Sunny PRO Club auf Tour – Fachaustausch bei den Regional-Foren

Von Timo Ziepprecht (Gastbeitrag) am 26. März 2012 in der Kategorie Unternehmen mit 0 Kommentare
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Der Sunny PRO Club, das SMA Partnerprogramm für das Fachhandwerk, veranstaltet im 1. Quartal 2012 in 19 deutschen Städten Schulungsveranstaltungen für seine Mitglieder, die sog. Regional-Foren. Als Mitarbeiter des Sunny PRO Clubs habe ich einen Teil der Veranstaltungen mit durchgeführt und mich anschließend mit den Kollegen, die mich auf der Tour begleitet haben, zur aktuellen Veranstaltungsreihe ausgetauscht.

 

Timo Ziepprecht: Jan, ihr Vertriebskollegen habt auf dieser Tour schwerpunktmäßig die Themen „VDE-AR-N 4105 und Einspeisemanagement nach EEG 2012“ im Gepäck. Was sind die wichtigsten Fragen, die den Fachhandwerkern momentan dazu unter den Nägeln brennen?

Jan Thomsen: Bei den meisten Fragen zu den beiden Themen geht es um die technische Umsetzung der geforderten Vorgaben. Das Problem besteht darin, dass Versorgungsnetzbetreiber zwar technische Lösungen anbieten können, diese aber zur Regelung von Großanlagen konzipiert wurden. Für kleinere Anlagen gibt es noch keine entsprechenden Steuermechanismen bei den Versorgungsnetzbetreibern um auch Kleinanlagen ins Netzmanagement zu integrieren. Das verursacht natürlich eine große Verunsicherung bei allen Beteiligten.

 

Timo Ziepprecht: Wie sieht es mit der Umsetzung des EEG 2012 aus, wo besteht dort der größte Diskussionsbedarf?

Jan Thomsen: Bei Anlagen bis 30 kWp ist es die Frage, wie ich das vereinfachte Einspeisemanagement in der Praxis umsetze. Empfiehlt man dem Kunden den Einsatz eines extern ansteuerbaren Schützes oder ist die 70% Regel, also die Anlagenleistung von vornherein auf 70% der maximal möglichen Generatornennleistung  zu reduzieren, die bessere Wahl. Auch die Nachrüstung von Bestandsanlagen ist immer wieder ein Thema.

 

Timo Ziepprecht: Was sollte man denn zusammenfassend als Fachhandwerker seit dem 1. Januar unbedingt beachten?

Jan Thomsen: Als Fachhandwerker sollte man sich intensiv mit den neuen Gesetzen und Richtlinien auseinandersetzen. Denn die genaue Kenntnis der immer komplizierter werdenden Anforderungen an die Installation von PV-Anlagen wird zunehmend wichtiger. Eine unsachgemäße Installation bzw. fehlende Komponenten können für den Betreiber z. B. den Verlust des Anspruchs auf die Einspeisevergütung bedeuten.

 

Timo Ziepprecht: Die Zukunft der Photovoltaik hängt ja in diesem Jahr mehr denn je von den nächsten politischen Entscheidungen ab. Bis diese getroffen sind, herrscht noch eine ziemliche Verunsicherung in der Branche. Wie beurteilst du diesbezüglich die Stimmung unter den Teilnehmern?

Jan Thomsen: Auf die jetzt von der Bundesregierung  vorgestellten Pläne haben auch die meisten Fachhandwerker mit Entsetzen und einer gewissen Ratlosigkeit reagiert. Jetzt muss man abwarten, ob die geplanten EEG-Änderungen in dieser Form vom Bundesrat abgesegnet werden. Sollte dies der Fall sein, sehen sich viele Betriebe in ihrer Existenz massiv bedroht.

 

Timo Ziepprecht: Gerda, im Fokus des Servicevortrags steht in diesem Frühjahr vor allem das neue SMA Garantiekonzept. Wie kommt es bei den Fachhandwerkern an?

Gerda Stoll: Das neue SMA Garantiekonzept wird mit Interesse aufgenommen. Die Gäste bei den Sunny PRO Club Regional-Foren wissen diese Verbesserung auf jeden Fall zu schätzen. Besonders aber sind es die Fragen, die dazu noch gestellt werden, die für uns wichtig sind, um das Konzept in den Feinheiten noch besser zu gestalten.

 

Timo Ziepprecht: Ist es aus technischer Sicht sinnvoll, eine Garantiverlängerung über 10 Jahre hinaus abzuschließen oder ist der Wert danach so gering, dass sich dies nicht lohnt?

Gerda Stoll: Im Falle eines Gerätetauschs bekommt der Kunde stets mindestens ein gleichwertiges Gerät, jeweils mit dem aktuellsten Softwarestand. Die Geräte werden über die Zeit von 20 Jahren im SMA Service vorgehalten, um im Falle eines erforderlichen Austauschs die Verfügbarkeit gewährleisten zu können. Daher ist eine Garantieverlängerung über diesen Zeitraum hinaus durchaus sinnvoll.

 

Timo Ziepprecht: Was sind deiner Meinung nach abschließend weitere, aktuell sehr wichtige Servicethemen, die u.a. bei den Regional-Foren immer wieder angesprochen werden?

Gerda Stoll: Bisher hatte der Verkauf von Service-Produkten und Garantieleistungen besonders in kleineren Unternehmen nur eine untergeordnete Bedeutung. Daher denke ich, dass viele dieser Firmen mehr Informationen dazu benötigen, wie sie am besten neben PV-Anlagen auch die dazugehörigen Serviceleistungen für ihr Geschäft nutzen können. In dieser Hinsicht wird es von uns in naher Zukunft sicherlich weitere Hilfestellungen geben.

 

Timo Ziepprecht: Vielen Dank für eure Eindrücke von den Regional-Foren.

 

Der Sunny PRO Club, das SMA Partnerprogramm für das Fachhandwerk, unterstützt seine Partner nicht nur mit den Regional-Foren, sondern auch mit professionellen Marketingmaterialien und weiteren lehrreichen Seminaren und Veranstaltungen.

 

Für weitere Informationen und Fragen steht Ihnen das Team des Sunny PRO Clubs unter 0561-9522-4774 oder SunnyPROClub@SMA.de gerne zur Verfügung.

 

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Der Autor

Timo Ziepprecht (Gastautor)

Meine Aufgaben:
Konzeption und Umsetzung von Kommunikationsmaßnahmen für die Sunny PRO Club-Mitglieder.
Meine Themen:
Sunny PRO Club-Veranstaltungen und Leistungen.
Was selbst meine Kollegen nicht von mir wissen:
Wenn ich meinen (ganz ursprünglichen) Berufswunsch realisiert hätte, wäre ich Grafiker geworden.

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