Von Amerika nach Deutschland: Franks Praktikum bei SMA

Von Lena Neumann (Gastbeitrag) am 18. September 2012 in der Kategorie Karriere mit 1 Kommentar
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An der University of Colorado hat Frank Dischner seinen Bachelor of Science im Fach Computer Science gemacht. Danach kam der Student aus Kalifornien zu SMA. Was ihn nach Deutschland führt und was er hier erlebt, hat er mir im Gespräch erzählt.

Frank, warum machst Du ein Praktikum in Deutschland?

Ich war schon mal ein Jahr in Deutschland und habe an einem Austauschprogramm meiner Uni teilgenommen. Damals war ich an der Uni in Marburg, das hat mir richtig gut gefallen. Ich mag die Sprache und wollte gern nochmal zurückkommen. Deshalb habe ich mich nach meinen Bachelor-Abschluss über den DAAD hier beworben. Die Organisation hat verschiedene Firmen vorgeschlagen, aber ich wollte unbedingt zu SMA.

Welchen Eindruck hast Du von SMA?

Ich bin inzwischen drei Monate hier und verstehe jetzt, warum SMA einer der besten Arbeitgeber in Deutschland und Europa ist. Auf mich macht das Unternehmen einen sehr offenen Eindruck, ich habe unheimlich viele Freiheiten. Ich tausche mich viel mit Kollegen und meinem Chef aus. Mein Betreuer gibt mir hier nicht nur irgendwelche Aufgaben, sondern lässt mich in den Projekten mitarbeiten, die mich besonders interessieren.

Wie sieht denn so ein typischer Arbeitstag für Dich aus?

Meistens komme ich morgens so gegen 9 Uhr. Da bin ich aber nicht festgelegt, wir haben hier flexible Arbeitszeiten. Dann nehme ich im Regelfall das auf, was ich am Vortag schon begonnen habe. Also gerade beschäftige ich mich mit zwei Projekten, an denen ich arbeite. Da wir uns um die Kommunikation von Wechselrichtern kümmern, geht es dabei um Programmierung, Recherchen, Tests und so weiter.
Zum Mittagessen gehe ich ab und zu mit meinen Kollegen in die Kantine. Und donnerstags treffe ich mich mittags immer mit den internationalen Praktikanten zum Essen. Nach sieben Stunden habe ich dann Feierabend. Manchmal arbeite ich aber auch etwas länger, wenn ich gerade noch einen neuen Einfall hatte, wie ich etwas lösen kann.

Was ist besonders interessant an der Forschung hier?

In meiner Abteilung im Bereich Communication & Information Technologie kommen immer wieder neue Ideen zustande. Gerade sind wir zum Beispiel dabei, mithilfe von Wetterdaten die verfügbare Energie von PV-Anlagen zu maximieren. Dabei fällt mir auf, dass meine Kollegen immer wieder neue Wege finden, um die Technik anzuwenden. Und dabei quasi in eine andere Richtung denken. Das finde ich richtig klasse!

Was sind Highlights Deines Aufenthalts?

Was mir besonders gut gefällt, ist, dass meine Arbeit hier wertgeschätzt wird. Neulich waren zum Beispiel Lieferanten bei uns, die neue Produkte vorgestellt haben. Wir haben diese dann geprüft und Vorgaben genannt, die für uns nützlich wären. Und obwohl ich „nur“ der Praktikant bin, war den Kollegen meine Meinung wichtig, das ist echt motivierend! Die Lieferanten haben das Produkt dann übrigens nach unseren Wünschen verändert.

Wie findest Du Deutschland, würdest Du nochmal zurückkommen?

Ich verlasse Deutschland gar nicht. Es gefällt mir so gut, dass ich hier bleiben möchte. Ab Oktober starte ich dann mein Master-Studium an der Uni Kaiserslautern. Das ist ein internationaler Studiengang, bei dem ich auch einen Teil in Skandinavien absolvieren werde. Darauf bin ich schon sehr gespannt, im Norden war ich noch nicht.

Vielen Dank für das Gespräch, ich drücke Dir die Daumen für den Master!
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Der Autor

Lena Neumann (Gastautor)

Lena arbeitet im Employer Branding und betreut den Mitarbeiter-Blog "Sonnenallee" und die Karriere Facebookseite.

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1 Kommentar

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    Praktikum Beginner

    4. Oktober 2012 um 09:24

    Es ist wirklich interessant, dass Frank nach einem Praktikum in den USA einen Job bei SMA in Deutschland bekommen hat. Solche Praktikumsstellen wünscht man sich doch heutzutage in der Welt der Arbeit, da es ja eigentlich oft Gang und Gebe ist, dass man nach dem Praktikum keine Arbeitsstelle findet.