Room 4 dOCUMENTA

Dieser Artikel erschien 2012. Die Tipps und Techniken können möglicherweise veraltet sein.

von Lena Neumann (Gastbeitrag), 

Was Kunst für mich bedeutet? Aufklärung, offen sein für Neues, über den Tellerrand schauen und sich von Konventionen und dem Alltag lösen. Neues kennenlernen und sich auf das oder den Anderen einlassen.

Mit dem Jahr 2012 kommt die dOCUMENTA in unsere Stadt und mit ihr auch die Gefühle von künstlerischer Freiheit und Offenheit. Vielleicht verdanke ich es genau diesen Gefühlen, dass wir uns kurzerhand entschlossen haben, eines unserer Zimmer privat an dOCUMENTA-Interessierte zu vermieten. Kaum hatten wir das Inserat eingestellt, kam auch schon prompt die erste Anfrage. Zwei Tage später die zweite. Die erste Mieterin ist eine Dame – ob jung oder alt – keine Ahnung. Der zweite Mieter ein Mann. Auch über ihn wissen wir nicht viel. Nur, dass er aus Insbruck kommt und dort eine Gallerie besitzt.

Umso näher die Tage rücken, desto gespannter sind wir. Gespannt auf die Persönlichkeiten, die uns erwarten, auf die Erfahrungen, die wir machen werden. Vielleicht gute, vielleicht schlechte. Vielleicht lernen wir exzentrische Maler, grummelige Bildhauer, lebenslustige Fotografen oder partywütige Kunststudenten kennen. Und vielleicht ergibt sich auch aus dem ein oder anderem Gast eine richtige Freundschaft. Vielleicht auch nicht. Wir werden sehen. Ich bin zumindest sehr gespannt. Nicht nur auf unsere Gäste, sondern auch auf den Wind, den die dOCUMENTA in unsere Stadt bringt. Die erste Brise ist schon bei mir angekommen.