Reiseabenteuer zum Mitfiebern

Dieser Artikel erschien 2014. Die Tipps und Techniken können möglicherweise veraltet sein.

von Kilian Rüfer (Gastbeitrag), , 0 Kommentare

Man kann den spannendsten Beruf der Welt haben und dabei vor Ort etwas Sinnvolles tun, so wie mit der Solartechnik. Dennoch zieht es einen immer wieder in ferne Länder und fremde, für uns neue Kulturen.

Um sich die Ferne ganz nah zu holen, haben bei SMA einige Mitarbeiter so genannte „Fernweh-Abende“ ins Leben gerufen. Dort erzählt man sich unter Kollegen regelmäßig von den eigenen Reise-Erlebnissen und teilt Fotos. So kann das Leben zu Hause nach den vielen Eindrücken und Erlebnissen wieder durch „frische Augen“ genossen werden. Auch die Reflektion ist wichtig, um das eigene Tun immer wieder auf einen stimmigen Kurs zu bringen. Hier zeigen wir euch Kostproben der schönsten Bilder und Berichte, denn geteiltes Fernweh ist halbes Fernweh und doppelte Vorfreude auf eine eigene Reise in die Ferne.

 

Eintauchen in andere Welten

Florian fuhr mit dem Fahrrad durch Japan, Felix lud seine Akkus in Thailands Sonne auf, Samuel erkundete mit dem Rucksack Borneo, Georg war in Kolumbien unterwegs, Bego unterstützte ein Hilfsprojekt in Kamerun, Nils war in Tansania auf Safari, und Alex arbeitete an einem Inselsystem in Uganda.

Meist tut nicht nur die Reise selbst gut, sondern auch das Erzählen darüber, ganz nach dem eigenen Geschmack. Je nach Vorliebe kann der Schwerpunkt beispielsweise auf die Natur, Architektur oder Kultur gelegt werden. Mit den Fernweh-Abenden geht es der Mitarbeiter-Initiative um den interkulturellen Austausch. Mit den geteilten Erfahrungen, Tipps und Ideen kann man sich vielleicht schon bei der nächsten Reise leichtfüßiger und umsichtiger durch neue Welten bewegen. Begoña Parajón Robles, die mit Carmen Wulff die Abende organisiert, verdeutlichte die dahinterstehende Idee: „Wir wollen unseren Horizont erweitern, neugierig machen auf andere Länder und für ein paar Stunden zum Beispiel in Thailand sein und die Sonne und Wärme genießen“. Natürlich sind auch die Kollegen aus den Auslandsgesellschaften herzlich eingeladen, ihr Land und ihre Leute vorzustellen.

 

Florian mit dem Rad durch Japan

Auf den Gipfel von Mt. Norikura mit Blick auf den Vulkan Otake – einige Tage nach dem Ausbruch in 2014.

Auf den Gipfel von Mt. Norikura mit Blick auf den Vulkan Otake – einige Tage nach dem Ausbruch in 2014.

Florian_Norikura

Soyamisaki auf Hokkaido. Japans nördlichster Punkt. Bei guter Sicht kann man von hier aus Russland sehen. (2013)

 

Felix vom Akku laden in Thailands Sonne

Felix_Ko Yao Yai_Thai

Im Süden Thailands finden sich viele kleine, idyllische Inseln zum Sonnenbaden und Schnorcheln. Die Insel Ka Yao Yai ist vom Tourismus noch nicht so stark erschlossen, und so konnten wir zum Abschluss unserer Reise in einem schönen Resort etwas abgeschiedenen Luxus erleben. Mit Stromausfällen ist aber zu rechnen, ich habe wirklich ein Sunny-Island-System vermisst 😉

Felix_Platz-der-Demokratie_Thai

Auf diesem Platz begannen Anfang November 2013 die großen Demonstrationen in Bangkok. Erst durch besorgtes Nachfragen aus Deutschland zwei Wochen später erfuhren wir, welche Ausmaße die Demonstrationen angenommen haben. Als wir auf unserer Rückreise dann wieder nach Bangkok kamen, war der Platz kaum noch zu betreten.

 

Samuel über das Reisen auf Borneo

Samuel_PerhentianIsland

Was wir bereits bei unserem ersten großen Trip durch Malaysia wertschätzen lernten, war die Tatsache, dass auf einen schwierigen Teil der Reise immer ein entspannter Teil folgen muss. Am Strand der Perhentian Islands, einer autofreien und nahezu menschenleeren Insel, ließen sich die Eindrücke aus der Zeit im Dschungel Borneos gut verarbeiten.

Samuel_Borneo

Mit dem Zug fuhren wir in Schrittgeschwindigkeit durch den Regenwald Borneos – vorbei an einsamen Hütten, zu denen nichts außer die Bahngleise führten. Immer wieder liefen Menschen aus dem Wald heraus und sprangen auf die Ladefläche des Zuges, um ins nächste Dorf zu gelangen. Was wir mit diesem „Rolls Royce“ erleben mussten und wieso wir auf einem Zug mitten durch den Regenwald fuhren, erfährst du in unserem Reisebericht auf www.underwaygs.com.

 


Georgs Eindrücke aus Kolumbien

Georg_Valle_de_Cocora

Es könnte eine ganz normale Alpenlandschaft sein: Temperaturen um die 25° C, weidendes Fleckvieh auf eingezäunten Flächen und bewaldete Vorberge. Wenn da nicht überall Palmen wachsen würden. Auch befindet man sich bereits über 2000 Meter Höhe, wo in den Alpen längst die Baumgrenze erreicht wäre, und hinter den ersten Vorbergen kann man auf die über 5000 Meter hohen, schneebedeckten Berge des Nationalparks „Los Nevados“ aufsteigen.

Georg_Cartagena

Einer der beliebtesten Urlaubsorte ist die Stadt Cartagena mit einer wunderschönen Altstadt im Kolonialstil. Die Festungsanlage, mit der sich die ursprünglichen Bewohner gegen die Spanier verteidigten, ist noch gut erhalten. Übernachten kann man gut auf der äußersten Hotel-Halbinsel mit wunderschönem Karibikstrand. Wenn man Glück hat, ist nachts ein Feuerwerk zu sehen.

 


Bego über das Hilfsprojekt in Kamerun

Bego_WÑsche waschen

Ein Treffpunkt für die Frauen von Boboyo: der Brunnen, um dort mit einem Eimer Wasser zu schöpfen.

Bego_Kinder

Fröhlich und munter spielen sie, wenn sie ihren Müttern nicht helfen müssen. Die älteren Kinder passen auf die kleineren auf.

 


Nils über die Safari in Tansania

Niels_Tarangire_NP
Baobabs, Löwen, Giraffen, Zebras und Elefanten auf einer Fläche so groß wie ganz Nordhessen: Hier können die Tiere kilometerweit ungehindert durch Zäune ziehen. Im Gegensatz zu diesem Erlebnis wird einem das kranke, reduzierte Verhalten der Tiere in unseren Zoos erst recht bewusst.

Niels_Ngorongoro_NP-Massai-Dorf
Am Fuße des Ngorongoro-Kraters steht ein Schau-Dorf der Massai, die aus dem Krater ausgesiedelt wurden und nun auch am Tourismus mitverdienen. Inzwischen hat die Nationalpark-Behörde den hohen Wert der jahrtausende alten Landschafts-Pflege der Massai (Brandrodung & Vieh-Beweidung) verstanden. In unmittelbarer Nähe in der Olduvai-Schlucht wurde ein 4 Millionen Jahre alter Urmensch gefunden.

 


Alex berichtet vom Elektrifizieren aus Uganda

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Das Abenteuer begann mit einem Anruf während eines Snowboard-Urlaubs. Die Frage: „Willst du mit nach Uganda kommen?“ Da musste ich nicht lange überlegen, schließlich hatte ich mich Monate zuvor schon auf den Aufruf gemeldet, bei dem ehrenamtliche Helfer gesucht wurden, die in Uganda eine Inselnetzanlage errichten sollen. Noch am selben Tag auf der Skihütte erreichte mich dann der Anruf von Dennis, der ebenfalls mit dabei sein sollte.

Ein halbes Jahr Vorfreude – und dann ging es im Sommer 2009 endlich los. Voller Neugier, freudiger Erwartungen und auch etwas Sorge vor dem, was uns vor Ort erwartete. Schließlich war dies für uns beide die erste derartige Reise; aber wie sich schnell zeigte, nicht die letzte.

Es folgten noch zwei Reisen nach Uganda und eine nach Madagaskar. Immer mit dem Ziel, Strom an Schulen oder Krankenhäuser in entlegenen Gegenden zu bringen.

SONY DSC

Natürlich haben wir diese Reisen auch immer dazu genutzt, die heimische Tierwelt zu erkunden: Löwen, Elefanten, Giraffen und viele mehr in freier Wildbahn zu erleben – immer wieder ein unglaubliches Erlebnis!

 

Und ihr?

Vielleicht überkommt auch euch gerade das Fernweh oder der Wunsch nach Urlaub in der Nähe. Was waren bislang eure eindrucksvollsten Reise-Erlebnisse? Welche Tipps für kulturelle Begegnungen würdet ihr aus eurer Sicht und Erfahrung geben?

 

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