E-world 2018: Auf in die moderne Energiewirtschaft

Digitalisierung, Dezentralität und Dekarbonisierung – das sind die Schlagworte der Energiewirtschaft. Entsprechend konsequent lautete das Credo der E-world 2018 „Smart City – intelligente Lösungen für die Stadt von morgen“. Damit setzte die Leitmesse der Energiewirtschaft zum ersten Mal einen Themenschwerpunkt. Mit dem neuen Start-up coneva und ennexOS stellt SMA heute schon die Weichen Richtung Zukunft.

 

In den Hallen der E-world energy & water ist es deutlich zu spüren: Die Digitalisierung ist dabei, den gesamten Energiesektor auf den Kopf zu stellen. Neue Möglichkeiten und Geschäftsmodelle für Unternehmen wie auch Energiekonsumenten entstehen. Prosumer erzeugen ihren eigenen Strom dezentral und vermarkten ihn selbst. Sektorenkopplung ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Gelingen der Energiewende. Die Digitalisierung ermöglicht schon heute, dass sich Strom, Wärme, Mobilität und Industrie zu einem effizienten Energiesystem vereinen.

 

Sektorenkopplung als Schlüssel zur Energiewende

Jetzt sind die Unternehmen, aber insbesondere auch die Politik gefragt, die richtigen Impulse zu setzen und die steigenden Anforderungen an die Systemtechnik zu erfüllen. Nötig sind Schnittstellen zwischen Strom, Gas und Wärme, um mehr Erneuerbare in Haushalten, Industrie und Mobilität nutzen zu können. Auf lokaler Ebene müssen die Erzeuger mit Speichersystemen und weiteren Sektoren, wie Heizung, Lüftungs-, Klimatechnik und E-Mobilität gekoppelt werden. Nur so können die öffentlichen Stromnetze entlastet und Kosten für teures Einspeisemanagement gespart werden.

Im Vorfeld der Messe  gab die Studie „Das gekoppelte Energiesystem“ von Fraunhofer IEE und E4Tech im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. hier ein wenig Nachhilfe. Sie zeigt, wie die Modernisierung der Energiewirtschaft gelingen kann.

Gemeinsam im Einsatz in Sachen Energie. Die Kollegen von coneva und SMA: Frank Reichenbach, Frank Blessing, Andreas Strusch, Maik Brüschke und Jürgen Reinert ( v.l.n.r.).

Gemeinsam im Einsatz in Sachen Energie. Die Kollegen von coneva und SMA: Frank Reichenbach, Frank Blessing, Andreas Strusch, Maik Brüschke und Jürgen Reinert ( v.l.n.r.).

Während die politischen Entscheider noch an den Hausaufgaben sitzen und die richtigen und wichtigen Weichen zur Modernisierung der Energiewirtschaft stellen müssen, präsentieren die Unternehmen schon vielversprechende Ansätze und technologische Lösungen, um den Energiesektor auf das nächste Level zu heben.

Für SMA reisten erstmals die Kollegen der frisch gegründeten SMA Tochtergesellschaft coneva mit nach Essen und stellten genau diese Lösungen zur digitalen Energiewende vor. Sie verhelfen kommunalen Energieversorgern und gewerblichen Betrieben dazu, Energie so effizient und einfach wie möglich zu erzeugen und zu nutzen.

 

Rundum-Blick auf Erzeuger und Verbraucher

Jochen Schneider, coneva Geschäftsführer

Jochen Schneider, coneva Geschäftsführer

„Wir haben den ersten öffentlichen Auftritt der coneva als Chance genutzt, um uns mit den Entscheidern der Branche zu vernetzen“, resümiert Jochen Schneider, Geschäftsführer der coneva.

„Wir freuen uns über  vielversprechende Gespräche mit potentiellen Kunden und Partnern.  Besonders erfreut sind wir über die positive Reaktion der Stadtwerke auf unsere Angebote. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir zeitnah konkrete Pilotprojekte starten. Gleichzeitig haben wir viele neue Impulse bekommen. Gemeinsam mit den SMA Kollegen gilt es nun, diese auszuwerten und ennexOS entsprechend weiterzuentwickeln.“

 

Start-Up-Mitglied Frank Reichenbach erklärt auf der E-world, welches Geschäftsmodell hinter coneva steckt:

 

Coneva: Connected Energy Value

 

Die coneva GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der SMA Solar Technology AG, mit Sitz in München bietet seinen Kunden digitale Energielösungen. Kommunale Energieversorger, Wohnungsbaugesellschaften oder Telekommunikationsunternehmen etwa profitieren von White Label-Lösungen zum Energiemanagement und der Einbindung von Endkunden in den digitalen Energiemarkt.

Zudem bietet coneva auch Lösungen zu Energiemonitoring, -steuerung und -management für Gewerbekunden wie Supermarkt-, Hotel- oder Krankhausketten an, die für einen effizienten Energieeinsatz sorgen. So können Gewerbebetriebe, öffentliche Einrichtungen und Endkunden erheblich Energiekosten einsparen.

 

Sektorenübergreifendes Energiemanagement mit ennexOS

Mit der IoT-Plattform für Energiemanagement ennexOS verbindet SMA alle relevanten Erzeuger und Verbraucher, integriert dabei elektrische wie thermische Komponenten und macht die Energieversorgung so effizient und kostensparend. Mit passgenauen Lösungen aus Hardware, Software und Service-Leistungen bietet ennexOS umfangreiche und modulare Lösungen für die Vertriebsunterstützung, Planung, Simulation, Konfiguration und den Betrieb von dezentralen Energieversorgungssystemen.

 

Sebastian Seidl und Andreas Strusch zur neuen Plattform ennexOS für sektorenübergreifendes Energiemanagement:

 

ennexOS Energiemanagement

 

Maik Brüschke

Maik Brüschke

„Das große Interesse an ennexOS und dem Data Manager M auf der Messe bestärkt uns darin, auf dem richtigen Weg zu sein. Wir haben seit Anfang des Jahres unsere neue Plattform im Markt, die aus der Erfahrung mit vielen tausend Energiemanagemen-Systemen im Feld entwickelt wird “, so Maik Brüschke, Head of Product Group Solutions Residential und Commercial.

„Die ersten Pilotprojekte mit ennexOS laufen bereits, so dass wir heute schon funktionierende Lösungen zur  Sektorenkopplung zeigen können. Die vielen wertvollen Erkenntnisse, die wir daraus gewinnen, können wir direkt in neuen Funktionen realisieren und den Kundennutzen verifizieren. Wir arbeiten kontinuierlich daran, ennexOS so weiter zu entwickeln, dass es Kundenanforderungen über alle Energiesektoren hinweg erfüllt.“

 

Der Sonnenei-Geflügelhof setzt auf intelligentes Energiemanagement.

Der Sonnenei-Geflügelhof setzt auf intelligentes Energiemanagement.

Bio-Hof setzt auf digitales Energiemanagement

Auf dem Bio-Hof Sonnenei im waldhessischen Alheim-Heinebach ist ennexOS bereits im Einsatz. Auf mehrere Dächer des Mustergeflügelhofs verteilt befindet sich eine Solarleistung von 250 kWp.  Seinen Strombedarf von rund 280 MWh jährlich kann Inhaber Leonard Häde zu 45 Prozent mit Solarenergie decken.

Die detaillierte Erfassung und Auswertung der Energienutzung lohnt sich. Das Familienunternehmen konnte die Stromkosten bereits deutlich reduzieren, indem Häde die Fütterungszeiten in seinen Ställen inzwischen zeitlich kurz versetzt plant. Seit Januar nutzt er zusätzlich SMA Spot – das gemeinsam mit dem Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG entwickelte Angebot zur Direktvermarktung von Solarstrom.

 

Nicht nur in Essen ist die Energiewelt von morgen also heute schon greifbar. Wir sind bereits mittendrin im wichtigen und spannenden Umbruch der gesamten Energiewirtschaft.

 

Tschüß und bis zum nächsten Mal 😉

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