Mein Beruf: Elektroniker für Geräte und Systeme

Von Lena Neumann (Gastbeitrag) am 19. Februar 2013 in der Kategorie Karriere mit 4 Kommentare
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Der Beruf des Elektronikers für Geräte und Systeme, ist ganz bestimmt nicht nur was für Männer. Denn die Voraussetzung eine ruhige Hand und ein gutes Auge zu haben, können genauso Frauen mitbringen. In meinem Beruf arbeiten wir mit kleinen Strömen, weswegen wir auch den Spitznamen “Dünnströmer” haben.

Löten gehört für Ibrahim zum Handwerkszeug.

Löten gehört für Ibrahim zum Handwerkszeug.

Als Elektroniker für Geräte und Systeme fertigt man Geräte und Gerätekomponenten z. B. für die Informations- oder Kommunikationstechnik, die Medizintechnik oder die Mess- und Prüftechnik. Wo sonst hätte ich mich für diesen Beruf bewerben sollen als bei SMA? In Sachen Elektronik und Elektrotechnik wird hier die Elite ausgebildet. Wir sind ja nicht umsonst Weltmarktführer, wenn es um Wechselrichter geht. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre, in denen man Abschlussprüfungen schreibt- Teil eins im zweiten und Teil zwei im dritten Lehrjahr. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man die Ausbildung auch um ein halbes Jahr verkürzen.

Eigene Projekte in der Ausbildung
Der Hexa-Kopter war ein Azubi-Projekt.

Der Hexa-Kopter war ein Azubi-Projekt.

Unsere Werkstatt lässt das Herz eines Elektronikers höher schlagen. Die besten Lötstationen, Oszilloskope und Funktionsgeneratoren haben wir hier zur Verfügung. Viele Projekte, die wir während der Ausbildung machen, dürfen wir uns sogar selbst aussuchen. Mein erstes Projekt war eine RGB- LED Tischleuchte. Je nach Belieben kann man mit den variierbaren Parametern Intensität, mit den Spektralfarben Rot, Grün und Blau seine eigene Lichtfarbe einstellen und sogar abspeichern.

Die Liste der Projekte, die hier Azubis gemacht haben, ist sehr lang: Solar- Roboter, Hexa- Kopter, Alkoholsensoren, elektrische Würfel usw.

IBU und neue Abteilungen
Prüfungsvorbereitung mit Kollegen

Prüfungsvorbereitung mit Kollegen

Immer wenn es Unklarheiten bezüglich eines neuen Themas in der Berufsschule gibt, können wir sofort unseren Ausbilder anschreiben. Dieser schickt allen Azubis einen IBU-Termin. Der IBU (Innerbetriebliche Unterricht) ist eine zusätzliche Unterstützung für uns. Unser Ausbilder erklärt uns das Thema erneut, damit wir alle auf dem gleichen Wissensstand sind und sich keiner Sorgen über die Berufsschule machen muss. Wir dürfen uns sogar während der Arbeitszeit zusammensetzen und auf Klausuren vorbereiten.

Während der Ausbildung durchlaufen wir alle möglichen Abteilungen der Firma. Von der Produktion von kleinen Wechselrichtern bis hin zu großen Sunny Central Anlagen. Natürlich wird darauf geachtet, dass man berufsorientierte Arbeiten bekommt. Das schöne dabei ist, dass man nicht zu lange in einer Abteilung eingeteilt ist. Der Wechsel zwischen den Abteilungen findet in kurzen Zeitabständen statt. Während der Ausbildung kann es einem einfach nicht langweilig werden. Täglich kommen neue Aufgaben und Herausforderungen auf einen zu. Die Abteilungen sind sehr gut auf Azubis vorbereitet. Jeder Azubi wird gefördert, und die Ausbildungsbeauftragten in den Abteilungen sind stets bemüht, den Azubis etwas Neues beizubringen.

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Der Autor

Lena Neumann (Gastautor)

Lena arbeitet im Employer Branding und betreut den Mitarbeiter-Blog und die Karriere Facebookseite.

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4 Kommentare

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    Peter

    1. April 2013 um 18:34

    „In Sachen Elektronik und Elektrotechnik wird hier die Elite ausgebildet“,
    Also das bezweifle ich doch Stark.
    Wer nur den Raum Kassel kennt mag das glauben,
    Satellitentechnik, Militärtechnik, Funktechnik nicht nur als fertiges Modul,
    Frequenzanalyser…, Kleben statt Löten, also da gibt es noch massig mehr und was höhere Anforderungen stellt. Gibt es bei SMA eine gute Ausbildung? Ja , aber man sollte auf dem Teppich bleiben.

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      Lena Neumann

      2. April 2013 um 10:35

      Hallo Peter,

      danke für Deinen Kommentar und den Hinweis! Unser Auszubildende Ibrahim wollte das sicher nicht so generalisieren und kann seine Erfahrungen wahrscheinlich vor allem mit Berufsschulkollegen vergleichen. Ich denke, mit seinem Bericht zeigt Ibrahim vor allem, dass er stolz auf seine Ausbildung und seine Projekte bei uns ist.
      Wenn du noch weitere Fragen hast, wird er sie Dir gern beantworten.

      Viele Grüße
      Lena

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    Ibrahim Eryueruek

    20. Februar 2013 um 13:08

    Merhaba,

    evet türkce konusmasini biliyorum. Eger bir sorun olursa, yanitlamaya calisirim.

    Saygilarimla,

    Ibrahim

    *Hallo,

    ja ich kann auch türkisch sprechen. Solltest du fragen haben, werde ich versuchen diese für dich auf türkisch zu beantworten.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Ibrahim

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    Ibrahim Bozoglan

    19. Februar 2013 um 17:06

    Merhaba,

    Ibrahim Eryueruek Turkce biliyormu?