Solarmarkt Brasilien: Fit gemacht für rasantes Wachstum

Von Verena Wichmann (Gastbeitrag) am 27. Oktober 2016 in der Kategorie Unternehmen mit 0 Kommentare
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Brasilien ist 20-mal so groß wie Deutschland, verfügt aber nur über ein Tausendstel der installierten Solarleistung. Dabei ist die durchschnittliche Sonnenbestrahlung in Brasilien mit 5,5 Kilowattstunden pro Quadratmeter am Tag fast doppelt so hoch wie die in Deutschland. Doch: Wird das Potenzial auch genutzt? Und wenn ja, ist das Know-how vorhanden, um es auszuschöpfen?

Brasilien gehört zu den weltweit am schnellsten wachsenden Solarmärkten, erneuerbare Energien werden hier kontinuierlich ausgebaut. Der Energieverbrauch des Landes steigt schnell, die Endkunden zahlen hohe Strompreise. Daher ist die Erzeugung von Solarstrom vor Ort extrem attraktiv, insbesondere aufgrund der hohen Einstrahlungswerte. 2020 werden in Brasilien voraussichtlich 7 GW PV-Leistung installiert sein.

 

Präsent sein und Wissen aufbauen

Mit einer Service- und Vertriebsgesellschaft ist auch SMA in Brasilien vertreten. Von São Paulo aus wollen wir Versorgungsunternehmen, Gewerbe- und Privatkunden beraten und mit den passenden Systemen ausstatten. Das Realisieren von PV-Projekten steht und fällt jedoch mit Wissen. Deshalb hat SMA Brasil zusammen mit Kollegen der Solar Academy aus Deutschland eine Seminarwoche veranstaltet.

Pedro Alves, der neue Manager des Büros in Brasilien freute sich über die Unterstützung: „Wir haben es geschafft, technisches Wissen an sehr viele unserer Kunden weiterzugeben und unsere Lösungen im Detail vorzustellen. Der Solar Academy-Trainer César Villalta hat Großartiges geleistet.“

Stadion Belo Horizonte mit PV Quelle pa AP Photo

Auf dem Dach des Fußballstadions Estádio Mineirão in Belo Horizonte gibt es eine Photovoltaik-Anlage, die 2.000 Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugt.

 

Zukünftige Experten für PV-Kraftwerke geschult

Die rund 30 Ingenieure und Unternehmer aus Brasilien erhielten zunächst einen Überblick über unsere Systemlösungen, bevor es in zweitägigen Aufbauschulungen um technisches Expertenwissen für PV-Kraftwerke ging. Der Fokus lag dabei auf dezentralen Lösungen mit dem Sunny Tripower 60 und zentral aufgebauten PV-Kraftwerken mit der Medium Voltage Power Station. Das Fazit von Pedro Alves nach der Schulungswoche ist positiv: „Die Teilnehmer waren mit den Schulungen ausgesprochen zufrieden und haben bestätigt, viele hilfreiche Informationen erhalten zu haben, wie eine PV-Anlage zu strukturieren und zu dimensionieren ist.“ Weitere Schulungen in Brasilien sind 2017 geplant, selbstverständlich wieder mit dem Team der SMA Solar Academy.

Hintergrund: 419 Photovoltaik-Projekte in der Pipeline

Solar-Experten in Brasilien zu schulen ist in jedem Fall sinnvoll. Denn Brasilien gilt in Lateinamerika neben Mexiko als der Markt mit dem größten Ausbaupotenzial für die Photovoltaik. Das zeigt auch die jüngste Veröffentlichung der Gebote für die Ausschreibung von Reserveenergieleistung, die die Energieforschungsgesellschaft Empesa de Pesquisa Energética (EPE) (Portugiesisch) gerade abgeschlossen hat. In dieser Ausschreibungsrunde hat die EPE, die für die Durchführung der Auktionen von Reserveenergieleistung zuständig ist, insgesamt 419 Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtleistung von 13,4 Gigawatt registriert. Diese können dank des Trainings nun von Fachleuten vor Ort noch besser umgesetzt werden.

 

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Der Autor

Verena Wichmann (Gastautor)

Verena ist eine studentische Mitarbeiterin in der Solar Academy. Neben der Kundenbetreuung liegen ihre Hauptveraufgaben bei dem Academy Marketing und der Organisation von Schulungen.

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