Volle Auftragsbücher oder Flaute?

Dieser Artikel erschien 2013. Die Tipps und Techniken können möglicherweise veraltet sein.

von Robert Doelling (Gastbeitrag), , 0 Kommentare
SolarContact-Index April/Mai

Der neue SolarContact-Index bildet die Anfragehäufigkeit im Internet ab und ermöglicht so eine Prognose der zukünftigen Auftragslage für PV-Betriebe.

Über vier Monate haben wir zusammen mit der Redaktion von Sonne, Wind und Wärme gerechnet und die bei uns vermittelten PV-Anfragen gezählt und sortiert. Seit letzter Woche können wir mit unserem SolarContact-Index nun einen Blick in die Zukunft werfen und abschätzen, wie viel Solaranlagen in zwei bis drei Monaten installiert werden.

 

SolarContact-Index 2012

SolarContact-Index 2012

Stimmungslage ist nicht gleich Auftragslage

Für den Solarbereich in Deutschland gibt es bisher verschiedene Branchenindikatoren, die z. B. die Stimmung der Solarunternehmen wiedergeben oder direkt die Anzahl der installierten Module abbilden. Die Stimmung der PV-Unternehmer kann allerdings auch manchmal täuschen und die Anzahl der installierten Anlagen ist nur rückwirkend wirklich aufschlussreich. Daher haben wir uns bei der DAA GmbH letztes Jahr daran gemacht und unseren Datenbestand einmal analysiert. Wir waren doch überrascht wie stark das Anfrageaufkommen nach Photovoltaik-Anlagen mit den letztlich installierten Anlagen korreliert und haben festgestellt, dass wir mit mehreren zehntausend vermittelten Anfragen einen signifikanten Index bilden könnten, mit dem man gerade im Segment der kleinen und mittelgroßen PV-Anlagen die kommende Auftragslage abschätzen könnte.

 

Unterstützung durch Sonne, Wind und Wärme

Wir haben uns dann auf die Suche nach Partnern gemacht, die sich mit Daten-Journalismus auskennen und uns bei der Umsetzung als auch bei der späteren Veröffentlichung und Kommunikation unterstützen können. Zum Glück stießen wir dann auf Jan Gesthuizen vom BVA Bielefelder Verlag GmbH, der sich um genau diesen Bereich bei der Fachzeitschrift Sonne, Wind und Wärme kümmert. Gemeinsam haben wir uns dann seit Anfang diesen Jahres ein Konzept für unseren SolarContact-Index überlegt und immer weiter verfeinert. Herausgekommen ist ein Index, der auf den mehreren tausend Projektanfragen basiert, die die DAA jeden Monat bundesweit an Fachbetriebe aus dem Photovoltaik-Bereich vermittelt. Je nach dem monatlichen Anfragevolumen im Verhältnis zum Durchschnitt der zurückliegenden zwölf Monate lässt sich dann ablesen, ob eine Flaute droht oder ob sich Solarteure auf volle Auftragsbücher freuen können.

 

SolarContact-Index 2012 im Verlauf

SolarContact-Index 2012 im Verlauf

Politik dominierte 2012 Entwicklung auf PV-Markt

Unser Redakteur Christian Märtel hat dann eine detaillierte politische Auswertung des vergangenen Jahres vorgenommen. Dabei wurde überdeutlich, dass die angekündigte Absenkung der Einspeisevergütung zunächst zu einem Höchstwert an Neuinstallationen in 2012 führte und die Anfrageanzahl danach verständlicherweise deutlich abnahm. Erst nach der endgültigen Entscheidung über die zukünftig zu erwartende Einspeisevergütung nahm die Anfrageanzahl in den Monaten Mai bis August wieder überdurchschnittlich zu. Dies führte dann rund zwei Monate später in gleicher Weise zu einem Anstieg der Anzahl der Neuanlagen. Wie zu erwarten war, sank dann im Schlussquartal witterungsbedingt die Anfrageanzahl als auch die Anzahl an Inbetriebnahmen.

 

Aktueller Anfrage-Index geht auf hohem Niveau zurück

Der aktuelle SolarContact-Index für April und Mai zeigt, dass momentan ein hohes Interesse an PV-Anlagen besteht, wenngleich der Trend mit 133 Punkten im Mai gegenüber 158 Punkten im April leicht rückläufig ist. Im langfristigen Trend bewegt sich das Interesse aber auf einem hohem Niveau und liegt noch deutlich über dem durchschnittlichen Anfragevolumen der letzten zwölf Monate (100 Marke). Für die kommenden Monate ist daher durchaus auf eine stabile Auftragslage zu schließen.

 

Detaillierte Analyse im Magazin Sonne, Wind & Wärme

Wir sind gespannt, was die Sonne, Wind und Wärme interpretiert, denn in der kommenden Ausgabe folgt eine erste Präsentation unseres Indexes auch in der Printversion. Dies wird dann in der Zeitschrift selbst alle zwei Monate fortgeführt, online auf beiden Webseiten natürlich monatsaktuell. Wer als Solarteur übrigens aktuell über die jeweils neuesten Index-Zahlen und deren Auswertung informiert werden möchte, der kann sich kostenfrei im Firmenbereich der DAA registrieren. Als Journalist können Sie sich alternativ für unseren Newsletter anmelden.

 

Der Autor Robert Doelling auf Google+

 

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