EEG-Umlage 2014 – was treibt die Kosten wirklich?

Von am 11. Oktober 2013 in der Kategorie Energiewende mit 75 Kommentare
Strompreis und EEG-Umlage 2014

Am 15. Oktober ist es wieder soweit: Die Übertragungsnetzbetreiber verkünden die Höhe der EEG-Umlage für das kommende Jahr. Erwartet wird, dass der Beitrag, den in erster Linie Privatkunden und mittelständische Unternehmen mit ihrer Stromrechnung zur Förderung der Erneuerbaren Energien zahlen müssen, 2014 von aktuell 5,27 Cent je Kilowattstunde auf 6 bis 6,4 Cent je Kilowattstunde steigen wird. Das ist Wasser auf die Mühlen derjenigen, die bereits in den vergangenen Monaten immer wieder lautstark vor einer Kostenexplosion bei der Energiewende gewarnt und einen sofortigen Ausbaustopp für die Erneuerbaren Energien gefordert haben. Doch handelt es sich dabei wirklich um die Kosten der Energiewende, und was wäre wirklich die Lösung des Problems?

 

Neue Anlagen sind nur für einen Bruchteil der Kosten verantwortlich

Der Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. (BEE) beschreibt in einem kürzlich erschienenen Hintergrundpapier anschaulich und ausführlich die Bestandteile der EEG-Umlage und die Gründe für den erneuten Anstieg. Dabei wird schnell deutlich, dass der Zubau neuer Erzeugungsanlagen nur einen Bruchteil der zusätzlichen Kosten verursacht: Nach Berechnungen des BEE werden die Stromverbraucher für die Förderung des Ausbaus im kommenden Jahr voraussichtlich lediglich 0,15 Cent/kWh mehr zahlen als 2013. Nach wie vor ist weniger als die Hälfte der EEG-Umlage tatsächlich auf die Förderung der Erneuerbare Energien-Anlagen zurückzuführen. Ein Ausbaustopp wäre also kein geeignetes Mittel, um ein weiteres Ansteigen der EEG-Umlage wirksam zu verhindern. Der zügigen Umsetzung der Energiewende würde ein solches Moratorium hingegen großen Schaden zufügen.

Bestandteile der EEG-Umlage 2014

 

Sinkender Börsenstrompreis ist wesentlicher Kostentreiber

Größte Treiber der Kostensteigerung sind der Rückgang des Börsenstrompreises, die Erweiterung der Industrieprivilegien und die Nachholung für 2013. Die Faktoren Rückgang des Börsenstrompreises und Nachholung für 2013 hängen dabei unmittelbar zusammen. Denn das EEG-Konto, auf dem die Kosten für die EEG-Umlage den Einnahmen aus der Vermarktung des erneuerbaren Stroms an der Strombörse gegenübergestellt werden, ist 2013 insbesondere deshalb ins Minus gerutscht, weil die Börsenstrompreise noch stärker gesunken sind als erwartet. Dadurch stieg die Differenz zwischen den Verkaufserlösen des Stroms an der Börse und der garantierten Vergütung für die Anlagenbetreiber. Diese Differenz muss nun 2014 im Nachhinein ausgeglichen werden.

Daran wird ein markanter Fehler im System deutlich: Der seit 2010 im Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) verankerte Mechanismus zur Berechnung der EEG-Umlage führt dazu, dass die Erneuerbaren Opfer ihres eigenen Erfolgs werden. Derzeit steigt durch den preissenkenden Effekt der Erneuerbaren an der Strombörse (Merit-Order-Effekt) zwangsläufig die EEG-Umlage, da die Differenz zwischen den an der Börse erzielten Großhandelsstrompreisen und den garantierten Vergütungen für die Anlagenbetreiber mit der Menge des gehandelten günstigen erneuerbaren Stroms zunimmt. Zusätzlich sind die Preise für CO2-Zertifikate massiv gesunken. Dies drückt weiter auf die Börsenstrompreise, da es klimaschädlichen Kohlestrom verbilligt.

 

Immer mehr Industrieprivilegien

Die niedrigeren Börsenstrompreise werden jedoch keineswegs an alle Verbraucher weitergegeben. Derzeit profitieren davon nur Großabnehmer, die direkt an der Strombörse einkaufen. Der Preis, den Großabnehmer an der Börse zahlen, liegt aktuell auf dem Niveau von 2005 und ist deutlich niedriger als in den vergangenen zwei Jahren.

Doch nicht nur das: Viele dieser Großabnehmer sind außerdem ganz oder teilweise von der Zahlung der EEG-Umlage befreit, was die Kosten für diejenigen, die die Umlage zahlen, weiter in die Höhe treibt. In den vergangenen Jahren wurde der Kreis der Betriebe, die in den Genuss dieser Industrieprivilegien kommen, immer größer. Waren 2011 lediglich 603 Betriebe begünstigt, so stieg die Zahl aufgrund einer Gesetzesänderung der schwarz-gelben Bundesregierung bis 2013 bereits auf 1.691 Unternehmen. Im kommenden Jahr könnten bis zu 2.300 Betriebe gar keine oder eine stark ermäßigte Umlage zahlen. Die dafür entstehenden Mehrkosten für die anderen Stromverbraucher würden sich auf 5,8 Milliarden Euro belaufen.

 

Die Politik muss die Weichen stellen

Damit die Akzeptanz der Energiewende nicht weiter durch ungerechtfertigte Belastungen der Verbraucher in Frage gestellt wird, sind nun also vorausschauende und mutige politische Entscheidungen gefordert. Um die Höhe der EEG-Umlage zu dämpfen, müsste sowohl der Umlagemechanismus geändert werden als auch die Rückführung der Industrieprivilegien auf ein vernünftiges Maß erfolgen. Das heißt, es sollten, wie ursprünglich vorgesehen, nur solche Unternehmen von der Umlage befreit werden, die durch zu hohe Strompreise erhebliche Nachteile im internationalen Wettbewerb hätten. Außerdem sollte der europäische Emissionshandel durch eine Verknappung der verfügbaren CO2-Zertifikate wiederbelebt werden, was dem Verfall des Börsenstrompreises entgegenwirkt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Anfang Oktober veröffentlichte Studie des renommierten Think Tanks Bruegel: Die Autoren haben die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie untersucht und kommen zu dem Schluss, dass hohe Energiepreise vorteilhaft für eine Volkswirtschaft sein können. Denn gerade in den Ländern, in denen die Preise für Strom und Gas höher liegen, sind besonders viele Hightech-Unternehmen ansässig. Dabei, so die Forscher, würden mehr Arbeitsplätze entstehen als in Ländern mit niedrigen Energiepreisen, in denen typischerweise mehr energieintensive Unternehmen zu finden sind. Eine Subvention energieintensiver Unternehmen durch andere Branchen kann also dem Wirtschaftsstandort Deutschland auch schaden.

 

Weitere Stimmen zum Thema:

Energieverbraucher fordern: EEG verbessern, nicht abschaffen (Bund der Energieverbraucher)

Steigende Umlage für Ökostrom: Der geschröpfte Verbraucher (Spiegel Online)

 

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75 Kommentare

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    Peters grünes Gewissen

    16. November 2013 um 00:35

    Hier noch ein kurzer Artikel zur Endlichkeit des Urans:

    http://www.peak-oil.com/effizienzrevolution-nach-peak-oil/peak-uran/

    Antworten »
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    Peters grünes Gewissen

    16. November 2013 um 00:31

    Hallo Peter, hier ist mal wieder Dein Gewissen, das Du sicherlich schon so sehnlich vermisst hast 😉

    Schau dir das Bild von diesem Windpark noch mal ganz, ganz genau an… Was stellst Du fest?

    1) Die Windräder stehen auf Feldern, die landwirtschaftlich genutzt werden. Für jedes der Windräder gehen ein paar m² Ackerland verloren – die Menge ist aber in jeder Hinsicht vernachlässigbar. Die Bauern fahren mit ihren Traktoren einfach drumherum (kann man auch sehr schön auf dem Bild sehen).
    Ein AKW hingegen verbraucht zwar weniger Fläche, aber leider kann man darunter keine Landwirtschaft mehr betreiben 😀
    Fazit: Der Flächenbedarf bei einem Windpark ist gerade mal völlig egal, weil fast die vollständige Fläche weiter genutzt werden kann!

    2) Speicher: Die werden schon noch kommen sobald es sich lohnt. Methanisierung ist da ein vielversprechender Kandidat für die Einlagerung im Sommer, wenn sowieso massiv Überschüsse vorhanden sein werden – und Nutzung im Winter, wenn es dunkel und kalt ist.

    Was die Planung neuer AKWs angeht: Das habe ich dir an anderer Stelle bereits widerlegt – Wikipedia sagt:

    … 2005 betrug die installierte Leistung 369 GW, 2011 waren es 366 GW.[1] Derzeit befinden sich offiziell 65 Kernkraftwerke im Bau, bei vielen dieser Reaktoren ist die Fertigstellung jedoch fraglich. So befinden sich 11 dieser 65 Reaktorblöcke bereits seit den 1980er Jahren im Bau.[5] 29 Anlagen wurden in China begonnen, nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima wurden diese Pläne jedoch vorerst zurückgestellt…

    Das mit der Realität ist so eine Sache… Du bist ein bisschen wie der Geisterfahrer, der sich nach dem zweihundertsten entgegen kommenden Auto immer noch wundert, warum bloß alle in die falsche Richtung fahren. Alles eine Frage des Standpunkts.

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      Peter Jensen

      16. November 2013 um 18:21

      So, nachdem ich fertig bin mit Lachen und Kopfschütteln über den Unsinn, den du schreibst, lasse ich das einfach mal so stehen. Das muss man nun wirklich nicht mehr kommentieren…

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      Peter Jensen

      18. November 2013 um 07:00

      Nuklearkatastrophe in Fukushima? Katastrophe?

      Was tatsächlich passiert ist und was die Medien daraus gemacht haben, kannst du hier lesen in einem neuen Buch:

      http://www.amazon.com/Kimin-Forgotten-Leslie-E-Corrice-ebook/dp/B00GMPBSTO/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1384641148&sr=8-1&keywords=Kimin%3A+Japan%27s+Forgotten+People

      Über die vergessenen Menschen in Japan und das Totalversagen der Medienschaffenden

      Am 11. März 2011 wurde Japan von einem gigantischen Erdbeben und einem Tsunami heimgesucht. Mehr als eine Million Häuser und Gebäude wurden zerstört, mehr als 20’000 Menschen starben, mehr als eine halbe Million Küstenbewohner mussten evakuiert werden. Die Überlebenden haben alles verloren – nicht nur ihr Hab und Gut, auch viele Familienmitglieder und Freunde.

      Diese Katastrophe hat die Medien genau einen Tag lang beschäftigt – bis am 12. März die nukleare Havarie in Fukushima Daiichi begann.

      Innert weniger Stunden verschwand das Interesse für die Opfer des Erdbebens und des Tsunamis vollständig aus der Öffentlichkeit und wurde ersetzt durch eine beispiellose Atom-Hysterie.
      Seither wird ausschliesslich über Fukushima berichtet; wie es den Millionen Japanern geht, deren Leben in Trümmern liegt, interessiert keinen Journalisten. Ihr Schicksal ist buchstäblich unter den Millionen Artikeln über eine fiktive apokalyptische Atomkatastrophe begraben.

      Seit wann sind 20.000 reale Tote und 300.000 reale Obdachlose in den Nachrichten weniger wert als die hypothetischen Folgen eines Unfalls in einem Kernkraftwerk?

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      Peter Jensen

      18. November 2013 um 07:05

      Zur Erinnerung: in Fukushima sind bis heute zwei Menschen durch Explosionen im Kraftwerk gestorben. Niemand wurde tödlich verstrahlt und bei allen, von verschiedenen nationalen und internationalen Organisationen durchgeführten permanenten Untersuchungen der Hilfskräfte und der Bevölkerung der Umgebung sind keine Hinweise für irgendwelche gefährlichen Verstrahlungen aufgetreten.
      Und du faselst von einer atomaren Katastrophe, die die Welt zur Umkehr bewegt hat.

      Übrigens sind die Japaner selbst von einer Umkehr auch sehr weit weg. Zwei der damals abgeschalteten AKW laufen wieder und die restlichen werden nach den Sicherungsmaßnahmen auch wieder ans Netz gehen.

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      Peters grünes Gewissen

      18. November 2013 um 11:05

      Schau mal hier:
      http://www.n-tv.de/Spezial/Die-Folgen-fuer-den-Menschen-article2822641.html

      Ich würde sagen, die Japaner haben einfach nur verdammt viel Glück gehabt!
      1) Glück dass ihnen die Reaktoren nicht völlig um die Ohren geflogen sind
      2) Dass der Wind zufällig nicht in Richtung Tokio, sondern auf’s offene Meer hinaus geweht hat.

      Was die kontinuierliche Verseuchung der Küste noch für folgen hat, wird sich wohl erst noch zeigen…

      Und Du willst die Katastrophe leugnen und AKWs als sicher herstellen? Das hält keiner näheren Betrachtung stand.

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        Peter Jensen

        19. November 2013 um 17:28

        Hätte, wenn, vielleicht, eventuell… leb ruhig weiter in deiner Konjunktiv-Welt. Ich halte mich an die Realität.

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      Peters grünes Gewissen

      18. November 2013 um 11:48

      … und hier noch ein Beitrag, der meine „Mehr Glück als Verstand gehabt“ – Theorie untermauert:
      http://www.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/fukushima-unglueck-gefahr-fuer-tokio-war-groesser-als-behauptet/6047600.html

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    Peter Jensen

    15. November 2013 um 05:04

    Sag mal, Junge, weißt du eigentlich, was du hier schreibst?

    Dein schöner Windpark Sintleben steht auf 765 ha, das sind fast 8 qkm. Die Nennleistung beträgt 105 MW. Erzeugt werden pro Jahr etwa 190 Mio kWh.
    Ein AKW hat eine Nennleistung von mind. 1000 MW, erzeugt etwa 8 Mrd. kWh Strom im Jahr und steht auf einem Bruchteil der Fläche!

    Du bräuchtest also etwa 42 von deinen hässlichen Windparks, um genauso viel Energie zu erzeugen wie ein einziges AKW. Dazu kommen dann noch Speicher. Sowas ist weder billiger noch umweltverträglicher. Das müsstest sogar du begreifen!

    Und wenn du meinst, dass Atomkraft dem Ende zugeht… naja, derzeit werden weltweit 63 neue AKW gebaut und 160 sind in Planung. Das ist alles andere als das Ende. Technologisch steht die Atomkraft gerade vor einem neuen Zeitalter! Noch sicherer, noch umweltverträglicher, noch kleiner.

    Unfassbar, wie weit du neben der Realität lebst.

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    Peter Jensen

    13. November 2013 um 15:24

    Auweia, Junge! Dir ist nicht mehr zu helfen. Du bist mir echt zu dumm und zu ideologisiert für eine Diskussion.

    Antworten »
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    Andreas Demmig

    11. November 2013 um 23:02

    Die Anzahl der Zeichen hatte meinen Beitrag gestoppt.
    +++
    Bei der Energiewende geht es um viel Geld – da gebe ich Ihnen Recht, auch wenn ich aufgrund Ihrer nachfolgenden Erläuterung zur „anderen“ Fraktion gehöre. Ich habe schließlich Energietechnik studiert und beruflich viel mit Versorgung zu tun gehabt. SMA Produkte setzen wir auch ein, mit Erfolg.
    Einig werden wir uns bestimmt sein: Es wird zu wenig abweichende Meinung in den öffentlichen Medien zugelassen, wenn ich so einige öffentliche Selbstdarsteller höre und sehe, vergeht mir die Laune. Physik und Lastganglinien sind oft Fremdwörter.
    +++++++++++
    PV-Anlagen sind z.b. für Einkaufcenter, Bürogebäude u.ä. eine gute Sache, wenn ich z.B. die Klimaanlagen damit betreibe, wenn möglich auch Licht. Ist keine Sonne da, muss meistens auch nicht gekühlt werden.
    Chancenlos halte ich PV, wenn es um die Versorgung eines Industrielandes geht, das auf preiswerte und zuverlässig verfügbare Energie angewiesen ist. Was könnte man mit den Milliarden alles machen, die uns für die politisch gewollte Energiewende abgefordert wird.
    Mit freundlichem Gruß

    Antworten »
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      Das Ungewissen vom Andreas

      13. November 2013 um 01:19

      Hallo Herr Demmig,

      vielen Dank für den neuen Alias. Ja – da bin ich sehr flexibel 😉

      Genau wie Ihnen geht es mir auch. Mir läuft es eiskalt den Rücken runter, wenn ich lese, was die PV angeblich alles nicht kann. Zum Beispiel das Fehlen rotierender Massen bietet einen nicht zu unterschätzenden Vorteil bei der Stabilisierung des zukünftigen Stromnetzes! Stellen Sie sich einen Schwarzstart eines Netzsegments vor, bei dem die Netzfrequenz während des Startvorgangs exakt gleich bleibt,egal wie groß die angeschlossenen Verbraucher sind, da einfach keine Welle existiert, die abgebremst werden kann…

      Und auch ihrem zweiten Teil kann ich nur zustimmen! PV ist nicht geeignet, um ein Industrieland wie Deutschland zu versorgen. Denn nachts scheint nun mal bekanntlich keine Sonne…
      Genauso sind dazu aber auch die Kernkraftwerke, die Kohle- oder Gaskraftwerke jeweils für sich nicht in der Lage, denn es kommt auf den Mix an.

      Betrachtet man die erneuerbaren insgesamt, sieht die Sache schon ganz anders aus. Wind und Sonne ergänzen sich gegenseitig. Biomasse, Laufwasser- und Pumpspeicherkraftwerke tragen ebenfalls bei, und BHKWs gespeist mit Methangas aus P2G bilden die dritte Säule.

      Dass eine solche Energieversorgung zu vertretbaren Kosten realisierbar ist, hat das Fraunhofer ISE hier nachgewiesen:
      http://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen-pdf-dateien/studien-und-konzeptpapiere/studie-100-erneuerbare-energien-in-deutschland.pdf

      Ich würde mich freuen, wenn bezüglich der neuen Technologien eine offenere Diskussion stattfinden würde, in der nicht gleich alles unbekannte abgelehnt wird, wie es leider in vielen Medien- und Diskussionsbeiträgen der Fall ist. Statt dessen lohnt es, einen Blick auf die Potentiale zu werfen – denn immerhin geht es um eine saubere und bezahlbare Energieversorgung, in der Hand von vielen statt einzelner Großkonzerne, um unsere Umwelt und um weniger Abhängigkeiten zu Rohstofflieferanten!

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        Peter Jensen

        13. November 2013 um 09:14

        Die sog. EE sind nicht „sauberer“ als die konventionellen. Sie beenden auch nicht unsere Abhängigkeit von Rohstoffen, sie ersetzen nur die eine Abhängigkeit durch eine andere.

        http://green.wiwo.de/knappe-rohstoffe-wann-bauen-wir-das-letzte-windrad/

        Sie haben aber einen viel höheren Flächenverbrauch und sind teurer. Das ist eine Verschwendung von Ressourcen, denn wir können die gleiche Energiemenge günstiger herstellen.
        Und jeder Cent, den wir mehr für die sog. EE zahlen müssen, fehlt uns bei der Forschung und Entwicklung künftiger Energieerzeugungsformen für die Zeit, wenn uns mal Kohle, Gas, Öl und Uran ausgehen.
        Diese Zeit liegt allerdings noch weit vor uns (im Falle von Uran oder Thorium reden wir über Zehntausende Jahre).

        Der letzte Absatz des „Ungewissens“ (was ist das für ein Wort? Unwissen würde besser passen) ist reine Propaganda.

        „Ich würde mich freuen, wenn bezüglich der neuen Technologien eine offenere Diskussion stattfinden würde, in der nicht gleich alles unbekannte abgelehnt wird, wie es leider in vielen Medien- und Diskussionsbeiträgen der Fall ist.“
        Was für ein Unsinn. Dies ist ja eine komplette Verdrehung der Realität. In den Medien haben die Befürworter der sog. EE die klare Mehrheit. Kritik kommt kaum zu Wort. So sieht die Realität aus! Du „Ungewissen“ bezeichnest die Kritiker ja selbst als Randgruppe! Also bitte nicht die Tatsachen verdrehen und sich als Opfer aufspielen, das kein Gehör findet. Das ist eine Lüge!

        „Statt dessen lohnt es, einen Blick auf die Potentiale zu werfen – denn immerhin geht es um eine saubere und bezahlbare Energieversorgung, in der Hand von vielen statt einzelner Großkonzerne, um unsere Umwelt und um weniger Abhängigkeiten zu Rohstofflieferanten!“
        Das ist sozialistische Propaganda pur. Böse Großkonzerne bedrohen unsere Welt. Was sind eigentlich SMA und Solarworld und all die anderen? Keine Großkonzerne? Oder sind das die guten Konzerne?
        EE schonen nicht die Umwelt und sind nicht billiger. (Un)Gewissen hin oder her.

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        Peters grünes Gewissen

        13. November 2013 um 14:28

        Hallo Peter, hier spricht schon wieder dein Gewissen!
        Auch hier muss ich Dich wieder einmal auf viele Denkfehler hinweisen…

        1) Sauberkeit von EE

        Die EE sind sauberer, denn bei der Produktion des Stroms, wo bei den konventionellen Energien dauerhaft viel Dreck entsteht, arbeiten die erneuerbaren mit natürlichen Ressourcen wie Wind, Sonne und Wasser.

        Hast Du Deine Nase schon mal in den Wind oder in die Sonnenstrahlen gehalten?
        Fein, oder?

        Hast Du Deine Nase schon mal an den Auspuff Deines Autos gehalten, oder über ein Lagerfeuer?
        Nicht so fein, oder?

        2) Angeblich knappe Rohstoffe

        Du hast den von Dir verlinkten Artikel scheinbar selbst nicht gelesen, sonst wäre Dir sicher der letzte Absatz aufgefallen:
        Das Fazit der Studie: Der massive Ausbau von erneuerbaren Energien verringert unsere Abhängigkeit von Öl und anderen fossilen Energieträgern. Dafür schreiten wir schneller auf ein anderes Rohstoff-Problem zu, nämlich den enormen Verbrauch von gewöhnlichen Rohstoffen. Ohne Basismetalle wie Eisen, Kupfer und Aluminium stehen die Windräder bald still.
        Aber diese Situation lässt sich durchaus vermeiden. Die Mittel der Wahl: Mehr Recycling, weniger Stromverbrauch bei Haushalten und Industrie und ein intelligentes Ressourcenmanagement.

        Ich bin überzeugt, dass die Gesellschaft sich weiter entwickeln und mit dem Problem umgehen wird, so wie sie es gerade mit der Energieversorgung tut.

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        Peters grünes Gewissen

        13. November 2013 um 14:40

        3) Angeblicher Flächenverbrauch

        In der überwiegenden Anzahl der Fälle ist der Flächenverbrauch gerade mal völlig egal!
        Schau mal hier, wie viel Fläche Windkraftanlagen benötigen. Schau vor allen Dingen auch mal, wie darunter bis ganz nah an die Windkraftanlage heran die Felder bestellt werden. Prima, oder?

        Für Photovoltaik gibt es noch Unmengen von Dachflächen – die übrigens fast ausschließlich im Besitz der einfachen Bevölkerung sind – wo PV installiert werden kann, ohne dass es irgendjemanden stört.

        4) Umverteilung

        Natürlich ist SMA auch ein großer Konzern – es gibt aber einen dezenten Unterschied zwischen einem Unternehmen der EE-Branche und einem Unternehmen des alten Energiesystems:

        Ein EE-Unternehmen verkauft den Menschen Geräte, um selbst Strom zu erzeugen und damit Geld zu verdienen. Die Motivation der Bürger zum Kauf solcher Geräte ist die Absicht, wirtschaftlich als Energieproduzent tätig zu werden. Die wirtschaftliche Beziehung zwischen Bürger und Konzern ist in der Regel einmalig.

        Unternehmen des alten Energiesystems dagegen wollen dauerhaft das Produkt Energie verkaufen. Dies ist keine einmalige Angelegenheit, sondern führt in eine dauerhafte Abhängigkeit. Der Bürger wird nicht befähigt sich selbst zu versorgen, sondern er wird dauerhaft an die Energiekonzerne gebunden und mit steigenden Strompreisen immer mehr geschröpft.

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        Peters grünes Gewissen

        13. November 2013 um 14:48

        Schade – Bilder werden offensichtlich beim Posten entfernt.

        Hier der Link zu dem in 3) genannten, wunderschönen Bild eines Windparks.
        Da kann ja jeder mal selbst urteilen, wie viel Flächenverbrauch dort statt findet 😉

        http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/60/Windpark_Sintfeld_Sauerland_Ost_543_pk.jpg

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        Peters grünes Gewissen

        13. November 2013 um 14:51

        Gerade ist mir in dem zuvor geposteten Bild noch etwas anderes aufgefallen: Schaut euch doch mal diesen IMMENSEN, KATASTROPHALEN Flächenverbrauch der PV auf den Dächern der Landwirtschaftlichen Gebäude im Vordergrund an…

        OH … MEIN …. GOTT!!!

        *lol* 😀

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    Andreas Demmig

    11. November 2013 um 23:00

    Hallo Herr Ungewissen,
    ich habe mir erlaubt Ihnen ein neues Alias vorzuschlagen, da Sie Ihr Alias schneller wechseln als manche die Wäsche.
    Zu Wikipedia, speziell zur deutschsprachigen Ausgabe habe ich kein Vertrauen.
    Siehe hier (die Abmahnung zum Thema Atom, habe ich in der Kürze nicht gefunden) : 14.10.2010, William Connolley, der Wikipedia-Klimadoktor, der hunderte von Wikipedia-Artikeln umgeschrieben, gelöscht und manipuliert hat, ist mit einem Themen-Bann belegt wordenhttp://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Arbitration/Requests/Case/Climate_change/Proposed_decision#William_M._Connolley_previously_sanctioned_and_desysopped
    Die englischsprachige Ausgabe ist oft ausgewogener.
    Nun schrieben Sie etwas zu Tschernobyl, in der englischen Ausgabe von Wiki sind verschieden Berichte und Untersuchungen angeführt, die sowohl die Atom-Gegner als auch Wissenschaftler zu Wort kommen lassen.
    Siehe auch hier: http://www.arte.tv/de/tschernobyl-die-natur-kehrt-zurueck/3183576,CmC=3183232.html
    Wer googelt, findet noch viel mehr dazu, auch bei der von Ihnen ins Spiel gebrachte :http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/tschernobyl-am-24513-ein-reisebericht/
    Ich selbst war in diesem Jahr in Nagasaki, Japan. Dort erzählte der Touristenführer, ein Professor der dortigen Uni, die Hitze und die Explosion der Bombe waren das schlimmste, die Auswirkungen der Strahlung hielten sich in Grenzen. Heute leben im Ort mehr als (!) 13.000 Personen, die 100 Jahre oder älter sind und schon damals in Nagasaki lebten.
    Damit will ich die Bombe bestimmt nicht schön reden, aber man sollte über die Auswirkung von Strahlung besser informiert sein. Schließlich gibt es Orte in Deutschland, wo Sie Radon-haltiges Wasser als Kur sogar trinken. Wir leben in einer Welt, zu der Strahlen aus allen möglichen Quellen dazugehören (Erde, Weltall). Die Panikmache besteht darin, dass bereits jedwede geringste Strahlung bereits schlimme Auswirkung hätte (LNT). Jedoch auch hierbei: Die Dosis macht‘s.
    MFG

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    Andreas Demmig

    10. November 2013 um 16:26

    „Peters grünes Gewissen“

    Nanu, Sie werden doch nicht klein beigeben?

    „Und es ist ein sehr geschickter Trick, …. immer mit der Anzahl der Toten …. Die Krüppel und Schwer erkrankten ….außen vor“

    Daraus schließe ich, Sie halten die Zahlen über „Tote“ (halte ich für sehr bedauerlich), von KK-Gegnern nicht für belastbar, sprich völlig übertrieben.

    Nun wollen Sie auf Krüppel und Schwerkranke hinaus.
    Welche belastbaren Informationen haben Sie denn dazu?

    Mit freundlichen Grüßen

    PS:
    Wer sind Sie und was haben Sie zu verbergen, dass Sie hier nicht mit Ihrem richtigen Namen posten?

    Antworten »
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      Andreas' grünes Gewissen ;-)

      10. November 2013 um 22:51

      Hallo Andreas,

      ein Gewissen gibt nicht so leicht auf 😉

      Um zu erkennen, dass eine Unfall massive Konsequenzen hat, reicht ein kurzer Blick in die Wikipedia:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Tschernobyl#Gesundheitliche_Folgen

      Bei der Energiewende geht es um eine Menge Geld. Das Internet bietet die Möglichkeit, anonym seine eigene Meinung zu sagen. Gerade meine kritische Haltung zur konventionellen Energie wird sicher nicht von jedem gern gesehen – daher möchte ich hier nicht mit meinem Realnamen auftreten – wer weis schon auf was für Ideen diejenigen kommen, die bei der Energiewende verlieren? Wie diese Typen teilweise drauf sind, kann man z.B. in den Kommentaren bei EIKE ganz gut verfolgen…

      Antworten »
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    Andreas Demmig

    10. November 2013 um 16:12

    Sehr geehrte Frau Henkel,

    halten Sie es eigentlich für korrekt, hier Beschimpfungen, Beleidigungen von anonymen Kommentatoren wie „Peters grünes Gewissen“ und „Stephan“ sowie „pseudoruprecht“ durchgehen zu lassen?
    Danke jedoch an Sie, denn ohne Ihr Forum könnte ich nicht soviel erfahren haben.
    Nachrecherchieren ist natürlich wie immer in heutigen Zeiten unabdingbar notwendig, wenn man Propaganda von korrekter Information trennen will / sollte.

    Mit freundlichen Grüßen

    Antworten »
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      Peters grünes Gewissen

      10. November 2013 um 22:34

      Sehr geehrter Herr Demmig,

      da frage ich Sie mal: Sind denn Beschimpfungen von Kommentatoren mit Realnamen wie zum Beispiel die von Peter Jensen ok??? Wenn ja, warum?

      Wer sagt denn eigentlich, dass diese angeblichen Realnamen echt sind? Oder sind Beschimpfungen nur dann ok, wenn sie dem richtigen Ziel dienen?

      Ich freue mich auf ihre Antworten…

      Antworten »
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        Peter Jensen

        11. November 2013 um 21:56

        Tja, Pöbel-Gewissen… wie man in den Wald hineinruft, so schallt’s heraus. Hörste auf mit Pöbeln, kommt auch keine Breitseite zurück. Die vielfältigen Fakten in meinen Beiträgen verstehst du ja offensichtlich nicht.

        Und zu Tschernobyl hab ich dir oben schon was geschrieben. Wenn du das nicht liest, kann ich dir auch nicht weiter helfen.

        Aber einen richtigen Satz habe ich jetzt doch tatsächlich bei dir gefunden:

        „Bei der Energiewende geht es um viel Geld“.

        Genau, Jungchen, langsam kommst du dahinter, worum es bei der sog. Energiewende geht.
        Jedenfalls geht es dabei nicht um unsere Umwelt! Die muss nur wieder mal herhalten als grünes Mäntelchen für eine grün-sozialistische Umverteilungspolitik! Würde es um die Umwelt gehen, würdet iher nicht Millionen von PV-anlagen, Hunderttausende Windmühlen und Zehntausende Biogasanlagen in die Landschaft stellen, sondern die sauerste Form der Energieerzeugung wählen, nämlich die Energie aus Kernspaltung, neudeutsch auch Atomkraft genannt.

        Sonne und Wind schicken eine hohe Rechnung!

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        Peters grünes Gewissen

        13. November 2013 um 01:39

        Hallo Peter, hier spricht Dein Gewissen (ich bin in letzter Zeit zu sehr in die Diskussion abgedriftet – muss meine Rolle als Gewissen mal wieder mehr in den Vordergrund stellen 😉 )

        Bei Dir klingt das immer so, als sei Umverteilung etwas schlimmes…
        Umverteilt wird von denen, die heute die Kraftwerke und Netze betreiben und damit Millionengewinne machen, zu den Bürgern, die einen Großteil der Anlagen betreiben. Heute profitieren die, die Platz für eine PV-Anlage haben – von der Familie mit eigenem Haus bis zur Oma in der Mietwohnung mit zwei Modulen am Balkon.
        Zukünftig profitieren aber alle aufgrund der geschonten Umwelt und der niedrigen Strompreise.

        Es ist lustig, dass Du immer wieder die Kernkraft ins Spiel bringst. Diese Risikotechnologie hat zum Glück eine Abfuhr bekommen, die auch bisher niemand zurück genommen hat.

        In den Koalitionsgesprächen ringen CDU und SPD um Ausbauziele zwischen 50% und 75% bis 2030.
        Dem gegenüber steht ein Ausbauziel von 0% für die Kernkraft – Gott sei Dank!
        So gesehen laufen die Koalitionsgespräche hervorragend 😉

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    Peter Jensen

    9. November 2013 um 18:45

    Und auch hier faselte der Peter ohne Verstand fröhlich und ahnungslos vor sich hin…

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    Peter Jensen

    3. November 2013 um 10:08

    Ach Stephan, eigentlich ist jede Diskussion mit ihnen überflüssig, denn anstatt Meinungen auszutauschen, wünschen sie anderen Menschen, dass ihre Kinder an Krebs erkranken. Schön, dass sie ihr Menschenbild selbst so deutlich zeigen!
    Interessiert sich niemand hier bei SMA für sowas? Naja, wenn’s der Sache dient, oder?

    Wissen sie, wieviele Studien es weltweit zu diesem Thema gibt? Tausende! Und sie suchen sich die einzige heraus, die ein erhöhtes Risiko als Ergebnis produziert. Und diese Studie wurde mehrfach von anderen Studien weltweit widerlegt.

    http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2011-05/blutkrebs-akw-studie

    Die gemessene Strahlung an allen deutschen AKW liegt weit unter der natürlichen Hintergrundstrahlung (ja, so etwas gibt es) am jeweiligen Standort. Das bedeutet ganz einfach, dass die Strahlung überhaupt nicht die Ursache sein kann. Das seit Trittin öko-ideologisch geprägte BfS als Auftraggeber der Studie hat sich allein auf Strahlung als mögliche Ursache eingeschossen. Klar, wer den Lehrsatz „Atom ist böse“ verinnerlicht hat, hat keinen Blick mehr für die Realität.

    Was glauben sie, wohnen so viele Menschen in der Nähe von AKW, wenn das Leben dort angeblich so riskant ist?

    Und hier informieren sie sich mal bitte über Blutkrebs:

    http://www.leukaemie-online.de/index.php?option=com_content&view=article&id=9&Itemid=18

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      Peters grünes Gewissen

      5. November 2013 um 12:30

      Hallo Peter,

      hier spricht dein Gewissen!

      Verdreh doch Stephans Worte nicht so. Während er dir lediglich bewusst machen will, was die alten Energien bedeuten, vertrittst Du den Betrieb und Neubau solcher Anlagen, was letztendlich erst die Opfer in Natur und Bevölkerung produziert.

      Pfui! Schäm dich!

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        Peter Jensen

        5. November 2013 um 14:09

        Zitat Herr/Frau Stephan:

        „ist ja interessant was Herr Jensen alles erzählt. Hoffe nur er hat Kinder und wohnt in der Nähe eines AKW. Dann möchte ich gerne wissen wie er reagiert wenn bei seinem Kind Leukämie festgestelt wird.“

        Deutlicher kann man nicht ausdrücken, dass man einem anderen wünscht, dass seine Kinder Leukämie bekommen.

        Also hör doch auf mit deinen lächerlichen Versuchen, das schön zu reden. Außerdem gibt es keinen Zusammenhang zwischen Leukämie und AKW. Dasheißt, Herr/Frau Stephan lügt! Das solltest inzwischen auch du festgestellt haben. Pfui! Schäm dich!

        Und nicht nur ich bin für Neubau von AKW (den sichersten und saubersten Kraftwerken, die es gibt). Auch die Engländer, die Chinesen, die Russen, die Polen, die Tschechen, die Inder, eigentlich alle, die es technisch drauf haben, bauen weltweit neue AKW.

        Opfer in Natur und Bevölkerung? Wieder in der Propaganda-Fibel gelesen?
        Bis auf Tschernobyl gab es bisher in der gesamten Geschichte der friedlichen Nutzung der Kernkraft kein einziges Strahlen-Todesopfer. Und Tschernobyl hat mit westlichen AKW soviel gemeinsam wie ein Lada mit einem Mercedes. Also erzähl doch nicht immer wieder so einen Mist und spiel hier noch den Moralapostel. Beim Bau von BARD 1 sind schon zwei Bauleute ums Leben gekommen, bei Explosionen in Biogasanlagen schon mehrere und es sollen auch schon eine Menge Elektriker vom Dach gefallen sein, bei der Montage einer PV-Anlage.

        Von den geschredderten Fledermäusen und Vögeln durch Windparks ganz zu schweigen.
        Das steht sicher nicht in deiner Propaganda-Fibel. Genauso fehlt sicher das Kapitel über den Abbau der Rohstoffe für PV- und Windanlagen und deren energieintensive Herstellung, Schwach…

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        Peter Jensen

        5. November 2013 um 16:28

        Und „Pfui! Schäm dich!“ sagt ausgerechnet einer, der sich hier erst unter falschem Namen einloggt, um die Leser zu täuschen!

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        Peters grünes Gewissen

        9. November 2013 um 00:00

        Peter, Peter, Peter…

        Da wo ich her komme (und ich vermute, das ist das selbe Deutschland, in dem Du auch lebst) drehen die Windmühlen auf den Feldern gemütlich ihre Runden, während der Traktor darunter die Felder bestellt. Auf dem Heimweg habe ich mal bei einer Windmühle angehalten und mich direkt darunter gestellt. Das einzige, was man hört, ist das leise Rauschen der Rotoren. Auf den Feldern kann niemanden der Schattenwurf stören, und auch die Tiere scheinen keinerlei Problem damit zu haben, drum herum zu fliegen.

        Und die PV-Anlagen? Ja – die liegen noch viel ruhiger auf den Dächern und produzieren fleißig Strom, sobald die Sonne drauf scheint. Oder sie stehen aufgeständert auf Feldern. Darunter befindet sich dann eine Fläche, die natürlich bewachsen einen Lebensraum für verschiedenste Tierarten bildet, der kaum noch durch Menschen gestört wird.
        Die Rohstoffe, die zur Herstellung verwendet werden, müssen abgebaut werden. Ich glaube nicht, dass Du nachweisen kannst, dass der Abbau diese Rohstoffe schädlicher ist als der Braunkohle-Tagebau oder der Uranabbau 😉
        Darüber hinaus liefern PV-Anlagen in ihrer Lebensdauer erheblich mehr Energie, als zu ihrer Herstellung aufgewendet wird. Dazu empfehle ich dir diesen eingängigen Wikipedia-Artikel:
        http://de.wikipedia.org/wiki/Erntefaktor.

        Und es ist ein sehr geschickter Trick, in Bezug auf die Kernkraft immer mit der Anzahl der Toten zu argumentieren. Die Krüppel und Schwer erkrankten lässt Du wohl mit voller Absicht außen vor, um Dir deine Risikotechnologie möglichst schön zu reden…

        AKWs als sicher zu bezeichnen, ist ein schöner Versuch. Menschen machen Fehler – und damit ist auch die sicherste Technologie nicht immun vor Fehlern. Die Frage ist: was ist der maximal mögliche Fehlerfall, und der ist bei AKWs so gravierend, dass keiner, der noch halbwegs bei Verstand ist, so eine Technologie befürworten kann!

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    Peters grünes Gewissen

    2. November 2013 um 23:49

    Hallo Stephan,

    jaja, der fossil-nukleare Peter hat wieder zu viel freie Zeit 😛
    Da er sonst nix zu tun hat, kann sich tagelang damit beschäftigen, uns hier voll zu spammen.

    Allerdings finde ich die Dimensionen mittlerweile schon sehr beeindruckend… Wenn man mal nach Peterchens Beiträgen sucht, wird deutlich, dass er nebenher nicht mehr viel anderes machen kann. Da drängt sich der starke Verdacht eines Bezahlkommentators doch immer mehr auf…

    Peter bei EIKE
    Peter bei SMA

    Ob er das mit mir, seinem Gewissen, vereinbaren kann? Ich protestiere jedenfalls… Aber das Atom-Teufelchen auf seiner anderen Schulter setzt ihm dauernd neue Flausen ins Ohr 😀

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      Peter Jensen

      3. November 2013 um 10:12

      Gewissen-Peter, hast du auch Fakten beizutragen oder bist du hier nur für polemische Beschimpfung zuständig.

      Und was die Anzahl meiner Kommentare angeht: ich kann nichts dafür, dass du offenbar so uneffektiv arbeitest, dass das bei dir so lange dauern würde.

      Die letzten beiden Kommentare von mir haben jetzt ne Viertelstunde gedauert. Während des Morgenkaffees. Zum Glück gibt’s fossile Kraftwerke, denn bei der Windstille und der fehlenden Sonne heute morgen hätte ich den Kaffee kalt aus der Dose fressen müssen.

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    Stephan

    2. November 2013 um 22:16

    ist ja interessant was Herr Jensen alles erzählt. Hoffe nur er hat Kinder und wohnt in der Nähe eines AKW. Dann möchte ich gerne wissen wie er reagiert wenn bei seinem Kind Leukämie festgestelt wird. Es gibt nämlich eine Studie von der Bundesregierung die festgestellt hat das es ein erhöhtes Risiko für Krebserkankungen in der Nähe von AKW’s gibt. Denke auch hierfür hat Herr Jensen wieder was. Wer Atomstrom und Kohle für die Zukunkt hält was soll’s – diese Menschen kann man leider nicht mehr ändern. Aus diesem Grund höre ich jetzt auf und hoffe keiner Antwortet mehr – schade um die Zeit.

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      Peter Jensen

      3. November 2013 um 10:22

      Und Herr/Frau Stephan?

      Hier noch was zu ihrer schönen Studie.

      http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:PD-l9v6DQ9gJ:www.buerger-fuer-technik.de/body_leukamie_kkw_-_ubersicht.html+leuk%C3%A4mie+kkw&cd=2&hl=de&ct=clnk&client=firefox-a

      Interessant auch die Meinung von Sigmar Gabriel als Bundesumweltminister dazu…
      „In der Untersuchung des deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz wurde bei Kindern in der Umgebung der 16 Standorte deutscher Atomkraftwerke statistisch eine erhöhte Erkrankungshäufigkeit für Krebs festgestellt. Nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand kann der beobachtete Anstieg der Erkrankungen nicht durch die Strahlenbelastung aus einem Atomkraftwerk erklärt werden. Die Strahlenbelastung der Bevölkerung müsste durch den Betrieb der Atomkraftwerke in Deutschland um mindestens das 1.000-fache höher sein, um den beobachteten Anstieg des Krebsrisikos erklären zu können.“
      Die Studie hat im Wesentlichen die folgenden wissenschaftlichen Ergebnisse: Die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren nimmt mit der Nähe zum Reaktorstandort zu. Im Umkreis von 5 Kilometern um die Reaktoren wurde für den Untersuchungszeitraum von 1980 bis 2003 ermittelt, dass 77 Kinder an Krebs, davon 37 Kinder an Leukämie, erkrankt sind. Im statistischen Durchschnitt wären 48 Krebs- bzw. 17 Leukämiefälle zu erwarten gewesen. Nach der Studie treten somit zusätzlich 1,2 Krebs- bzw. 0,8 Leukämieerkrankungen pro Jahr in der näheren Umgebung von allen 16 untersuchten Standorten von Atomkraftwerken auf. Zu den Ursachen der erhöhten Krebsraten enthält die Studie keine Aussagen. Pressemitteilungen des BUM Nr. 344/07/08.12.2007

      Aber glauben sie ruhig weiter an die grüne Anti-Atom-Propaganda.

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      Peter Jensen

      3. November 2013 um 10:28

      Und Herr/Frau Stephan, da ich befürchte, dass sie die links oben nicht anklicken, gebe ich ihnen hier mal die Aussagen der beteiligten Wissenschaftler:
      Nach Auskunft der Wissenschaftler erfasst die Studie in einem rein statistisch-mathematischen Modell Krebserkrankungen von Kindern unter fünf Jahren und ordnet sie einem Entfernungskriterium zu. Die Statistik zeige in einem Zeitraum von 23 Jahren 37 Fälle von Leukämieerkrankungen an insgesamt 16 Kernkraftwerk-Standorten. Wegen der geringen Fallzahl sei eine standortspezifische Auswertung nicht möglich. Daher seien die Standorte im Modell zu einem fiktiven gemeinsamen Standort zusammengefasst worden. Bei dieser modell-theoretischen Betrachtung ergäbe sich eine Häufung von Leukämieerkrankungen im Umkreis von fünf Kilometern um den Standort. Die Autorin wies darauf hin, dass nicht auszuschließen sei, dass dieser Effekt das Ergebnis von nicht berücksichtigten Einflüssen oder reinem Zufall sei.
      Ähnliche Studien mit vergleichbaren Modellansätzen zeigen Häufungen von kindlichen Leukämiefällen beispielsweise auch an Standorten ohne kerntechnische Anlagen.

      Und:
      Im Interview mit dem Tagesspiegel am 11.12.2007, S.2 sagte Frau Prof. Blettner:
      Nach allem, was wir aus der Strahlenbiologie wissen, können die Leukämien nicht durch die Strahlenbelastung durch die KKW ausgelöst worden sein. Die Strahlung aus den kerntechnischen Anlagen ist um das 1000 bis 100 000-fache geringer als die natürliche Strahlung, der wir alle ausgesetzt sind. (Jeder Mensch hat 9000 Becquerel natürliche Radioaktivität in seinem Körper). Und sie ist viel kleiner als beim Röntgen oder beim Fliegen. „Wenn Wolfram König, Dipl.Ing für Stadtentwicklung, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Mitglied der Partei Die Grünen (www.wikipedia.de) ,, sagt, dass Strahlung nicht auszuschließen ist, dann er weiß er mehr als wir und warum präsentiert das Bundesamt für Strahlenschutz die Studie ohne Absprache mit mir“, so Prof. Blettner.
      Glauben sie immer noch dran?

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      Peter Jensen

      4. November 2013 um 09:11

      Herr/Frau Stephan,

      meine erste Antwort an sie wurde hier nicht freigeschaltet. Neuer Versuch:

      Interessant, dass sie, anstatt eine Diskussion zu führen, anderen Menschen wünschen, ihre Kinder würden Krebs bekommen. Danke, dass sie ihr Menschenbild selbst so schön entlarvt haben. Und bei SMA scheint es auch niemand zu stören, dass Leute sowas verbreiten.
      Was ihre Studie angeht, sie meinten sicher die vom BfS in Auftrag gegebene Studie und nicht von der Bundesregierung. Denn die hat sich in Gestalt von Bundesumweltminister Gabriel entsprechend dazu geäußert.
      Naja, sie scheinen einer der letzten zu sein, der noch nicht mitbekommen hat, dass selbst die Wissenschaftler, die diese Studie durchgeführt haben, klargestellt haben, dass kein Zusammenhang zwischen Leukämie und AKWs herstellbar ist. Die Links dazu habe ich ihnen in meinen anderen Antworten beigefügt.
      Also glauben sie nicht alles, was in ihr grünes Anti-Atom-Weltbild passt. Haben sie das noch nicht gelernt, dass man jede Information irgendwie prüfen sollte, bevor man sie übernimmt? Ansonsten bleibt man immer im Glauben hängen und gelangt nie zum Wissen. Damit ist man das perfekte Opfer für Ideologen!

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    marty

    31. Oktober 2013 um 21:35

    Respekt Herr Jensen,

    ihr Detailwissen ist erstaunlich! Ich meine das ohne Ironie! Die Platten aus dem anderen Lager spielen hingegen die immer gleiche Leier… Bezeichnend, wenn man keine Fakten, sondern nur Halbwissen liefert.

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    Peter Jensen

    31. Oktober 2013 um 13:07

    Insgesamt gab es bisher weltweit 3 Unfälle in Kernkraftwerken, bei denen es zu einem sogenannten GAU (unkontrollierte Kernschmelze) kam. In 3 Fällen von mehr als 500 AKW mit jeweils 5000 bis 8000 Betriebsstunden pro Jahr!!!

    In keinem Fall ist auch nur annähernd das eingetreten, was uns die Atomkraftgegner immer prophezeit haben. Hunderttausende Tote, Millionen von verstümmelten Krebskranken, Millionen Jahre währende Kontaminierung der Region.

    Nichts davon ist eingetreten! Rein gar nichts! Nicht mal bei einer 4fachen Kernschmelze in einem alten AKW, welches von einem Super-Beben und Tsunami heimgesucht wurde! Was muss denn noch passieren, damit der Mensch begreift, dass diese Katastrophen-Vorhersagen eine reine politisch motivierte Verdummung des Volkes ist. Atomkraftwerke sind eine Technologie mit Risiken wie JEDE ANDERE Technologie auch. Diese muss man beherrschen.

    Und 60 Jahre friedliche Nutzung von Kernkraft in Deutschland beweisen, dass man das Risiko im Griff hat! Und Hunderte von AKW weltweit ebenso!

    Und ausgerechnet das Land, welches die sichersten AKW von allen gebaut hat, verabschiedet sich aus dieser Technologie und überlässt die Zukunft der Energieversorgung den Chinesen und Franzosen!

    Unfassbar! Wann kommt endlich wieder mal gesunder Menschenverstand zu Worte?

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    Peter Jensen

    31. Oktober 2013 um 00:54

    Trollmanagement sagt ausgerechnet einer, der sich pseudoruprecht nennt, nur seltsame Behauptungen aufstellt und nicht mal die aktuellen Vergütungssätze kennt. Überprüf es doch. Etwa 10 ct sind es bei Kleinanlagen aus 2013 und 55 ct sind es für Anlagen aus 2005 und 2006. Im Schnitt waren es 2012 etwa 22 ct.

    Und einen Statistik-Trick kannst wohl nur du finden. Millionen Unternehmen zahlen die EEG-Umlage (die das natürlich auf die Preise umlegen, denn Strom gehört zu den Kosten), etwa 2000 sind befreit. Und unter diesen waren auch die Solarhersteller (als sie noch nicht pleite waren) und die Zulieferer der Solar- und Windindustrie. Die Herstellung von PV-Zellen ist nämlich eine extrem energieintensive Angelegenheit. Und Windmühlen werden aus Tausenden Tonnen Stahl, Beton und Kunststoff (das war früher mal Erdöl!) gebaut. Die wachsen nicht auf den Bäumen. Da bist eher du der Trickser, wenn du diese Fakten verschweigst.
    Und dein Quatsch mit dem Zerstören des EEG von innen heraus… oh Mann.. jeder macht sich eben so lächerlich, wie er kann. Mach dich mal schlau über die Entwicklung des EEG.
    Mann, mann, mann… Junge (oder Mädchen?)… das sind alles Basics. Muss ich hier noch Nachhilfe geben. Frau Henkel tut mir leid, dass sie nur solche „Hilfe“ bekommt.

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      Susanne Henkel

      31. Oktober 2013 um 12:19

      Hallo Herr Jensen,

      Ihr Mitgefühl für mich ist hier wirklich unbegründet. Um das von Pseudoruprecht etwas abstrakt dargestellte Problem der viel zu niedrigen Versicherung von Atomkraftwerken etwas greifbarer zu machen, möchte ich an dieser Stelle ein paar reale Zahlen beisteuern:

      Summe, mit der deutsche Atomkraftwerke versichert sind: 2 Milliarden Euro.
      Summe, mit der französische Atomkraftwerke versichert sind: 0,09 Milliarden Euro.
      Summe, die die Beseitigung der Schäden des GAUs in Fukushima bisher gekostet hat: 187 Milliarden Euro.

      Experten gehen davon aus, dass ein GAU in einem europäischen Atomkraftwerk eine erheblich höhere Schadenssumme nach sich ziehen würde, da davon weitaus mehr Menschen betroffen wären als im dünn besiedelten Fukushima. Selbst EU-Energiekommissar und Atomfreund Günther Oettinger wird bei diesen Zahlen nachdenklich und fordert die Einführung einer EU-weit einheitlichen Versicherungspflicht für Atomkraftwerke. In der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung gibt es dazu ein interessantes Interview mit ihm.

      Sonnige Grüße
      Susanne Henkel

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        Peter Jensen

        31. Oktober 2013 um 12:44

        Werte Frau Henkel, ich muss Sie etwa korrigieren. Ich habe das zwar an anderer Stelle hier im Blog schon mal erklärt, aber ich wiederhole es gern. Ihre Ansicht, dass ein deutsches AKW mit 2 Mrd. Euro versichert ist, ist falsch.
        Tatsächlich sieht es so:
        Laut Atomgesetz sind die Betreiber verpflichtet, jeden Block mit 256 Mio Euro privat zu versichern. Das ist also zunächst mal eine reine gesetzliche Pflicht. Darüber hinaus sind alle deutschen AKW – und zwar jeder einzelne Block! – freiwillig bis zu 2,5 Mrd Euro über den internationalen Versicherungspool der Atomwirtschaft versichert. Danach greift die ganz normale Haftung eines Schädigers nach deutschem Haftungsrecht. Es haftet der Schädiger mit seinem gesamten Vermögen in unbegrenzter Höhe. Im Falle von Atomkraftwerken sogar verschuldensunabhängig!
        Da kommen ein paar Milliarden an Haftungssumme zusammen. Es sei denn, die „Energiewende“ vernichtet noch mehr Vermögen bei den Kraftwerksbetreibern.

        Und was die 187 Mrd Euro für Fukushima, oder besser gesagt für einen mehr als 200 km breiten Küstenstreifen in Japan angeht. Haben Sie da Quellen? Sie machen nämlich wahrscheinlich denselben Fehler wie unsere neue Bundestagsvizepräsidentin Frau Roth, die die 20.000 Toten des Tsunamis und des Erdbebens durch geschickte Formulierung den havarierten Atomreaktoren in Fukushima untergeschoben hat.
        Ihre 187 Mrd Euro sind wohl eher die Kosten für den Wiederaufbau der Region, nachdem dort ein gewaltiger Tsunami und ein Erdbeben ein riesiges Gebiet verwüstet hat. Wohnungen, Betriebe, Tankstellen, Straßen usw. mit allen Folgeschäden. Inklusive 20.000 Toten. Sie wollen das doch nicht wirklich auch alles den 4 havarierten Atomreaktoren unterjubeln, oder? Dort ist bisher nämlich kein einziger Mensch an zu hoher Strahlung ums Leben gekommen. Kaputt ist das AKW.
        Die Beseitigung der Schäden beim Unfall im AKW Three Mile Island (Kernschmelze in einem Block, keine Toten) kostete etwa 1 Mrd. Euro und dauerte 12 Jahre. Nur mal so zum Vergleich.

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    pseudoruprecht

    30. Oktober 2013 um 02:23

    P. Jensen schreibt so schön: „Die sog. EE senken den Börsenstrompreis. Blöd nur, dass der Betreiber einer solchen Anlage seinen garantierten hohen Preis bekommt. Nämlich zwischen 14 und 55 ct je kWh. Das ist dann die EEG-Umlage.“

    Man muss aber richtig sagen: das ist ein Teil (!) der EEG-Umlage, eben die Differenzkosten. Die liegen laut Prognose der ÜNB für 2014 bei durchschnittlich 14,52 Ct für jede kWh über das EEG vergüteten erneuerbaren Stroms. Wie aus dem Artikel – und übrigens auch den Berechnungen der Übertragungsnetzbetreiber – ersichtlich ist, ist der Anteil der Differenzkosten an der Gesamtumlage allerdings nur ein kleiner.

    Der amüsanteste Anteil der sogenannten EEG-Umlage (meiner Meinung nach) sind die Industrieprivilegien. Die Kette (Achtung Logiker, jetzt kommt ein Schmankerl):

    1) Der Grabbeltisch
    Die EE-Energiemengen werden am Spotmarkt verramscht, dadurch sinkt der Spotmarktpreis.

    2) Der Querschläger
    Weil irgendwer das mal so gesagt hat, werden Industriekunden und inzwischen auch noch diverse andere von der EEG-Umlage weitgehend befreit.

    3) Das musste ja so kommen
    Da sich die Kontrakte für Industriekunden an den Spotmarktpreisen orientieren, sinkt auch der Preis für Industriekunden. Diese Ersparnis kommt wegen der Industrieprivilegien auch tatsächlich bei den privilegierten Kunden an.

    Die Volksverarschung daran? Der „Industrie“ werden, reingerechnet in die „EEG“-Umlage, Preisnachlässe von der Allgemeinheit bezahlt, die es ohne die EEs gar nicht gäbe. Man stelle sich (im Falle ohne die bösen EEs) eine Industrie-Preisnachlass-Umlage vor, über die die Allgemeinheit für Nachlässe im selben Umfang aufkommt. Ziemlich lachhaft, aber in diesem Land nicht ganz chancenlos.

    (Das habe ich jetzt einfach so wahllos rausgegriffen, da das die Methode zu sein scheint, mit der P. Jensen am besten vertraut ist 😉 )

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      Peter Jensen

      30. Oktober 2013 um 20:39

      Schön, dass du die EG-Umlage amüsant findest.
      Damit du bald aus dem Lachen wieder rauskommst, erklär ich es dir nochmal mit einfachen Worten.

      Der Betreiber einer sog. EE-Anlage bekommt garantiert zwischen 10 und 55 ct für jede kWh. Wer die bezahlen muss, regelt das EEG. Ein Teil muss über Börse reinkommen. Den Rest gibt’s über die EEG-Umlage. Und da Industriebetriebe (darunter auch früher Solarworld und die energieintensiven Zulieferer für die Solar- und Windindustrie) aus verständlichen Gründen zum Teil oder ganz befreit werden, ist dem übriggebliebenen Rest an Realitätssinn der EEG-Erfinder zu verdanken. Und dieser Teil, den die Industrie nicht zahlen muss, kommt dann konsequenteweise auf die Rechnung der anderen. That’s part of the game! Und nebenbei: aktuell stehen etwa 2000 Firmen auf der Liste der privilegierten Unternehmen. 2000 von mehreren Millionen. Die müssen alle zahlen, damit der Bauer seine Solaranlage bezahlt bekommt oder der Architekt/Rechtsanwalt oder sonstwer seine Rendite aus seinem Wind-oder Solarfonds. Denn ohne die garantierte EEG-Vergütung rechnet sich der Mist nämlich nicht.
      Ein AKW erwirtschaftet dagegen etwa 1 Mio pro Tag. Vor Steuern! Die felen jetzt auch im Staatssäckel.
      Und dass die Preise an der Börse nun sinken… das hätte man mit ganz wenig Ahnung und Verstand auch vorher wissen können. Auch part of the game!
      Ganz tolle Erfindung, dieses EEG!

      Aber jubelt ruhig weiter über die schleichende Deindustrialisierung Deutschlands. Ich bin dann weg, mir macht es nichts, außer, dass es schade ist , dass so ein Land von ahnungslosen Öko-Gläubigen an die Wand gefahren wurde.

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      Peter Jensen

      30. Oktober 2013 um 20:51

      Aber immerhin sind wir uns einig, dass das EEG ne große Volksverarsche ist, wenn auch mit anderen Begründungen.

      Übrigens klingt deine pseudo-logische-Kommentierung so, als ob es beim EEG gar nicht um die Förderung von teurem Zufallsstrom geht, sondern dass der eigentliche Zweck des EEG die heimliche Förderung der Industrie ist.
      Na ob sich die Gründerväter (und -mütter) des EEG diesen Vorwurf gefallen lassen? Das war wohl das letzte, was sie wollten. Dumm gelaufen. Aber so ist das nun mal, wenn man von Energie und Wirtschaft keine Ahnung hat, bzw. diese durch quasireligiöse Glaubenssätze („die Sonne schickt keine Rechnung“ oder „Atom ist böse“) ersetzt. Vom absurden Klimawandel-Unsinn ganz zu schweigen…

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        pseudoruprecht

        30. Oktober 2013 um 23:37

        Sowohl das Ausufern der Industriebefreiungen als auch der denkwürdige Ausgleichsmechanismus über die Ramschbörse sind wohl nicht den Gründungsvätern des EEG anzulasten. Sondern eher den Wölfen im Schafspelz, die es von innen heraus zerstören wollen.

        Schön übrigens, dass Sie immer den selben Statistik-Trick bemühen:

        …nur 2000 von Millionen Unternehmen (es geht um den Stromverbrauch)

        …zwischen 10 und 55 Cent (stimmen die Grenzen so überhaupt?)

        Wo liegt der Durchschnitt? Wo der Median? (Das sind rhetorische Fragen, aber Sie dürfen gerne antworten.)

        Die Gehirnamputierten merken es nicht; von denen dürften sich hierher aber nicht allzuviele verirren.

        Ich schreibe ja auch nur, damit Frau Henkel Sie nicht alleine am Hacken hat. Demnächst darf dann auch wer anders übernehmen. Trollmanagement ermüdet. 😀

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    Peter Jensen

    28. Oktober 2013 um 16:44

    Alex, noch ein Nachtrag. Wenn man bei Google eingibt „Gewinn Kernkraftwerk“ gibt es mehrere Quellen die meinen, ein AKW würde etwa 1 Mio € Gewinn am Tag machen.

    Das wären also 365 Mio p.a.

    Jetzt kann es also sein, dass die Laufzeit länger und damit die jährliche Abschreibung niedriger ist als in meinem Beispiel oben oder der Preis liegt höher als meine angenommenen 5 ct. Da Kernkraftwerke ja vor allem in der Grundlast produzieren und dieser Bedarf nicht über die Strombörse gedeckt wird, denke ich, dass der Preis eher bei 8 ct/kWh liegt.
    Da wären wir dann bei etwa 664 Mio Einnahmen, abzgl. 200 Mio Abschreibungen, abzgl. 70 Mio Personalkosten (etwa 700 MA á 100 TEUR) sind wir dann bei 394 Mio. Davon noch Kapitalkosten abziehen (habe ich keine Infos). Aber die Größenordnungen dürften in etwa stimmen.
    Zum Vergleich:
    Das neueste Solarkraftwerk in Deutschland hat 205 Mio Euro gekostet bei einer Nennleistung von 128 MW und einer Prognose von 120 Mio kWh Strom pa.
    Da Solarstrom fast ausschließlich über die Börse verkauft wird, wären das bei 5 ct/kWh Einnahmen von 6 Mio Euro im Jahr.
    Du kannst Dir jetzt selbst ausrechnen, wie lange es dauert, bis die 205 Mio Investitionskosten wieder drin sind. 34 Jahre!!! Ob so ein Solarkraftwerk aber überhaupt mehr als 25 Jahre hält, ist fraglich. Und Gewinn ist dann auch noch nicht gemacht. Es sei denn, man bekommt staatlich garantiert eine Vergütung nach EEG, die Sie und ich und jedermann bezahlen müssen. Dann rechnet sich das (vielleicht).

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      pseudoruprecht

      30. Oktober 2013 um 01:36

      Schön, was Herr Jensen so weiß.

      Ein paar Fragen von mir ahnungslos-böswilligem Menschen:

      Wenn ich für einen potentiellen Schaden von 500€ eine Versicherung abschließe, die Schäden bis 5€ abdeckt, bin ich dann (ausreichend) versichert?

      Wenn ich für die Beseitigung von Schäden, die 500€ kostet, Rücklagen in Höhe von 5€ bilde, halten Sie das für ausreichend?

      Wenn ich mit irgendetwas 1 Mio. € Gewinn erwirtschafte, insgesamt aber trotzdem hochverschuldet bin und Mitarbeiter entlassen muss, denken Sie, dass der Gewinn (der dem allgemeinen Wirtschaftskreislauf entzogen wird) bei mir gut aufgehoben ist?

      Was genau das mit der Gewinnung elektrischer Energie aus Kernenergie zu tun hat, weiß ich nicht so genau. Es fiel mir eben so ein.

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        Peter Jensen

        30. Oktober 2013 um 20:29

        Pseudoruprecht… noch so ein Anonymus, aber egal.
        Also Böswilligkeit will ich Dir ja nun nicht unterstellen, es wird dann wohl eher die Ahnungslosigkeit sein.
        1 Million Gewinn am Tag macht das AKW natürlich nur, wenn man es lässt. Acht wurden abgeschaltet. Nicht nur, dass die keinen Gewinn mehr machen, nein, sie müssen auch noch außerplanmäßig abgeschrieben werden. Da kommen ganz schöne Verluste in den Bilanzen der Eigentümer zusammen. Um das zu verstehen, muss man natürlich Ahnung von Buchhaltung haben.
        Dann zu dem Schaden: woher weißt du denn, dass der Schaden 500 € beträgt und die Versicherungssumme nur 5€?
        Ich kann mir auch einen Billionen teuren Schaden verursacht durch einen Netz-Blackout wegen zu plötzlicher Ein- oder Ausspeisung von Wind- und Solarstrom ausmalen. Zu den Kosten eines Blackouts gibt es eine sehr aufschlussreiche Bundestagsdrucksache. einfach mal googlen. An diese Schäden kommen Atomkraftwerke nicht heran. Und ein Blackout ist durch Zehntausende Windmühlen und Solaranlagen wahrscheinlicher als durch ein paar AKWs. Seit dem unkontrollierten und massenhaften Zubau von sog. EE-Anlagen und dem Abschalten von AKW müssen die Netzbetreiber etwa 3 mal am Tag eingreifen, um die Netzstabilität zu gewährleisten. Früher waren es drei Eingriffe im Jahr, wenn mal irgendwo ein Blitz einschlug oder ein Bagger zu tief gebuddelt hat. Ich denke, du hast keine Vorstellung davon, wie dankbar du den Mitarbeitern der Netzbtreiber dafür sein kannst, dass die dir täglich dein Bier oder deine Milch kalt halten oder deinen Rechner am Laufen.
        Und das mit den Privilegien hatten wir hier nun auch schon mehrfach. Das hat sich nicht einfach irgendjemand ausgedacht, sondern das steht seit Anfang an im EEG. Die wahrscheinlich einzige vernünftige Regelung in diesem planwirtschaftlichen Abzocker-Gesetz!
        Und dass sich ausgerechnet die Profiteure über Privilegien anderer aufregen…
        Du solltest vielleicht nicht ganz so wahllos in den großen Topf greifen…

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    Peter Jensen

    28. Oktober 2013 um 15:54

    Hallo Alex,

    was die Atomkraftwerke angeht. Die aktuellen deutschen AKW haben Stromgestehungskosten von 2 bis 3 ct/kWh. Neue AKW, die noch nicht abgeschrieben sind, liegen etwas höher.
    In diesen Kosten sind enthalten der Bau des AKW, der laufende Betrieb, die Rückstellungen für Endlager und Rückbau und auch die Versicherungsprämien.
    Ja, entgegen der weitverbreiteten Meinung ist in jeder Bilanz der deutschen AKW-Betreiber eine Rückstellung zum Rückbau und für Endlagerung enthalten. Und ebenfalls entgegen der weitverbreiteten Meinung sind deutsche AKW gegen Schäden versichert. Die Informationen dazu sind für jedermann verfügbar. Wer dennoch diese Lügen verbreitet, ist einfach ahnungslos oder böswillig.

    Wie kommt dann der niedrige Preis zustande? Nun, ein neues AKW läuft zwischen 90 und 95% des Jahres mit Vollast. Das Jahr hat 8.760 Stunden. Ein 1000 MW-Atomkraftwerk produziert also in etwa 8.300 Stunden im Jahr ca. 8,3 Mrd kWh. Die laufenden Kosten sind bei einem AKW nicht das große Problem, dafür die Investitionskosten. Diese müssen über die Abschreibungen wieder verdient werden. Da ein AKW so viel Strom produziert, können die Kosten auf viele kWh verteilt werden.

    Wind- und Solaranlagen produzieren nur in etwa 2.500 bzw. 1.000 Stunden Strom im Jahr. Daher können die Investitionskosten auch nur auf wenige kWh verteilt werden. Dadurch sind die Stromgestehungskosten höher als bei AKW. Da eine Vollversorgung durch Wind und Sonne in jedem Fall Speicher voraussetzt (die bis heute in großem Maßstab überhaupt noch nicht existieren), steigen die Kosten dann nochmals.

    Die Behauptung, dass Solar- und Windstrom zu Grenzkosten von 0 ct/kWh produziert werden kann ist nur deshalb richtig, weil die Betreiber eine garantierte Vergütung erhalten, die über den Erzeugungskosten liegt. Daher könnten die ihren Strom auch für 0 ct/kWh an der Börse verkaufen… sie bekommen ja die Differenz über die EEG-Umlage.

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      Peter Jensen

      28. Oktober 2013 um 16:15

      Ein AKW-Neubau nach deutschen Standards und Reaktortyp würde heutzutage sicherlich etwa 5 Mrd. Euro kosten.
      Bei einer geplanten Nutzungsdauer von 25 Jahren ergeben sich daraus jährliche Abschreibungen iHv 200 Mio Euro.

      Bei 8,3 Mrd erzeugten kWh ergeben sich bei einem Verkaufpsreis von 0,05 €/kWh Einnahmen iHv etwa 415 Mio Euro p.a. Bleiben 215 Mio Euro für laufenden Betrieb, Personalkosten usw.
      Da bleibt am Ende ein Gewinn übrig, auf den dann Ertrag- und Gewerbesteuern gezahlt werden und von denen die Kommunen vor Ort profitieren. Im Augenblick fehlen allerdings diese Einnahmen in den Kassen der Kommunen, weil die Kraftwerke nur noch wenig oder gar keinen Gewinn mehr machen. Dazu dann noch die Kosten für die entlassenen Mitarbeiter, die eigene EEG-Umlage, die ja auch die Gemeinde zahlen muss… das wird teuer. Deswegen schlagen ja derzeit auch die Kommunen in NRW Alarm und warnen vor einem kommunalen Finanzkollaps.

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    Ösi

    28. Oktober 2013 um 13:24

    Wie war das nochmal mit dem Atom? Ach ja richtig, das muß (sollte) man, nachdem man max. 10% davon verbraten hat, grad mal so ein paar 100.000 Jahre irgendwo lagern. Am besten bei den Atomlobbyisten, würd ich vorschlagen. In Österreich gibt es diese Diskussion über ein EEG noch nicht.
    Aber wenn immer mehr EEG zu bezahlen ist dann gibt es doch nur einen Ausweg für die Betrofenen.
    Noch mehr PV und Erneuerbare zu installieren, in Richtung Unabhängigkeit. So leicht soll es der Frackinglobby doch nicht gemacht werden.
    LG aus Österreich

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    Alex

    28. Oktober 2013 um 08:58

    Hallo, ist eine nette diskusieon die Ihr beiden da habt (Peter und sein Gewissen).

    Aber kann einer von euch bitte mal ausrechnen was so ein AKW kostet und einbringt? Und ab wann es sich rechnet aber nur mit den echten Kosten bitte, d.h. Aufbau, Laufende kosten, Kastor Transporte, die Kosten der gesamten lagerung des Brennmaterials die Zuschüsse/Förderungen vom Staat und den Rückbau.

    Das würde mich mal intressieren, hab da nähmlich gehört das der Strom aus ernuerbaren Energien bei weitem günstiger sein sol als der strom aus einerm AKW

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      Susanne Henkel

      28. Oktober 2013 um 16:45

      Hallo Alex,

      dass Atomstrom tatsächlich teurer ist als Strom aus Erneuerbaren Energien, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Großbritannien am Besten: Dort haben sich französische und chinesische Investoren erst zum Bau von zwei neuen Atomreaktoren für 18,9 Mrd. Euro entschlossen, nachdem ihnen der britische Staat eine Einspeisevergütung von umgerechnet 10,6 Cent/kWh garantiert hat – und zwar über 35 Jahre. Darüber berichtet u.a. die Tagesschau unter http://www.tagesschau.de/wirtschaft/akw-grossbritannien100.html. Zum Vergleich: In Deutschland bekommen Betreiber von Photovoltaikanlagen aktuell nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz je nach Anlagengröße eine Einspeisevergütung von ca. 10 bis 14 Cent/kWh über 20 Jahre. Die Einspeisevergütung für neue Anlagen sinkt dabei kontinuierlich weiter. Einen interessanten Vergleich hat hierzu auch der Herausgeber des pv magazine, Karl-Heinz Remmers, erstellt: http://www.pv-magazine.de/meinung/blogdetails/beitrag/super–eeg-fr-atomenergie-in-england_100012834/.

      Sonnige Grüße
      Susanne

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        Peter Jensen

        28. Oktober 2013 um 17:27

        Frau Henkel hat völlig Recht. Ich erlaube mir, ihren Beitrag um fehlende, aber wichtige Informationen zu ergänzen.
        Die Betreiber erhalten eine garantierte Vergütung für die ersten beiden neuen Reaktoren. Ab 2023, wenn sie dann gebaut sind. Inflationsbereinigt wären wir dann im Jahre 2023 bei 1% Inflation bei 9,9 ct/kWh und bei 2% Inflation bei 8,9 ct/kWh. Es geht dabei um Vertragslaufzeiten von 30 bis 35 Jahren. Beim Bau weiterer Blöcke wird die garantierte Vergütung abgesenkt (geplant sind 12 AKW)

        Zudem zeigt dieses Beispiel, wie dramatisch die Situation der britischen Energieversorgung geworden ist. Durch den massiven Zubau an sog. EE haben auch die britischen Kraftwerksbetreiber Verluste gemacht in den letzten Jahren, so dass kein britischer Versorger das Kapital hat, neue AKW zu bauen. Das machen jetzt die Franzosen und Chinesen.
        Die britische Regierung hat aber erkannt, wie wichtig eine stabile Stromversorgung ist, zumal die britischen Kohle- und Gasvorkommen auch nicht mehr werden. Sonne und Wind können keine stabile Versorgung leisten bzw. nur mit gigantischen Speichern, die technisch noch nicht vorhanden sind und die natürlich auch eine Menge Geld kosten. Deswegen ist sie quasi gezwungen, den letzten verbliebenen Anbieter zu akzeptieren und einige finanzielle Zugeständnisse zu machen. Die Verhandlungen laufen ja bereits seit mehreren Jahren mit verschiedenen Anbietern.
        Aber wie gesagt, da die genannten Preise erst ab 2023 und dann für 30 Jahre gelten und die AKW Grundlaststrom produzieren, erscheinen diese Preise nur auf den ersten Blick so hoch.
        Wie heißt es beim ZDF so schön: mit dem Zweiten sieht man besser. 🙂

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        Peter Jensen

        28. Oktober 2013 um 18:38

        Na von mir aus auch mit Inflationsausgleich. Geschenkt!

        Wie man allerdings auf die Idee kommt, deusche Solarenergie mit britischen AKW zu vergleichen, ist mir schleierhaft. Ich vergleiche ja auch nicht deutsches Schwarzbrot mit britischen Brötchen.

        Aber egal, es bleibt ja der Fakt, dass Solarstrom prinzipbedingt fast nur Spitzenlasststrom sein kann. Und der wird in Deutschland über die Börse vertrieben. Und da beträgt der Preis etwa 4 bis 5 ct/ kWh. Wir zahlen dafür immer noch 10 bis 55 ct/kWh. Im Schnitt zur Zeit etwa 22 ct/kWh. Selbst bei mehrmaligem Hinsehen wird das nicht billiger als 10,6 ct für britischen Atomstrom. Außerdem erhalten auch die AKW nur den Differenzbetrag zum Großhandelspreis als Garantie.

        „“A price of £92.50 per MWh was agreed as the strike price for the project, meaning the government will top up EDF’s income to this level if wholesale prices are lower. EDF will have to pay back to government if market prices are higher“

        Und schon aus Prinzip wird bei Solarenergie immer vergessen zu erwähnen, dass die Speicherkosten noch dazukommen. Und es gibt noch nicht einmal Speichertechnologien für den technischen Großeinsatz, die unsere 80.000 MWh Spitzenbedarf an kalten Wintertagen decken können.

        Fallen Sonne und Wind mal fast vollständig aus, dann steigt der Preis an der Börse wieder bis auf 7 oder 8 ct (so wie Anfang Oktober für fast zwei Wochen geschehen). Da finde ich dann einen Aufschlag von 2 bis 3 ct besser als einen Aufschlag von 20 ct für Solarenergie. Aber wie gesagt, der Vergleich zwischen deutschem Solarstrom und britischem Atomstrom hinkt eh. Außerdem handelt es sich dabei um einen „politischen“ Preis und keineswegs um einen fairen Marktpreis.

        Deutsche AKW produzieren zu 2 bis 3 ct/kWh. Das schafft keine Solaranlage. Oder kennen Sie eine, Frau Henkel?

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    Andreas Demmig

    19. Oktober 2013 um 22:46

    Vielen Dank an beide Kommentatoren,
    da wird mein Wissen doch richtig aufgefrischt.

    Schön auch der Ballwechsel mit dem Anonymous „… Gewissen“ und dem mit klarem Namen postenden Herrn Jensen.

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    Peter Jensen

    17. Oktober 2013 um 08:02

    Ich weiß ja nicht, wie lange es bei dir dauert, ein paar Zeilen zu schreiben. Bei mir geht das schnell, weil ich Ahnung hab. 😉

    Und du solltest lieber mal ein bißchen Zeit investieren, bevor du über Dinge redest, von denen du keine Ahnung hast.

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    Peters grünes Gewissen

    17. Oktober 2013 um 02:43

    Du hast echt zu viel Zeit… Such dir mal ein Hobby 😉

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    Peter Jensen

    16. Oktober 2013 um 14:30

    So, Gewissen-Peter… wenn du dann die Basics mit dem Strompreis verstanden hast, kannst du dir mal hier die offizielle Veröffentlichung der Netzbetreiber zur Berechnung der EEG-Umlage 2014 ansehen. Da steht nun wirklich alles drin…

    http://www.eeg-kwk.net/de/file/Konzept_zur_Prognose_und_Berechnung_der_EEG-Umlage_2014_nach_AusglMechV.PDF

    Viel Spaß beim Lernen!

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    Peter Jensen

    16. Oktober 2013 um 14:17

    Streich die staatlich garantierte Vergütung und dann soll jeder PV-Betreiber versuchen, seinen Strom an der Börse zu verkaufen. Von mir aus. Wie aber dann der Betreiber der PV-Anlage seine Investitionskosten und noch einen Gewinn haben will mit 4 ct/kWh Erlös, ist mir schleierhaft.

    Die neueste große PV-Anlage in Brandenburg hat 204 Mio Euro gekostet. Sie erzeugt gemäß Fondsprospekt etwa 120 Mio kWh im Jahr. Daraus ergeben sich bei einem Börsenpreis von 4 ct/kWh Erlöse von 4,8 Mio im Jahr. 204 Mio geteilt durch 4,8 Mio macht etwa 43 Jahre. Dann hat der Betreiber aber gerade mal seine Investitionskosten erhalten (allerdings hält so ein Solarpark gar nicht 43 Jahre). Der laufende Betrieb oder gar ein Gewinn ist da noch nicht bezahlt.
    Gewissen-Peter, du kannst ja gern versuchen, dir eine Solaranlage auf’s Dach zu schrauben und dann den Strom ohne Garantievergütung an der Börse zu verkaufen.
    Mal sehen, wann du pleite bist…

    Im Strompreis für Kohle und Uran sind ALLE Kosten bereits enthalten. Ob du das nun glaubst oder nicht. Ansonsten zeig mir mal in den Bundeshaushalten der letzten Jahre die geheimnisvollen Posten, aus denen die „Folgekosten“ von allen bezahlt wurden. Ich bin gespannt!

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    Peter Jensen

    16. Oktober 2013 um 14:01

    Tja, ich nutze meine Zeit offenbar effektiver, genauso wie die konventionellen Kraftwerke. Du scheinst da ineffektiver zu sein, so wie Zufallsstromlieferanten Sonne und Wind.

    Volksverarschung magst du gar nicht? Oh, da du musst dich ja sehr hassen…

    Und was du da als Trick von mir bezeichnest, ist gar kein Trick, sondern die Realität. Hast du ja selbst oben schon mal geschrieben. Die sog. EE senken den Börsenstrompreis. Blöd nur, dass der Betreiber einer solchen Anlage seinen garantierten hohen Preis bekommt. Nämlich zwischen 14 und 55 ct je kWh. Das ist dann die EEG-Umlage. Und je niedriger der Börsenpreis, umso höher die EEG-Umlage. Kein Trick, nur die Realität.

    Wie der Handel an der Börse mit 100% sog. EE aussieht? Du machst wieder mal das falsche Faß auf. Das Problem ist nicht die Börse. Das Problem ist die staatlich garantierte Vergütung für nutzlosen Zufallsstrom.

    Aber eh ich dir das erkläre, mach dich erst mal schlau, wie der Strompreis von 28 oder 29 ct zustande kommt (hab ich dir oben schon mal schön aufgeschlüsselt). Und wenn du das begriffen hast, sagst du mir Bescheid. Denn erst, wenn du die einfachsten Basics verstanden hast, macht es Sinn, weiter über schwierigere Angelegenheiten mit dir zu diskutieren.

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    Peters grünes Gewissen

    16. Oktober 2013 um 13:48

    Meeeeeine Güte hat der Peter aber viel Zeit übrig…
    Bist Du Rentner, arbeitslos oder ist der Job einfach nur so langweilig?
    … ich hab nur ’ne Mittagspause – muss mich leider kurz fassen 🙁

    Link gelesen – geschickter Trick: mit gesunkenen Börsenstrompreisen höhere Kosten der erneuerbaren zu begründen. Leider Volksverarschung – mag ich gar nicht!

    Erneuerbarer Strom wird an der Strombörse gehandelt, die dafür gar nicht gedacht ist. Erklär uns doch mal, wie die Situation an der Strombörse mit 100% erneuerbaren aussieht. Dann kostet der Strom an der Börse dann plötzlich gar nichts mehr… Problem des Systems – nicht der Erneuerbaren.

    Da die Differenzkosten nur aufgrund eines schwachsinnigen Systems entstehen, kann man die natürlich auch nicht den erneuerbaren Zurechnen und muss sie daher als unnötigen Posten der Umlage separat ausweisen.

    Wie wär’s, die Erneuerbaren und auch alle anderen Kraftwerkstypen mit ihren realen Kosten an der Börse zu handeln? Inkl. Vergütungsvolumen bei den erneuerbaren und Folgekosten bei den Konventionellen?

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    Peter Jensen

    16. Oktober 2013 um 12:41

    Gewissen-Peter, Bilder von EE-Lobby-Agenturen sind nicht sehr vertrauenswürdig. Die nutzen denselben Öko-Neusprech, um ahnungslose Leser zu verwirren. Mit mir können sie das aber nicht machen.

    Merrit-Order-Effekt, Marktprämie, Liquiditätsreserve und Entlastung sind nur Umschreibungen für die entstandenen Kosten. Alle diese Kosten sind aber durch den Betrieb der EE-Anlagen entstanden.

    Schauen sie sich lieber die Erläuterungen der vier Netzbetreiber an.

    http://www.50hertz.com/de/file/PM_EEG_Umlage_plus_Hintergrund.pdf

    Aber ich bin mir sicher, dass sie einfach überhaupt noch nicht verstanden haben, wie die EEG-Umlage ermittelt wird. Fragen sie mal jemanden, der sich damit auskennt und dann dürfen sie weiter darüber reden.

    6,24 ct/kWh ist die Umlage für 2014. Wir haben jetzt 2013. Was heißt das? Es handelt sich um eine Schätzung für das nächste Jahr auf Basis der Kosten dieses Jahres, der zu erwartenden Kosten des nächsten Jahres, der zu erwartenden Börsenpreise des nächsten Jahres und der zu erwartenden Befreiungen des nächsten Jahres. Die Realität wird nächstes Jahr kostenmäßig anders aussehen als die heutige Schätzung. So wie in den vergangenen Jahren. Das liegt in der Natur der Sache bei einer Schätzung. Und wahrscheinlich wird es noch teurer werden.

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    Peter Jensen

    16. Oktober 2013 um 08:23

    Unfassbar, mit wieviel Unwissenheit man sich hier rumschlagen muss…

    Fakt ist, jeder Besitzer einer sog. EE-Anlage erhält lt. EEG eine feste Vergütung. Dies sind die Kosten, die durch die sog. EE verursacht werden. Börsenpreis, Befreiungen und EEG-Umlage sind nur eine Verteilung der Kosten. Die Kosten bleiben gemäß EEG. Da hilft kein Schönreden und Verschleiern!

    Und Peterchen, bitte richtig lesen und nicht meine Worte verdrehen. Ich habe nicht gesagt, dass die EEG-Umlage 55 ct beträgt. Ich habe gesagt, wir bezahlen für den Strom bis zu 55 ct/kWh. Das ist richtig. Für alle Anlagen aus 2005. Und wir zahlen diese 55 ct noch bis 2025. Dann ist die Anlage übrigens 20 Jahre alt und bereit für den Ersatz. Mal sehen, wer sich dann ohne Förderung noch sowas auf’s Dach schraubt. Wenn es bis dahin günstiger ist, von mir aus. Hab ich nichts dagegen. Ob nun Sonne oder Wind oder Kohle oder Uran… mir egal. Es muss günstig und stabil sein. Sieht aber heute nicht so aus, alswürde in 20 Jahren die Sonne auch nachts scheinen.
    Im Schnitt liegt die EEG-Vergütung heute bei etwa 22 ct. Immer noch zuviel für diesen nutzlosen Zufallsstrom.

    Kohle, Uran und Gas schicken eben eine niedrigere Rechnung als Sonne und Wind. Ein Blick auf die Stromrechnung reicht aus, um das zu sehen.

    Und übrigens gibt es auch nicht den erneuerbaren Strom für 4 ct an der Börse. 4 ct sind der Durchschnittspreis aus allen Stromarten. Und da Gaskraftwerke über 7 ct Gestehungskosten haben, Kohle- und AKW etwa bei 3 bis 4 ct liegen, ergibt sich nach Adam Riese, dass der Wert des Solar-und Windstroms noch niedriger ist. Sonst würde ja kein Schnitt von 4 ct rauskommen. An manchen Tagen müssen wir sogar noch was dazubezahlen, damit uns jemand im Ausland den Strom abnimmt. Es bleibt am Ende: Solar- und Windstrom sind wertloser Zufallsstrom! Da kann Peterchen’s Gewissen auch nichts gegen machen.

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      Peters grünes Gewissen

      16. Oktober 2013 um 10:23

      … er gibt nicht auf, der Peter 🙂

      Beschäftige dich doch mal mit den Links, die Dein Gewissen dir geantwortet hat. Hast Du bisher nicht gelesen oder offensichtlich nicht verstanden… Von den 6,24ct EEG-Umlage sind nur 49% die reinen Förderkosten. Der Rest ist Ballast, der alle möglichen Großkonzerne finanziert, aber nicht die erneuerbaren Energien…

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        Peter Jensen

        16. Oktober 2013 um 11:41

        Gewissen-Peter, nochmal: der Betreiber einer sog. EE-Anlage erhält eine Vergütung gemäß EEG!

        Richtig? Richtig!

        Diese Vergütung wird finanziert aus den Erlösen von Wind- und Solarstrom an der Börse sowie über die EEG-Umlage.

        Richtig? Richtig!

        Die Höhe der EEG-Umlage ergibt sich aus der Differenz zwischen Börsenerlösen und garantierter Vergütung gemäß EEG. Beispiel nochmal für sie:
        Der Betreiber einer PV-Anlage, die er sich in 2013 zugelegt hat, bekommt dafür garantiert 14,27 ct/kWh. Wenn er seinen Strom zu 4 ct an der Börse verkaufen kann, muss er also aus der EEG-Umlage noch 10,27 ct bekommen. Da nun aus verständlichen Gründen viele energieintensive Unternehmen, darunter auch Solarhersteller und die Produzenten von Windanlagen und die Zulieferer der Solar- und Windindustrie von der EEG-Umlage befreit sind, steigt der Anteil, der auf die restlichen Haushalte und Industriekunden zu verteilen ist.
        Trotzdem erhält der PV-Besitzer 14,27 ct/kWh. DAS SIND DIE KOSTEN DER SOLARENERGIE. Von wem er die erhält, steht im Gesetz. Denn im Gesetz sind auch seit jeher alle Befreiungstatbestände genannt. Wer die erfüllt, kann sich befreien lassen. Wie gesagt auch Solarhersteller. Das ändert nichts an den Gesamtkosten von 14,27 ct bis hin zu über 55 ct je kWh. DAS SIND DIE KOSTEN DER SOLARENERGIE.

        Wenn sie und ich die einzigen Verbraucher und sie von der EEG-Umlage befreit wären, dann müsste ich die Differenz zwischen 4 ct Börsenpreis und 14,27 ct Garantievergütung allein bezahlen! Dann beträgt meine EEG-Umlage 10,27 ct. Wenn sie nicht befreit sind, dann sinkt unsere EEG-Umlage auf jeweils 5,135 ct. Denn der PV-Besitzer bekommt garantiert 14,27 ct. 4 von der Börse und jeweils 5,135 von ihnen und von mir. Die Gesamtkosten sind immer noch 14,27 ct. Das ist doch nun wirklich nicht schwer!

        Richtig? RICHTIG!

        Fragen sie jemanden, der sich damit auskennt. Der wird ihnen das bestätigen. Und sie können das auch alles aus ihrem Bildchen erkennen.

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      Peters grünes Gewissen

      16. Oktober 2013 um 10:26

      Hier noch mal ein gaaaaaanz einfaches Bildchen dazu, das dürftest selbst Du verstehen, Peter.

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    Peter Jensen

    16. Oktober 2013 um 08:01

    Peterchen sollte sich mehr um sein Wissen als um sein Gewissen kümmern, dann würde er nicht soviel Unsinn schreiben:

    Fakt: Der Besitzer einer sog. EE-Anlage erhält eine feste Vergütung nach EEG je erzeugter kWh. Dies sind die Kosten, die durch die sog. EE verursacht werden. Börsenpreis, Befreiungen und Vergünstigungen teilen dann diese Kosten nur noch auf. Entstanden sind die durch sog. EE

    Fakt ist, dass Strom immer dann erzeugt werden muss, wenn er gebraucht wird. Sonne erzeugt nachts gar keinen Strom. Braucht Peterchen nachts keinen Strom? Nun, dann würde er jede Nacht seinen Kühlschrank abtauen und seine Brötchen wären auch nicht morgens fertig und ins Krankenhaus könnte er dann nachts auch nicht fahren. Wind weht auch nicht immer.

    An Dummheit und Realitätsverlust nicht zu überbieten ist die Meinung, konventionelle Kraftwerke würden nur an wenigen Tagen aushelfen. Peterchen, glaubst Du den Unsinn eigentlich selbst? Konventionelle KW erzeugen jeden Tag zwischen 80 und 95 % unseres Stroms. Sonne und Wind liefern im Schnitt etwa 15% im Jahr. Wenn also 85% „aushelfen“ bedeutet… okay, dann gibt es neues Deutsch. Hab ich noch nicht mitbekommen.

    Und noch mehr Dummheit von Peterchen. Einkaufspreis Strom 4 ct, Verkaufspreis 28 ct. Ich kann es ja gar nicht glauben, aber Peterchen weiß wirklich nicht, wie sich die 29 ct zusammensetzen? Okay,kleine Nachhilfe (das sind eigentlich Basics!!!) Der Strompreis iHv 29 ct enthält 49% Steuern und Abgaben (USt, Stromsteuer, Konzessionsabgabe, EEG-Umlage, KWK-Umlage, offshore- und § 19 StromNEV-Umlage).
    Der Rest sind Netznutzung, Messung und Abrechnung, Vertrieb und Erzeugung. Die beiden letzten machen etwa 25% aus, also etwa 7 bis 8 ct. Zieht man die Vertriebskosten ab, bleiben 4-5 ct reiner Strompreis. Überraschung, Peterchen, oder? Du kannst ja mal eine Firma aufmachen und versuchen, den Strom ohne die anderen Kosten zu verkaufen. Dawirdsich besonders das Finanzamt drüber freuen und der Knast über einen neuen Gast!

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    Peter Jensen

    15. Oktober 2013 um 19:16

    Und damit Peters grünes Gewissen (wer auch immer sich dahinter verbirgt?) etwas lernt, hier nochmal eine kleine Nachhilfe zur Wirkung der Börse auf die EEG-Umlage. Denn scheinbar hat Peterchen dieses System noch gar nicht verstanden. Anders lässt sich sein erster Satz oben gar nicht erklären.

    Also, angenommen, jemand hat sich in 2008 eine PV-Anlage auf’s Dach geschraubt. Dafür hat er eine garantierte Vergütung von etwa 45 ct/kWh bekommen. Diese 45 ct wurden bis 2010 komplett über die EEG-Umlage bezahlt.
    In 2010 wurde das EEG geändert. Strom aus sog. EE muss nun vorrangig über die Börse verkauft werden. Die garantierte Vergütung für den Besitzer der PV-Anlage bleibt bei 45 ct. Nur bekommt er eben jetzt 4 ct vom Markt (Börse) und nur noch 41 ct über die EEG-Umlage. Bedeutet: die EEG-Umlage sinkt! Ohne die Börsenerlöse wäre die Umlage höher. Dass die Börsenpreise am Spotmarkt sinken, wenn zuviel unnötiger Solar- und Windstrom zur Verfügung steht, ist simple Volkswirtschaft. Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Ganz einfach.

    Wenn Sonne und Wind mal Pause machen, wie jetzt gerade Anfang Oktober für etwa 10 Tage, dann steigen sofort auch wieder die Börsenpreise. Kann man sehr gut an den Preisnotierungen auf den Seiten der EEX nachvollziehen. Am Donnerstag, den 10.10. zwischen 11 und 12 Uhr stiegen die Preise wieder auf über 70 Euro/MWh. Woran lag’s? Nun, Spitzenlastzeit und fast keine Einspeisung durch Sonne und Wind.

    Windanlagen waren in der Zeit mit etwa 2 GW am Netz und PV-Anlagen mit etwa 4 bis 6 GW. Bedarf war über 55 GW.

    Zwischen 19 und 20 Uhr (Abendspitzenlast) kostete die MWh schon über 80 Euro. Keine Sonne und kaum Wind, dazu Spitzenlast… die Preise steigen.

    Ich hoffe, ich habe Peterchens grünes Gewissen nicht zu sehr verwirrt mit den Fakten aus der Realität.

    Übrigens sieht man an den Börsenpreisen auch den Wert des Stroms aus Sonne und Wind. 3-4 ct im Schnitt. Und wir müssen dafür bis zu 55 ct bezahlen (für Anlagen aus 2005). Und Peterchen jubelt…

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      Peters grünes Gewissen

      16. Oktober 2013 um 00:52

      Eieiei – schon wieder so viel Unsinn, dass sich das Gewissen zu Wort melden muss 😀

      „6,24 ct/kWh zzgl. USt ab 2014“

      … und wie viel davon entfällt auf den aktuellen Zubau? Genau. Gerade mal 0,15ct von insgesamt 6,24ct entfallen auf den aktuellen Zubau! Das ist es, was die Energiewende dieses Jahr mehr kostet.

      Der Rest geht z.B. auf das Konto von:

      * Energiekonzernen und Großverbrauchern (1,47ct)

      … durch einen völlig veralteten Strommarkt, wo erneuerbare zum Spottpreis verramscht werden. Der Stromkunde zahlt den Betrag, um den die Energiekonzerne und industriellen Großverbraucher den Strom nun billiger einkaufen können.
      Von den Kleinen in die Taschen der großen – prima Idee!

      * Energieintensiven Industriebetrieben (1,26ct)

      … die zwar super von dem günstigen Strom profitieren, sich aber an den Kosten nicht beteiligen.
      Von den Kleinen in die Taschen der großen – prima Idee!

      Wie sich die EEG Umlage tatsächlich zusammen setzt, kann man sehr leicht hier und etwas ausführlicher hier nachlesen.

      Die bösen „ineffektiven, unzuverlässigen, teuren sog. EE.“ 😉

      Ineffektiv? Nein.
      Ziel ist die Erzeugung sauberen Stroms – das machen sie hervorragend. Ziel ist NICHT, gleichmäßig strom zu erzeugen. In der erzeugung sauberen Stroms sind die erneuerbaren sehr, sehr effektiv 🙂

      Unzuverlässig? Nein.
      Denn sie liefern zuverlässig immer dann Strom, wenn Wind oder Sonne oder beides zur Verfügung stehen. Nur an ein paar wenigen Tagen im Jahr müssen dann flexible Kraftwerke aushelfen. Je mehr erneuerbare es gibt, desto weniger müssen die Stinkekraftwerke und Strahlenschleudern laufen 😉

      Teuer? Nein.
      Oben erklärt…

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      Peters grünes Gewissen

      16. Oktober 2013 um 01:22

      Und damit Peter nicht seinen eigenen Irrtümern erliegt, ist es meine Pflicht als sorgsames Gewissen, ihn darüber aufzuklären 😉

      Zuerst einmal schockierst Du mit großen, fast schon antiken Vergütungszahlen von 55ct (2005) und 45ct (2008). Schäm dich!

      Erstens bekommen eine solche Vergütung nur sehr wenige Anlagen, denn der große Zubau fand erst ab 2009 statt.
      Zweitens kennen die Preise für Solaranlagen seit dem nur eine Richtung – nämlich nach unten.
      Heute sind es nur noch 14,27ct.
      Drittens sind alle Anlagen nach 20 Jahren wieder raus aus der Förderung. Deine Anlage aus 2005 bekommt schon 2026 keinen Cent mehr und macht dann auch den Strom nicht mehr teurer, sondern billiger!

      Und was die simple Volkswirtschaft angeht, sieht das Dein Gewissen etwas anders: Ich glaube dir mal, dass es den erneuerbaren Strom für 4ct an der Börse gibt.

      a) Der Energieversorger muss diesen Strom nicht erzeugen, hat also weder Brennstoffeinsatz noch Verschleiß noch Wartungskosten noch Personalkosten usw. Er muss ihn in den meisten Fällen noch nicht einmal transportieren, weil er verbrauchernah erzeugt wird.

      b) Er kauft den supergünstigen Ökostrom für 4ct an der Börse ein (weil der Ökostrom keine Grenzkosten besitzt und damit völlig unter Wert verramscht wird)

      c) Als nächstes verkauft der Energieversorger genau diesen Strom für 29ct an die Haushalte.

      Bravo und einen tosenden Applaus! Warum bin ICH nicht auf dieses geniale Geschäftsmodell gekommen???

      „Wenn Sonne und Wind mal Pause machen“
      An den wenigen Tagen im Jahr können flexible Gaskraftwerke und Biomasse Geld verdienen, indem sie FLEXIBEL die fehlende Menge ausgleichen. An den paar Tagen darf der Strom dann auch ruhig mal etwas teurer sein. Jetzt müssten nur noch die Energieversorger ihrer seit 2012 geltenden gesetzlichen Pflicht nachkommen, flexible Tarife anzubieten, damit auch die Verbraucher sinnvoll handeln können

      Fazit: Ein Gewissen kann man nicht bescheißen 😀

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    Peter Jensen

    15. Oktober 2013 um 17:00

    Peterchens grünes Gewissen vergisst noch viel mehr!

    Und da kann Peterchens grünes Gewissen hier noch so lustig daherreden, es ändert nichts daran, dass die sog. EE-Anlagen Kosten verursachen. 6,24 ct/kWh zzgl. USt ab 2014. Macht für einen 4-Personen-Haushalt mit 4.500 kWh im Jahr etwa 340 Euro im Jahr. Zusätzlich! Wegen der sog, EE!
    Wie die Bezahlung dann organisiert wird, ändert nichts am Verursacher. Und Verursacher sind die ineffektiven, unzuverlässigen, teuren sog. EE.

    Und was die Werbung angeht. Daran sieht man die ganze Absurdität ud Schizophrenie der „Energiewende“. Während die Marketingabteilungen auf den grünen Zeitgeist reagieren und versuchen, zu retten, was zu retten ist, stehen die Vorstände der 10 größten europäischen Energieversorger bei der EU-Kommission an der Tür und weisen zu Recht auf den wirtschaftlichen Unfug hin, der gerade in Deutschland und Europa durchgeführt wird. Und auf dem Weltenergiekongreß in Südkorea wundert sich die Fachwelt über den deutschen Sonderweg und schüttelt den Kopf.

    Und wenn sich der Zeitgeist in Deutschland mal wieder dreht, weil den Leuten ihr Geld und ihr Arbeitsplatz wichtiger sind als irgendwelche vermeintlichen Probleme unserer heutigen Energieversorgung, dann werden die Marketingabteilungen auch ganz schnell wieder umschwenken.

    Im Falle von EON läuft übrigens gerade ein Verfahren wegen irreführender Werbung.

    Und die RWE-Werbung stellt am Anfang schon mal die richtige Frage: Ist Deutschland verrückt geworden?

    Eindeutiges Ja!!! 🙂

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    Peters grünes Gewissen

    14. Oktober 2013 um 22:55

    … natürlich vergesse ich dabei sehr gerne, dass durch die erneuerbaren Energien die Preise an der Strombörse sinken und dadurch die Differenzbeiträge steigen.
    Das EEG-Umlagenmärchen

    Und natürlich vergesse ich dabei auch, dass jede Kilowattstunde aus konventionellen Energiequellen Folgekosten verursachen, die nicht für jeden ersichtlich über die Stromrechnung, sondern versteckt über unser aller Steuern bezahlt werden.
    Was strom wirklich kostet

    Ganz so einfach ist es scheinbar doch nicht…

    Interessant ist übrigens auch, dass sowohl RWE („Unser land geht voRWEg“), als auch E.ON eine vollständige Versorgung aus erneuerbaren Energien in deutschland nicht mehr ablehnen – sondern mit eigenen Lösungen voran bringen wollen. Prima 😀

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    Peter Jensen

    14. Oktober 2013 um 14:12

    Sie können es bezeichnen und aufteilen und zuordnen, wie Sie wollen: SÄMTLICHE Zusatzkosten durch das EEG sind durch die Installation von PV-Anlagen und Windmühlen und anderen sog.EE-Anlagen verursacht. Wer die Kosten am Ende bezahlt, ist nur eine Frage der Organisation.
    Gäbe es die EE-Anlagen nicht, hätten wir die Kosten nicht. So einfach ist das!

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