“Wie Du wohnst gern da?” – Kassels Nordstadt

Von David Redelberger (Gastbeitrag) am 2. Oktober 2012 in der Kategorie Karriere mit 2 Kommentare
hurricane

Die Kasseler Nordstadt. Ein Punkt, an dem sich Kasseler, aber auch Kasselaner und Kasseläner sehr schnell uneinig sein können. Die einen halten sie für eine unwirtliche Gegend, die anderen für einen Platz, an dem es sich ganz toll leben lässt. Warum ich zur letztgenannten Gruppe gehöre, darum soll es in diesem Beitrag gehen.

Viel Grün gibt´s im Nordstadtpark

Viel Grün gibt´s im Nordstadtpark

Doch zunächst zu den Fakten: Im Vergleich zu anderen Stadtteilen ist die Nord-Holland, wie die Nordstadt offiziell heißt, ein sozial benachteiligter Bezirk. Ungefähr jeder Vierte bis Fünfte ist erwerbslos. Gleichzeitig sind einige große Fabriken im Stadtteil angesiedelt, die ihre Spuren vor allem im nördlichen Teil der Nordstadt hinterlassen. Etwas weiter südlich liegt die größte Schule Kassel, das Berufsschulzentrum Elisabeth-Knipping-Schule, im südlichen Teil ist die Universität Kassel, die zusätzlich zum derzeitigen Campus mit dem momentan laufenden Neubau eine weitere enorme Fläche einnehmen wird.

Bunter Stadtteil
Graffiti-Kunst an der Hall of Fame Liebigstraße

Graffiti-Kunst an der Hall of Fame Liebigstraße

Diese Mischung macht für mich den Reiz des Stadtteils aus. Man merkt es den vielen Kneipen an, dass das Publikum in den meisten durchmischt ist. Es entsteht ein multikulturelles Flair des Miteinanders, was sich vor allem bei größeren Veranstaltungen zeigt, beim Frühlingsfest des Kulturzentrums Schlachthof beispielsweise oder im Spätsommer beim Mind the Gap-Festival im Nordstadtpark. Es gibt viele gute türkische Bäckereien. An der Uni treffen sich Studierende aus aller Welt und beleben den Campus. Generell herrscht im Sommer ein geselliges Leben auf der Straße und in den Parks, der Nordstadtpark wird gern und häufig zum Grillen benutzt, vor allem von Studierenden. Ein lebendiger Stadtteil im wahrsten Sinn des Wortes. 🙂

Meine Ausgehtipps

Leckerstes Essen gibt es im “Café Hurricane”: Küche zu vertretbaren Preisen, außerdem ein toller Außenbereich und gutes Frühstück. Der Nordstadtpark und das Kulturzentrum Schlachthof befinden sich direkt gegenüber. Auch abends kann man hier lange sitzen und quatschen.

Kulturzentrum Schlachthof

Kulturzentrum Schlachthof

Gutes Frühstück gibt es auch im “Café Nordpol”, direkt um die Ecke von der Uni. Die Baguettes sind empfehlenswert.

Im “Kulturzentrum Schlachthof” finden regelmäßig Konzerte und Kulturveranstaltungen statt, wie es der Name schon sagt. Hier treten auch viele internationale und unbekanntere Künstler auf.

Wer gern Fußball schaut, für den ist die Kneipe, Dönerbude & Kiosk “Bei Ali” eine Adresse. Der Inhaber ist St. Pauli-Fan und die Nordstadt-Urgesteine verkehren hier zur Bundesliga-Spielzeit, aber auch so zum Essen & Trinken.

Punkrock und Artverwandtes gibt es, später in der Nacht, in der “Mutter”. Die Kult-Kneipe /-Club öffnet eher spät und lockt mit günstigen Getränkepreise und einer ungewohnten Ausstattung im Inneren.

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Der Autor

David Redelberger (Gastautor)

David mag das Außergewöhnliche: Er studiert Nanostrukturwissenschaften, arbeitet bei SMA im Team International Communication & Social Media und ist ein Nerd aus Leidenschaft.

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2 Kommentare

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    Michael Ziegler

    4. Oktober 2012 um 18:11

    David versteht es eben seine Gäste in Kassel „auszuführen“. Er kennt Location in den entlegensten Winkeln. Auch ich durfte diese Erfahrung machen. Leider wirkt Kassel auf den ersten Blick nicht sehr bunt. Kennt man aber erst einmal die Locations bzw. besucht diese, wird Kassel doch gleich viel bunter. Wer in Kassel nichts für seinen Geschmack gefunden hat, hat entweder an den falschen Ecken gesucht oder kennt David noch nicht 😉

    In Kassel geht man eben „steil“.

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      David Redelberger

      4. Oktober 2012 um 23:26

      Hach Michael, vielen Dank für diese Lobeshymne 🙂

      Antworten »

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