Mein Praktikum in Indien

Von Lena Neumann (Gastbeitrag) am 4. September 2012 in der Kategorie Karriere mit 0 Kommentare
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Es war ein komisches Gefühl: Wir saßen zu fünft bei McDonalds am Frankfurter Flughafen und wussten, dass wir innerhalb der nächsten 24 Stunden überall auf der Welt verstreut sein werden. Während 3 in Richtung USA und einer Richtung Australien abhob, bestieg ich relativ knapp vor Boarding Ende die Maschine Richtung Mumbai.

Schon kurz nach der Landung war klar, ich bin nicht mehr in einem Land der Ordnung und Regeln. Ich war in Indien! Und so musste ich nicht nur mehr als 1,5 Stunden auf meine Koffer warten, sondern auch noch vergeblich den Hotel Pick-up Service suchen.

Blick auf Mumbai

Blick auf Mumbai

Wie ich aber in den nächsten 10 Wochen erfahren sollte, sind solche Situationen im Subkontinent Usus.

Vertrieb in Indien

SMA hat seine Niederlassung in Mumbai in einem schönen, relativ neuen und modernen Stadtteil im Norden. Im Gegensatz zu vielen anderen Niederlassungen der SMA sind hier wirklich nur Inder beschäftigt.
Trotz sprachlicher und kultureller Barrieren lief das Zusammenleben aber sehr gut. Wir haben viel zusammen unternommen, uns ausgetauscht und gelacht. Während meines Praktikums sollte ich die Kollegen vom dortigen Vertrieb unterstützen und so übernahm ich den Bereich der Insellösungen und versuchte den indischen Kollegen beizubringen, was ich von diesen Produkten in Deutschland gelernt hatte.

Freizeit in Mumbai
An die indischen Straßen musste Sebastian sich gewöhnen

Straße in Indien

In meiner Freizeit versuchte ich Mumbai unsicher zu machen und was soll ich sagen, das war schwerer als gedacht. Diese Stadt ist der pure Wahnsinn: auf einer Fläche halb so groß wie Berlin leben mehr Menschen als in Nordrhein-Westfalen, immerhin unser bevölkerungsreichstes Bundesland. Man sieht Menschen die im Geld schwimmen und viele, die nicht wissen, wie sie die Nacht überleben sollen. Man sieht und riecht vor allem die schlechten hygienischen Verhältnisse, man braucht für eine Strecke von 20 km 3 Stunden mit dem Auto und man fragt sich, wie die Menschen an dem Teil, den sie Strand nennen, überhaupt schwimmen können. Kurz um, ich könnte in dieser Stadt nicht leben, aber es war für mich eine riesige Erfahrung und ich würde es immer wieder tun, denn nur so weiß man später dann das zu schätzen, was wir hier in Deutschland alles haben.

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Der Autor

Lena Neumann (Gastautor)

Lena arbeitet im Employer Branding und betreut den Mitarbeiter-Blog "Sonnenallee" und die Karriere Facebookseite.

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