Vom Job an die Uni: Teilzeit wegen Weiterbildung

Von Lena Neumann (Gastbeitrag) am 12. April 2013 in der Kategorie Karriere mit 2 Kommentare
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Bevor unser Kollege Ingolf Hoffmann zu SMA ins Büro kommt, setzt er sich oft noch zu Hause an den Schreibtisch. Neben seinem Beruf absolviert der Techniker nämlich gerade ein Fernstudium in Elektrotechnik. Wie das klappt und welche Voraussetzungen stimmen müssen, hat er mir im Gespräch erzählt.

Ingolf, was ist deine Aufgabe bei SMA?

Ich bin gelernter Kommunikationselektroniker habe eine Weiterbildung zum Techniker gemacht. Bei SMA bin ich seit 2010 in der Prüfplanung tätig. Wir kümmern uns also darum, dass Prüfvorrichtungen für die Elektronik-Fertigung gebaut werden.

Und jetzt studierst du Elektrotechnik?

Genau, studieren wollte ich auf jeden Fall. Und da ich aber nicht komplett auf mein Gehalt verzichten wollte, dachte ich, das machst du nebenbei. Deshalb habe ich mich genau informiert und mich für ein Elektrotechnik-Fernstudium an der AKAD Stuttgart entschieden. Alle Unterlagen bekomme ich dafür als Arbeitshefte nach Hause geschickt, nur für die Modulabschlussprüfungen muss ich vor Ort sein.

Hat der Arbeitgeber deine Pläne unterstützt?

Auf jeden Fall, ich habe meinen Gruppenleiter informiert und auch der Abteilungsleiter hat dem Vorhaben zugestimmt. Von der Ausbildung übernimmt die Firma sogar die Hälfte der Kosten. Auch für meine Kollegen war mein Schritt in Teilzeit kein Problem. Die Aufgaben in meinem Team sind ziemlich projektbezogen, das wird dann so eingeteilt, dass es passt.

Und wie klappt das?

Zuerst hatte ich meine Arbeitszeit von 40 auf 35 Stunden reduziert. Nachdem ich ein gutes Jahr so gearbeitet hab, fand ich aber, dass es mit der Fortbildung zusammen zu viel wird. Jetzt arbeite ich 20 Stunden von montags bis mittwochs bei SMA und das funktioniert viel besser. So kann ich mich an zwei vollen Tagen auf den Uni-Stoff konzentrieren. Und wenn doch mal ein Projekt mit Termindruck fertig werden muss, kann ich auch mal länger am Stück in der Firma sein, ich muss es nur entsprechend vorbereiten.

Hast du noch einen Tipp, was sollte man beachten?

Wenn man sich einen Tag fürs Studium frei nimmt, muss man sich die Arbeitszeit zu Hause gut einteilen, es ist ja dann kein Urlaub. Disziplin und Durchhaltevermögen sind also schon gefragt und da musste ich mich erst mal reinfinden. Es fällt dann schon etwas von der Freizeit weg. Aber es lohnt sich, denn nach 4 ½ Jahren habe ich dann meinen Bachelor in der Tasche.

Dafür drücken wir dir die Daumen, vielen Dank fürs Gespräch!
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Der Autor

Lena Neumann (Gastautor)

Lena arbeitet im Employer Branding und betreut den Mitarbeiter-Blog "Sonnenallee" und die Karriere Facebookseite.

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2 Kommentare

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    Dino Jakubovic

    25. Juli 2013 um 13:48

    Vor allem als Betriebswirt finde ich Weiterbildung auf dem Karriere-Weg sinnvoll und auch wichtig. Bisher habe ich all meine Weiterbildungen bei tTAW gemacht und war sehr zufrieden.

    • avatar

      Lena Neumann

      30. Juli 2013 um 08:31

      Hallo Dino,

      danke für den Tipp!
      LG Lena