Was wir alle für die Energiewende tun können

Von am 8. Oktober 2013 in der Kategorie Energiewende mit 5 Kommentare
Energiewende von unten

Was kann ich persönlich tun, um meine Kollegen, Nachbarn, Verwandten und Bekannten für Erneuerbare Energien und die Notwendigkeit der Energiewende zu überzeugen? Diese Frage diskutierten wir auf dem diesjährigen Barcamp Renewables in einer Session von Florian Hardegen. Dabei kamen viele verschiedene Aktionsideen zur Sprache, die ich in diesem Beitrag dokumentieren möchte. 

 

1. Ausgelesene Zeitschriften zu Themen wie Photovoltaik, Erneuerbare Energien oder Umweltschutz in Bussen, S-Bahnen oder Cafes liegen lassen, damit auch andere Menschen darin stöbern können.

Kampagne "Bürgerenergiewende"

Kampagne „Bürgerenergiewende“

2. Plakate, Banner, Aufkleber: Mit Freunden oder Kollegen zusammenlegen und Kampagnen wie die „Bürgerenergiewende“ unterstützen. Hier kann man Aktionsmaterial bestellen und in seiner Stadt oder Gemeinde verteilen.

3. E-Mailsignatur ergänzen durch Links wie „Atomausstieg selber machen“ oder „Wir sind die Energiewende“ oder „Solar is Future“ oder Online-Banner

4. Flashmobs, Fahrraddemos, Straßentheater oder andere öffentlichkeitswirksame Aktionen starten.

5. Online-Apelle von Campact, Bürgerenergiewende oder anderen unterzeichnen und weiter verbreiten.

6. Vorbild sein, selbst Energiespartipps geben oder eigene Solaranlage Gästen vorstellen.

7. „Renewable Parties“ nach dem Vorbild der Crypto Parties organisieren und Getränkeerlöse an gemeinnützige Vereine spenden.

8. Kinderbücher zum Thema Erneuerbare Energien verschenken statt Plastikspielzeug (eine Liste mit Kinderbüchern zum Thema ist in Arbeit).

Warum nicht mal eine Projektwoche zum Thema Erneuerbare Energien? (Quelle: Windwärts GmbH)

Warum nicht mal eine Projektwoche zum Thema Erneuerbare Energien? (Quelle: Windwärts GmbH)

9. Projektwoche in Schulen zum Thema Energiewende anregen und Experten, Autoren, Politiker und regionale Unternehmen einladen, Filmvorführungen organisieren oder Exkursionen zu Solaranlagen oder Windrädern organisieren.

10. Unterhaltsame Filme zum Thema weiterempfehlen oder selbst erstellen (s. YouTube-Filmchen am Ende des Beitrags).

11. Social Media Kanäle zur Verbreitung von klugen Argumenten, interessanten Studien und viralen Filmchen nutzen.

12. Filmvorführungen organisieren (z. B. Leben mit der Energiewende oder Welcome to the Energiewende)

13. Lesungen zu neu erschienenen Büchern organisieren (z.B. Franz Alt: „Auf der Sonnenseite“, Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin“ von Matthias Willenbacher oder Kampf um Strom von Claudia Kemfert)

Warum nicht mal ein Windfest, wie hier in Springe/Bennigsen (Quelle: Windwärts GmbH)?

Warum nicht mal ein Windfest, wie hier in Springe/Bennigsen? (Quelle: Windwärts GmbH)

14. Einen Monat Ökostrom zum Geburtstag verschenken.

15. Spaziergänge zu Solarparks, Windkraftanlagen oder Biomasseanlagen in der Region organisieren.

16. Einen Tag der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in seiner Stadt oder Gemeinde etablieren oder die Woche der Sonne nutzen.

17. Sich an Demonstrationen oder Protestaktionen beteiligen.

18. Auch ländliche Regionen nicht außer Acht lassen: Infostände auf Dorffesten organisieren und auch dort informieren.

 

Beim Brainstorming auf dem Barcamp in Kassel entstanden viele kreative Ideen

Beim Brainstorming auf dem Barcamp in Kassel entstanden viele kreative Ideen

Habt ihr weitere Ideen?

Oder habt ihr Fotos von eigenen Aktionen, die ihr gerne mit uns teilen wollt? Dann schreibt an SocialMedia@SMA.de

Wir freuen uns über Euer Feedback.

 

PS: Hier ein paar Videos zum Teilen, die das Thema Energiewende unterhaltsam aufarbeiten:

 

httpv://youtu.be/YNSNulqBqhE

 

httpv://youtu.be/4T28bFcPiPE

 

httpv://youtu.be/w2fUe_Fi0mU

 

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Der Autor

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Meine Aufgaben:
Social Media Managerin bei SMA.
Meine Themen:
Unternehmensnews, Photovoltaik, Energiewende.
Was selbst meine Kollegen nicht von mir wissen:
Als Teenager war ich Beifahrerin bei Orientierungsfahrten (Schnitzeljagd mit Auto) und habe immer die Pokale als beste weibliche und jüngste Teilnehmer nach Hause getragen – was nicht so schwierig war.

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5 Kommentare

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    Peter Jensen

    26. November 2013 um 18:53

    Gewissen- bzw. Unwissen-Peter, wenn du dich mit der Materie beschäftigt hättest, anstatt immer nur Propaganda-Lektüre zu lesen, dann würdest du nicht die falsche Behauptung aufstellen, ich hätte mir Sonderfälle rausgesucht, die schlecht laufen. Es ist genau andersrum: die Sonderfälle laufen halbwegs gut.

    Hier für dich zum Lesen und Lernen der Nachweis (bestätigt vom Bundesverband Windenergie):

    http://www.energieagentur-goettingen.de/fileadmin/files/downloads/130213_Daldorf_Praxiserfahrungen_mit_BA__1_4rgerwindparks.pdf

    Antworten »
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    Peter Jensen

    9. November 2013 um 18:47

    Und auch faselt der Gewissen-Peter ohne Verstand ah nungslos fröhlich vor sich und verbreitet Lügen.

    Antworten »
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    Bernd Winter

    9. Oktober 2013 um 15:17

    Hallo Leonie,

    das sind viele interessante Ideen, die ich durch einen weiteren Vorschlag ergänzen möchte.

    In den letzten Jahren sind in Deutschland eine Reihe von (Bürger-) Energiegenossenschaften (EG) gegründet worden, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: Die Energiewende auf lokaler Ebene voran zu treiben und sie nicht den Politikern und Lobbyisten zu überlassen.

    Die Mitglieder der örtlichen EGs sind zumeist in ihren Gemeinden gut vernetzt und können politische Entscheidungsprozesse im Sinne der Energiewende positiv beeinflussen. Jedes weitere Mitglied in einer EG ist also „Rückenwind“ für die Energiewende!

    Angenehmer Nebeneffekt: Schon für „kleines Geld“ – der typische Genossenschaftsanteil liegt zwischen 100 und 500 Euro – kann sich jeder als Mitglied einer EG an Windkraft- und PV-Anlagen beteiligen und an den Erlösen teilhaben.

    Antworten »
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      Peter Jensen

      9. Oktober 2013 um 21:07

      Beteiligung an PV- und Windanlagen… so so.

      Ich will dann aber kein Jammern und Schimpfen über die bösen Abzocker hören, wenn am Ende die Rechnung kommt!

      http://www.taz.de/!48604/

      http://www.bi-knoten.de/Windige%20Gesch%E4fte.pdf

      http://buerger-fuer-technik.de/body_windkraftfonds.html

      http://www.energieverbraucher.de/files_db/1300471869_4207__12.pdf

      usw…

      Es gibt sicher auch ein paar sogenannte Bürgerwindparks, die keine zu optimistischen Ertragserwartungen kalkulieren und sich daher evtl. rechnen. Man sollte aber dabei nicht vergessen, dass sich dieses Zeugs nur rechnet, weil man ALLEN anderen Bürgern das Geld aus der Tasche zieht. Und da gibt es eine Menge Leute, die 100 bis 500 Euro nicht einfach so in einen Windpark stecken können.

      Und was den angenehmen „Nebeneffekt“ des Geldverdienens angeht: 8% auf 100 Euro Anteil sind 8 Euro. Blöd nur, dass die EEG-Umlage für einen Ein-Personen-Haushalt schon 50 bis 60 Euro im Jahr kostet. Das nenne ich dann mal ein cleveres Geschäftsmodell. Man verringert mit seinem Windpark seine eigene EEG-Umlage, die es ohne den Windpark gar nicht gäbe!

      Herr, lass Hirn regnen! 🙂

      Antworten »
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        Peters grünes Gewissen

        9. November 2013 um 00:31

        Hallo Peter, hier spricht Dein Gewissen! 🙂

        veräppel die Leute doch nicht, indem Du hier fleißig lauter Sonderfälle raussuchst, wo es mal nicht geklappt hat. Das ist wie mit den Aktien – überall gibt es mal schwarze Schafe. Am besten ist, sich an mehreren Stellen zu informieren. Dann findet mal leicht unseriöse Angebote heraus.

        Was die übrigen Bürger angeht: Ja, die zahlen mit. Die nutzen aber auch nach der Förderdauer die Vorteile aus der erneuerbaren Stromerzeugung. Sie auch an den kosten zu beteiligen ist mehr als gerecht!

        Antworten »

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