Energiekosten automatisch sparen: Mit Solarstrom und dem Sunny Home Manager 2.0

Sunny Home Manager 2.0

Wer seine Stromkosten maximal reduzieren möchte, schaltet seine Haushaltsgeräte einfach dann ein, wenn die Solaranlage auf dem Dach Strom erzeugt. Wenn wir allerdings arbeiten oder anderweitig unterwegs sind, sind wir leider oft gar nicht zu Hause, wenn die Solaranlage um die Mittagszeit den meisten Strom erzeugt. Dann können wir unsere Geräte nicht selbst einschalten. Deshalb steuern wir unseren Haushalt automatisch mit dem SMA Sunny Home Manager 2.0. Er schaltet unsere Geräte automatisch ein, wenn die Solaranlage genug Strom erzeugt. Hier erfahrt ihr, wie wir damit jedes Jahr mehrere hundert Euro an Stromkosten einsparen.

Wie lässt sich mit Solarenergie Geld sparen?

Solaranlagen erzeugen Strom inzwischen viel günstiger, als ihr ihn aus dem öffentlichen Stromnetz beziehen könnt. Die höchsten Einsparungen erzielt ihr, wenn ihr verbrauchsintensive Haushaltsgeräte wie Geschirrspüler, Waschmaschinen und Trockner genau dann einschaltet, wenn die Solaranlage gerade Energie erzeugt. Die direkte Nutzung der Sonnenenergie aus der eigenen Solaranlage im Haushalt nennt man Eigenverbrauch (in der Abbildung „Self-consumption“).

SMA Energy App-daily overview energy system

Über das Monitoring-Portal Sunny Portal und die SMA Energy App können Anlagenbetreiber haben Betreiber ihre Solaranlage jederzeit im Blick. Familie Partlin nutzt zu diesem Zeitpunkt 63 Prozent der erzeugten Solarenergie direkt im Haushalt (Self-consumption) und versorgt sich damit zu 77 Prozent autark (Self-sufficiency), muss also nur noch 23 Prozent Strom vom öffentlichen Versorger beziehen.

Wie schalte ich meine Geräte ein, wenn ich nicht zu Hause bin?

Im Alltag sind wir oft gar nicht zu Hause, wenn die Solaranlage gerade Strom erzeugt. Wir sind bei der Arbeit, in der Schule oder in der Uni, erledigen den Einkauf oder besuchen Freunde oder Familie. Auf den ersten Blick ist es gar nicht so einfach, dafür zu sorgen, dass unsere Haushaltsgeräte genau dann anspringen, wenn unsere Solaranlage Energie liefert.

Was also tun? Ganz einfach: Wir lassen das den Sunny Home Manager machen.

Automatisches Ein- und Ausschalten der Verbraucher

Für unser großes Ziel, uns mit unserer eigenen Solaranlage möglichst autark mit Strom zu versorgen, haben wir einige kompatible automatische Lastschalter integriert, die vom intelligenten Energiemanager, dem Sunny Home Manager, gesteuert werden.

Wie funktioniert das?

Die Steckdosen für die Verbrauchersteuerung (EDIMax) haben wir mit unserem WLAN-Netz verbunden. Der Sunny Home Manager kommuniziert mit ihnen und erfährt so, wie viel Energie die verschiedenen Geräte verbrauchen. Er nimmt dann einige komplizierte Berechnungen vor, in die er Wetterdaten (aus dem Internet), Wissen über die bisherige und die zu erwartende Leistung der Solaranlage sowie aus der Erfahrung gewonnene Erkenntnisse über den Stromverbrauch des Geräts miteinbezieht. Aus all diesen Informationen leitet der Sunny Home Manager ab, wann die Geräte eingeschaltet werden sollten, damit ein möglichst großer Anteil der verbrauchten Energie von der Solaranlage bezogen werden kann. Diese Information gibt er an den Schalter weiter, der die Geräte dann zur richtigen Zeit einschaltet.

SMA Sunny Portal-load power

Intelligentes Energiemanagement im Eigenheim: Der Sunny Home Manager 2.0 ist über das WLAN und Funksteckdosen mit allen wichtigen Verbrauchern im Haushalt verbunden und optimiert den Energieverbrauch der Partlins. Flexibel verwendbare Haushaltsgeräte schaltet er automatisch dann an, wenn die Solaranlage Energie liefert. So spart die Familie Stromkosten und bekommt zusätzlich Empfehlungen, wo noch mehr Energie gespart werden kann.

Welche Haushaltsgeräte lassen sich am besten steuern?

Vor allem Geräte ohne feste Einschaltzeit eignen sich für die automatische Verbrauchersteuerung mittels Steckdosen. Wir haben die Spülmaschine, die Waschmaschine, den Trockner und die Pool-Pumpe (zumindest bei uns in Australien ein ganz wichtiges Gerät!) mit solchen Steckdosen für die Verbrauchersteuerung ausgestattet.

Tipp: Um zu prüfen, ob ein Gerät für eine automatische Steuerung geeignet ist, schaltet es einfach ein und dann über die Steckdose aus. Wartet zwei Minuten und schaltet es dann wieder ein. Wenn der Betriebszyklus fortgesetzt wird, ohne dass auf irgendwelche Knöpfe an dem Gerät gedrückt werden muss, lässt sich das Gerät mit der Verbrauchersteckdose steuern.

Wie viel haben wir gespart und was haben wir gelernt?

Von Juni bis Oktober (hier in Australien sind das die Wintermonate) habe ich durch die Verbrauchersteuerungsschalter etwa 150 AUD (knapp 100 EUR) gespart – einfach nur dadurch, dass meine Haushaltsgeräte vor allem dann Strom verbraucht haben, wenn meine Solaranlage Energie liefert. Wenn sich das im weiteren Verlauf des Jahres so fortsetzt, ergibt das Einsparungen in Höhe von etwa 400 AUD (rund 250 EUR) im Jahr.

SMA Sunny Portal-monthly energy consumption

Hilfreiche Rückschlüsse zum Energieverbrauch: Über das SMA Monitoring können die Partlins genau verfolgen, zu wieviel Prozent ihre angeschlossenen Geräte mit Sonnen- oder Netzstrom versorgt werden.

Außerdem hat sich herausgestellt, dass die Steckdosen zur Verbrauchersteuerung auch dem Sunny Portal deutlich mehr Informationen liefern. Das wiederum macht es uns leichter, sinnvolle Entscheidungen über unseren Energieverbrauch zu treffen. Dank des Sunny Home Manager und der zusätzlichen Energiespartipps, die er uns liefert, können wir mit unserer Solaranlage übrigens zusätzlich sogar bei Geräten Energie sparen, die gar nicht an eine Steckdose zur Verbrauchersteuerung angeschlossen sind. Dafür nutzen wir einfach die Startzeitvorwahl-Funktion, über die viele Geräte verfügen. Das ist zwar nicht ganz so präzise wie die automatische Steuerung durch den Sunny Home Manager, aber es geht manchmal schneller und einfacher, wenn wir schon auf dem Sprung in die Schule oder zur Arbeit sind.

Wenn ihr also mit eurer Solaranlage noch mehr Geld sparen möchten, sorgt dafür, dass ihr eure Geräte einschaltet, wenn die Sonne scheint. Automatisch und ganz einfach geht das mit automatischen Verbrauchersteckdosen, die vom SMA Sunny Home Manager gesteuert werden.

 

Ihr wollt mehr über intelligentes Energiemanagement erfahren?

Zum Sunny Home Manager 2.0

 

Ihr habt Fragen zum Sunny Home Manager 2.0 oder zum Thema intelligentes Energiemanagement? Dann schreibt uns gerne in die Kommentare. Unser Produktmanager wird sie zeitnah in einem separaten Blogbeitrag beantworten.

 

14 Kommentare
  1. Frank neetzel
    Frank neetzel sagte:

    Na da hat ja Scotti eine schöne Werbung eingesetzt. Die Realität sieht anders aus. Wir haben ein Moxa-Relais
    zur Steuerung der Wärmepumpe genommen. Erstmal kann man das Gerät nicht selber einbinden, auch wenn man selbst IT-Techniker ist, sondern nur der Installateur. Dabei ist es nur der Eintrag der IP-Adresse, also sehr einfach. Warum man das dem Benutzer verbietet ist unbegreiflich. Dann mussten wir feststellen, das die Anlage genügend „Reserve“ hat, aber das Relais nicht einschaltete oder es wurde eingeschaltet und nur die kleinste Spitze nach unten brachte den Abbruch und der späteren Einschaltung des Kann-Verbrauchers Moxa. Bei einem Anruf der Servicehotline hatte man den Eindruck, so richtig konnten Sie es auch nicht erklären. Wir haben jetzt noch zusätzlich ein abfallverzögertes Relais eingesetzt, so das die Wärmepumpe bei vollen Batterie dann durchläuft. Das ständige An-und Ausschalten ist für eine Wärmepumpe
    suboptimal. Das zu den Edimax V3 Geräten. Das hat mit dem Manager nichts zu tuen, aber man kann vor diesen Schrott nur warnen. 3 Stück und alle drei „verlieren“ irgendwann Ihre zugeordnete IP-Adresse und gehen in einen Default Zustand, der dann auch die Defaultadresse 192.168.1.80 annimmt. Desweiteren lassen Sie sich nicht mit einem Samsung der neusten Generation anmelden, man muss ein älteres Handy nehmen. Der Support sagte dazu, das ist so und ansonsten zurückschicken. Wir sind mit der Anlage soweit zufrieden, aber wer nicht ITtechnisch Grundkenntnisse hat, wird mit den Kann und Muss-Verbraucher keine Freude haben.

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    • Dieter
      Dieter sagte:

      Vielleicht mal mit AVM-DECT-Steckdosen versuchen. Die sind sehr einfach mit der Fritzbox zu konfigurieren und dann im Portal einzubinden/aktivieren.
      Bei mir sind eher die Parameter im Portal ein Problem. Wenn der der Schiebslider über den Knick nach rechts hinaus verschoben wird, Schalter der HomeManager die Steckdose nicht mehr ein. Das Beste Ergebnis habe ich direkt im Knick bei 100% PV, aber dann nutzt mich auch der Slider nichts wenn er nicht richtig reagiert.

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    • Claude Braun
      Claude Braun sagte:

      Hallo Frank….da hast du wierklich Pesch gehabt mit deinen Edimax v3.
      Ich kann nur sagen dass ich mit meiner solaranlage 7,8 kw/h.und mit batteriesp.14kw. alles von lg und sma sehr zufrieden bin mit 9x Edimax v2 Stecker und die wirklich wunderbar bei mir Arbeiten und ohne Fehlfunktion seit 3 Jahren mich dran erfreue.Habe folgende Geräte dran.
      Filteranlage vom pool.
      Gegenstromanlage vom pool.
      Wasserfall fontain vom pool.
      Waschmaschine.
      Wäschetrockner.
      Spühlmaschine.
      Türkischbad Dampfanlage.
      Whirlpool
      Und einen im wohnmobile an einer Infrarootheizung.
      ( WOLLTE MIR NOCH 5 EDIMAX V2 KAUFEN ABER LEIDER FINDE ICH KEINE MEHR ).
      Wenn jemand weiss wo ich noch welche kriege bitte email an mich.danke.

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    • Ralf Bees
      Ralf Bees sagte:

      Danke für den Hinweis. Meine Wärmepumpe läuft über Drehstrom und zieht im Maximalfall über 10 kWh, weshalb sie nicht über den Homemanager + Zubehör gestartet werden kann, was eigentlich Sinn der Anschaffung war. Die Batterie (10 KWh) wäre im Nu leer.
      Ich muss, wenn ich nicht zuhause bin, jedes Mal die Erzeugnisdaten abfragen, um zu entscheiden, ob ich die WP ein-oder ausschalte. Wenn ich jetzt lese, dass die Automatik für das ständige Ein-und Ausschalten der WP sorgt, lasse ich lieber die Finger davon. Traurig ist nur, dass man (SMA und der Händler) damit wirbt, es aber technisch nicht funktioniert oder sogar die Wärmepumpe zerstört.

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      • Christiane Keim
        Christiane Keim sagte:

        Hallo Ralf,

        in unserem SMA Youtube-Kanal gibt es im Video „SMA Energy System Home: Mit Solarstrom zum Nulltarif heizen“ weitere Tipps zu deiner Anfrage.
        Zusatzinformation gibt’s auch im Download-Bereich unter den „Technischen Informationen“ in den folgenden Dokumenten:

        Technische Information – SMA SMART HOMEVerbrauchersteuerung über Relais oder SchützBeispiel: Heizstab
        Technische Information – SMA SMART HOME Kompatibilitätsliste für den Sunny Home Manager 2.0
        Wenn die Wärmepumpe einen SG Ready-Eingang hat, die Moxa ioLogik E 1214 zur Ansteuerung in Kombination mit dem Home Manager 2.0 verwendet werden.

        Ständiges Ein und Ausschalten kann vermieden werden, wenn man die minimalen Ein- und Ausschaltzeiten in der Verbraucherkonfiguration anpasst.

        Falls noch zusätzliche Fragen sind, wende dich bitte direkt an deinen Installateur.

        Sonnige Grüße
        Christiane

  2. Stephan Vorderbrügge
    Stephan Vorderbrügge sagte:

    Hallo.
    tolle Sache !
    Wie kann ich die gesammelten Daten vom Home Manager 1 auf den Home Manager 2 übertragen,
    damit diese nicht verloren gehen ?

    Antworten
    • Christiane Keim
      Christiane Keim sagte:

      Hallo Herr Vorderbrügge,

      für die Übertragung muss der Sunny Home Manager im Portal gegen den Sunny Home Manager 2.0 getauscht werden.
      Informationen dazu finden Sie in der Installationsanleitung im Downloadbereich unter Kapitel 6.5. der Anleitung: „Installationsanleitung – Austausch von SMA Geräten in Anlagen mit SMA Kommunikationsprodukten“ im Produktbereich „Monitoring&Control“.
      (Da der Link nach Aktualisierung des Dokuments nicht mehr funktioniert, bitten wir Sie, das aktuelle Dokument direkt im Downloadbereich aufzurufen.

      Beste Grüße
      C. Keim

      Antworten
  3. Hubertus Keiling
    Hubertus Keiling sagte:

    Warum ist der Home Manager 2.0 nicht mit aktuellen Viessmann Wärmepumpen kompatibel, obwohl die SMA Entwicklung auf verschiedenen Ebenen mit der Viessmann Entwicklung zusammenarbeitet? Der Viessmann Modbus ist nicht mit SMA kompatibel und braucht eigentlich nur eine Anpassung in der Software.

    Antworten
    • SMA Solar
      SMA Solar sagte:

      Hallo Hubertus,

      die aktive gesteuerten Geräte müssen sich mehrfach am Tag „unterhalten“. Für eine Energiemanagementkommunikation setzten wir auf EEBUS oder SEMP. Eine proprietäre Integration diverser Hersteller ist für unser Produkt sehr aufwendig zu realisieren und würde unverhältnismäßig viele Ressourcen binden. Haben sie schon mal drüber nachgedacht ihre Wärmepumpe via SG-Ready und einem Moxa Relais zu realisieren?

      Sonnige Grüße!

      Antworten
  4. Markus
    Markus sagte:

    Das Problem ist, das es keine Standards für Hersteller gibt, nach denen Geräte sicher aktiviert und deaktiviert werden können. Das Home ist immer nur so smart, wie seine Geräte für den Einsatzzweck konstruiert worden sind. Da Hersteller dazu tendieren sich lieber ein Heer von Monteuren anzuschaffen, anstatt eine kompatible Lösung zu schaffen, wird es auch weiterhin nichts bringen sich mit WLAN Steckdosen auszustatten. SMA kann dieses Problem nicht lösen indem es Werbetexte mit Smart verfasst. Wenn sie Eier hätten, würden sie einen eigenen Standard vorschlagen in Form einer einfachen, transparente Schnittstelle. Haben se aber scheinbar nicht.

    Antworten
  5. Jürgen B.
    Jürgen B. sagte:

    Aus dem Screenshot des Artikels erkenne ich eine PV- Anlage mit Netzeinspeisung ohne Batteriespeicher.
    Der aktuelle Trend weist in Richtung Batteriespeicher und Nulleinspeisung.
    Funktioniert die Verbrauchersteuerung auch bei PV- Anlagen mit Batteriespeicher und Nulleinspeisung? Der Heizstab Elwa-e von my-pv jedenfalls funktioniert bei mir nicht.
    Daher stellt sich bei generell die Frage, ob bei PV- Anlagen mit Batteriespeicher und Nulleinspeisung eine Verbrauchersteuerung wie Heizstab, Fahrzeuglader, Großverbraucher überhaupt geht. Denn es muss ja am Netzzugangspunkt erst eine gewisse einspeiste Leistung vorhanden sein, damit dann der Verbraucher zugeschaltet wird und diesen Überschuss verbraucht. Diesen realen Überschuss gibt es aber bei Nulleinspeisungsanlagen nicht, weil auf 0W abgeregelt wird.
    Ist das so oder liege hier falsch?

    Antworten
    • Christiane Keim
      Christiane Keim sagte:

      Hallo Jürgen B.,

      zu deiner Anfrage hast du bereits eine Rückmeldung vom SMA Service erhalten.
      Bitte melde dich zur weiteren Abstimmung wieder bei den Kolleg:innen dort, vielen Dank.

      Sonnige Grüße
      Christiane

      Antworten

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