E-Mobilität und Energiemanager: Die Kommunikation muss stimmen

Wer sein Elektrofahrzeug zuhause auflädt, spart Zeit und Kosten. Und das ganz besonders wenn der Ladevorgang intelligent in das heimische Energiesystem integriert wird. Beim 3. Plugfest E-Mobility der EEBUS-Initiative im Audi Werk in Brüssel stand deshalb die Kommunikation zwischen Ladeinfrastruktur und weiteren Energieerzeugern und -verbrauchern auf dem Prüfstand. Mittendrin die SMA Mitarbeiter Bo Lønborg Müller und Matthias Groene. Wir haben mit ihnen darüber gesprochen, was es Neues gibt zum Thema E-Mobilität.

Zum dritten Mal haben sich jetzt Experten aus den Bereichen Energiemanagement und Elektromobilität getroffen, um ihre neuesten Entwicklungen und das Zusammenspiel der Komponenten live zu testen. Was ist das Besondere an den Plugfesten?

Matthias Gröne

Matthias Gröne

Matthias: Für mich sind es vor allem zwei Aspekte, die ein EEBUS-Plugfest so interessant machen: Ein Aspekt ist technischer Natur. Die Unternehmen bringen ihre Geräte mit, damit sie miteinander „sprechen“. Sie verbinden zum Beispiel Ladesäule und Ladegerät in einem Netzwerk und überprüfen dann, ob diese sich auch verstehen. Gibt es dabei noch Probleme, muss geklärt werden, ob es an der Implementierung der EEBUS-Spezifikation liegt, oder daran, dass diese eventuell noch missverständlich war. Der zweite Aspekt ist der, dass sich bei einem EEBUS Plugfest neben den Geräten auch die Menschen miteinander vernetzen, die sonst nur miteinander telefonieren und sich selten bis gar nicht persönlich treffen.

Bo: Bei den so genannten „Steckerfesten“ haben wir die Möglichkeit, uns untereinander auszutauschen, potentielle Partnerschaften zu besprechen oder zu lernen wie wir unsere Produkte und Dienstleistungen verbessern können. Auf jeden Fall nimmt man immer viele spannende Ideen mit!

Was genau wurde in Brüssel getestet und wie sind die Ergebnisse?

Matthias: Am Plugfest bei Audi haben etwa zehn Unternehmen mit ihren Geräten -Ladesäulen und Energiemanagern – teilgenommen. Wir haben unter anderem die Kommunikation zwischen dem neuen SMA Energy Meter powered by ennexOS und den Ladesäulen getestet. Dabei war es besonders beeindruckend, die komplette Kette aller involvierten Geräte und Vorgänge zu sehen: Beginnend mit dem Energiemanager, der die Stromflüsse im Haus koordiniert, über die Ladesäule, die für einen sicheren Ladevorgang sorgt, bis hin zum Elektroauto selbst.
Bo: Aufbauend auf die SMA Energiemanagement-Plattform ennexOS, konnten wir so mehrere neue Funktionen für die Elektromobilität testen. Diese Funktionen ermöglichen es den Kunden, bevorzugt erneuerbare Energien zu nutzen. Dadurch können die Kosten für das Laden eines E-Fahrzeugs reduziert werden. Auch wichtig: Die Funktion Overload-Protection. Sie erlaubt es, immer mit der höchstmöglichen Leistung zu laden, ohne dass die Gefahr besteht, die Hauptsicherung auszulösen.

Wann werden die Systeme verfügbar sein?

Matthias: Jetzt wo wir das Plugfest erfolgreich abgeschlossen haben, können wir uns darauf fokussieren die letzten qualitätssichernden Maßnahmen abzuarbeiten. Das SMA Energy Meter powered by ennexOS wird dieses Jahr verfügbar sein und wir werden die Kompatibilität mit EEBUS-Ladesäulen per Software-Update verfügbar machen, wenn kompatible Ladesäulen auf den Markt kommen. Die Funktionalität wird auf jeden Fall bei der Markteinführung des Ladesystems Connect unseres Partners Audi zur Verfügung stehen.

Was ratet ihr Leuten, die sich mit dem Gedanken tragen ein E-Fahrzeug anzuschaffen?

Bo: Egal, ob jemand sich für den neuen vollelektrischen Audi e-tron interessiert, oder für eins der vielen anderen schon im Markt verfügbaren E-Fahrzeuge, jeder sollte sich auch den Gefallen tun, über eine intelligente Ladelösungen nachzudenken. Damit kann man viel Geld sparen – besonders, wenn schon eine Solaranlage vorhanden oder in Planung ist. Sowohl der Sunny Home Manager 2.0, der aktuell die Ladesäule von Mennekes perfekt ins häusliche Energiemanagementsystem einbindet, als auch die SMA Lösung für das Ladesystem connect für den Audi e-tron, sind dafür optimale Lösungen.

 

Bo Lønborg Müller

Bo Lønborg Müller

10 statt 30 Cent

„Elektromobilität und Photovoltaik sind die Schlüssel zum Energiekosten-Sparen: Die Kosten einer Photovoltaikanlage sind niedriger als je zuvor. Wenn man die durchschnittliche Stromgestehungskosten einer Kilowattstunde aus PV – 10 Cent, mit der Kilowattstunde Netzstrom für fast 30 Cent vergleicht, liegt hier ein erhebliches Einsparpotenzial. Um das mal in Relation zu setzen: wer würde nicht lieber 50 ct, statt € 1,50 an der Tankstelle zahlen! Und das sogar mit selbst erzeugtem Strom!“

 

EEBUS Speak Energy | IoT Communication Standards | EEBUS

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