Welches d13 Kunstwerk zeigt „Energie (un)gleich Kunst“?

Von Andrea Geicke (Gastbeitrag) am 10. August 2012 in der Kategorie Verantwortung mit 0 Kommentare
dOCUMENTA (13) - Orangerie

Besucherrekord, lobende Stimmen und ein tolles Ambiente. Seit gut acht Wochen überzeugt die dOCUMENTA (13) ihre Besucher mit spektakulären Kunstwerken und eindrucksvoller Performance. Außergewöhnliche  Ausstellungsorte wie der Weinbergbunker, das Hugenottenhaus oder die Hinterhöfe des Hauptbahnhofes präsentieren Werke aber auch Kassel aus einer anderen Perspektive.

Auch unsere Mitarbeiter genießen diese energiegeladene Stimmung und tauchen in die Welt der zeitgenössischen Kunst ein. Wir haben unsere Mitarbeiter gefragt, welches Kunstwerk der dOCUMENTA (13) sie am ehesten mit unserem Motto „Energie (un)gleich Kunst?“ in Verbindung bringen würden. Ihre Antworten sind nicht nur vielfältig, sondern zeigen auch unterschiedliche Blickwickel der Kunstwerke auf.

 

„Mir fällt dazu der Darkroom im Hinterhof des Hugenottenhauses ein. Man sieht nur wenig, aber man hört und spürt. Da fließt die Energie! Mehr erzähle ich nicht. Denn wer ihn noch nicht kennt sollte ihn sich ‚anschauen‘. Das geht auch ohne Eintrittskarte.“ Annette Barth, betriebliches Energiemanagement

Bartolinis Welle vor der Orangerie

 

„An Bartolinis Welle vor der Orangerie lässt sich erkennen, das Wellen auch eine meditative Wirkung haben können. Vielleicht wollte der Künstler den documenta Besuchern Energie und Kraft für den bevorstehenden Fußmarsch zu den anderen Kunstwerken im Auepark mitgeben.“ Andreas Weick-Kappenstein, Anwendungskoordinator Purchasing Support

 

Die Bilder von Julie Mehretu in der Documenta-Halle sind für mich absolut energiegeladen. Durch die Linien und Farben sowie die architektonischen Anordnungen erzeugen die Kunstwerke den Eindruck als fließe Strom durch sie durch. Die verschiedenen Formen und die Mischung aus skizzenartigen schwarz -weiß Zeichnungen, die durch farbige Komponenten immer wieder durchbrochen werden, wird eine gewisse Hektik in den Bildern erzeugt. Die architektonischen Grundrisse lassen dabei den Eindruck entstehen, als handle es sich beispielsweise um ein Gewimmel in der Stadt, was die Dynamik dieser Kunst ausmacht.  Außerdem kann man in den Bildern immer wieder Neues entdecken. Diese Dynamik macht die Energie dieser Kunstwerke aus.“ Kathrin Jaenecke, studentische Hilfskraft Public Affairs

 

Claire Pentecosts Erdbarren

Claire Pentecosts Erdbarren

„Im Ottoneum liegen die ‚kostbaren Erdbarren‘ – Ich denke dabei an die lebensspendende Energie die aus der Erde immer wieder für unseren Nahrungsnachschub sorgt – natürlich in Verbindung mit Sonnenlicht / Sonnenenergie oder die auf ewig energiespendende Sonne: Ethel Adnan greift dieses Motiv in ihren Bilden auf verschiedenste Art und Weise immer wieder auf.“ Lydia Peters, Service-Order-Department

 

„Spontan fällt mir da der Quantenphysiker Anton Zeilinger aus Wien ein. Seine ‚Kunstwerke‘ bestehen aus Lasern, Versuchsanlagen und Monitoren. Aus Quanten-Physik wird quasi Quanten-Kunst. Als Besucher kann man mit seinen ‚Kunstwerk‘- Versuchsanlagen und -Messgeräten experimentieren, so werden etwa Lichtwellen durch Handauflegen gesteuert. Energie wird hier sehr deutlich sichtbar und auch spürbar.“ Martina Barkanowitz, Service Line

 

 

Thomas Bayrles Hochamt Installation

Thomas Bayrles Hochamt Installation

„Als Mechaniker bin ich von den Heilige Maschinen – Thomas Bayrles Hochamt in der documenta-Halle fasziniert, wie schön Energie in Kinetik umgesetzt wird und (hörbar eingespielt) dazu klingt. Die Energie die dieser Sternmotor mal entwickelte, hob so einige Menschen durch den Raum. Pures Vertrauen in jedes Element über tausende Kilometer. Hier nun durch Kunst auf besondere Weise recycelt und neu entdeckt.“ Peter Debie, Teamleiter Medium Power Solutions

 

Thomas Bayrles Sternmotor

Thomas Bayrles Sternmotor

 

„Bei dem Slogan „Energie (un)gleich Kunst“ muss ich an das Kunstwerk von Thomas Bayrle denken, wo beispielsweise ein Porsche-Motor mit einer vielkehligen Rosenkranzandacht aus dem Kölner Dom „zusammenklingt“. Beides für sich genommen, würde ohne die entsprechende Energie, die in Form von Strom, eingespeist wird, nicht „erklingen“ und so die Wirkung des Kunstwerkes verfehlen.“ Stefanie Fehr, Compliance-Managerin

 

 

 

„Mir fällt da der Schrotthaufen am Kulturbahnhof ein. Getreu dem Workshop-Motto „Dinge, die die Welt nicht braucht“ werden auch dort Verschleißteile verwendet um ihnen als Teil des Kunstwerkes eine neue Funktion zu geben. Die Energie, die zum Erzeugen der ursprünglichen Produkte genutzt wurde, kann so weiter verwendet werden. Vielleicht schafft es das Kunstwerk ja auch bei dem einem oder anderen neue Energie freizusetzen und sei es nur die kurze Auseinandersetzung mit den Eigenschaften unserer Überflussgesellschaft. Wer weiß, was diese Gedankenanstöße bewirken können.“ Christoph Schösser, Praktikant Corporate Social Responsibility

 

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Der Autor

Andrea Geicke (Gastautor)

Andrea Geicke ist Ansprechpartnerin für das Themenfeld Corporate Social Responsibility und gesellschaftliches Engagement.

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