Der PV-Deckel fällt!

SMA_Solarfeld

(Update 19.5.2020) Gute Nachricht für das Klima: Der 52-GW-Deckel für Photovoltaikanlagen soll endlich fallen. Danke an alle, die sich an der Kampagne beteiligt haben, der Protest hat sich gelohnt. Trotzdem können die Maßnahmen jetzt natürlich nur der Anfang sein. 

Antje von Broock (BUND) moniert zu Recht: „Die Einigung der Koalitionäre ist ein Schritt in die richtige Richtung, der leider viel zu kurz ausfällt. So wird es nichts mit der dringend notwendigen energiepolitischen Wende. Ein echter Durchbruch wäre eine umfassende EEG-Novelle gewesen, die ambitionierte Ausbauziele und -pfade für Wind und Photovoltaik festlegt und die EU-Vorgaben für Bürgerenergie umsetzt.“
Dafür müssen wir weiter kämpfen. Weitere Details erfahrt ihr im pv magazine (18.05.2020)

 

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(9.5.2020) Es wird eng für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und für die Klimaziele in Deutschland. Mit jedem Tag nähern wir uns dem Erreichen der Grenze von 52 GW-PV-Leistung und damit dem Ende der Vergütung für das Einspeisen erneuerbarer Energien nach dem EEG. Immer mehr Solar-Kunden scheuen vor Investitionen zurück und warten lieber ab, da nicht klar ist, ob ihre Anlage noch gefördert wird.

SMA Mitarbeiter Protest gegen den PV-Deckel

Dabei hat die Politik den 52-GW-Deckel im Klimapaket 2019 eigentlich abgeschafft, jedoch wird die Umsetzung seitdem vertagt. Denn die Regierungskoalition will ausschließlich einen gemeinsamen Deal zusammen mit einer Windkraft-Abstandsregelung. Diese liegt aber aufgrund regionaler Besonderheiten noch in weiter Ferne. Leider führt das dazu, dass auch die Abschaffung des 52-GW-Deckels weiter „vertagt“ wird. Das verunsichert die Hausbesitzer, Betreiber, Händler, das Handwerk und gefährdet Arbeitsplätze.

Schon im Sommer könnte es soweit sein und die Betreiber von kleinen und mittleren Solaranlagen, welche mit einer festen Einspeisevergütung rechnen, erhalten kein Geld mehr. Eine Katastrophe für ihre Finanzierungsmodelle und ganz besonders auch für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren und das Erreichen der Klimaziele in Deutschland. Das müssen wir verhindern.

 

Deshalb fordern wir: Der 52-GW-PV-Deckel muss jetzt endlich weg.

Wir wollen, dass der 52-GW-Deckel sofort gestrichen wird und Solardächer weiterhin wirtschaftlich betrieben werden können. Deshalb starten wir eine Kampagne, an der sich alle SMA’ler und SMA’lerinnen, unsere Kunden, Partner und Freunde beteiligen können.

Das könnt ihr tun:

Wir teilen auf unseren Social Media Kanälen in den nächsten Tagen eine Reihe von Posts, darunter ein Video mit Jürgen Reinert und eine Collage mit Mitarbeiterbildern. Außerdem könnt ihr ab sofort euer Facebook-Profilbild mit dem Kampagnenslogan versehen. Für Instagram Stories haben wir außerdem einen Sticker erstellt, den ihr auf unserer neuen giphy Seite findet.

Wie entscheidend die Abschaffung des Deckels ist, machte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten König deutlich: „Die Zeit läuft ab, um den Ausbaudeckel für neue Solardächer zu beseitigen. Die Bundesregierung darf Photovoltaik und Windkraft nicht länger gegeneinander ausspielen. „Der Verhandlungspoker zu Lasten des Klimaschutzes und auf dem Rücken der Solarbranche muss endlich ein Ende haben.“

In einem offenen Brief des BSW an das Berliner Kanzleramt im April forderten mehr als 2.000 Unternehmen aus der Energiebranche eine unverzügliche Streichung des 52-GW-PV-Deckels. Doch auf einem Gipfeltreffen einigten sich die Vertreter von Bund und Ländern mal wieder nicht.

Beteiligt euch am Protest!

Teilt unsere Posts auf Social Media und aktualisiert euer Facebook Profilbild. Hier kommt ihr zum Giphy Sticker für eure Instagram Stories: Giphy Sticker für Instagram

 

Tipp für Fachhandwerker:

Haftung nach dem Förderstopp durch Erreichen des PV-Deckels

PV-Anlagen bis 750 kW sind bis dato nach dem EEG förderfähig und Anlagenbetreiber erhalten eine Vergütung, die bei der Wirtschaftlichkeit der Anlage eine große Rolle spielt. Wenn Sie als Installateur einem Kunden eine Anlage anbieten, beraten Sie Ihren Kunden in der Regel auch über die Wirtschaftlichkeit der Anlagen. Doch genau diese Förderung wird bei Erreichen von einer kumulierten Menge von 52 GW „auf Null“-sinken, sollte der PV-Deckel trotz Ankündigung nicht beseitigt werden.

Wichtig: Damit der Kunde Sie, als Installateur, nicht bei einem Förderstopp zu möglichem Schadenersatzansprüchen heranzieht, müssen sie ausdrücklich auf die aktuelle Förderfähigkeit der Anlage hinweisen, unter deren Voraussetzung Sie diese dimensioniert und angeboten haben. Am besten nehmen Sie einen entsprechenden Text in Ihr Angebot auf.

 

2 Kommentare
  1. Avatar
    Phillipp Blatt sagte:

    Wie kann ich mich am Protest beteiligen, wenn ich weder facebook noch sonstige vergleichbare Medien nutze und auch nicht nutzen will!!???
    Was geschieht eigentlich nach dem Ablauf der 20 Jahre der garantierten Einspeisevergütung?
    Kann ich dann meinen gesamten Strom für mich nutzen? Bekomme ich weiterhin eine adäquate Einspeisevergütung – wie z.B EON oder andere Großkonzerne für eine kWh bekommen?
    Ich habe eine PV-Anlage mit 5,76kWp 2009 angeschafft und eine Zweite mit 1,52kWp 2010.

    Antworten
  2. Avatar
    Michael Schmitt sagte:

    Hallo SMA,

    wie kann ich denn direkt mitmachen, ohne über Facebook oder Instagram gehen zu müssen? Gibt es eine Petition o.ä. zu der Forderung?

    MfG
    M. Schmitt

    Antworten

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