High-Tech für eine saubere Zukunft – weltweit

Von am 26. August 2013 in der Kategorie Energiewende mit 48 Kommentare
Wirtschaftsfaktor EE

Mit der Erneuerbaren Energien-Branche ist in den vergangenen vier Jahrzehnten ein High-Tech-Sektor mit enormer Innovationskraft entstanden. Allein von 2009 bis 2012 wurden hierzulande 1.658 Patente in diesem Bereich erteilt. Deutschland steht an der Spitze der Technologie-Entwicklung. Daraus ergeben sich für die Unternehmen der deutschen Erneuerbare Energien-Branche hervorragende Exportchancen. Denn die Entwicklung der Erneuerbaren steht weltweit erst am Anfang. Insbesondere die Schwellenländer mit ihrem rasant steigenden Energiebedarf, aber auch industrialisierte Länder wie die USA oder Japan, weisen enormes Wachstumspotenzial auf.

Allein in den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Menschen, die in Deutschland im Bereich Erneuerbare Energien beschäftigt sind, nahezu verdreifacht. 2012 waren in den rund 35.000 Unternehmen der Erneuerbare Energien-Branche sowie in Behörden, Verwaltung, Forschung und Entwicklung in diesem Bereich rund 378.000 Menschen beschäftigt. Nach einem zuvor kontinuierlichen Wachstum gab es 2012 zwar insbesondere aufgrund der Krise in der Solarindustrie erstmals einen Rückgang bei den Arbeitsplatzzahlen. Aufgrund der positiven Entwicklung in der Wind- und Bioenergiebranche blieb die Anzahl der Arbeitsplätze im Bereich Erneuerbare Energien insgesamt jedoch fast auf Vorjahresniveau. Auch bei uns in Nordhessen sind dezentrale erneuerbare Energien ein Treiber der wirtschaftlichen Dynamik. Bis 2020 sollen in diesem Bereich 20.000 Arbeitsplätze entstehen. Deutschlandweit hat sich die Branche bis 2020 vorgenommen, 500.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Und die Chancen dafür stehen nicht schlecht.

 

Entwicklung Arbeitsplätze
Steigende Effizienz und sinkende Kosten

Denn die hohe Innovationskraft der Branche hat dafür gesorgt, dass die Effizienz der Energieerzeugung aus Erneuerbaren Quellen permanent gestiegen ist während die Kosten gleichzeitig kontinuierlich gesunken sind. Bestes Beispiel ist die steile Lernkurve der Photovoltaik: Allein in den vergangenen zehn Jahren sind die Erzeugungskosten für Solarstrom um mehr als 60 Prozent gesunken. Für eine Kilowattstunde liegen sie heute in Deutschland für Anlagen kleiner bis mittlerer Größe bei 11 bis 15 Cent. Damit liegen die Erzeugungskosten weit unter den Kosten für Haushaltsstrom, was den Eigenverbrauch von Solarstrom nicht nur für Haushalte, sondern auch für Gewerbebetriebe, zunehmend interessant macht – und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Industrienationen wie USA oder Japan.

 

Die weltweite Entwicklung steht erst am Anfang

Doch nicht nur in diesem Bereich und in den entwickelten Märkten eröffnet ihre zunehmende Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik und den anderen Erneuerbaren Energien ein enormes Zukunftspotenzial. Die Deutsche Energie Agentur (dena) hat in ihrer Marktanalyse 2012 die weltweiten Entwicklungen und Perspektiven von zehn Technologien zur Strom- und Wärmegewinnung aus Erneuerbaren Energiequellen untersucht. Dabei wurden 127 Staaten in einer quantitativen und qualitativen Analyse unterzogen. Das Ergebnis: Insbesondere die  noch wenig entwickelten Märkte (in der Grafik unten B- und C-Märkte genannt), die zahlenmäßig die bereits entwickelten Märkte mit hoher Marktdurchdringung (in der Grafik unten A-Märkte genannt) weit übertreffen, weisen ideale Voraussetzungen für den Einsatz Erneuerbarer Energien auf. Diese Märkte verfügen in der Regel über eine gute Ressourcenlage für Erneuerbare Energien, einen steigenden Energiebedarf und eine wachsende Wirtschaftskraft.

 

 Großes Marktpotenzial für Erneuerbare Energien

 

Zukunftsmärkte liegen außerhalb Europas

Diese Wachstumsmärkte der Zukunft liegen größtenteils außerhalb Europas. Und die Entwicklung hat bereits begonnen: Bei der Photovoltaik beispielsweise wird Deutschland 2013 erstmals seit vielen Jahren nicht mehr an der Spitze des Zubaus neuer Kapazitäten liegen. Neben China setzt insbesondere Japan nach den Erfahrungen von Fukushima auf Solarenergie. Den neuesten Zahlen des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) zufolge wurden allein im April und Mai im Land der aufgehenden Sonne Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,24 Gigawatt installiert – ein Niveau, das in Deutschland durchschnittlich nur in den Rekordjahren von 2010 bis 2012 erreicht wurde.

 

Erneuerbare werden bald zur zweitwichtigsten Stromquelle

Auch die Internationale Energie Agentur (IEA) konstatiert in ihrem Mittelfristbericht zum Erneuerbare Energien-Markt 2013 eine zunehmende Bedeutung der Erneuerbaren Energien im globalen Energiemix. Prozentual wüchsen die Erneuerbaren Energien weltweit schneller als alle anderen Erzeugungsarten. 2016, so prognostizieren die Autoren der Studie, werden die Erneuerbaren Energien nach der Kohle global die zweitwichtigste Stromquelle sein. Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Quellen wird diejenige aus Erdgas überholt haben und doppelt so hoch sein wie die Erzeugung aus Atomkraft. In einigen Ländern, so die Studie weiter, können Onshore-Windkraftanlagen bereits mit neuen Kohle- und Gaskraftwerken konkurrieren. Sinkende Systemkosten lassen darüber hinaus in sonnenreichen Regionen auch Photovoltaikkraftwerke zunehmend wettbewerbsfähig werden, insbesondere dort, wo Strom aus Diesel gewonnen wird, also in den aufstrebenden Schwellenländern mit ihrem schnell wachsenden Energiebedarf.

 

Technologische Herausforderungen erweitern sich

Die technologischen Ansprüche erweitern sich mit dem zunehmenden Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung. Themen wie die Bereitstellung von Systemdienstleistungen zur Netzstabilisierung, die Einbindung in Energiemanagementsysteme oder die Entwicklung von Kraftwerkseigenschaften durch die Einbindung von Speichern, bieten neue Chancen für innovative Unternehmen, sich im Wettbewerb zu differenzieren. Je stärker Deutschland dabei seine Vorreiterrolle aktiv wahrnimmt, desto größer auch die daraus resultierenden Exportchancen für innovative Unternehmen.

 

Deutsche Unternehmen können profitieren

Gelingt es den Unternehmen der deutschen Erneuerbare Energien-Branche durch weitere Investitionen in Forschung und Entwicklung, ihren technologischen Vorsprung zu halten oder sogar weiter auszubauen und die Kosten weiter zu senken, und werden sie von der neuen Bundesregierung durch eine kluge Industriepolitik gestützt, so haben sie beste Chancen, von dem gewaltigen Potenzial, das der weltweite Umbau der Energieversorgung bietet, in besonderem Maße zu profitieren und auch hierzulande weitere Arbeitsplätze in einer Zukunftsbranche zu schaffen. Die mittel- bis langfristigen Aussichten sind hervorragend.

 

0.00 avg. rating (0% score) - 0 votes

Der Autor

avatar

Meine Aufgaben:
Ich bin bei SMA Ansprechpartnerin für die Presse.
Meine Themen:
Alles rund um das Unternehmen SMA.
Was selbst meine Kollegen nicht von mir wissen:
Im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“ bin ich als Teenager mit dem Rennrodel durch Eiskanäle geflitzt.

Tags

Ähnliche Artikel

48 Kommentare

  • avatar

    Peter Jensen

    9. November 2013 um 18:59

    Lies mal richtig und dann darfst du nochmal schreiben…

    Antworten »
  • avatar

    Christian Höhle

    29. August 2013 um 00:20

    Immer wieder wird die EEG-Umlage sowie die fluktuierende Erzeugung aus erneuerbaren Energien als Nachteile angeführt. Dazu habe ich immer die Position vertreten, dass ein grundlegender Umbau des Strommarktes erforderlich ist.

    Folgender Link beschreibt einen Vorschlag für eine Umstrukturierung des Strommarktes zur Aufnahme großer Anteile fluktuierender erneuerbarer Energien:

    http://www.klimaretter.info/energie/hintergrund/13175-drei-saeulen-fuer-ein-neues-eeg

    Kernpunkte sind:

    – Handel im Viertelstunden-Takt

    – fluktuierende erneuerbare mit Grenzkosten nahe 0 (Wind, Photovoltaik, Laufwasser, …) bilden dass Grunderzeugungsprofil

    – Es gibt einen neuen Markt für die Residuallast, an dem alle konventionellen Kraftwerke mit ihren Gesamtkosten (Umgelegte Investitionskosten, Erzeugungskosten, Folgekosten) teilnehmen, um die Differenz zwischen den fluktuierenden erneuerbaren und der tatsächlichen Last zu decken

    – Der Stromhändler zahlt die reale Vergütung / reale Kosten für die in Anspruch genommenen Anlagen

    Und ich würde dazu noch ergänzen:
    – der Stromhändler kann daraufhin – ebenfalls im Viertelstunden Takt – die aktuellen Strompreise weiter geben, sodass auch zeitlich flexible Verbraucher (Sowohl große Einzelverbraucher wie Aluminiumhütten als auch die breite Masse der Bevölkerung in Form von Heiz-, Kühl- und Haushaltsgeräten und potentiell auch Elektromobilität) in den Strommarkt integriert werden können.

    Dieser Vorschlag scheint mir eine geeignete Möglichkeit zu sein, um die Kosten für die Bevölkerung zu senken und erneuerbare und konventionelle Energien zusammen sinnvoll zu betreiben.

    Was meint ihr?

    Sonnige Grüße,
    Christian

    Antworten »
    • avatar

      Peter Jensen

      29. August 2013 um 16:58

      Interessanter Artikel. Endlich wird mal herausgearbeitet, dass die bisherige Umsetzung mit Förderung per EEG nichts bringt und dass es nicht möglich ist, einfach so das bestehende System aus Großkraftwerken umzubauen oder die unregelmäßigen Energielieferanten Wind und Sonne einfach in das bestehende System zu integrieren.
      Nun, es wird trotzdem ein Umbau des Systems vorgeschlagen. Das ist zunächst mal ein Denkmodell, welches in verschiedenen Bereichen noch nicht zu Ende gedacht ist, auch gar nicht zu Ende gedacht sein kann, und vermutlich sehr viel Geld kosten wird.
      Wenn man aber schon so viel Geld zugunsten der sog. EE in die Hand nehmen will, dann schlage ich vor, die bestehende, stabile, preiswerte und sichere Infrastruktur der Energieversorgung zu nutzen und mit der Energie Forschung zu betreiben. Kein Feldversuch mit einer Technik, die nur mit Hilfe sehr teurer Zusatztechnologien, die noch gar nicht serienreif für den Großeinsatz sind, sondern Forschung und Entwicklung an Hochschulen und in Firmen fördern. Die zur Zeit vorhandene Technik in das bestehende System zu integrieren, kann auf absehbare Zeit nicht gut gehen und kostet wertvolle Ressourcen!
      Dieselbe Meinung vertritt der ehemalige „Klimaberater“ der US-Regierung James Hansen, jahrelang Direktor des NASA GISS-Instituts, welches auch die globalen Temperaturen ermittel (zusammen mit 3 anderen Institutionen). James Hansen war glühender Verfechter der CO2-Treibhaus-These und Anhänger der sog. EE.
      Nun, er hat jetzt, nach seiner Pensionierung seine Meinung etwas geändert. Ich kenne nicht seine Motivation, vielleicht hat er einfach nur in konv. Energien investiert oder er ist jetzt im Ruhestand nicht mehr politisch abhängig. Egal, ich finde, er hat Recht! Und was fordert er? Forschung!
      Und er relativiert mit eindrucksvollen Zahlen den „Siegeszug“ der sog. EE.

      http://www.welt.de/debatte/kommentare/article119438266/Wer-auf-Windkraft-setzt-glaubt-an-die-Zahnfee.html

      Antworten »
      • avatar

        Peters grünes Gewissen

        9. November 2013 um 00:48

        „Diese stinkenden knatternden Karren werden sich nie durchsetzen“ sagte der Kutscher…

        Der Zahnfee-Artikel ist völlig daneben, weil Äpfel mit Birnen verglichen werden. Wer die überwiegend deutsche Förderung nimmt, und sie auf die Energieerzeugung der Welt anwendet, muss sich schon den Vorwurf gefallen lassen, die Leute über den Tisch ziehen zu wollen. Aber solche Artikel sind Atom-Peter ja die liebsten…

        Antworten »
  • avatar

    J. klein

    28. August 2013 um 21:28

    Es tut mir Leid, wenn Sie sich durch die Außerirdischen angegriffen fühlten.
    Ich habe den Vergleich nur gewählt, um deutlich zu machen, dass die Regierungen das Peak-Oil-Szenario offensichtlich für eine realistische Gefahr halten, da Sie sich damit beschäftigen. Wie wir uns ja offensichtlich einig sind, ist die Wahrscheinlichkeit für die Landung Außerirdischer ja doch so klein, dass es nicht sinnvoll ist, dass sich eine Regierung damit auseinandersetzt.
    Heißt das im Umkehrschluss nicht auch, dass Sie die Wahrscheinlichkeit für Peak-Oil als so groß ansehen, dass es sinnvoll ist, dass sich Regierungen damit auseinandersetzen?

    Antworten »
    • avatar

      Peter Jensen

      29. August 2013 um 18:24

      Nein, der Umkehrschluss ist nicht richtig. Ich halte es für wichtig, dass sich die Regierung mit den Auwirkungen einer evtl. Verknappung von Rohstoffen auseinandersetzt, egal ob nun aus geologischen oder politischen Gründen. Auch Gas aus Russland könnte theoretisch schon nächstes Jahr knapp werden, obwohl es noch im Überfluss vorhanden ist. Und zwar aus rein politischen Gründen. Eine Regierung muss sich natürlich mit solchen Fragen befassen. Nur müssen dabei alle Pro- und Contra-Argumente beachtet werden.
      Und wenn sich alle Prognosen über die Endlichkeit der Rohstoffe bisher durch die Realität nicht bestätigt haben, dann darf man auch die zwanzigtse Prognose über die Endlichkeit der Rohstoffe nicht unreflektiert übernehmen!

      Antworten »
      • avatar

        Peter Jensen

        29. August 2013 um 18:26

        J.Klein, irgendwie bin ich mit Ihrer Frage zum Umkehrschluss durcheinander gekommen, oder? 🙂

        Also ganz deutlich: ich halte es für wichtig, dass sich Regierungen mit der Verfügbarkeit von Rohstoffen auseinandersetzen.

        Antworten »
  • avatar

    J. klein

    28. August 2013 um 21:24

    Herr Jensen,
    eine Gegenüberstellung 2012 zu 2013 ist bei den Zeitskalen auf denen wir diskutieren ein bisschen wenig, zumal in dem Zeitraum auch die Wirschaftsleistung und die Beschäftigung erhöht hat (http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=wirtschaftsleistung%20deutschland%202012&source=web&cd=3&cad=rja&ved=0CEMQFjAC&url=https%3A%2F%2Fwww.destatis.de%2FDE%2FPresseService%2FPresse%2FPressekonferenzen%2F2013%2FBIP2012%2FPressebroschuere_BIP2012.pdf%3F__blob%3DpublicationFile&ei=rEseUu-TGobKhAeOj4HoCA&usg=AFQjCNEiQGkaywBLBD_mj5H8Y-8mWKKygw). Das könnte ein überlagernder Effekt sein.
    Ich finde es schön, dass Sie meine Beiträge ernst nehmen. Allerdings würde ich mir häufig wünschen, dass Sie Ihre Beiträge auch mit Quellen untermauern. Ich mache mir schließlich viel Arbeit damit, Quellen zu zitieren. Sie stellen häufig streng genommen nur Behauptungen auf, da Sie keine Quelle angeben.
    Ja, was die AKW angeht, so stimme ich Ihnen zu, dass sie in der Regel sicher laufen. Allerdings hat es auch schon mit „deutschen Verhältnissen“ Fälle gegeben, in denen Teile mit minderer Qualität verbaut wurden. Dies ist völlig normal überall im Leben versuchen Menschen oder Firmen den Profit zu optimieren, indem sie Vorgaben unterlaufen, da sie glauben es besser zu wissen. Dies wird sich nie vermeiden lassen. Darüber hinaus sollte man auch festhalten, dass die Auswirkungen eines AKW zwischenfalls wie z. B. in Fukushima nicht vergleichbar sind mit einem Flugzeugabsturz.
    Im Übrigen auch deutsche AKW haben Schwachpunkte. Z. B. die Erdbebensicherheit (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/angst-vor-atomunfall-starkbeben-risiko-gefaehrdet-deutsche-akw-a-751000.html). Auch in Fukushima hat niemand mit solch einem Tsunami gerechnet, auch wenn es Hinweise in Form von Uralten Aufzeichnungen gab. Auch für Deutschland gibt es Hinweise auf frühere Starkbeben.

    Antworten »
    • avatar

      Peter Jensen

      29. August 2013 um 18:49

      J. Klein, Sie haben völlig Recht, ein Flugzeugabsturz lässt sich mit Fukushima nciht vergleichen. Nur wenn bei einem Unfall in einem AKW mit Hunderttausenden Strahlen-Toten oder -Kranken gedroht wird, darf der Hinweis erlaubt sein, dass bisher nichts davon nachgewiesen werden konnte. Jedenfalls in Fukushima nicht. Während bei Flugzeugabstürzen jedes Jahr Hunderte Menschen um’s Leben kommen. Und kein Mensch fordert die Abschaffung der Fliegerei.
      Brauchen Sie für diesen Fakt jetzt eine Quelle?
      In Fukushima wird von einem leicht erhöhten Risiko gesprochen, an Krebs zu erkranken. Dazu ein Auszug (von mir übersetzt aus dem Englischen) aus dem WHO-Bericht aus 2013:
      Hinsichtlich der geschätzten Strahlenexposition ist ein erhöhtes Krebsrisiko der Gesundheitseffekt mit der höchsten Relevanz. Das Verhältnis zwischen Strahlenexposition und dem Risiko von Krebs zu Lebzeiten ist komplex und variiert, abhängig von verschiedenen Faktoren, vor allem Strahlendosis, Alter zum Zeitpunkt der Exposition, Geschlecht und Krebsart… In den beiden am meisten von Strahlung betroffenen Standorten in Fukushima beläuft sich die effektive jährliche Strahlendosis in einer Range von 12 bis 25 mSv…
      Danach werden verschiedene Prozentangaben gemacht, um wieviel höher das Risiko für bestimmte Krebsarten liegt. Diese Angaben variieren zwischen 4 und 70% um die normale Krebsrate. Dabei ist noch zu beachten, dass sich diese Prozentangaben auf unterschiedliche absolute Basiszahlen beziehen. So besteht das Basisrisiko bei dem 70%-Wert (Schilddrüsenkrebs) bei einem 3/4-Prozent. Das heißt, eine Steigerung um 70% führt zu einem absoluten Erhöhung von einem halben Prozent. Und dabei geht es nur um das Risiko! Das bedeutet nicht, dass die Krankheit auch ausbricht.
      Verstehen Sie mich nicht falsch! Jede Verletzung oder jeder Tote nach einem Industrieunfall ist traurig. Nur passiert so etwas viel häufiger in anderen Industrien. Eine Verteufelung der Kernenergie hat mit der Realität nichts zu tun.

      Antworten »
    • avatar

      Peter Jensen

      29. August 2013 um 18:52

      J. Klein,
      hier noch der link zu der WHO-Untersuchung. Ist leider nur auf englisch. Auf Seite 8 unter Findings finden Sie den von mir übersetzten Teil.

      http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/78218/1/9789241505130_eng.pdf

      Die Ergebnisse decken sich mit Untersuchungen deutscher und schweizer und anderer internationaler Strahlenschutzorganisationen. Die links dazu habe ich gerade nicht parat, sondern nur jeweils pdF-Dokumente.
      Ich habe sie aber selbst alle im Netz gefunden.

      Antworten »
  • avatar

    J. klein

    28. August 2013 um 21:04

    Ich freue mich für Sie, dass Sie die finanziellen Belastungen verschmerzen können und ich kann Sie verstehen, dass Sie die Begründung dafür stört, da Sie offensichtlich anderer Meinung sind. Allerdings habe ich Ihnen Fakten vorgelegt, die eine Verknappung der Ressourcen belegen. Der Klimawandel ist zur Zeit die gängige Lehrmeinung. Sie brauchen sich Ihr nicht anzuschließen. Sie brauchen auch der Evolutionstheorie zu glauben und können stattdessen z. B. den Creationismus vertreten. Aber auch da könnte es Sie stören, dass Ihre Ideologie nicht von genügend Menschen geteilt wird.
    Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass das Ökosystem, in dem wir leben, außerordentlich komplex ist. Wenn ich mich mit Wissenschaftlern unterhalte, bin ich immer wieder erstaunt, wie wenig wir doch eigentlich wissen. Dies zeigt z. B. auch folgender Artikel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/treibhausgas-co2-meere-versauern-schneller-als-gedacht-a-592470.html
    Daher halte ich den Ansatz, den Einfluss des Menschen auf das Ökosystem nicht unnötig groß werden zu lassen, für sinnvoll. Natürlich kann man unterschiedlicher Meinung sein, wie viel nötig bzw. unnötig ist. Allerdings finde ich es leichtsinnig, in diesem Zusammenhang von einem „grünen Traum“ und „unbewiesenen Horrorszenarien“ zu sprechen. Ich hoffe, diese Horrorszenarien werden nie bewiesen, den letzten Endes wird man den Beweis nur dadurch antreten können, dass man dieses Experiment mit dem realen Ökosystem Erde durchführt. Falls die Theorien mit dem Klimawandel dann allerdings doch richtig sind, haben wir ein Problem!

    Antworten »
    • avatar

      Peter Jensen

      29. August 2013 um 19:06

      J. Klein,
      Sie haben völlig Recht. Das Ökosystem ist äußerst komplex. Deswegen ist es ein Irrglaube, dass ein einziger Stoff, nämlich das CO2, welches der Mensch verbrennt und in die Atmosphäre „pumpt“, für eine Veränderung der Temperatur verantwortlich sein soll. Die mächtige Sonne, die gewaltigen Ozeane, die Schwerkraft der Atmosphäre, die für uns Menschen nach wie vor unverständliche Wolkenbildung (also nicht das Wie, sondern das Wann und Wo), Vulkane, die interstellare Hintergrundstrahlung und noch andere Faktoren haben einen viel stärkeren Einfluss auf das Klima als das Gas CO2. Es gibt keine Lehrmeinung zum Klimawandel! Dass das so sei, wird vom IPCC und der Politik behauptet! Tausende Wissenschaftler weltweit bestreiten dies! Und es werden immer mehr! Fakt ist, dass alle existierenden 76 Modelle (!!!) der „Klimaforscher“ versagt haben und nicht die Abkühlung seit etwa Mitte der 90er Jahre erklären können. Es ist schon fast menschlicher Größenwahn und infantile Naivität, zu glauben, man könnte durch Begrenzung eines Stoffes, der mit nicht einmal 0,04% Anteil in der Atmosphäre enthalten ist, das Klima auf 2 Grad genau einstellen, wie bei einem Thermostaten. Das ist Unsinn! Sie haben es selbst gesagt: das Ökosystem ist komplex! Und gerade das Klima (was ja nach gängiger Definition der Durchschnitt des Wetters über 30 Jahre ist) ist in seiner Komplexität überhaupt nicht verstanden. Es kamm Ende der 80er völlig überraschend auf die politische Bühne und es wurde viel Geld damit verdient. Es hat ein Jahrzehnt gedauert, bis sich die ersten Wissenschaftler vorsichtig über den Klimawahn geäußert haben. Die haben vorher alle quasi unbemerkt von der Öffentlichkeit im „stillem Kämmerlein“ geforscht. Kein Mensch hat sich für’s Kima interessiert. Und plötzlich soll eine Erwärmung von 0,6 Grad seit 1860 geradewegs in die Hitzeglut führen.
      Zur Versauerung der Ozeane hab ich hier im Forum schon was verlinkt. Ich verweise mal höflich darauf. Es ist auch komplexer als man denkt!

      Antworten »
  • avatar

    J. klein

    28. August 2013 um 20:54

    Ich kann verstehen, dass die steigenden Strompreise ein Problem sind. Ich möchte nicht darüber spekulieren, wie hoch die EEG-Umlage nächstes Jahr sein wird. Allerdings finde ich es erstaunlich, dass Sie sich auf solch eine Spekulation einlassen, da Sie doch so gegen Theorien und für Fakten sind. Können Sie Ihre Behauptung belegen?
    Können Sie belegen, dass der normale Strompreis steigt, weil die Kraftwerke nicht mehr rentabel betrieben werden können? Haben Sie schon mal etwas vom Merit-Order-Effekt gehört?
    Laut http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis#Strompreis_in_der_politischen_Diskussion lag z. B. der Strompreis der Industrie im Jahr 2011 unter dem Niveau der vorangegangenen vier Jahre.
    Beim Netzausbau ließe sich einiges sparen. Wenn man aber die Kohlekraftwerke nicht runter regeln möchte, so muss man natürlich nicht nur den Strom aus Erneuerbaren Energien, sondern auch noch den aus konventionellen Kraftwerken transportieren. Das ist natürlich zuviel für die Netze (http://www.tagesschau.de/inland/netzausbau108.html). Vielleicht sollte man die Kohlekraftwerke aber einfach so umrüsten, dass sie besser kompatibel sind zu den Erneuerbaren Energien und sich besser regeln lassen – ach nein, das geht ja nicht, dann verdient man weniger mit den Kraftwerken. Dann ist es doch besser, die Netze stärker auszubauen und die Schuld dafür den Erneuerbaren Energien in die Schuhe zu schieben.
    Könnten Sie den von Herrn Höhle verlinkten Bericht mit den 120 Mrd. Euro bitte noch mal posten. Ich habe ihn in der Diskussion nicht gefunden.

    Antworten »
    • avatar

      Peter Jensen

      29. August 2013 um 19:23

      J. Klein,

      hier der link zu der Fraunhofer Studie über den Weg zu 100% Erneuerbare Energien.

      http://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen-pdf-dateien/studien-und-konzeptpapiere/studie-100-erneuerbare-energien-in-deutschland.pdf

      Auf Seite 16 lesen Sie unter Punkt 4 „Ergebnisse“, dass das kostengünstigste Szenario jährliche Kosten von 119 Mrd Euro verursacht. Bis zum Jahr 2050. Also noch 36 Jahre * 119 Mrd. Euro. Das wären dann 4.284 Mrd. Euro.

      Für dieses Geld können Sie auch 100 Atomkraftwerke á 30 Mrd. Euro zu allerhöchsten Sicherheitsansprüchen bauen, die uns dann permanent günstigen Strom liefern. Und dem Staat Körperschafts- und Gewerbesteuer liefern, den Angestellten Einkommen, damit wieder Lohnsteuer und Umsatzsteuer, dazu noch Brennelementesteuer und und und… Und zwar weltweit, denn Deutschland braucht keine 100 AKW. Und dann haben Sie immer noch 1.284 Mrd. Euro übrig. Davon können Sie dann jedem Bürger noch eine Windmüle oder Solaranlage schenken.
      Okay, die letzten Sätze waren etwas ironisch, bitte sehen Sie mir das anhand der absurden Kosten nach. Das kann man nur mit Humor ertragen!

      Antworten »
      • avatar

        Alex Müller

        29. August 2013 um 21:18

        Guten Abend Herr Jensen,

        also jetzt muss ich mich doch etwas über Sie wundern. Da werfen Sie anderen Leuten hier im Forum vor, sie würden verlinkte Quellen nicht richtig lesen, und jetzt muss ich feststellen, dass genau dieser Vorwurf auf Sie zutrifft. Denn hätten sie die von Ihnen verinkte Studie sorgfältig und vollständig gelesen, wäre Ihnen sicher nicht entgangen, dass auf S. 23, Kapitel Kostenanalyse, die von Ihnen erwähnten jährlichen Gesamtkosten von 119 Mrd. € für eine zu 100 % erneuerbare Strom- und Wärmeversorgung Deutschlands denjährlichen Kosten für den Betrieb des aktuellen, überwiegend auf fossilen Energien basierenden Energiesystems gegenübergestellt werden. Und siehe da, diese liegen bei 120 Mrd. € im Bereich Strom und Wärme aufgewendet werden. Fazit der Autoren der Studie: „Insofern kann man schlussfolgern, dass für den Betrieb unseres heutigen Energiesystems, das überwiegend auf fossilen Energien basiert, sehr ähnliche jährliche Kosten resultieren wie für den Betrieb eines zukünftigen Energiesystems, das vollständig auf erneuerbaren Energien basiert.“
        In diesem Zusammenhang kann ich leider auch Ihr Beispiel mit den 100 Atomkraftwerken nicht nachvollziehen, da sie dabei die reinen Baukosten der Atomkraftwerke den über 36 Jahre akkumulierten Gesamtkosten eines Strom- und Wärmeversorgungssystems gegenüberstellen.

        MfG
        Alex Müller

        Antworten »
    • avatar

      Peter Jensen

      30. August 2013 um 11:38

      Nun Herr oder Frau Alex Müller, wenn Sie dann noch eine Seite weiter lesen, dann werden Sie etwas finden, was mich auch überrascht hat. Denn dort heißt es plötzlich, diese Kosten iHv von etwa 120 Mrd. pro Jahr erst für ein „eingeschwungenes System“ gelten, also nach vollzogener Umstellung des Energiesystems. Also soll die Zahl bedeuten, dass ab dem Jahr 2050 jährliche Kosten in dieser Höhe anfallen werden. Mal ganz davon abgesehen, dass eine Kostenschätzung für das Jahr 2050 nicht wirklich ernst genommen werden kann… was ist mit den Kosten der Umstellung? Die kommen also bis 2050 noch on top. Und da wir für mindestens die nächsten zehn Jahre nicht auf konventionelle Kraftwerke verzichten können, haben wir also doppelte und dreifache Erzeugungsinfrastruktur mit entsprechend höheren Kosten. Außerdem gehen alle künftigen Energieszenarien von einem Rückgang des Energieverbrauchs um bis zu 50% aus. Wie das gehen soll, müssen Sie mir mal verraten. Vor allem angesichts einer sehr aufschlussreichen und sachlichen Analyse aus dem BMWi, die vor zwei Tagen veröfentlicht wurde.
      Wenn Sie mal lesen wollen:
      http://www.bmwi.de/Dateien/BMWi/PDF/Monatsbericht/Auszuege/09-2013-energieintensive,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf
      Man braucht die energieintensiven Industrien zur Herstellung der EE-Anlagen. Wenn es immer mehr EE-Anlagen werden sollen, wie soll dann Energie eingespart werden? Und lesen Sie dort auch mal über die schon beobachteten und noch möglichen Auswirkungen, wenn man den Strompreis noch weiter erhöht, zB durch Abschaffung der Ausnahmetatbestände für die energieintensiven Industrien, was immer wieder gefordert wird.
      Diese Kosten sind in der Fraunhofer-Studie sicher auch nicht enthalten.

      Aber wie schon gesagt: Studien für das Jahr 2050 sollte man schon aus Prinzip nicht lesen. Es mag Bereiche geben, wo das sinnvoll ist, Wirtschaft und Geld gehören sicher nicht dazu. Klima (Wetter) übrigens auch nicht.

      Antworten »
      • avatar

        Peter Jensen

        30. August 2013 um 11:54

        Achso, Herr oder Frau Müller,

        Sie brauchen sich nicht über mein Beispiel mit den 100 AKW wundern. Ich habe extra hingeschrieben, dass das nicht ernst gemeint war. Und wenn Sie es doch ernst nehmen, dann kann ich Ihnen sagen, dass ein AKW keine 30 Mrd. kostet. Man kriegt es auch für 10 Mrd. Da wären wir dann bei 300 AKW.
        Aber wie gesagt, das war eigentlich ironisch gemeint.

        Antworten »
    • avatar

      Peter Jensen

      30. August 2013 um 11:51

      J. Klein, die Prognose für die Höhe der EEG-Umlage 2014 betrifft einen Zeitraum, der in wenigen Monaten da ist. Die geschätzte Höhe ergibt sich zum einen aus dem aktuellen Stand des EEG-Kontos, zum anderen ist diese Zahl überall in der Presse zu lesen. Ich dachte nicht, dass darüber Uneinigkeit besteht. Ende September ist es übrigens soweit. Da wird die Höhe der EEG-Umlage bekannt gegeben. Warten wir es mal ab.
      Dass der Strompreis teurer wird, wenn Kraftwerke nicht mehr rentabel laufen, ist einfache Betriebswirtschaft. Es gibt fixe Kosten und es gibt variable Kosten. Wenn weniger Strom in konv. Kraftwerken produziert wird, dann kann man auch die fixen Kosten nur auf eine kleinere Menge an kWh verteilen. Dadurch steigt der Preis je kWh. Das können Sie in jedem BWL-Buch nachlesen oder jeden BWLer fragen. Dazu muss ich jetzt nicht wirklich eine Quelle angeben.
      Das Merrit-Order-System ist mir bekannt. Dieses bewirkt, dass gerade Gaskraftwerke nicht mehr zum Zuge kommen. Die sind dann auch am meisten davon betroffen, dass sie nicht mehr rentabel sind. Die großen Versorger denken gerade über einen Abbau der Kraftwerke nach, die sie dann außerhalb Europas wieder aufbauen. Als nächstes sind die Atomkraftwerke wenn, wenn der Börsenpreis dauerhaft unter 3,5 ct/kWh sinken sollte. Die machen dann auch zu. Wie dann die Energieversorgung gesichert werden woll, weiß ich nicht.
      Aber vielleicht ist das ja das heimliche Ziel der Grünen, eine Deindustrialisierung Deutschlands?

      Antworten »
  • avatar

    J. klein

    28. August 2013 um 20:31

    Herr Jensen,
    ich würde mich freuen, wenn Sie auf meine Argumente ernsthaft eingingen und nicht nur versuchen ausweichende Antworten zu finden.
    Natürlich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Regierungen sich mit dem Thema Ressourcen befassen. Allerdings war meine Behauptung, dass Sie das Peak-Oil-Szenario für eine realistische Gefahr halten, da sie es sonst nicht untersuchen würden. Ihrer Logik nach müssten sich Regierungen auch mit dem Einfluss einer Landung von Außerirdischen auf die Ressourcensituation auf der Erde beschäftigen, da es ja eine Selbstverständlichkeit ist, dass sich Regierungen mit dem Thema Ressourcen beschäftigen.
    Bei dem Flug mit dem Flugzeug komme ich natürlich bei optimalem Verlauf lebendig ans Ziel. Wenn das jedoch alles ist, auf das ich hoffen kann, so würden alle Fluglinien in kürzester Zeit Insolvenz anmelden. Ich würde sagen, dass ich in der Regel bei einem Flug lebendig ans Ziel komme. Vermutlich könnte man sogar sagen, dass schon einiges schief laufen muss, damit ich nicht lebendig ans Ziel komme. Daher sagt die Aussage ”bei optimaler Entwicklung und Produktion der Vorräte unter den heutigen Rahmenbedingungen bis 2035 gesteigert werden“ meiner Meinung nach so gut wie gar nichts. Bei optimaler Entwicklung gewinne ich auch mit sechs Richtigen im Lotto auch wenn ich nur einen Tippschein abgebe. Was denken Sie, wie häufig schaffen Leute das?
    Natürlich wandert die Wirtschaft nicht wegen des hohen Ölpreises aus Deutschland ab, da der Ölpreis in anderen Ländern auch nicht wesentlich billiger ist. Sonst würden nämlich Menschen dort das Öl kaufen und in Deutschland wieder verkaufen. Das nennt man dann Arbitrage und dies ist ein Mechaninsmus, der auf freien Märkten dafür sorgt, dass sich Preise angleichen.
    Zu den Autos habe ich keine Statistik – aber Sie haben sich auch nicht die Mühe gemacht Ihre Behauptung mit einer Statistik zu belegen, daher werde ich da nicht weiter drauf eingehen.

    Antworten »
    • avatar

      Peter Jensen

      28. August 2013 um 20:45

      Herr Klein, jetzt erwarten Sie bitte nicht zu JEDEM Sachverhalt eine Statistik. Ich bin keine Datenbank! Aber bitte, 30 sekunden googlen und hier ist eine Statistik zu den Autos:
      http://www.kba.de/cln_031/nn_125398/DE/Statistik/Fahrzeuge/Bestand/2012__b__ueberblick__pdf,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/2012_b_ueberblick_pdf.pdf
      Vergleich 2012 mit 2013. Frühere Jahre habe ich jetzt erst mal nicht.
      Zu Ihrem Kommentar: Sie sollten inzwischen bemerkt haben, dass ich Ihre Beiträge ernst nehme, im Gegensatz zu den Beiträgen von anderen hier. Sie liefern Argumente, mit denen man sich auseinandersetzen kann. Wo bin ich denn ausgewichen?
      Ihr Beispiel mit dem Flugzeug passt übrigens sehr gut zu AKW! Ich zitiere Sie mal:
      „Bei dem Flug mit dem Flugzeug komme ich natürlich bei optimalem Verlauf lebendig ans Ziel. Wenn das jedoch alles ist, auf das ich hoffen kann, so würden alle Fluglinien in kürzester Zeit Insolvenz anmelden. Ich würde sagen, dass ich in der Regel bei einem Flug lebendig ans Ziel komme. Vermutlich könnte man sogar sagen, dass schon einiges schief laufen muss, damit ich nicht lebendig ans Ziel komme.“
      Auch bei einem AKW muss schon einiges schief laufen. Das ist bisher 3 mal weltweit geschehen. Also Fälle, in denen Radioaktivität ausgetreten ist. Three Mile Island, Tschernobyl und Fukushima. Tschernobyl MUSS man aus dieser Reihe ausklammern. Das war schon Vorsatz, was dort betrieben wurde. Schrecklich genug, allerdings hat es auch nicht die Ausmaße angenommen, die man damals vermutet hat. Und unter „deutschen Verhältnissen“ wäre so etwas niemals möglich!
      Fukushima hatte Schwachpunkte, die allerdings bekannt waren. Da wurden Fehler gemacht. Und es musste einiges zusammenkommen! Ein altes Kraftwerk, ein Mega-Tsunami und falsche Sicherheitsvorkehrungen. Und trotzdem ist nicht das passiert, was vorher für einen GAU immer heraufbeschworen wurde.
      Also in der Regel laufen AKW sicher! Da stimmen Sie doch zu, oder?

      Antworten »
    • avatar

      Peter Jensen

      28. August 2013 um 20:49

      Und Herr Klein, auch ich würde mich freuen, wenn Sie weiterhin ernsthaft argumentieren.

      Zwischen dem Einschätzen eines Risikos von Peak-Oil und dem Einschätzen des Risikos der Landung Außerirdischer auf der Erde liegen noch ein paar andere Dinge, über die sich eine Regierung Gedanken machen soll. Ich denke nicht, dass auch nur irgendeine meiner Äußerungen Sie veranlasst zu glauben, ich würde das für sinnvoll halten, wenn die Regierung über die Landung Außerirdischer nachdenkt. Bleiben wir doch bitte im realistischen Rahmen. Der ist schon breit genug!

      Antworten »
  • avatar

    Gonzo

    28. August 2013 um 18:59

    Hmmm… Tolle Argumente von unserem Strahlemann Peter – vielleicht ist Atom doch nicht so schlecht…

    Es gibt auch noch andere für Atom. Seht hier! Angucken lohnt sich wirklich *doppelt breites grinsen auf Gonzos Gesicht*

    https://www.youtube.com/watch?v=I68mLuBXS4Q

    Antworten »
  • avatar

    J. Klein

    28. August 2013 um 15:54

    „Und verwechseln Sie nicht Meinungen und Ansichten einiger Leute mit der reinen Wahrheit.“
    Das ist eine ganz schwierige wenn nicht sogar gefährliche Aussage. Vielleicht sollten Sie sich mal ein bißchen mit Wissenschaftstheorie beschäftigen. Letztlich sind zunächst mal alle wissenschaftlichen Erkenntnisse nur Meinungen. Klassisch: Die Epizykel-Theorie über die Bewegung der Sonne und Planeten um die Erde war auch mal die „reine Wahrheit“ weil sie von der Mehrheit der Wissenschaftler als wahr angesehen wurde. Leider gibt es selbst in der Mathematik nicht die „reine Wahrheit“ (Auswahlaxiom, http://www.math.kth.se/~kurlberg/colloquium/2005/MartinLooef.pdf) obwohl man dort zumindest keine Probleme mit Messfehlern usw. hat.
    Wann genau Peak-Oil eintreten wird kann vermutlich niemand seriös beantworten. Wie bereits erwähnt, übersteigt aber bereits seit den 80ern der Verbrauch die Endeckung neuer Vorkommen. Das deutet meiner Meinung nach klar darauf hin, dass wir uns auf ein Problem zubewegen. Bezüglich der Prognose der IEA möchte ich Ihnen auch noch einen Link ans Herz legen:
    http://www.fr-online.de/energie/energy-watch-group-studie–endspiel-um-die-oel–und-gas-ressourcen-,1473634,22207818.html

    Antworten »
    • avatar

      Peter Jensen

      28. August 2013 um 20:32

      Herr Klein, wir sind uns ja einig, dass Öl und Gas sicher irgendwann mal alle sein wird. Es gibt zwar Theorien, dass Öl im Erdmantel auf abiotische Weise immer neu entsteht, womit sich einerseits das teilweise beobachtete Wiederauffüllen längst versiegter Ölquellen erklären lassen würde. Zum anderen würde es auch erklären, wieso Öl aus Tiefen gefördert wird, wo es eigentlich unter biotischen Umständen, also Umwandlung von Biomasse durch Druck und Temperatur in Öl, nicht entstanden sein kann. Aber egal, mit diesen Theorien habe ich mich noch nicht weiter befasst.
      Okay, irgendwann könnte Öl mal alle sein. Wann das ist, weiß kein Mensch. Auch den Ölpreis für die näcsten 50 Jahre kann kein Mensch vorhersagen, da der Ölpreis zu einem sehr großen Teil politisch „gemacht“ wird.
      Die Frage ist also: was danach? (Klimawandel lassen wir jetzt mal weg)
      Und da kommen die sog. EE ins Spiel. Und da sind wir uns dann nicht mehr einig. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass rein aus physikalischen Gründen und nach heutigem Technologiestand auch aus finanziellen Gründen die sog. EE nicht als stabile und preiswerte Energieform zur Verfügung stehen. Jedenfalls nicht für Deutschland. Für einen überschaubaren Zeitraum von 10 Jahren gibt es keine Tehnologie, die das Grundproblem von Wind- und Sonnenenergie, nämlich die Speicherung, in großem Maßstab lösen kann. Daher finde ich es unvrantwortlich, eine bestehende, funktionierende und preiswerte Infrastruktur mit einem zusätzlichen System zu belasten, dass auf Jahre hinaus nur durch doppelte Infrastruktur und durch politischen Zwand und finanziellen Anreiz am Funktionieren gehalten werden kann.
      Wenn es jemals so sein sollte, dass man diese Technologie im großen Maßstab stabil und bezahlbar bekommt, von mir aus. Aber dieser Zeitpunkt ist nicht heute und nicht in den nächsten zehn Jahren! Und deswegen hat diese zufällige Energie am öffentlichen Stromnetz noch nichts zu suchen. Forschen ja, aber einen Feldversuch auf Kosten aller nein!

      Antworten »
  • avatar

    J. Klein

    28. August 2013 um 15:40

    ”bei optimaler Entwicklung und Produktion der Vorräte unter den heutigen Rahmenbedingungen bis 2035 gesteigert werden“. Diese Aussage bedeutet nicht viel. Hätte die Regierung gesagt, dass sie die Bundeswehrstudie für ein realistischen Szenario gehalten hätte, so wäre das ungefähr so hilfreich gewesen, als würde man in einem vollen Stadion durchsagen: „Achtung, achtung, in fünf Minuten explodiert hier eine Bombe!“
    Dass die Regierungen von Deutschland und England solche Studien anfertigen lassen zeigt, dass Sie ein solchen Szenario für möglich halten. Sonst würden sie für so etwas kein Geld ausgeben.
    Und wenn ich ehrlich sein soll, würde ich mich nicht so gerne in ein Flugzeug setzen, wenn mir die Fluglinie vorher sagt:“Bei optimalem Verlauf des Flugs kommen sie lebend an dem Ziel an“
    Wie ist das bei Ihnen?
    Das Rohstoffpreise nicht nur durch Inflation steigen ist für mich leider kein Trost. Wenn die Kosten für Öl so viel deutlicher steigen, als die Verbraucherpreise, so bedeutet das für mich, dass ich immer mehr Geld von meinem Einkommen indirekt für Öl ausgeben muss. Darüber hinaus war das Wirschaftswachtum in Deutschland leider in dem genannten Zeitraum nicht so viel größer als die Inflation, als dass das den Anstieg erklären könnte. Das globale Wirtschaftswachstum war vermutlich gröper als das deutsche. Wenn dadurch die Preise steigen, so ist das allerdings eher ein Zeichen einer Verknappung. Höhere Nachrage bei beschränkem Angebot führt zu steigenden Preisen. Das ist für mich allerdings auch wieder nicht tröstlich. Ich lebe in Deutschland und bin daher darauf angewiesen, dass die Menschen und die Wirtschaft in Deutschland sich das ímporierte Öl leisten können. Wenn durch das globale Wachstum die Preise stärker steigen als die Inflation oder das Wirtschaftswaschtum in Deutschland, so bedeutet das für mich trotzdem ein Problem.

    Antworten »
    • avatar

      Peter Jensen

      28. August 2013 um 16:27

      Herr Klein, dass sich eine Regierung mit dem Thema Ressourcen befasst, ist für mich eine selbstverständliche Angelegenheit. Meinungen zu diesem Thema gibt es aber viele. Sie haben sich nun eine rausgepickt, die ein Katastrophenszenario heraufbeschwört. Von mir aus.

      Ihr Flugzeugbeispiel hinkt etwas: jedes mal, wenn Sie in ein Flugzeug steigen, gilt: bei optimalem Flugverlauf kommen Sie lebend an’s Ziel. Wie sollte es auch anders sein?
      Übrigens, wieso setzen Sie sich nicht für ein Verbot von Flugzeugen ein. Da sterben jedes Jahr Hunderte Menschen.

      Wenn für Sie der Ölpreis ein Problem sein soll, nun gut. Die Wirtschaft in Deutschland ist jedenfalls wegen hoher Ölpreise noch nicht abgewandert. Und Autos fahren auch nicht weniger durch’s Land.
      Für Hunderttausende Menschen und Unternehmen in Deutschland sind steigende Strompreise aber ein Problem. Nächstes Jahr steigt die EEG-Umlage wahrscheinlich auf mehr als 7 ct. Ohne Umsatzsteuer. Dazu kommen dann noch höhere Kosten für den normalen Strompreis, weil die Kraftwerke nicht mehr rentabel betrieben werden können und höhere Netzgebühren wegen der Investitionen in neue Leitungen von den offshore-Windparks in den Süden und und und. Da landen wir dann bei über 30ct/kWh. Da tröstet es mich auch nicht, dass es in 10 oder 20 Jahren vielleicht etwas billiger werden soll. Wie das billiger werden soll, obwohl nach einem von Herrn Höhle verlinkten Bericht jedes Jahr Kosten iHv 120 Mrd. Euro anfallen werden bis zum Erreichen des 100%-Volkswirtschaftsplans… pardon, 100%-Ziels, kann mir nicht mal Herr Höhle selbst vorrechnen, denke ich.
      Mir persönlich werden die finanziellen Belastungen nicht so weh tun. Ich kann es verschmerzen. Mich stört aber das ideologische System dahinter. Die ganze Bevölkerung wird in Geiselhaft genommen und bezahlt einigen wenigen ihren grünen Traum. Und dieser Traum basiert auf unbewiesenen Horrorszenarien wie Klimawandel und baldige Ressourcenknappheit.

      Antworten »
  • avatar

    Gonzo

    27. August 2013 um 17:49

    • avatar

      marty

      27. August 2013 um 22:32

      Na wenn das keine Argumente sind… wie arm.

      Antworten »
      • avatar

        Gonzo

        27. August 2013 um 23:18

        Mach dich locker, marty!
        Eigene Energie macht frei (und macht das lustige Typen lustige Dinge tun) *grins*

        Antworten »
  • avatar

    Christian Höhle

    27. August 2013 um 09:46

    Hallo Susanne,

    ein sehr schöner Beitrag!

    Ich bin überzeugt, PV, Wind und EE-Gas werden langfristig die Übergangstechnologie atomarer und fossiler Stromerzeugung ablösen – in Schwellenländern genau so wie in Industrieländern wie Deutschland. Schließlich wollen wir ja auf eine saubere und langfristig günstige Stromversorgung hinarbeiten.

    Mit dem Ziel von 80% erneuerbaren in 2050 hat die Bundesregierung diesen Kurs bereits bestätigt. Jetzt müssen wir nur noch an der Umsetzung arbeiten 🙂

    Sonnige Grüße,
    Christian

    Antworten »
    • avatar

      Peter Jensen

      27. August 2013 um 10:44

      Herr Höhle, Ihr letzter Satz liest sich wie ein Parteitagsbeschluss der SED aus den 80ern.
      Es lebe der 50-Jahresplan der Regierung! Die Partei, die Partei, hat immer Recht!

      2050.. das sind ja noch mehr als 34 Jahre. Wahnsinn, wie weit Sie in die Zukunft voraussschauen können.

      Antworten »
      • avatar

        Peter Jensen

        27. August 2013 um 10:45

        Tippfehler: mehr als 36 Jahre

        Antworten »
        • avatar

          Christian Höhle

          27. August 2013 um 10:49

          Es ist ein Ziel, auf das Deutschland hin arbeitet – das hat mit „in die Zukunft schauen“ nichts zu tun 😉

          Sonnige Grüße,
          Christian Höhle

          Antworten »
  • avatar

    Peter Jensen

    27. August 2013 um 08:47

    So sieht’s aus. Die Fakten in Deutschland sprechen eine andere Sprache. Die großen Solarkonzerne sind pleite, die Energieversorger bauen massiv Stellen ab. Damit fallen auch weitere potentielle Käufer von Solaranlagen aus.
    Solarzellen sind eine perfekte Übergangstechnologie für Entwicklungsländer ohne flächendeckende Stromversorgung. Also nichts für Deutschland!

    Antworten »
    • avatar

      J. Klein

      27. August 2013 um 16:32

      Sehr geehrter Herr Jensen,
      vermutlich müssen die Energieversorger Stellen abbauen, da sie noch die „Übergangstechnologie“ Kernkraft einsetzen. Bei den erneuerbaren Energien ist inzwischen auch die vermeintlich so teure Energiequelle PV billiger als die Kernkraft:
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/preisverfall-bei-solarstrom-bringt-energiekonzerne-in-bedraengnis-a-915742.html

      Antworten »
      • avatar

        Peter Jensen

        27. August 2013 um 19:44

        Tja, Herr Klein, blöd nur, dass die Hersteller der Brückentechnologien Solar- und Windenergie auch Stellen abbauen, nicht wahr? Energiewende wirkt.

        Antworten »
      • avatar

        Gonzo

        27. August 2013 um 21:56

        hey Peter,

        Kernkraft ist sooooo lahm!!

        Sieh mal:
        https://www.youtube.com/watch?v=GA2d9qlgtp8

        LOL

        Antworten »
      • avatar

        J. Klein

        28. August 2013 um 10:26

        Tja, Herr Jensen. Es gibt allerdings entscheidende Unterschiede zwischen der konventionellen Energieerzeugung und den Erneuerbaren Energien:
        Konventionelle Energieerzeugung (fossil/atomar) wird immer teurer und diese Tendenz wird sich auch kaum mehr umkehren lassen (siehe z. B. hier: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/rohstoffknappheit-bundeswehr-studie-warnt-vor-dramatischer-oelkrise-a-714878.html).
        Die Erzeugung von Erneuerbaren Energien wird hingegen seit Jahren billiger. Dass sich diese Tendenz fortsetzen wird hängt auch genau damit zusammen, dass auch in diesem Bereich zur Zeit Arbeitsplätze abgebaut werden.
        Wenn Sie sich mal damit beschäftigen, wie sich neue Technologien häufig entwickeln, so werden sie zwangsläufig auf ein Modell von Gartner stoßen (http://en.wikipedia.org/wiki/Hype_cycle). Dieses Modell ist natürlich kein Naturgesetz, hat sich allerdings schon häufig als gute Näherung gezeigt. Im Fall der Erneuerbaren Energien hat es natürlich Verzerrungen durch Subventionen gegeben (genauso gab und gibt es natürlich Subventionen bei der konventionellen Energieerzeugung). Wenn man sich also dieses Modell ansieht, dann entdeckt man, dass es ganz normal ist, dass es nach einem ersten Erfolg (in dem es auch in einer Art Goldgräberstimmung häufig sehr viele Firmengründungen gibt) eine Phase der Ernüchterung gibt, in der die Industrie konsolidiert und daher auch wieder Firmen geschlossen werden.
        Wenn man sich aber mal ein anderes Modell vor Augen hält (http://en.wikipedia.org/wiki/Technology_life_cycle), den Technology Life Cycle, so entdeckt man, dass die konventionelle Energieerzeugung, die schon lange gut Erforscht ist, sich am Ende ihres Lebenszyklus befindet. Die Erneuerbaren Energien sind eine sehr junge Technologie, in der es noch viele Fortschritte gibt. Nur durch Subventionen konnte man die anfängliche Forschungsphase überstehen und steht unmittelbar bevor, in die Aufstiegsphase überzugehen, so dass man die Ernte der Förderung einfahren kann.

        Antworten »
      • avatar

        Peter Jensen

        28. August 2013 um 12:37

        Hallo Herr Klein,

        die Studie der Bundeswehr ist aus 2010 und sie beschreibt Auswirkungen einer angenommenen Rohstoffknappheit.
        Zunächst war schon damals die Bundeswehr nicht mehr auf der Höhe der Zeit und nun hat sich die Welt inzwischen auch noch weiter gedreht.
        Peak-Oil ist eine Theorie, die auf einem Status Quo (Kenntnis der heute vorhandenen Ressourcen und Technologien) beruht und diesen Status Quo einfach in die Zukunft projiziert.
        Diese Peak-Oil-Warnungen lassen sich zurückverfolgen bis an den Anfang des letzten Jahrhunderts. Populärstes Beispiel ist der Club of Rome (habe ich hier irgendwo auf diesem Blog alles schon einmal erläutert). Da gab es ein Buch des CoR in den 70ern. „Die Grenzen des Wachstums“. Nach diesem Buch hätten zur Jahrtausendwende alle Öl- und Gasvorkommen verbraucht sein müssen, bei den damaligen Wachstumsraten. Nun haben wir 2013. Das weltweite Wirtschaftswachstum war höher als damals angenommen, wir haben mehr Öl und Gas verbraucht als damals bekannt war und haben heute noch Reserven, die größer sind als die Menge, die wir seit damals verbraucht haben. Und was macht der CoR. Bringt in 2013 ein update seines Buches aus den 70ern und verlagert seine Peak-Oil-Prognosen einfach wieder um 30 Jahre in die Zukunft.
        Sie können das gern einfach alles glauben. Ich jedenfalls hinterfrage Prognosen und Theorien, die an der Realität scheitern.
        Und was die Preise angeht: sind Ihnen die Gaspreise in den USA entgangen. Die betragen dort ein Drittel unserer Preise. Auch Öl wird auf unkonventionelle Weise gefördert und es könnte passieren, dass die USA im Jahre 2020 Selbstversorger und Nettoexporteur von Öl und Gas sind. Welche Auswirkungen das auf den Preis haben wird, weiß ich nicht. Teurer wird es sicher, schließlich wird alles in 20 Jahren teurer sein, auch die Rohstoffe für sog. EE-Anlagen. Aber nicht wegen Knappheit bei Öl und Gas. Und bei Uran erst recht nicht!

        Antworten »
      • avatar

        Peter Jensen

        28. August 2013 um 12:49

        Und Herr Klein, Sie können den Wirkungsgrad von Solarzellen und Windmühlen so viel steigern, wie Sie wollen, Sie werden den natürlichen Fakt nicht ändern, dass die Sonne in Deutschland im Schnitt nur 3-4 h am Tag scheint und auch der Wind nur solange weht. Im Sommer mehr, im Winter manchmal gar nicht, also in Bezug auf die Sonne.
        Das heißt, Sie benötigen absurd große Mengen an Speicherkapazität, um ein paar trübe windstille Tage auszugleichen, wenn Sie auch konventionelle Kraftwerke verzichten wollen.
        Ich habe die Dimensionen hier im Blog auch schon mal verdeutlicht. Unsere heutigen PSKW haben eine Kapazität von 7.000 MW. Insgesamt können Sie über 6-7 Stunden etwa 45.000 MWh Energie produzieren. Wir brauchen aber in einer einzigen Stunde in Deutschland im Minimum 40.000 MWh, im maximum 80.000 MWh. Die PSKW können 7.000 MWh. Das heißt, Sie müssen die heutige Kapazität mehr als verzehnfachen (!!!), um nur eine Stunde (!!!) Maximalverbrauch in Deutschland abzupuffern. Wie gesagt, wir sind dann erst bei einer (!!!) Stunde!
        Und wenn dann Wind und Sonne wieder „Dienst tun“, dann benötigen wir diese Energie nicht nur für den laufenden Betrieb, nein, wir müssen auch die Speicher wieder auffüllen. Das heißt, wir brauchen theoretisch doppelte Erzeugungskapazität. Tatsächlich brauchen wir 5 bis 6fache Erzeugungskapazität wegen dr Umwandlungsverluste beim Speichern von Strom.
        Wie wollen Sie das bei 3-4 Sonnen- und Windstunden am Tag schaffen? Wer soll das bezahlen?

        Wenn eines Tages ein Forscher diese Probleme löst, dann kann man auch mi Solar- und Windanlagen ein Industrieland mit Strom versorgen. Vorher machen diese sog. EE den Strom nur teurer!

        Und noch ein Wort zu den künftigen Preisen. Seit mehr als 40 Jahren wird vor Knappheit an fossilen Rohstoffen gewarnt. Und genauso lange vor Preisen, die keiner mehr bezahlen kann. Wir hätten also diese Entwicklung schon erleben müssen. Wir können aber Energie noch immer bezahlen. Die Realität sieht eben anders aus, als die Theorie.

        Antworten »
      • avatar

        J. Klein

        28. August 2013 um 13:43

        Hallo Herr Jensen,
        wenn Sie den verlinkten Artikel gelesen hätten, so hätten Sie festgestellt, dass sich mit dem Thema Peak-Oil nicht nur die „rückständige“ Bundeswehr, sondern auch die Regierungen von Deutschland („Es handle sich um einen Entwurf, heißt es. Um ein rein wissenschaftliches Gutachten, das noch nicht vom Verteidigungsministerium und von anderen Gremien der Regierung redigiert worden sei.“) und Großbritanniern („Erst in der vergangenen Woche hatte der „Guardian“ darüber berichtet, dass das britische Department of Energy and Climate Change (DECC) Dokumente unter Verschluss halte, wonach sich Großbritanniens Regierung weit größere Sorgen über eine künftige Versorgungskrise macht, als sie zugeben will.
        Demnach arbeiten das DECC, die Bank of England, das britische Verteidigungsministerium und Vertreter der Industrie an einem Krisenplan, der sich mit den Folgen möglicher Versorgungsengpässe beschäftigt.“)
        Aber vermutlich sind diese ganzen Menschen Ihrer Meinung nach auch einfach nicht „auf der Höhe der Zeit“.
        Genauso hätten Sie dem Link entnehmen können, dass Peak-Oil nur bedingt etwas mit der Menge der Reserven zu tun hat. Der Zeitpunkt des Peak-Oil ist der Moment, an dem die Ölförderung ihren Höhepunkt überschritten hat. Es sind dann zwar noch Reserven vorhanden, allerdings geht die Fördermenge zurück und verursacht eine Preisexplosion.
        Wenn Sie wirklich Prognosen und Theorien hinterfragen wollen, so sollten Sie mal hier nachlesen: http://en.wikipedia.org/wiki/Colin_Campbell_(geologist)#Current_debate
        Der Peak der Entdeckung neuer Ölvorkommen war 1964. Seit 1980 übersteigt die Fördermenge die Entdeckung neuer Vorkommen. Hinzu kommt, dass vermutet wird, dass die berichteten Reserven zu hoch angegeben werden. Dies wird auch von einem Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt: http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52764/erdoel-reserven

        Antworten »
      • avatar

        J. Klein

        28. August 2013 um 14:09

        Herr Jensen,
        vermutlich werden Sie auch das eben geschriebene nicht wahr haben wollen.
        Vielleicht können wir uns aber wenigstens darauf einigen, dass die Masse der Erde endlich ist und somit auch die Reserven an fossilen und nuklearen Brennstoffen…
        Wenn ich mir die Preise ansehe, so kann man schon sagen, dass es eine deutlich Preissteigerung gegeben hat.
        Der Preis pro Barell Öl hat sich seit 1998 von 20 US$ auf über 100 US$ mehr als verfünffacht. Laut BDEW hat sich der Preis von Importrohöl von seit 1995 von 65 Euro/tSKE (SKE=Steinkohleeinheit) auf 441 Euro/tSKE in 2012 fast versiebenfacht.
        Wenn ich Ihrer Argumentation folge, dass in 20 Jahren alles teurer wird, so beziehen Sie sich damit auf einen Effekt, den man Inflation nennt. Die Inflation im Zeitraum von 1995 bis 2012 in Deutschland können Sie z. B. hier nachschlagen: http://de.inflation.eu/inflationsraten/deutschland/historische-inflation/vpi-inflation-deutschland.aspx
        Wenn ich diese Inflationsraten ansetze, so hätte der Preis des Importrohöls von 65 Euro/tSKE auf ca. 84 Euro/tSKE ansteigen sollen.
        Ich vermute die Differenz zwischen 84 Euro/tSKE und 441 Euro/tSKE ist Ihrer Meinung nach nicht so groß, dass Sie Ihre Theorie hinterfragen sollten.
        Die Gaspreise in den USA sind mir im Übrigen nicht entgangen. Allerdings sollten Sie dazu berücksichtigen, dass der Marktpreis für Gas in den USA zur Zeit unter den Förderkosten liegt. Das wird vermutlich auf Dauer nicht so bleiben. Der Grund für den niedrigen Preis ist ein Überangebot an Gas. Dieses Überangebot hängt nur leider nicht damit zusammen, dass in den USA das Gas überall aus dem Boden schießt, sondern dass sich etliche Firmen Förderrechte für Fracking Gas gesichert haben und diese Rechte erlöschen, wenn nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums auch gefördert wird. Die derzeitigen Preise sind also keine realistischen Marktpreise sondern politische Preise, durch die vermutlich auch etliche Unternehmen in die Insolvenz getrieben werden.

        Antworten »
      • avatar

        Peter Jensen

        28. August 2013 um 14:42

        Was die Bundesregierung auf die Frage nach Peak Oil antwortet:
        Förderung von Erdöl kann noch bis zum Jahr 2035 gesteigert werden
        Wirtschaft und Technologie/Antwort – 24.01.2011
        Berlin: (hib/HLE/STO) Die Bundesregierung erwartet kurz- und mittelfristig keine Verknappung von Erdöl. Unter Berufung auf eine Projektion der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) heißt es in der Antwort der Bundesregierung (17/4007) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/3765), die Förderung von Erdöl könne ”bei optimaler Entwicklung und Produktion der Vorräte unter den heutigen Rahmenbedingungen bis 2035 gesteigert werden“.
        Damit widerspricht die Bundesregierung der in einer Studie der Bundeswehr aufgestellten Behauptung, der Zeitpunkt für das Maximum der globalen Ölförderung (”Peak-Oil“) sei mit gewisser Wahrscheinlichkeit um das Jahr 2010 zu verorten. Die Arbeit an dieser Studie sei noch nicht abgeschlossen, teilt die Bundes-regierung weiter mit.
        Eigene Prognosen zur Entwicklung des Erdölpreises will die Bundesregierung nicht erstellen. Sie verweist auf Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA). Die IEA erwarte, dass der Ölpreis bei Fortschreibung aktueller Trends bis zum Jahr 2035 auf 135 US-Dollar je Barrel steige. Werde es durch ”eine ambitionierte Klimapolitik“ zu einer international geringeren Ölnachfrage kommen, gehe die IEA für das Jahr 2035 von realen Ölpreisen von 90 bis 113 US-Dollar je Barrel aus. Außerdem verweist die Bundesregierung darauf, dass sich die Weltmarkt-preise für Energieträger teilweise gegenläufig entwickelt hätten. Dies liege zum Beispiel an der Förderung von ”unkonventio-nellem Erdgas“ in den USA. Monopolpreise beim Erdöl erwartet die Bundesregierung auch nicht, ”da eine Vielzahl von Anbietern am globalen Ölmarkt aktiv ist“.

        Achso, Herr Klein, Preise für Rohstoffe werden nicht nur durch Inflation steigen, sondern einfach durch weltweites Wirtschaftswachstum. Deswegen können wir auch höhere Preise zahlen.

        Antworten »
      • avatar

        Peter Jensen

        28. August 2013 um 14:57

        Herr Klein, es gab schon immer Katastrophenwarnungen in allen Bereichen des Lebens und es wird sie immer geben. Wenn Sie nach der zehnten Fehlprognose auch noch der elften glauben, können Sie das gern ntun. Ich beginne spätestens nach der zweiten oder dritten mit dem Hinterfragen. Und verwechseln Sie nicht Meinungen und Ansichten einiger Leute mit der reinen Wahrheit. Diese Studie wimmelt nur so von Hätte, könnte und würde. Das ist eine Meinung, Herr Klein. Mehr nicht! Und es gibt eben auch andere Meinungen. Und solange getan wird, als ob die Meinungen der Katastrophenwarner die absolute Wahrheit wären, erlaube ich mir, auf andere Meinungen hinweisen.

        Im Jahr 1975 hat MK Hubbert, ein Geowissenschaftler in Diensten von Shell, der korrekt den Rückgang der Ölproduktion in den USA vorhergesagt hat, angenommen, dass die globale Versorgung im Jahr 1995 den Höhepunkt erreichen könnte. Im Jahr 1997 schätzte der Ölgeologe Colin Campbell, dass dies vor dem Jahr 2010 der Fall ist. Im Jahr 2003 sagte der Geophysiker Kenneth Deffeyes, er sei „zu 99% sicher“, dass Peak Oil im Jahr 2004 erreicht werden würde. Im Jahr 2004 machte der texanische Tycoon T Bones Pickens die Vorhersage, dass „wir niemals wieder mehr als 82 Millionen Barrel pro Tag“ flüssiger Treibstoffe fördern würden. Die mittlere tägliche Fördermenge betrug im Mai 2012 91 Millionen.
        Im Jahr 2005 behauptete der Investmentbankier Matthew Simmons, dass „Saudi-Arabien … seine Ölproduktion nicht noch weiter hochfahren kann“. http://www.nytimes.com/2005/08/21/magazine/21OIL.html?pagewanted=all
        Seitdem ist die Fördermenge dort von 9 auf 10 Millionen Barrel pro Tag gestiegen, und es gibt 1,5 Millionen an weiterer Kapazität.

        Antworten »
      • avatar

        J. Klein

        28. August 2013 um 15:12

        Herr Jensen,
        bezüglich der absurd großen Mengen an Speicherkapazität möchte ich auf zwei Untersuchungen verweisen, die alle Energiequellen berücksichtigen und nicht einfach davon ausgehen, dass über Pumpspeicherkraftwerke der gesamte Strombedarf gedeckt werden muss. Das wäre ungefähr so, als würde man sagen, die Kohlekraftwerke sind ein Risiko für die Versorgungssicherheit, denn wenn ich mal davon ausgehe, dass die anderen Kraftwerke (Wasser, Biomasse, Kernkraft, usw.) keinen Strom mehr liefern, dann würden die Pumpspeicherkraftwerke nicht ausreichen. Bei den Erneuerbaren Energien liefern aber Biomasse und Wasser auch bei Windflaute noch Strom.
        Schauen Sie sich doch mal diese Untersuchung an:
        http://www.kombikraftwerk.de/fileadmin/downloads/2008_03_31_Ma__KombiKW_Abschlussbericht.pdf
        Dort kommt man zu dem Ergebnis, dass man – möchte man keinen nennenswerten Stromaustausch mit dem Ausland haben – die Einspeiseleistung der Speicherkraftwerke verdreifachen und die Speicherkapazität verdoppeln müsste. Das klingt doch schon gar nicht mehr so schlimm. Wenn man bedenkt, dass international derzeit sehr viel in Speichertechnologien geforscht wird, so erscheint das nicht unrealistisch.
        Eine Prognose bis 2050 finden Sie hier:
        http://www.fvee.de/fileadmin/politik/10.06.vision_fuer_nachhaltiges_energiekonzept.pdf
        Dort werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie eine Versorgung von Europa mit 100% Erneuerbaren Energien möglich ist. Dort finden Sie auch, dass der Wirkungsgrad der Speicherung in Gas (also als Langzeitspeicher) bei 45% liegt. Kurzzeitspeicher haben natürlich einen höheren Wirkungsgrad.

        Antworten »
      • avatar

        J. Klein

        28. August 2013 um 15:20

        Wie Sie dem ersten Link entnehmen können müssten ca. 10% des benötigten Stroms aus Speichern entnommen werden. D. h., für diese 10% müsste ca. das doppelte erzeugt werden. Der optimale Mix für Europa liegt laut des zweiten Links bei ca. 50% PV und 50% Wind. Entsprechend der aktuellen Einspeisevergütung in Deutschland ergiben sich somit Gestehungskosten von ca. 0,1 Euro. Wenn ich jetzt noch annehme, dass ca. 10% das doppelte Kosten wegen der Verluste, so komme ich auf Gestehungskosten von ca. 0,11 Euro. Dabei sind die Kosten für die Speicherung noch nicht berücksichtigt, sondern nur Kosten durch die Speicherverluste. Damit ist man also immer noch billiger als neu gebaute Kernkraftwerke. Diese stellen die vermeintlich billigste Form konventioneller Energieerzeugung dar und bei Ihnen ist ja laut Ihren Angaben auch genug Brennstoff vorhanden (auch wenn ich schon Studien gelesen habe, die das bezweifeln – ich habe allerdings keine Lust danach zu suchen). Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Kernkraftwerke aber nicht gut regelbar sind, so kann man sich fragen, ob auch für eine Versorgung mit Kernkraftwerke nicht viel Speicherkapazität benötigt würde, so dass es vielleicht gerechtfertigt ist, in beiden Fällen die Kosten für den Bau und Betrieb der Speicherkapazität zu vernachlässigen (insbesondere, da ich bei den Kernkraftwerken keine Speicherverluste angesetzt habe.

        Antworten »
      • avatar

        Peter Jensen

        28. August 2013 um 18:08

        Hallo Herr Klein,
        jetzt habe ich mich mal durch Ihre erste verlinkte Studie durchgearbeitet.

        Auf Seite 13 stehen ein paar Annahmen zu 100% Versorgung aus sog. EE. Zunächst mal ist der Gesamtstromverbrauch mit 411 TWh viel zu niedrig. 2012 hatten wir einen Stromverbrauch von etwa 600TWh.
        Für Wind onshore wird ausgegangen von etwa 10.000 Anlagen á 6 MW, also 60 GW installierter Leistung. Diese sollen dann 168 TWh Energie erzeugen. Diese Annahme stammte aus 2007.
        Zum Vergleich: In 2012 waren etwa 23.000 Anlagen mit 31 GW Windleistung installiert. Also etwa die Hälfte der Annahme der Studie. Produziert haben diese Anlagen 46 TWh, das sind 27% der Annahme in der Studie. Wo soll der Zuwachs herkommen? Oder wo ist mein Denkfehler? 2.800 Vollaststunden sind in der Annahme viel zu hoch.
        Offshore sollen 30GW installierte Leistung 120TWh liefern. 4.000 Betriebsstunden sind nach bisherigen Erfahrungen auch zu hoch. Und der tatsächliche Ausbau liegt derzeit bei etwa 300MW installierter Leistung.
        Bei Solarenergie passt es etwa.
        Biogas soll etwa 100TWh beisteuern. 2012 waren es 40,9 TWh. Dafür werden heute etwa 6% der landwirtschaftlichen Nutzfläche benötigt, in der Studie sollen es dann 17% sein. Die Relationen passen auch in etwa. Allerdings halte ich es für bedenklich, landwirtschaftliche Nutzfläche zu opfern, um aus Pflanzen Energie zu gewinnen. Die Preise für Lebensmittel würden dadurch wohl steigen. Schon in 2012 hat Deutschland erstmals seit vielen Jahren wieder Getreide importieren müssen. Ob das richtig oder falsch ist, will ich nicht beurteilen. Von den bekannten ökologischen Problemen ganz zu schweigen.
        Den Rest verstehe ich auf die Schnelle so nicht. Muss ich mir mal in Ruhe ansehen.
        Ihren zweiten link schaue ich erst gar nicht an. Prognosen bis ins Jahr 2050 sind nicht das Papier wert, auf dem sie stehen. Sorry! Das ist dieselbe Pseudowissenschaft wie beim Klima!

        Antworten »
  • avatar

    marty

    26. August 2013 um 20:10

    Also ich habe da ganz andere Zahlen und Prognosen. Desweiteren dürfte die Qualität der Arbeitsplätze sein: Sind es fast ausschließlich reine Handwerker/Solateure (meist selbstständig oder schlecht bezahlt im Angestelltenverhältnis) oder “richtige“ Angestellte? Bei den Solateuren dürfte dieses und nächstes Jahr ebenso ein starker Knick nach unten kommen.

    Antworten »

Schreibe einen Kommentar.

 Zeichen vorhanden