COP26 – die letzte Chance

COP26 – die letzte Chance

Sechs Jahre ist es her, dass sich die Staaten der Welt im bahnbrechenden Vertrag von Paris darauf geeinigt haben, die menschengemachte Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen. Seitdem gab es viele Ankündigungen und Versprechungen. Konkrete Schritte und wirksame Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakrise lassen aber weiter auf sich warten. COP26, die UN-Klimakonferenz in der kommenden Woche in Glasgow, muss nun endlich den Durchbruch bringen. Bevor es zu spät ist.

Die Klimakrise ist die größte Gesundheitsbedrohung für die Menschheit

Dass uns nicht mehr viel Zeit bleibt, um das Klima zu retten, sollte mittlerweile auch den größten Skeptiker:innen vor Augen stehen: Hitzewellen, Dürren, Ernteausfälle, verheerende Waldbrände und Überflutungen kosteten in den vergangenen Monaten in vielen Regionen Menschenleben. Darunter auch solche, die bisher kaum von solchen Extremen betroffen waren.

Die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet in einem kürzlich veröffentlichten Report die Klimakrise als größte Gesundheitsbedrohung für die Menschheit und konstatiert, dass die Verbrennung fossiler Brennstoffe in jedem Jahr für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich ist. Wir dürfen diese Opfer nicht mit einem Schulterzucken hinnehmen.

Die globale Temperatur ist bereits um 1,1 °C gestiegen

Die Dramatik der Lage zeigt auch der im August veröffentlichte sechste Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Für ihn haben 234 Wissenschaftler:innen aus 66 Ländern in jahrelanger wissenschaftlicher Arbeit mit teilweise neuen Methoden Daten und Fakten zusammengetragen. Nach ihren Erkenntnissen war die CO2-Konzentration in der Luft in den vergangenen zwei Millionen Jahren noch nie so hoch wie heute. In der Folge steigt die globale Temperatur seit den 1970er Jahren immer schneller an. Heute liegt sie bereits um 1,1 °C über dem vorindustriellen Niveau. Und wenn wir so weitermachen wie bisher, haben wir die Schwelle von 1,5 °C bereits in 20 Jahren überschritten.

Worauf wartet die Politik noch?

Soweit muss es aber nicht kommen, denn noch haben wir die Möglichkeit, die Erderwärmung zu begrenzen. Und damit unseren wunderbaren Planeten auch für zukünftige Generationen lebenswert zu erhalten.  Dafür brauchen wir aber jetzt – und das betonen auch die Wissenschaftler:innen des IPCC – schnell wirksame Maßnahmen, um die Treibhausgasemissionen sofort, rasch und deutlich zu senken.

Deshalb steht für mich fest: Nach den enttäuschenden Ergebnissen der letzten UN-Klimakonferenz 2019 in Madrid muss bei der COP26 ein entscheidender Durchbruch gelingen. Wir haben das Wissen um die Klimakrise und ihre verheerenden Auswirkungen, und wir haben die technologischen Lösungen, um ihr weiteres Fortschreiten sozialverträglich aufzuhalten. Worauf wartet die Politik noch? Jedes Zögern, jeder weitere Aufschub, wäre fatal.

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Hier schreibt SMA Vorstandssprecher Jürgen Reinert über Themen, die ihn bewegen.

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