Warmwasser mit Solarstrom: Noch mehr Solarenergie im eigenen Haushalt nutzen

Von am 19. April 2017 in der Kategorie Energiemanagement mit 23 Kommentare
solarheating

Je mehr selbst erzeugte Solarenergie ihr im eigenen Haushalt verbraucht, desto effizienter ist eure Solaranlage. Eigenverbrauch hoch, Netzeinspeisung runter lautet also die Devise. Wer einen Batteriespeicher mit elektrischem Heizstab kombiniert, nutzt die größtmögliche Menge an Solarstrom selbst. Unser Kollege Manuel März bekommt dank der elektrischen Warmwasserbereitung warmes Wasser zum „Nulltarif“ und gönnt seiner Wärmepumpe in den Sommermonaten nun sogar eine Auszeit.

 

Eine Solaranlage mit Speichersystem war für Manuel März im Frühjahr 2014 der erste Schritt in die Unabhängigkeit von steigenden Stromkosten und vom Energieversorger. Er ist ein Experte in Sachen Solarenergie und seit zehn Jahren bei SMA unter anderem zuständig für die netzferne Stromversorgung. Dazu gehören energieautarke Alpenhütten ebenso wie die Stromversorgung für abgelegene Inseln. Es geht immer darum, die Energie dort zu erzeugen, wo sie gebraucht wird.

Das setzt er auch privat konsequent um: Seit Frühjahr 2015 hat er sich gemeinsam mit seiner Frau Rebecca seinen persönlichen Traum von einer vollständigen Nutzung der Solarenergie verwirklicht. Neben der Solaranlage mit Wärmepumpe ist die Energieversorgung nun zusätzlich mit zwei elektrischen Heizstäben AC ELWA-E der Firma my-PV ausgestattet. Sie helfen, die Strombezugskosten zu reduzieren und auch die Rechnung für Heizungs- und Warmwasser zu minimieren. Wie ein Tauchsieder wandeln die Heizstäbe im Warmwasser- und Heizungsspeicher überschüssigen Solarstrom effizient in Wärme um – stufenlos und netzkonform.

242,05KWh + 12,18KWh wurden nicht in das Netz eingespeist, sondern konnten selbst genutzt werden.

242,05KWh + 12,18KWh wurden nicht in das Netz eingespeist, sondern konnten selbst genutzt werden.

 

Warmes Wasser elektrisch erzeugen und Kosten sparen

Die thermischen Verbraucher Heizung und Warmwasserbereitung benötigen bis zu 75 Prozent des Energiebedarfs im Haushalt. Der durchschnittliche Verbrauch an Trinkwasser liegt in Deutschland bei rund 120 Litern täglich. Davon wird rund ein Drittel erwärmt, gemeinhin als Warmwasser oder Brauchwasser bezeichnet. Ein typischer Haushalt in Deutschland verbraucht durchschnittlich 22 Kubikmeter Warmwasser pro Jahr und muss dafür rund 300 € aufwenden. Die Kosten für die Warmwasserbereitung variieren je Kubikmeter und eingesetztem Brennstoff erheblich. Heizt man hingegen sein Wasser mit selbst erzeugtem Solarstrom, sind die Kosten gleich Null.

 

Die Eigenverbrauchsquote liegt bei 99%. Die Energie der AC-ELWA-E 006/008 wären ohne diese für 0,13€/KWh in das öffentliche Netz gegangen.

Die Eigenverbrauchsquote liegt bei 99%. Die Energie der AC-ELWA-E 006/008 wären ohne diese für 0,13€/KWh in das öffentliche Netz gegangen.

 

Familie März hat sich für eine Ost-West-Ausrichtung der Solaranlage entschieden – sie ermöglicht die solare Nutzung von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Diese Art der Ausrichtung liegt im Trend: Nicht mehr die reine Südausrichtung und die höchste Einspeisevergütung zählen, sondern der höchste Eigenverbrauch. Und genau das ermöglicht ein Heizstab, der überschüssige Solarenergie aus der PV-Anlage für die Warmwasserbereitung nutzt. Seit 2016 heizt das Ehepaar das Wasser zusätzlich über die AC ELWA-E im eigens sanierten Altbau mit Solarstrom aus der 10-Kilowatt-peak-Anlage. Anfängliche Bedenken, dass das Wasser nicht schnell genug oder nicht ausreichend zur Verfügung stünde haben sich nicht bewahrheitet. Die Steuerung der Stäbe übernimmt der Sunny Home Manager, der den Haushalt intelligent steuert und die Heizstäbe automatisch immer dann mit der entsprechenden Leistung aktiviert, wenn überschüssiger Solarstrom zur Verfügung steht. Nach dieser Reihenfolge wird der Eigenverbrauch an jedem einzelnen Tag über das gesamte Jahr optimiert:

 

1.  Haushaltsgeräte versorgen: Große Haushaltsverbraucher wie Waschmaschine und Geschirrspüler können so programmiert werden, dass sie mit Solarstrom laufen.

2.  Batterie laden: Die Batterie stellt Solarenergie für die Abend- und Nachtstunden zur Verfügung. Regelmäßige Lade- und Entladezyklen erhöhen die Lebensdauer der Batterie.

3.  my-PV Heizstab ELWA_006 (Sommer) aktivieren und Warmwasser erzeugen: Die AC ELWA-E wird bei Überschussenergie aktiviert und erhitzt das Wasser zum Kochen, duschen, Hände waschen.

4.  my-PV Heizstab ELWA_008 (nur im Winter) aktivieren und Heizungswasser erzeugen: Die AC ELWA-E wird über Solarenergie versorgt und erhitzt das Wasser zum Heizen des Hauses.

 

Durch das intelligente Energiemanagement konnten 96% der erzeugten Energie selbst genutzt werden. Der Netzbezug konnte im vergangenen März um 62% (Autarkiequote) reduziert werden.

Durch das intelligente Energiemanagement konnten 96% der erzeugten Energie selbst genutzt werden. Der Netzbezug konnte im vergangenen März um 62% (Autarkiequote) reduziert werden.

 

Wärmepumpe schonen und Lebenszeit verlängern

Zwar hat die ELWA im Hause März die niedrigste Priorität, aber sie ermöglicht in den Sommermonaten ein vollständiges Abschalten der Luft-Wasser-Wärme-Pumpe. Und das erhöht die Lebensdauer des Geräts – was nicht läuft, kann auch nicht kaputt gehen. Der Heizstab selbst ist weitgehend wartungsfrei. Je nach Kalkgehalt im Wasser ist es ratsam, Verkalkungen mit einer Filterpatrone vorzubeugen. Denn Kalk, der sich ähnlich wie im Wasserkocher ablagert, wirkt isolierend und kann den Energieumsatz des Heizstabs verringern.

Auch Katze Mohrchen genießt die wohlige Wärme der Warmwasser-Deckenheizung.

Auch Katze Mohrchen genießt die wohlige Wärme der Warmwasser-Deckenheizung.

Und noch eine Besonderheit hat der sanierte Altbau zu bieten: Geheizt wird das Haus über einer Warmwasser-Deckenheizung. Die besonders energiesparende Funktionsweise lässt sich gut mit der Wärmepumpe kombinieren und ermöglicht auch im Altbau eine niedrige Vorlauftemperatur von 35°C. Die angenehme Strahlungswärme mag nicht nur Katze Mohrchen, auch Freunde und Bekannte sind immer wieder positiv überrascht. Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Raumheizung: Störende Heizkörper verschwinden und auch „Wollmäuse“ gehören aufgrund der nicht auftretenden Luftzirkulation der Vergangenheit an.

Das Argument, dass die Wärmepumpe eine längere Anlaufzeit und entsprechend mehr Energie für das Aufwärmen benötigt, wenn sie wieder eingeschaltet ist, lässt März übrigens nicht gelten. Die Schonung der Pumpe hat für ihn Vorrang. Und wenn dann tatsächlich etwas mehr Energie als sonst benötigt wird, sei das keinesfalls wild – schließlich kommt die Energie zum Nulltarif aus der Solaranlage.

 

100% Unabhängigkeit!

100% Unabhängigkeit!

Der my-PV Heizstab AC ELWA-E - die Quietscheente ist serienmäßig

Der my-PV Heizstab AC ELWA-E – die Quietscheente ist serienmäßig

Steckbrief „Solares Heizsystem“

Um den Eigenverbrauch ihres selbst erzeugten Solarstroms zu steigern, ergänzte Familie März aus Borken im Frühjahr 2016 ihr netzgekoppeltes Speichersystem um den my-PV Heizstab AC ELWA-E. Das so entstandene hybride Speichersystem ermöglicht die vollständige Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms. Erst, wenn alle Verbraucher versorgt, die Batterie geladen und das Wasser elektrisch erwärmt ist, speist Familie März Solarstrom ins Netz.

Die AC ELWA-E sind über Ethernet ins intelligente Energiemanagement mit dem Sunny Home Manager eingebunden. Sie sind von null bis drei Kilowatt stufenlos regelbar, passen ihre Leistung im Sekundentakt

dem Stromangebot an und verbrauchen im Stand-by-Modus lediglich 1,5 Watt.

Der Sunny Home Manager steuert die Energieflüsse so, dass zunächst der Eigenstrombedarf gedeckt, dann die Batterie geladen wird und der restliche Solarstrom die Gebäudeheizung und das Warmwasser versorgt. Der Pufferspeicher wirkt als thermischer Sammler für die Solarenergie vom Dach.

Solaranlage: 10 kWp Ost-West-Ausrichtung, 62° Dachneigung

Wechselrichter: SMA Sunny Tripower STP8000TL-20, 3 x Batterie-Wechselrichter Sunny Island 4.4M-11

Batterie: Exide SH48V16.0-B
Verschlossenen Blei-Batterien mit bis zu 3800 Zyklen bei 50 % DOD (Entladetiefe)
Gesamtkapazität 330Ah (entspricht 16KWh). Nutzbare Kapazität etwa 8kWh

Steuerung: Sunny Home Manager, SMA Energy Meter, SMA Sunny Sensor Box

Heizung: Luft- Wasser-Wärmepumpe für Trink- und Heizungswasser, Trink- und Heizungswasserspeicher sind jeweils mit einer E-Heizung  ausgestattet

Warmwasserbereitung: AC ELWA-E

5.00 avg. rating (96% score) - 1 vote

Der Autor

avatar

Meine Aufgaben:
Alles zum Thema Text im Bereich netzferne Anlagen.
Meine Themen:
Alles rund um Off-Grid Solutions.
Was selbst meine Kollegen nicht von mir wissen:
Ich hab mal „Manowar“ interviewt.

Tags

Ähnliche Artikel

23 Kommentare

  • avatar

    Wolfgang Seifert

    24. Mai 2017 um 09:43

    vom 04. Mai: „da hast du natürlich Recht. Daher wurde das Wort Nulltarif auf in Anführungszeichen gesetzt.“ –> Also wenn es in Anführungszeichen steht, dann darf man völligen Unsinn und Desinformation verbreiten?

    Und für 12 Cent verkaufen ginge ja auch, wie wäre es denn damit? Im Umkehrschluss: 1 kWh Warmwasser für 12 Cent, stolzer Preis im Vergleich zu vielen anderen Wärmeerzeugern: Hackschnitzel 3 Cent, Pellet/Gas/Öl 5 Cent usw. Mal abgesehen von der ganzen irren + kostspieligen + Zusatz-Technik (potenzielle Fehlerquellen) die man braucht für die „paar“ kWh Warmwasser. Das ist kein Nulltarif, das ist finanziell ein dickes Minusgeschäft. Und Strom in Wärme (vor allem 1 zu 1, Wärmepumpe + Arbeitszahl ist ja noch OK) umwandeln ist so ziemlich das unsinnigste was man machen kann. Strom ist die teuerste aller Energieformen (teurer als Benzin im konventionellen Verbrennungsmotor!) und Wärme mit die billigste. (Ab)wärme ist ja oft Abfallprodukt aus anderen Prozessen. (Ab)strom als Abfallprodukt wäre mir neu. Warum soll es dann wie Abfall „verheizt“ werden?

    Fazit: der Artikel ist viel Marketing und wenig Wahrheit. So ist unsere Welt nun mal. Schade.

    Antworten »
    • avatar

      Markus

      25. Mai 2017 um 09:19

      Hallo, denke bitte daran, daß heute bei 70% die Einspeisung abgeregelt wird. Hier bekommt man keine Vergütung. Nun gibt es die Möglichkeit diesen Strom über einen Heizstab in warmes Wasser umzuwandeln, oder eben im Nichts verpuffen zu lassen.

      Bei einer Anlage mit 5.6 kWp liegt die Abregelung bei ca 4 KW. Somit stehen ca 1.6 KW zur Verfügung.
      Diese sind nur mit Eigenverbrauch nutzbar.

      Ich habe meine Anlage auch entsprechend angepasst und konnte damit die Abregelung bisher verhindern.
      Also entweder selbst verbrauchen und in Form von warmen Wasser speichern ODER Anlage in die Wirkleistungsbegrenzung laufen lassen und diesen Strom abregeln.

      Grüße Markus

      Antworten »
      • avatar

        Wolfgang Seifert

        30. Mai 2017 um 15:25

        „Nun gibt es die Möglichkeit diesen Strom über einen Heizstab in warmes Wasser umzuwandeln, oder eben im Nichts verpuffen zu lassen.“

        –> Denken Sie bitte daran, dass man die (seltenst) abgeregelten 70-100% auch real in andere Verbraucher fließen lassen kann, die keine Zusatz-Technik erfordern. Wie wäre es denn damit? Und Gegenfrage: wie viel wird denn abgeregelt? 1.6 kW klingt reißerisch euphorisch (also wieder nach purem Marketing). Aber wie oft und wie lange?

        In Summe – meiner bescheidenen Meinung nach – wohl kaum mehr als 250 kWh p.a. bei dieser Beispiel-Anlage. 250 kWh Warmwasser x 0,05 € = 12,50 € pro Jahr, hui! Was kostet der Heizstab nochmal mit allem zipp und zapp und inklusive Installation? Dann lieber dynamisch regeln, Kühlschrank/Standby/etc. versorgen und die nicht abgeregelten kWh weiterhin für 0,12 € verkaufen. Oder Elektro-Auto laden, aber Heizstab … ich bitte Sie.

        Antworten »
        • avatar

          Markus

          11. Juni 2017 um 09:10

          Ich arbeite in der Automobilindustrie, somit kein Marketing. Sondern eine Schilderung des Umgang mit meinem selbsterzeugten Strom und meine Beweggründe dafür.
          Kosten:
          E-Heizstab 187,00€
          Flansch mit Dichtung 92,74 €
          Installation und Elektroanschluss 50€

          E-Auto mit Ihren geschätzten 250 KW/h laden, da bitte ich Sie!
          Leider ist mein Auto zusätzlich auch noch an 5 von 7 Tagen auf einem Parkplatz an meinem Arbeitsort.
          Somit fällt das Laden da dann leider aus.

          Ich rechne mit 400 KW/h a 8 Cent = 32 Euro
          Plus Entlastung der Wärmepumpe mit Hochlast
          Ich rechne auch nur mit 1 Kw/h und nicht die rechnerisch möglichen 1,6 Kw/h

          8 Cent?
          Wärmepumpe benötigt für „1 KW/h“ warmes Wasser ca. 330w/h
          Mein Strompreis beträgt 25 cent. 25/3 = 8

          Generell ist das ganze Thema PV-Anlage auch eine Einstellungssache. Rechnerisch muss es aus meiner bescheidenen Sicht nicht unbedingt rentabel sein.

          Antworten »
  • avatar

    Lukas

    15. Mai 2017 um 10:06

    Hallo, wir haben bereits erfolgreich ein Batteriespeichersystem von SMA in Betrieb genommen.
    Wir haben bei uns daheim ein Ölheizsystem welches mit 1l auch ca. 10kwh Öl produziert.
    Auf 35 Jahre gerechnet erzeugt die PV-Anlage mit einer großzügigen Wartungspauschale und einem linearen Leistungsabfall für 6-7 cent eine kwh Strom. Dieser würde bei einem Heizstab mit einer Effizienz von >90% verbraucht (6,6-7,7cent pro kwh). Der Ölpreis liegt allerdings bei 55,7 cent pro Liter also 5,57 cent pro Kwh. Welche Argumente sprechen jetzt für den Einsatz eines Heizstabes?
    Unsere dynamische Abregelung mittels Akumulator der PV-Anlage funktioniert bestens, da wir eine SO-SW ausrichtung haben (10kwp mit einer max. 8,5 kw Spitzenleistung). Wobei wir ja vom Energieversorger 12,3 cent für die Einspeisung bekommen. Die Umweltaspekte sprechen naturülich dafür, da ja weniger fossile Brennstoffe benötigen würden. Vieleicht fehlt mir ja der richtige Rechenansatz. Vielen Dank MFG Lukas

    Antworten »
    • avatar

      Jennifer Rößler

      15. Mai 2017 um 10:50

      Hallo Lukas,

      die Werte welche du für die Berechnung zu Grunde legst können in unserem Sunny Design berücksichtigt werden, vielleicht rechnest du die Anlage dort durch und wirfst ein Auge auf den Bereich Verbrauch sowie Wirtschaftlichkeit.
      Bitte berücksichtige, dass Strom und Öl Preise über die Jahre Schwankungen unterliegen und nicht als konstant anzusehen sind.

      Mit sonnigen Grüßen
      Jennifer

      Antworten »
  • avatar

    Manfred

    6. Mai 2017 um 21:52

    Ich halte die Lösung mit einem/mehreren Heizstäben für sinnvoll, weil man so auch zwei getrennte Zählkreise einrichten kann: einen für den Haushaltsstrom, und einen für die Wärmepumpe mit günstigem Tarif. Ich wüsste nicht, wie das sonst gehen soll.

    Antworten »
  • avatar

    Herbert kaiser

    4. Mai 2017 um 11:48

    zu „warmes Wasser selbst erzeugen u. dabei Kosten sparen“
    Warmes Wasser zum Nulltarif gibt es nicht. Dafür sorgt schon unser Steuersystem. Denn: der Eigenverbrauch muß schließlich noch versteuert werden! Oder?

    Antworten »
    • avatar

      Annika Linke

      5. Mai 2017 um 11:35

      Hallo Herbert,
      da hast du natürlich Recht. Daher wurde das Wort Nulltarif auf in Anführungszeichen gesetzt.
      Für die eigens verbrauchte Energie fallen Steuerabgaben an, welche zu entrichten sind.
      Viele Grüße, Annika

      Antworten »
  • avatar

    Jürgen Siefert

    4. Mai 2017 um 11:15

    Hallo,

    wie und wo wird das warme Wasser aus dem Zusatzboiler in das Heizsystem eingespeist?

    Gibt es eine Schemazeichnung der Verrohrung?

    Antworten »
    • avatar

      Annika Linke

      5. Mai 2017 um 11:37

      Hallo Jürgen,
      einen zusätzlichen Boiler gibt es in Manuels Fall nicht. Er hatte bereits bei der Planung bzw. Ausführung der Anlage darauf geachtet, dass beide Speicher/Puffer die Möglichkeit besitzen, einen Heizstab nachzurüsten; das heißt, hier wurden die vorhandenen Speicher genutzt.
      Viele Grüße, Annika

      Antworten »
  • avatar

    Maßel,Hartmut

    4. Mai 2017 um 09:56

    wer kann so etwas konzipieren? habe außer einer WP alle Komponenten zusammen

    Antworten »
    • avatar

      Annika Linke

      5. Mai 2017 um 11:39

      Hallo Hartmut,
      was genau meinst du mit konzipieren? Wenn bereits alle Komponenten (Pufferspeicher, Photovoltaikanlage, SMA Sunny Home Manager, SMA Energy Meter) vorhanden sind und der/die Puffer die Möglichkeit bieten, einen Heizstab nachzurüsten, steht dem Vorhaben nichts im Weg. Dein Installateur kann dich dabei sicherlich unterstützen.
      Gutes Gelingen & viele Grüße
      Annika

      Antworten »
  • avatar

    Alex

    4. Mai 2017 um 09:48

    …und nebenan kann das Braunkohlekraftwerk weiterlaufen, da der Solarstrom der Familie März aus Borken keine Konkurrenz mehr ist. Ich finde das sehr schade. Borken hat Glück: inzwischen wird in Borkenkeine Braunkohle mehr abgebaut, sondern nur noch östlich und westlich in den Braunkohlerevieren. Dort werden ganze Dörfer abgreissen – weil zu wenig Sonnenstrom im Netz ist und Braunkohle daher weiter verheizt wird.
    Technisch ist es ein Irrtum, dass die Wärmepumpe pauschal länger lebt, wenn sie den Sommer über Pause macht. Gute Heizsysteme haben sogar eine Sommer-Schutz-Funktion, die den Sommer über die Pumpen immer mal wieder kurz aktiviert, nur damit die im Herbst überhaupt noch funktionieren und nicht in Folge der Sommerpause gar nicht mehr funktionieren.

    Antworten »
    • avatar

      Anke Baars

      8. Mai 2017 um 08:40

      Hi Alex,
      du hast Recht, dass wir noch mehr Sonnenstrom im Netz brauchen, damit die konventionellen Energieträger wie Braunkohle & Co. nicht weiter verheizt werden müssen. Wir sollten aber nicht zwei Themen miteinander vermischen: Einerseits geht es um die bestmögliche Nutzung selbst erzeugter Solarenergie – und das ist eben der Verbrauch an Ort und Stelle. Diese dezentrale Erzeugung und ihr Verbrauch entlasten ja auch das öffentliche Netz. Andererseits geht es um die Stromversorgung der Gesamtbevölkerung mit einem möglichst großen Anteil regenerativer Energien. Dafür sind wiederum die Energieversorger gefragt. Hier müssen Lösungen her, die es ermöglichen, die volatilen erneuerbaren Energien aus PV- und Windparks dann zur Verfügung zu stellen, wenn es nötig ist und die gleichzeitig Netzmanagementfunktionen übernehmen. Das können beispielweise große Batterie-Speicher sein. Kein Zweifel, dass hier Nachholbedarf besteht. Zum Glück tut sich aber derzeit einiges in diesem Bereich. Wir haben unlängst eine Veranstaltung zum Thema große Speicherlösungen gehabt und viele interessante Gespräche unter anderem mit Energieversorgen geführt. Wenn es dich interessiert, schau gerne mal rein in den Blogbeitrag zum Thema. Bleiben wir optimistisch, dass Solarenergie sowohl in der dezentralen Nutzung privater Betreiber als auch in der zentralen Stromversorgung eine große Rolle spielen wird;-)
      Viele Grüße,
      Anke

      Antworten »
  • avatar

    Werner

    28. April 2017 um 14:35

    Würde mich auch sehr interessieren. Nur würde ich gern in eine Heizwicklung eines Nachtspeicherofens den Überschuss kontinuierlich einspeisen. Ich verstehe aber die Funktion nicht.

    Der homemanager hat doch keinen 0-10 V- Ausguang zur kontinuierlichen Leistungssteuerung.
    Wie kann er dann die Leistung des speziellen Heizstabs kontinuierlich regeln?

    Antworten »
    • avatar

      Annika Linke

      4. Mai 2017 um 11:28

      Hallo Werner,
      der AC ELWA-E-Heizstab spricht mit dem Home Manager über das SEMP-Protokoll und kann damit eine kontinuierliche Leistungsregelung bieten.
      Informationen zu SEMP gibt es auf der SMA Developer Webseite: und im PV-Forum.
      Für technisch sehr versierte Kunden gibt es auch ein SMA unabhängiges Open Source-Projekt, mit dem man sich ein SEMP-Gerät selbst bauen kann. Das Projekt wird auf Github gehostet.
      Viele Grüße,
      Annika

      Antworten »
  • avatar

    Daniel

    25. April 2017 um 19:38

    Hallo ich habe auch die AC Elwa E und einen Sunny Boy Storage mit Tesla Heimspeicher. Ich habe das Problem das bei mir der Heizstab vorrang vor der Batterie hat. Ist es möglich das so einzustellen das erst die Batterie vollgeladen wird und dann der Heizstab einschaltet sozusagen nur bei Überschuss. Es wird bei mir halt nicht die Batterie bevorzugt.

    Antworten »
    • avatar

      Viktoria Mai

      28. April 2017 um 08:34

      Hallo Daniel,

      leider können wir das Problem nicht auf diesem Wege lösen, bitte wende dich an unsere Service Line (+49 561 9522-2499), dort kann dir zielführend geholfen werden.

      Viele Grüße,
      Viktoria

      Antworten »
  • avatar

    Gerhard Rimpler

    21. April 2017 um 23:01

    Der Unterschied zur Wärmepumpe liegt in der 100%igen Regelbarkeit der AC ELWA-E gegenüber der Wärmepumpe. Damit ist perfektes Überschuß-Management möglich.
    Mit dem Sunny Home Manager ist es übrigens kein Problem, auch die Wärmepumpe gegebenenfalls dazu zuschalten. Damit ist dies auch eine perfekte uns sehr preiswerte Ergänzung zur Wärmepumpe.
    Bei diesem Projekt wurde auf die möglichst geringe Betriebsdauer der Wärmepumpe gelegt, sofern überschüssige PV-Energie vorhanden ist.
    Außerdem wird Rückspeisung zunehmend ökonomisch uninteressant. Wenn die eigene PV Anlage viel Strom bringt, dann machen das die anderen 45GW installierten meistens auch > teilweise bereits negative Strompreise an den Strommärkten.

    Antworten »
  • avatar

    Jürgen

    20. April 2017 um 07:31

    Hallo zusammen,
    wäre die Nutzung der ohnehin vorhandenen Wärmepumpe nicht die viel effizientere Form der Stromverwendung? Diese braucht doch nur ein Drittel des Strom eines Heizstabs, wodurch man Zweidrittel einspeisen könnte.

    Antworten »
    • avatar

      Stefan

      20. April 2017 um 14:36

      Hallo Jürgen,

      ähnlich habe ich es mit der WWS 20 von Stiebel gelöst mit dem Nebeneffekt nicht nur warmes Wasser zuhaben, sondern auch klimatisierte Wechselrichter und Akkus.

      Grüße
      Stefan

      Antworten »
    • avatar

      Markus

      23. April 2017 um 07:51

      Hallo Jürgen, bitte nicht vergessen, das gerade bei der Warmwassererzeugung die Wärmepumpe mit höherer Belastung läuft. Dadurch gehe ich auch von einem höheren „Verschleiss“ aus. Ich verwende zusätzlich über den Sunny Home die Energie die durch die Wirkleistungsbegrenzung abgeregelt würde… Somit ist dieser Solarstrom noch mal günstiger bzw „kostenlos“ da auch keine Einspeisevergütung erfolgen würde..
      Stromkosten Versorger 25 Cent
      Einspeisevergütung (bis 70 %) 11 Cent

      Ich habe es mit einem Heizstab mit 1KW/h umgesetzt und bin sehr zufrieden. Brauchwassereinstellung Wärmepumpe 42 Grad, rest macht der Heizstab (bis 85 Grad).

      Antworten »

Schreibe einen Kommentar.

 Zeichen vorhanden