Ohne, dass auf dem EEG Konto für Vergütungen ( Ausgaben ) auch nur ein Cent mehr benötigt wird, zahlen die Verbraucher bei sinkenden Börsenpreisen mehr Umlage auf das EEG Konto.
      Die sinkenden Börsenpreise sind somit von den Verbrauchern kompensiert.
      Die gesunkenen Börsenpreise sind somit von den Verbrauchern bezahlt, und stehen dem Markt für lukrative Geschäfte jeglicher Art zur Verfügung Mit steigender Tendenz, wie an den Rekordergebnissen beim Stromexport deutlich wird.
      Siehe hier: http://www.iwr.de/news.php?id=26696
      Deutschland erzielt Rekordeinnahmen
      Münster – Die deutsche Stromwirtschaft hat im Jahr 2013 mit dem Export von Strom so viel verdient wie noch nie. 

      Oder hier. http://idblog.hdm-stuttgart.de/strompreis/category/rechercheergebnisse/
      Zitat, aus Hochschulrecherchen
      Diese zwei Artikel beantworteten sehr gut unsere Frage, wer eigentlich an der Strombörse einkauft. Denn es wurde immer nur von Versorgungsunternehmen, Stromhändlern, industriellen Großkunden und Banken gesprochen. Nun wissen wir dazu gehören auch die Stadtwerke und Unternehmen, wie E.ON, RWE usw. Es gibt also keinen Zwischenhändler mehr. Der Grund dafür, dass Unternehmen wie RWE auch an der Börse einkaufen, obwohl sie selbst rund 30 Kraftwerke besitzen und somit eigentlich genug Strom produzieren, ist einfach. Es gibt Tage, da ist der Strompreis an der Börse so günstig, dass eine Eigenproduktion viel teurer wäre. Daher werden dann die Kraftwerke gedrosselt und lieber günstig eingekauft.

      MfG

      Antworten
    • Christian Höhle
      Christian Höhle sagte:

      Hallo Herr Diehl,

      vielen Dank für die Links. Ja, das Problem der 2010 eingeführten Ausgleichsmechanismus-Verordnung war schon vor dessen Einführung bekannt und wird mit steigendem Anteil erneuerbaren Stroms immer deutlicher.

      Ich möchte erreichen, dass dies einer großen Zahl von Bürgern bekannt wird, damit endlich etwas dagegen getan werden kann.

      Sonnige Grüße,
      Christian Höhle

      Antworten
    • Avatar
      Peter Jensen sagte:

      Zitat Diehl:

      „Fangen wir mal am Anfang dieser Entwicklung an. Einen Markt gab es auf dem Energiesektor noch zu keiner Zeit.“

      Nun ja, wenn Herr Diehl „droht“, am Anfang der Entwicklung zu beginnen, muss man vorsichtig sein. Und die Vorsicht ist berechtigt!
      Bis in die 80er war es in ganz Westeuropa üblich, einen streng regulierten Energiesektor zu haben. Überraschenderweise hatten wir damals sicherere Netze, günstigere Preise und trotzdem Gewinne bei den Versorgern mit sehr gut bezahlten Arbeitsplätzen und hohen Steueraufkommen der Kommunen.
      Ende der 90er war dann auch Deutschland mit der Deregulierung dran. Die Gebietsmonopole wurden aufgehoben und es begann ein extremer Wettbewerb um Kunden, der offensichtlich an Herrn Diehl vorbei gegangen ist. Mehr als 1000 Versorger, die sich um Kunden bemühen, kann man wohl als Wettbewerb bezeichnen. Das hält bis heute an.

      Zitat Diehl:

      „Vor den EE hatten die 4 Großen das Sagen, und bestimmten an der Strombörse durch ihre Angebote – oder auch „nicht“ Angebote – den für alle Handelsarten Richtungsweisenden Preis.“

      Die sog. 4 Großen sind alle zu entscheidenden Teilen im Besitz der Kommunen/Länder. Die Kommunen bestimmten im Wesentlichen die Geschäftspolitik der Energieversorger für Deutschland über ihre Aufsichtsratsmandate. Versorgungssicherheit und bezahlbare Preise waren die wichtigsten Parameter.

      Die Strombörse hat damals auf den Endverbraucherpreis so gut wie keinen Einfluss gehabt. Sie war zum internen Handel für den Spitzenausgleich der ÜNB gedacht. Deswegen ist es propagandistische Augenwischerei, wenn Hans Diehl immer wieder auf die Strombörse hinweist.

      Der Preis für die sog. EE steht im EEG! Den kann man vergleichen mit den Gestehungskosten der konventionellen Kraftwerke, die zwischen 3 und 7 ct/kWh liegen. Da kommt keine sog. EE-Anlage mit.

      Alles andere sind Diehl’sche Nebelbomben. Ebenso die Einzelfälle, die er sich rauspickt, wenn Marktteilnehmer – wie in jedem anderen Markt auch- mal versuchen, zu tricksen.

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        Hans Diehl sagte:

        An alle Freunde der Energiewende, die hier mitlesen.

        Hier geht es um den Artikel des Herrn Höhle, mit dem er zum Ausdruck bringt, dass jeder nicht privilegierter Stromverbraucher, die historisch niedrigen Industriepreise finanziert.

        Basierend auf dem seit 2010 geltenden „Paradoxon“ das da lautet, „Je mehr die EE die Börsenpreise senken, desto höher wird die Umlage.

        Siehe hier. http://www.iwr.de/news.php?id=23553

        Lasst Euch von dem Herrn Jensen nicht irritieren, der spricht deutlich die Sprache der konventionellen Stromwirtschaft, und die möchten nicht, dass das einer breiten Öffentlichkeit vermittelt wird.

        MfG

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        Peter Jensen sagte:

        Herr Diehl ganz im Stile eines Propagandaministers:

        „Hier geht es um den Artikel des Herrn Höhle, mit dem er zum Ausdruck bringt, dass jeder nicht privilegierter Stromverbraucher, die historisch niedrigen Industriepreise finanziert.“

        Tatsächlich finanziert jeder nicht privilegierte Stromverbraucher nicht die historisch niedrigen Industriepreise, sondern die völlig überzogenen Einnahmen der EEG-Anlagenbetreiber. Von dieser Tatsache wollen die Subventionsempfänger, wie z.B. Herr Diehl und Herr Höhle von SMA, ablenken.

        Die Industriepreise waren schon immer niedriger als die Privatkundenpreise. Dies hat seine Ursache im Wettbewerb der Marktwirtschaft.
        Herr Diehl und Herr Höhle meinen, dass es irgendeine Gesetzmäßigkeit geben müsste, wonach Industriestrompreise gleich hoch oder höher sein müssten wie/als Haushaltsstrompreise. Aus welchem planwirtschaftlichen „Leerbuch“ sie diese Weisheit haben, weiß ich nicht.
        Mit realer Wirtschaft hat dies aber nichts zu tun. Aber Ideologen haben sich noch nie von Fakten beeinflussen lassen.

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        Hans Diehl sagte:

        Peter Jensen sagt:

        Die Industriepreise waren schon immer niedriger als die Privatkundenpreise. Dies hat seine Ursache im Wettbewerb der Marktwirtschaft. Herr Diehl und Herr Höhle meinen, dass es irgendeine Gesetzmäßigkeit geben müsste, wonach Industriestrompreise gleich hoch oder höher sein müssten wie/als Haushaltsstrompreise. Aus welchem planwirtschaftlichen “Leerbuch” sie diese Weisheit haben, weiß ich nicht.

        Der Herr Jensen lenkt schon wieder ab. Es hat doch hier niemand bestritten, dass Industriepreise schon immer niedriger waren.

        Es geht doch in dem Artikel darum, dass die niedrigen Börsenpreise neuerdings von den nicht privilegierten Verbrauchern, über eine höhere Umlage finanziert werden.

        Der Prof. Weber vom Fraunhofer nennt es im folgenden Video die größte Schweinerei im Energiesystem.
        https://www.youtube.com/watch?v=VjN_J3QA3RI

        Herr Jensen will unbedarfte Mitleser immer weismachen die EEG Umlage würde ausschließlich für die Vergütungen der EE Anlagenbetreiber benötigt, das mag im EIKE Forum funktionieren, wenn ich ihm da widerspreche, werden meine Beiträge nicht gebracht, hier dürfte es für ihn etwas schwieriger sein.

        Ich empfehle diesbezüglich mal genau hinzuhören, was der Prof. bei der Grafik zu den gelben Vergütungsbalken im Verhältnis zu der Umlagenkurve sagt.

        MfG

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    Hans Diehl sagte:

    Zitat aus dem Artikel.
    An dieser kleinen Geschichte seht ihr das Problem:
    Je mehr Erneuerbare Energien es in unserem Stromnetz gibt:
    desto billiger wird der Strom
    desto geringer werden die Einnahmen der Erneuerbaren an der Strombörse
    desto mehr EEG-Umlage musst du bezahlen, um die Lücke zwischen Ertrag und den tatsächlich anfallenden Kosten zu decken. Zitat Ende.

    An dieser kleinen Geschichte kann man erkennen, dass der Begriff „Energiewende“ gar nicht zutreffend ist. Wo wendet sich denn etwas wenn zumindest „monetär“ alles „ungewendet“ sprich auf der einen Seite bleibt.
    Betrachten wir es mal vor dem Hintergrund der Kosten, dem Maß aller Dinge. Den EE wird zu recht vorgehalten, dass sie teurer sind als die Konventionellen. Nun drängen die relativ teuren EE immer mehr in die Netze, und schneiden am monetären Kuchen der Konventionellen Stück für Stück ab, in dem sie die Börsenpreise senken. Das kommt ihnen aber nicht zugute, weil die Verbraucher das mit einer höheren Umlage kompensieren, womit das Geld – wenn auch anders verteilt – auf der konventionellen Seite bleibt Den EE bleibt die Rolle als Preistreiber, weil sie die Umlage erhöhen.

    Leute von der konventionellen Stromwirtschaft rechtfertigen das als betriebswirtschaftlich nötig, um zu überleben.
    Anstatt ihre Geschäftsmodelle der seit langem bekannten Energiewende anzupassen, soll alles beim Alten bleiben.

    EON hat ja nun erkannt, dass konventionellen Erzeugung ein Auslaufmodell ist.

    MfG

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    Peter Jensen sagte:

    Zitat Diehl:

    „Es geht doch in dem Artikel darum, dass die niedrigen Börsenpreise neuerdings von den nicht privilegierten Verbrauchern, über eine höhere Umlage finanziert werden.“

    Das ist eben falsch! Es ist Propaganda! Eine Verdrehung der Zusammenhänge! Die nicht privilegierten Verbraucher finanzieren einzig und allein die Vergütungen der EE-Anlagenbetreiber.

    Zitat Diehl:

    „Herr Jensen will unbedarfte Mitleser immer weismachen die EEG Umlage würde ausschließlich für die Vergütungen der EE Anlagenbetreiber benötigt, das mag im EIKE Forum funktionieren, wenn ich ihm da widerspreche, werden meine Beiträge nicht gebracht, hier dürfte es für ihn etwas schwieriger sein.“

    Die EEG-Umlage IST AUSSCHLIEßLICH zur Vergütung der EE-Anlagenbetreiber da! Es steht so im Gesetz. Und für ein paar unwesentliche Nebenkosten wie IT-Kosten und Bankgebühren/Zinsen. Ansonsten dient sie EINZIG UND ALLEIN zur Bezahlung der völlig überhöhten Vergütungen laut EEG! Nur dafür wird die EEG-Umlage verwendet!

    Was sie bei EIKE posten oder nicht, ist mir völlig Wurst. Es ist mir auch völlig egal, ob man sie dort sperrt oder nicht. Es könnte mich nichts weniger interessieren. Sie verbreiten hier wie dort denselben Propaganda-Unsinn! Und nach Monaten, in denen sie immer wieder dieselben falschen Dinge behaupten, werden sie eben geblockt. Mir doch egal! Von mir aus können sie da weiter schreiben.

    Sie sind bis heute nicht in der Lage (nach Monaten Diskussion auch hier im Blog) einen einzigen Posten zu nennen, für den die EEG-Umlage verwendet wird und der nichts mit den Vergütungen der EE-Anlagenbetreiber zu tun hat! Sie bleiben jeden Nachweis für ihre Behauptungen schuldig!
    Ihre bunten und falschen Grafiken sind inhaltlich falsch! Sie stellen die realen Zusammenhänge FALSCH dar! Sie sind Propaganda des öko-industriellen Komplexes, einer der mächtigsten Lobby-Gemeinschaften, die Deutschland je hatte! Dazu gehört auch das Fraunhofer ISE.

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      Hans Diehl sagte:

      Peter Jensen sagt

      Das ist eben falsch! Es ist Propaganda! Eine Verdrehung der Zusammenhänge! Die nicht privilegierten Verbraucher finanzieren einzig und allein die Vergütungen der EE-Anlagenbetreiber.

      @Herr Jensen
      Für wie blöd halten Sie die Leute hier,.

      Zur Erninnerung an die Mitleser. Die Vergütungen haben sich verdoppelt, und die Umlage hat sich für die Verbraucher verfünffacht, siehe Video

      Nach dem was uns Herr Jensen hier weismachen will, brauch er das Fünffache um eine Verdoppelung der Ausgaben zu finanzieren. Adam Riese würde sich im Grabe umdrehen, wenn er sehen müsste was mit seiner Rechenkunst angestellt wird, nur um der Öffentlichkeit was vorzugaugeln.

      MfG

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