Klimaschutz: Schafft die Ampel den 1,5 Grad-Pfad?

Klimaschutz: Schafft die Ampel den 1,5 Grad-Pfad?

SPD, Grüne und FDP haben am Mittwoch ihren mit Spannung erwarteten Koalitionsvertrag präsentiert. Klimaschutz und das Bekenntnis, Deutschland auf den 1,5 Grad-Pfad bringen zu wollen, spielen darin eine zentrale Rolle. Für die erneuerbaren Energien stehen die Zeichen eindeutig auf Wachstum – auch wenn es einen kleinen Wermutstropfen gibt.

COP26: Erneut kein großer Wurf

COP26: Erneut kein großer Wurf

Auch nach dem Ende des Weltklimagipfels befinden wir uns noch nicht auf dem 1,5 Grad-Pfad, der dringend nötig wäre, um die verheerendsten Auswirkungen der globalen Klimakrise zu vermeiden. Selbst wenn alle in Glasgow gemachten Zusagen tatsächlich eingehalten werden, was keineswegs sicher ist, wird die Erde sich nach Berechnungen der IEA immer noch um mindestens 1,8 Grad Celsius erhitzen. Das ist deutlich zu viel. Doch auch wenn die Ergebnisse der COP26 insgesamt ernüchternd sind, gab es in einigen Bereichen auch Fortschritte.

COP26 – die letzte Chance

COP26 – die letzte Chance

Sechs Jahre ist es her, dass sich die Staaten der Welt im bahnbrechenden Vertrag von Paris darauf geeinigt haben, die menschengemachte Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen. Seitdem gab es viele Ankündigungen und Versprechungen. Konkrete Schritte und wirksame Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakrise lassen aber weiter auf sich warten. COP26, die UN-Klimakonferenz in der kommenden Woche in Glasgow, muss nun endlich den Durchbruch bringen. Bevor es zu spät ist.

Nach der Bundestagswahl: Klimaschutz vorantreiben, Industrie stärken

Deutschland hat gewählt. Die Sondierungsgespräche zur Bildung einer neuen Bundesregierung laufen bereits an. Dass dabei die Klimapolitik an zentraler Stelle stehen muss, haben die Demonstrationen der Fridays for Future-Bewegung an 470 Orten mit über 600.000 Teilnehmer:innen am vergangenen Freitag noch einmal eindrücklich verdeutlicht. Für einen wirksamen Kampf gegen die Klimakrise darf es mit der neuen Bundesregierung kein „weiter so“ geben. Wir brauchen einen schnelleren und deutlich stärkeren Zubau erneuerbarer Energiequellen.

Grüner Neustart – wann, wenn nicht jetzt?

Grüner Neustart – wann, wenn nicht jetzt?

Nach einer langen Pause werden morgen in vielen Ländern der Welt wieder Menschen bei Fridays for Future Protesten für mehr Klimaschutz auf die Straßen gehen. Das ist gut und richtig so. Denn die Klimakrise darf angesichts der Corona-Pandemie nicht aus dem Fokus von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft rücken. Im Gegenteil: Die Coronakrise hat gezeigt, was möglich ist, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen. Dieses Momentum müssen wir jetzt nutzen, um den Klimawandel zu stoppen.