Weniger Öl, mehr Sonne: Größtes Solarkraftwerk der Karibik feierlich eröffnet

Zwei Millionen Quadratmeter Fläche, 108.000 Tonnen CO2-Ersparnis jährlich und saubere Energie für mehr als 50.000 Haushalte: In der Dominikanischen Republik steht jetzt das größte Solarkraftwerk der Karibik. Neben Präsident Danilo Medina Sanchez und weiterer Prominenz war auch Patrick Thomas von SMA Gast bei der feierlichen Eröffnung. Er ist überzeugt, dass die Solarenergie große Chancen für das Land birgt.

Hoher Besuch: Zu Gast bei der feierlichen Eröffnung des größten Solarparks der Karibik war neben zahlreichen Gästen auch der Präsident der Dominikanischen Republik, Danilo Medina Sanchez (Bildmitte).

Aktuell kommt mehr als die Hälfte des Stroms für die Dominikanische Republik aus Öl getriebenen Kraftwerken. Das ist weder nachhaltig noch ökologisch sinnvoll. Zudem ist das Land damit abhängig vom Ölpreis. „Mit der zunehmenden Produktion von Solarstrom, sinkt die Abhängigkeit des Landes von teuren Ölimporten und die Umwelt profitiert“, freut sich Patrick Thomas. Mit seinen hohen Einstrahlungswerten und unzähligen Sonnenstunden ist die Dominikanische Republik geradezu prädestiniert für die Erzeugung von Solarenergie. Auch die Qualität der Versorgungsnetze ist gut, so dass keine Einschränkungen durch instabile Netze zu befürchten sind.“

Die Energie des Solarparks wird über ein eigens für den Park neu errichtetes Umspannwerk ins Netz gespeist, für die Stromabnahme besteht ein so genanntes Power Purchase Agreement (PPA) – ein Stromliefervertrag, der festschreibt, dass der Strom für die kommenden 20 Jahre zu einem festen Preis an den staatlichen Energieversorger geliefert wird. Dieser Preis liegt übrigens heute schon unter dem aktuellen Strommarktpreis.

Zweiter Abschnitt in Vorbereitung

Es gibt bereits zahlreiche kleine und größere Solaranlagen in dem knapp elf Millionen Einwohner zählenden Land. Der Solarpark Montecristi ist mit 58 MW Leistung aber das mit Abstand größte Projekt, das dort realisiert wurde. Die Firma F&S Solar hat den ersten Abschnitt des insgesamt zwei Teile umfassenden Projekts innerhalb von sechs Monaten gebaut. Der zweite Abschnitt des Solarparks soll 2019 fertig gestellt werden und wird genauso groß sein wie der erste.

 

Patrick Thomas von SMA und Uwe Czypiorski, Technischer Geschäftsführer von F&S Solar, vor einer der 23 Medium Voltage Power Stations im Solarkraftwerk Montecristi.

Containerlösung für einfachen Transport und schnelle Inbetriebnahme

In der abgelegenen Region Montecristi im Nord-Westen des Landes an der Grenze zu Haiti kommen auf einer Fläche von rund 280 Fußballfeldern bisher 23 Medium Voltage Power Stationen 2200SC zum Einsatz. Die schlüsselfertigen Container inklusive Sunny Central Zentral-Wechselrichter und abgestimmten Mittelspannungskomponenten wurden per Schiff und auf dem Lkw in die an der Grenze zu Haiti gelegene Region geliefert. Ein Vorteil der Containerlösung ist, dass sie dank der perfekt aufeinander abgestimmten Komponenten schnell in Betrieb genommen werden kann und sofort einsatzbereit ist.

Deutscher Standard sorgt für Sicherheit

Der Bischof der Diözese Mao-Montecristi, Diómedes Espinal de León segnete das PV-Kraftwerk.

Das Solarkraftwerk liegt in einem von hohen Bergen umgebenen Tal und ist so gut vor den in der Dominikanischen Republik häufig auftretenden Hurrikanen geschützt. Ein weiterer Vorteil für eine zuverlässige und sichere Solarstrom-Produktion ist das Monitoring auf String-Ebene, das F&S Solar aufgrund seiner Erfahrung mit PV-Kraftwerken in Deutschland auch in der Dominikanischen Republik umgesetzt hat. Dadurch, dass jeder einzelne String im Modul-Feld überwacht werden kann, können Fehler oder Ausfälle viel schneller entdeckt und deren Ursachen behoben werden, als bei dem sonst vielfach üblichen so genannten Zone-Monitoring. Dabei werden größere Abschnitte überwacht und bei Fehlern muss erst aufwändig nach dem genauen Verursacher (defekter String, etc. ) gesucht werden.

 

So finanziert sich das Solarkraftwerk:

Das Unternehmen F&S Solar ist bei dem Vorzeigeprojekt nicht nur EPC, sondern auch als Investor (35 %) mit an Bord. Den Großteil von 65 % des Eigenkapitals investiert die Hamburger Blue Elephant Energy AG (BEE). Das Fremdkapital wurde über europäische Entwicklungsbanken zur Verfügung gestellt, federführend von der DEG aus Köln, einer hundertprozentigen Tochter der KfW Bankengruppe. Die DEG hat zudem den gesamten Projektverlauf nach ökologischen und sozialen Standards der Weltbank geprüft und begleitet. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 87 Mio. USD zählt das Projekt zu den führenden, deutschen Investitionen in der Karibik.

 

Das sagt Uwe Czypiorski, Technischer Geschäftsführer von F&S Solar:

„Der Park wurde entsprechend der Eingangsleistung der SMA-Wechselrichterstationen schrittweise in Blöcken von 2,2 MW aufgebaut. Das Umspannwerk hat ABB errichtet. Es ist uns ganz wichtig, dass wir deutsche Partner mit ins Boot holen, mit denen wir eine lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegen. So ist in der Dominikanischen Republik ein besonderes Projekt mit Entwicklungskompetenz, hochwertigen Komponenten und Finanzierung aus Deutschland entstanden.“

 

F&S – Solarpark Dominikanischen Republik – größte Solarkraftwerk der Karibik

 

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