Blogparade beendet: E-Mobilität ist die greifbarste Disruption

disruptionen in der energiebrnahce

Auf dem barcamp renewables 2017 war immer wieder von Disruptionen die Rede, die die Energiewelt maßgeblich verändern werden. Grund genug für Energieblogger, die Diskussionen in einer Blogparade weiterzuführen. Die Quintessenz: Die Energieversorgung der Zukunft ist dezentral. E-Mobilität verstehen viele als Disruptionen. Aber auch in der Solarbranche gibt es disruptive Ansätze.

 

Disruption meint einen Prozess, der ein bestehendes Geschäftsmodell oder einen gesamten Markt durch eine stark wachsende Innovation ablöst. Treiber ist dabei sicherlich die Digitalisierung, die Einfluss auf zahlreiche Lebensbereiche hat. Welche disruptiven Ansätze für die Energiebranche die Energieblogger im Zuge der Blogparade herausgegriffen haben, lest ihr hier zusammengefasst.

 

 

Innovationen besiegen Trägheit

Gravierende Veränderungen sind auch immer verbunden mit Ängsten. Laut Simon Edel seien Ängste nur für diejenigen gerechtfertigt, die nicht bereit sind, sich zu öffnen. In seinem Beitrag im Blog Milk the Sun setzt er sich aber nicht nur damit auseinander, wie Innovationen die Trägheit (von Energieriesen) besiegen, sondern er stellt sich auch die Frage, ob Disruptionen die Lösungen des Energiesektors sind. Sein Fazit:  Eine Disruption kann mitnichten eine Lösung sein. Wer sich aber flexibel auf Veränderungen einstellt, würde zum Gewinner der Disruption – so wie aktuell der Energiesektor.

 

Buch Toni Seba saubere Revolutiion

Pflichtlektüre? Das Buch „Saubere Revolution 2030“ von Toni Seba

Neue Geschäftsmodelle befeuern die Solarbranche

Zieht man das Buch „Die saubere Revolution“ von Tony Seba zu Rate, wie es Anders Kühl in seinem Blog energynet getan hat, dann erfährt man sehr überzeugend, wie sich aufgrund innovativer Geschäftsmodelle die Solarenergie weltweit stark zugenommen hat. Andreas Kühl kommt zu dem Schluss, dass sich die Photovoltaik ähnlich exponentiell verbreiten wird wie Smartphones.

 

Digitalisierungsgesetz in Deutschland: nicht ausgereift statt innovativ

Auch der deutsche Gesetzgeber versucht den aktuellen Veränderungen im Energiesektor Rechnung zu tragen. Schon im Juni 2016 trat das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende in Kraft. Seit Anfang des Jahres 2017 sind demnach alle Solaranlagenbetreiber mit einer Anlagengröße ab sieben Kilowatt zur Nachrüstung mit einem intelligenten Strommessgerät, dem sogenannten Smart-Metern verpflichtet. Anke Baars erläutert in ihrem Blogbeitrag, was die Smart-Meter-Pflicht für Anlagenbetreiber konkret bedeutet. Ihr Fazit: Das Digitalisierungsgesetz in seiner bisherigen Fassung ist wenig innovativ und alles andere als ausgereift.

 

Elektrofahrzeuge bestimmen den Wandel im Bereich Mobilität

Die Anzahl der Beiträge zu E-Mobilität macht es deutlich: Elektrofahrzeuge werden als entscheidende Disruption wahrgenommen. Warum? Sie verbinden die Welten Mobilität, Energieerzeugung sowie Speicherung, die essentiell sind für unsere Zukunft. Und hier spielt mit der Automobilbranche ein mächtiger Protagonist mit, der aktuell durch den Dieselskandal gezwungen ist, Alternativen umzusetzen. So stellt sich zum Beispiel Energieblogger Kilian Rüfer die Frage, ob Verbrenner genauso dramatisch untergehen wir einst die Pferdekutschen. Auch er zitiert Tony Seba und diskutiert seine Hypothesen zur Elektromobilität, wie zum Beispiel: Ein Elektromotor ist fünfmal energieeffizienter als ein fossiler Verbrenner.

Im HZwei-Blog schreibt Hydrogeit gleich zwei Beiträge zur disruptiven Entfaltung der Elektromobilität und verweist auf den Erfolg der diesjährigen EVS – Electric Vehicle Symposium & Exhibition in Stuttgart. So viele Besucher und Aussteller wie nie zuvor waren zu dieser Veranstaltung gekommen und die Organisatoren nutzten das große Publikum für die Veröffentlichung der „Stuttgarter Erklärung“ über eine neue saubere Ära der Mobilität. Allerdings beleuchtet er auch andere umweltfreundlich Antriebstechniken und fragt, wer sich denn eigentlich um den Wasserstoff kümmere?

 

Übrigens, welche Auswirkungen unterschiedlichste Disruptionen oder auch Innovationen haben, können in der realen Testumgebung des interdisziplinären Forschungszentrums EMPA (Swiss Federal Laboratories for Materials Science and Technology) untersucht werden. Zum Beispiel gibt es dort die Möglichkeit für Unternehmen und Forschungspartner, sowohl während der Bauphase als auch während des Betriebs eines Gebäudes neue Technologien zu testen.

Mehr dazu erfahrt ihr von Roman Marty auf energyzed.

 

Was hat die Blogparade gezeigt?

Als erstes sollte ich wirklich endlich das Buch von Tony Seba lesen. Seine Version einer Energieversorgung der Zukunft scheint immer mehr Realität zu werden. Zudem wurde deutlich, welche Möglichkeiten die Digitalisierung und die E-Mobilität für die Energiebranche mit sich bringen. Zusammen mit erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen wie Solarstromanlagen und Speichertechnologien ist die Energieversorgung der Zukunft dezentral.

#disruptenergy #blogparade @dieenergieblogs @SMAsolar

 

Diese Beiträge sind im Rahmen der Blogparade erschienen:

@HZwei-Blog: Deutsche Autobauer liegen zurück

@Milk the Sun: Ist Disruption die Lösung des Energiesektors?

@energynet.de: Innovative Geschäftsmodelle, die Solarenergie weltweit voran gebracht haben

@nachhaltig investieren: Gehen Verbrenner so dramatisch wie Pferdekutschen unter?

@HZwei-Blog: Elektrifizierungsprozess hat begonnen

@energyzed.ch: E-Hub – Hier wird die Zukunft getestet

@energynet.de: Neuer Markt für direkten Handel von Ökostrom zwischen Erzeuger und Verbraucher

@Sunny Blog: Smart-Meter-Pflicht – was tun?

 

Vielen Dank an alle Autoren für ihre Beiträge!

 

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