Ist Solarenergie in Alaska sinnvoll?

Für den ehemaligen RWE-Vorstandvorsitzenden Jürgen Großmann ist „die Förderung von Solarenergie so sinnvoll wie Ananas züchten in Alaska“.  So zumindest seine Aussage im Jahr 2012. Diese tropische Obstpflanze wird in der Tat bis heute nicht in Alaska angebaut, wohl aber ist die Solarenergie in dem entlegenen US-Bundesstaat auf dem Vormarsch.

Uns ist ein Zeitungsartikel in die Hände gefallen, in dem von den Chancen der solaren Energieversorgung in Alaska die Rede ist. Darüber hinaus gibt es eine Studie des US Department of Energy über die Sinnhaftigkeit aber vor allem Wirtschaftlichkeit der Nutzung von Photovoltaik in dem entlegenen US-Bundesstaat.

Fakt ist, dass Alaska reich ist an Öl und Kohle und viele entlegene Orte stellen ihre Stromversorgung zu 100% über Dieselgeneratoren sicher. Fakt ist auch, dass die Winter in Alaska lang und dunkel sind. Dennoch darf man die langen und kalten Sommertage nicht vernachlässigen, denn diese sind perfekt für die solare Stromgewinnung. Und die Verfügbarkeit der fossilen Brennstoffe ist endlich und deren Preise schwanken.

Das Alaska Technical Center in Kotzebue nutzt eine Fassadenmontierte Solaranlage, um die Kosten für Diesel zu reduzieren.

Das Alaska Technical Center in Kotzebue nutzt eine Fassadenmontierte Solaranlage, um die Kosten für Diesel zu reduzieren.

 

3 Faktoren sprechen für Solarenergie in Alaska:

1. Die wirtschaftliche Abhängigkeit vieler Gemeinden von stark schwankenden Ölpreise

2. Der technologische Fortschritt bei der Solartechnik und die damit verbundenen sinkenden Kosten

3. Die Bestrebungen vieler Gemeinden, ihre Eigenstromversorgung zu verbessern

 

Insgesamt 96 Solarmodule sind an der Fassade des Gebäudes in Anchorage, Alaska, angebracht und erzeugen mit 3 Sunny Boy 6000-US Solarstrom.

Insgesamt 96 Solarmodule sind an der Fassade des Gebäudes in Anchorage, Alaska, angebracht und erzeugen mit 3 Sunny Boy 6000-US Solarstrom.

Beweise für Solaranlagen

Zugegeben, Alaska ist ein vergleichsweise kleiner Solarmarkt, aber nichts desto trotz gibt es bereits installierte Solarleistung – auch mit SMA Systemtechnik. So ist zum Beispiel in Anchorage, einer der größten Städte in Alaskas, an einer Hausfassade seit 2011 eine Solaranlage  mit 17,28 kWp Leistung in Betrieb. Ausgestattet ist die Anlage mit drei Sunny Boy 6000-US und einer Sunny WebBox.

Eine Übersicht der Sonnenstunden im Jahresverlauf in Anchorage findet ihr hier.

Details zur Solarindustrie in dem nördlichsten US-Bundesstaat gibt es bei Solar Energy Industries Association (SEIA®). Laut dem Verband sind in 2015 insgesamt 261 kW Leistung im Bereich Hausdachanlagen (Residential) und 69 kW Leistung im gewerblichen Segment (Commercial) installiert worden.

 

Weitere Beweise gesucht!

Kennt ihr Solaranlagen in Alaska oder seid bei eurem letzten Urlaub in dem US-Bundesstaat an Solaranlagen vorbeigekommen, dann schickt uns eure Fotos an: SocialMedia@SMA.de

 

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