Mit der Sonne neue Chancen nutzen

Von am 19. Mai 2017 in der Kategorie Energiemanagement mit 0 Kommentare
eleclerc_smasolar

Der 4. November 2016 war ein ganz besonderer Tag für Stéphane Onillon. Der 42-Jährige leitet den Hypermarché Leclerc in Pineuilh nahe Bordeaux, und am 4. November kam Michel-Edouard Leclerc, Chef der größten Einzelhandelskette Frankreichs, höchstpersönlich nach Pineuilh, um die nagelneue Photovoltaikanlage auf der Parkplatzbedachung des Einkaufszentrums feierlich einzuweihen. „Das war schon sehr aufregend“, erinnert sich Onillon. „Die Photovoltaikanlage ist ein ganz besonderes Projekt. Mit ihr machen wir unsere Stromversorgung nicht nur nachhaltiger, sondern werden auch unabhängiger vom Stromversorger und sparen Jahr für Jahr bares Geld.“

 

75.000 Euro Stromkosten kann Onillon dank der Anlage mit einer Leistung von 500 Kilowatt jährlich einsparen. Der saubere Solarstrom wird nahezu vollständig direkt im Einkaufszentrum genutzt und deckt rund 15 Prozent des gesamten jährlichen Strombedarfs ab. Als besonderen Service für seine Kunden hat Onillon auf dem Parkplatz Ladesäulen für Elektroautos installiert, die ebenfalls aus der Solaranlage gespeist werden.

„Immer mehr Unternehmer nutzen so wie Stéphane Onillon selbst produzierten Solarstrom direkt oder auch mit Speichern, um ihre Betriebskosten zu senken“, sagt Maik Brüschke, Produktgruppenleiter für gewerbliche Lösungen bei SMA. „Doch das ist erst der Anfang. In Zukunft werden sie noch viel mehr Möglichkeiten haben, von Solaranlagen auf ihren Gebäuden, Parkplatzdächern oder Freiflächen zu profitieren und ihre Energiekosten weiter zu senken. Der Schlüssel dafür liegt in einem intelligenten Energiemanagement.“

Dabei geht es darum, verschiedene Energiequellen und Verbraucher, wie z. B. Photovoltaik, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke oder Elektrofahrzeuge, in Kombination mit Speichern und Strombezug aus dem Netz so zu steuern, dass die Versorgung kostenoptimiert abläuft. Und weil Photovoltaik schon in naher Zukunft weltweit die günstigste Stromquelle sein wird, heißt das in erster Linie, möglichst viel selbst produzierten Solarstrom zu nutzen.

 

Mit der Digitalisierung entwickeln sich neue Geschäftsmodelle

sma_e-ladesaeule_hypermarche_web

Kundenfreundlich. Während des Einkaufs können Besucher des Hypermarché Leclerc ihre E-Autos mit sauberem Solarstrom laden.

„Für Privathaushalte bietet SMA schon seit vielen Jahren ein umfassendes Energiemanagement an“, so Brüschke. „Diese Erfahrungen sind auch in unsere Energiemanagementlösung für Gewerbebetriebe eingeflossen, die wir noch in diesem Jahr auf den Markt bringen werden.“ Beim betrieblichen Energiemanagement müssen noch deutlich mehr Komponenten in das System integriert und punktgenau gesteuert werden als im privaten Haushalt. Damit die Unternehmen effektiv Stromkosten sparen können, analysiert das SMA System die Energieflüsse im Betrieb, deckt Effizienzpotenziale auf und kann Erzeuger, Verbraucher und Speicher entsprechend steuern. Für ein perfektes Zusammenspiel aller Komponenten kommt es dabei darauf an, dass sie nahtlos miteinander kommunizieren können. Um dies zu ermöglichen, arbeitet SMA bereits seit längerem mit führenden Unternehmen angrenzender Sektoren wie der Wärme- und Kältetechnik, aber auch der Automobilbranche zusammen.

Ein wichtiges Element für die neuen, ganzheitlichen Lösungen von SMA ist der Sunny Tripower CORE1, der weltweit erste frei stehende Wechselrichter speziell für gewerbliche Anwendungen. „Das heißt, er kann ohne Gestell in kürzester Zeit direkt auf dem Dach oder auf dem Boden installiert werden. Damit sparen wir je nach Dachkonstruktion bis zu 60 Prozent Installationszeit ein“, erklärt Maik Brüschke. Um die Projektkosten noch weiter zu senken, hat SMA außerdem Funktionen in den Sunny Tripower CORE1 integriert, die eine schnelle und einfache Einbindung in das Gesamtsystem erlauben. Der neue Wechselrichter verfügt über modernste Schnittstellen für eine schnelle und einfache Kommunikation und Netzintegration – besonders wichtig für die dezentrale und digitale Energieversorgung der Zukunft.

 

Betreiber müssen sich um nichts selbst kümmern

„Der nächste Schritt, bei dem wir unsere Kunden in Zukunft stärker unterstützen möchten, ist die Integration in den Energiemarkt“, fährt Maik Brüschke fort. „Denn mit der Dezentralisierung und Digitalisierung der Energieversorgung bieten sich für Unternehmen völlig neue Möglichkeiten.“ So könnten sie etwa überschüssigen selbst erzeugten Solarstrom an andere Unternehmen verkaufen oder Teil eines virtuellen Kraftwerks aus mehreren dezentralen Erzeugungsanlagen werden. Eine weitere Möglichkeit wird sich zukünftig aus der Nutzung von Batterien elektrisch angetriebener Fahrzeuge in Betrieben ergeben. Durch gezieltes Laden mit günstigem (PV-)Strom, aber auch Entladen, während die Fahrzeuge nicht genutzt werden, ergeben sich zusätzliche Chancen für die energetische Optimierung des Gesamtsystems.

sma_solardach_gewerbliche-anlage_web

Effizient. Mit dem Sunny Tripower Core1 können Betreiber gewerblicher Solaranlagen wie Stéphan Onillon künftig bis zu 60 Prozent Installationszeit sparen und die Betriebskosten weiter senken.

Klingt alles ziemlich kompliziert und nach viel Aufwand? Maik Brüschke lacht. „Wir wären nicht SMA, wenn wir unsere Kunden damit allein lassen würden. Mit unserer Expertise und unseren Partnern stehen wir dafür, unseren Kunden die in der Tat nicht ganz einfache Welt der dezentralen Energieversorgungssysteme so einfach wie möglich zu gestalten. Deshalb bieten wir komplette Lösungen aus einer Hand. Dazu gehören Werkzeuge für das Systemdesign und die Anlagensimulation ebenso wie die Systemkomponenten, aber auch ganzheitliche Energiedienstleistungen für die Analyse und Optimierung der Energieflüsse oder die Integration in den Energiemarkt. Auf Wunsch übernehmen wir auch den operativen Betrieb und die Wartung des Systems. Und bei Bedarf passen wir es jederzeit flexibel an geänderte Anforderungen der Betreiber an. So können sich unsere Kunden ganz auf das konzentrieren, was sie am besten können: ihr Kerngeschäft.“

 

Das Interview ist erstmalig im Geschäftsbericht 2016 erschienen. 

 

5.00 avg. rating (100% score) - 1 vote

Der Autor

avatar

Meine Aufgaben:
Ich bin bei SMA Ansprechpartnerin für die Presse.
Meine Themen:
Alles rund um das Unternehmen SMA.
Was selbst meine Kollegen nicht von mir wissen:
Im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“ bin ich als Teenager mit dem Rennrodel durch Eiskanäle geflitzt.

Tags

Ähnliche Artikel

Keine Kommentare vorhanden.

Schreibe einen Kommentar.

 Zeichen vorhanden