Hollywood-Stars im Solarfieber

Dieser Artikel erschien 2012. Die Tipps und Techniken können möglicherweise veraltet sein.

von Sian Younis (Gastbeitrag), , 0 Kommentare
Hollywood Hills; Quelle: Alexander Hauk

Seit ein paar Jahren findet der Öko-Trend anscheinend auch in Hollywood immer mehr Anhänger. Umweltbewusstes Handeln wird immer angesagter: Viele Stars holen sich jetzt die Sonnenenergie ins Haus (beziehungsweise auf die eigene Insel, wenn man Johnny Depp heißt, aber mehr dazu später) und machen ihre sonnigen Aussichten natürlich auch ordentlich publik.

 
PV als Lifestyle-Trend

Dass sich mehr und mehr Stars beim Thema erneuerbare Energien engagieren, ist für die PV-Branche doch bestimmt ein Geschenk des Himmels, oder? Auf jeden Fall ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Denn für viele Menschen haben Stars eine Vorbildwirkung, und auch Filme sind meist darauf ausgelegt, Denkanstöße zu geben und das Publikum zu inspirieren. Wenn also Stars und Filmbranche mehr Umweltbewusstsein zeigen, überträgt sich dies auch auf die Fans und Zuschauer oder weckt zumindest ein stärkeres Interesse am Öko-Lifestyle.

 
(E)Mission: Impossible

Nehmen wir zum Beispiel das neue Hybridauto BMW i8 Concept, das in Mission Impossible 4 gezeigt wird. Für mich persönlich stiehlt das Elektroauto, mit dem unser Superheld Ethan Hunt durch die Straßen von Mumbai kurvt, dem Hauptdarsteller eindeutig die Show. Dieses innovative, straßentaugliche Hybridfahrzeug hat allgemein für Überraschung gesorgt, und ich bin mir sicher, dass der Film dazu beitragen wird, dass sich die Zuschauer eher für dieses neue Konzept begeistern können. Denn Elektroautos sind heute keine Spielerei mehr, sondern coole und zukunftsfähige Fahrzeuge.

 
Der Sunset Boulevard in Los Angeles, Quelle: Sebastian Stefanov, www.gameobserver.com

Der Sunset Boulevard in Los Angeles; Quelle: Sebastian Stefanov

In Hollywood ist PV jetzt ein Muss

Für PV-Anlagen gilt das Gleiche: Viele Stars besitzen bereits eine Solaranlage und setzen sich auch in der Öffentlichkeit für dieses Konzept ein. Die Gründe für den Wechsel zur Sonnenenergie sind so unterschiedlich wie die Stars selbst. Einige sind hundertprozentige Ökofreaks, die sich ausschließlich von Naturkost ernähren. Manche wollen einfach ihren Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen leisten. Und wieder andere, die im Geld schwimmen, pflastern ihr Dach schlicht deshalb mit PV-Modulen, weil sie es sich leisten können. Trotz dieser unterschiedlichen Gründe sind sie jedoch alle der Ansicht, dass sich die Solarenergie positiv auf ihr Leben ausgewirkt hat.

 
Alte Hasen in Sachen Solar

Hier sind einige Beispiele für Stars, die sich meiner Meinung nach publikumswirksam und mit ganzem Herzen für erneuerbare Energien einsetzen:

Der britische Schauspieler Colin Firth, der mit der Rolle des Mr. Darcy bekannt wurde, engagiert sich gemeinsam mit seiner Frau, der italienischen Filmemacherin Livia Firth, leidenschaftlich für die Umwelt. In Londons Stadtteil Chiswick betreiben die beiden das trendige Öko-Kaufhaus „Eco-Age“, in dem auf 3 Stockwerken alle erdenklichen Fair Trade- und Bioprodukte angeboten werden. Das Gebäude verfügt über einen vertikalen Dachgarten und eine Terrasse mit clever integrierten PV-Modulen.

Ebenfalls in London lebt die erfolgreiche Sängerin und Songwriterin K T Tunstall. Seit der kürzlich erfolgten Renovierung verfügt ihr trautes Heim im Herzen der Stadt nun über 11 PV-Module auf dem Dach sowie ein separates, vollständig mit Solarenergie betriebenes Studio.

Den wohl krassesten Gegensatz zwischen Hollywood-Rolle und tatsächlichem Menschen finden wir auf der anderen Seite des Atlantiks: Larry Hagman. Wer in den 80ern die Erstausstrahlung der Serie Dallas miterlebt hat (die jetzt übrigens ein Comeback erlebt), wird unser aller Lieblings-TV-Fiesling, den texanischen Ölmagnaten J.R. Ewing, noch gut in Erinnerung haben. Wie Bob Dylan passenderweise in „The times they are a-changing“ von den sich ändernden Zeiten sang, hat J.R. mittlerweile seinen Stetson und das auf’s Engste mit dem Erdöl verbundene High-Society-Leben hinter sich gelassen und engagiert sich nun lieber für die Nutzung der Solarenergie: Larry Hagman besitzt nicht nur ein Anwesen in Ojai, Kalifornien, sondern auch eine PV-Anlage mit 94 kW Leistung. Laut der LA Times hat sich seine Stromrechnung dadurch von jährlich 37.000 US-Dollar auf schlappe 13.000 US-Dollar verringert. Sein Wahlspruch in den Werbespots für SolarWorld? „Shine, Baby, Shine.“

Alle Stars aufzulisten, die sich für Solarenergie begeistern, würde einfach den Rahmen sprengen, deshalb stelle ich hier abschließend noch meine beiden persönlichen Favoriten vor:

Ein weiterer Verfechter der Solarenergie ist Brad Pitt. Die PV-Module auf seinem und Angelina Jolies bescheidenem Eigenheim in Louisiana stellen dabei nur einen kleinen Teil seines Engagements für die Umwelt dar. Nach dem Hurrikan Katrina, der New Orleans verwüstete, unterstützte Brad Pitt den zeitnahen Bau nachhaltiger und preisgünstiger Wohnungen für obdachlos gewordene Anwohner mit geringem Einkommen. Alle bislang fertiggestellten Wohnungen verfügen über Solarthermie- und PV-Anlagen.

Und schließlich wäre da noch unser berühmt-berüchtigter Lieblingspirat Johnny Depp (der wohl coolste Typ der Welt) mit seinem Öko-Zweitwohnsitz auf den Bahamas. Dabei handelt es sich nicht etwa bloß um ein Ferienhäuschen mit Swimmingpool für den Sommerurlaub der Familie, sondern gleich um eine 18 Hektar große Insel. Captain Jack Sparrow macht eben keine halben Sachen. Da Inseln mitten im Nirgendwo selten über ein öffentliches Stromnetz verfügen, hat Johnny Depp sein Eiland mithilfe modernster Solartechnologie in ein ökologisch, autark und nachhaltig bewirtschaftetes Paradies verwandelt. Und da sage noch einer was vom Fluch der Karibik…

 
Echt öko?

Ob die Stars, die sich einem nachhaltigen Lebenswandel verschrieben haben, dies nun wirklich aus Überzeugung tun oder nur, weil es unter ihresgleichen gerade zum guten Ton gehört, ist natürlich schwer zu sagen. Trotzdem finde ich es völlig in Ordnung, sich an diesen Hollywood-Größen zu orientieren. Letztendlich propagieren sie in jedem Fall die nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien. Und das ist doch super!

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>