Vom Fördern und Fordern

Von am 12. August 2013 in der Kategorie Energiewende mit 88 Kommentare
Subventionen und Bundestagswahl

blog_btw-buttonErneuerbare Energien müssen mit der EEG-Umlage teuer subventioniert werden während sich die konventionelle Energiegewinnung ohne staatliche Unterstützung an einem freien Markt behauptet? Das wollen uns zumindest Teile der Politik im aktuellen Bundestagswahlkampf suggerieren.

So fordern etwa Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Rainer Brüderle, FDP-Spitzenmann für die Bundestagswahl, einen „Neustart der Energiewende“ mit „mehr Markt, weniger Planwirtschaft“, damit unter Vorgabe eines CO2-Reduktionsziels die „wirtschaftlich vernünftigste Lösung zum Zug“ komme. Dass auch die konventionelle Energiegewinnung auf vielfältige Weise staatlich unterstützt wird – und zwar keineswegs so transparent und sichtbar wie die Erneuerbaren im Rahmen des Erneuerbare Energien-Gesetzes – verschweigen sie geflissentlich.

 

Kohle, Öl und Atomenergie werden seit Jahrzehnten subventioniert

Konventionelle Energieerzeugungsarten wie Kohle, Öl und Atomkraft werden bereits seit Jahrzehnten auf vielfältige Weise staatlich gefördert, etwa in Form von Steuervergünstigungen, Finanzhilfen und weiteren Begünstigungen. In einer im Auftrag von Greenpeace Energy und dem Bundesverband WindEnergie erstellten Studie hat das Forum Ökologische-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) errechnet, dass sich die staatliche Förderung der konventionellen Energieträger Steinkohle, Braunkohle, Atomenergie und Erdgas seit 1970 auf insgesamt 430 Milliarden Euro beläuft. Dem stehen im selben Zeitraum 54 Milliarden Euro für die staatliche Förderung der Erneuerbaren Energien gegenüber.

 

Subventionen Stromerzeugung

 

Wir alle zahlen für die Förderung der Konventionellen, ohne es zu wissen

Im Gegensatz zur Förderung der Erneuerbaren Energien auf Basis des EEG erscheint die Förderung der konventionellen Energieträger nicht sichtbar auf der Stromrechnung, sondern sie wird indirekt durch Steuern finanziert. Auch die hohen Folgekosten durch Umwelt- und Klimaschäden sind nicht im Strompreis enthalten. Die Klimaschäden könnten zumindest teilweise durch einen funktionierenden Emissionshandel eingepreist werden. Da zu viele Verschmutzungsrechte in Umlauf sind, liegt ihr Preis jedoch am Boden. Eine Verknappung der Zertifikate, so wie sie jüngst vom EU-Parlament beschlossen wurde, könnte helfen. Um die vorübergehende Verknappung zu realisieren, muss jedoch noch der EU-Rat zustimmen. Und Bundeswirtschaftsminister Rösler tut alles dafür, dass hier keine Mehrheit zustande kommt. Seiner Meinung nach wäre dies ein „Eingriff in ein funktionierendes Marktsystem“.

 

Wie wäre es mit einer „Konventionelle-Energien-Umlage“?

Die Gesamtkosten aus Subventionen und externen Kosten, etwa für Umwelt- und Klimaschäden für die konventionellen Energieträger beliefen sich 2012 in Deutschland laut der FÖS-Studie auf mehr als 40 Milliarden Euro. Für die Erneuerbaren Energien wurden dagegen im Rahmen der Förderung durch das EEG lediglich 13,5 Milliarden Euro aufgewendet. Würde man Subventionen und externe Kosten mittels einer Konventionelle-Energien-Umlage analog zur EEG-Umlage auf den Strompreis aufschlagen, so müsste diese Umlage laut FÖS 10,2 ct/kWh betragen.

Da es diese Umlage nicht geben wird, wird die Subventionierung der konventionellen Energieerzeugung auch in Zukunft versteckt über den Staatshaushalt finanziert werden. Und sie wird den Steuerzahler noch einiges kosten. So wird der Abbau von Steinkohle in Deutschland noch bis 2018 weiter subventioniert. Ursprünglich hatte die EU 2014 als Enddatum für die Subvention vorgesehen, doch die Bundesregierung setzte 2010 gegen den erbitterten Widerstand von Umweltkommissar Andris Piebalgs und Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard eine Verlängerung der Frist durch. Auch im Bereich der Atomenergie könnte noch Einiges auf die Steuerzahler zukommen, etwa im Rahmen der Suche nach einem Endlager für Atommüll oder beim Rückbau stillgelegter Atomkraftwerke. Und sollte es in Deutschland tatsächlich zu einem Atomunfall wie in Fukushima kommen, wird der Staat gewaltige Summen zur Beseitigung der Schäden – soweit diese möglich sein wird – aufwenden müssen. Die Schadenssumme für die Folgen des Reaktorunfalls in Fukushima wird auf ca. 120 Mrd. Euro geschätzt.

 

Die Förderung der Erneuerbaren ist eine Investition in die Zukunft

Auch die Erneuerbaren werden noch für einige Zeit auf Förderung angewiesen sein, doch wird die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen immer kostengünstiger. Ein gutes Beispiel ist die Photovoltaik: Die Vergütungssätze sinken kontinuierlich und liegen heute pro Kilowattstunde bei 10 bis knapp 15 Cent/kWh. Anlagen, die neu ans Netz gehen, erhöhen daher die EEG-Umlage kaum noch. Ein Großteil der EEG-Umlage entfällt auf alte Anlagen, deren Betreiber höhere Vergütungen bekommen. Sie werden nach und nach aus der Förderung fallen. Prognosen gehen davon aus, dass der Scheitelpunkt bei der Förderung Mitte dieses Jahrzehnts erreicht sein wird. Und nicht zuletzt: Die Förderung ist eine Investition in eine sichere und saubere Energieversorgung ohne versteckte Kosten, Altlasten und unkalkulierbare Risiken.

 

Ein Moratorium für die Erneuerbaren?

Übrigens: Die FDP-Politiker Rösler und Brüderle beschränken sich in ihrem Kampf gegen die Erneuerbaren Energien nicht nur auf den Kostenaspekt, sie fordern ein Moratorium für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren auch, weil angeblich Netzausbau und Speicherforschung dem immer schnelleren Ausbau nicht folgen könnten. Was davon zu halten ist, gibt es in der kommenden Woche hier zu lesen.

 

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88 Kommentare

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    Peter Jensen

    16. November 2013 um 18:45

    Nicht genug Uran? Dir kann man wirklich jeden Unsinn erzählen. Du würdest wahrscheinlich auch glauben, dass irgendwann das Wasser alle wird.

    Wie schon so oft gesagt: nicht nur Propaganda-Blogs lesen und dann unreflektiert abschreiben! Mehr Informationen sammeln und dann mal Hirn einschalten.

    Hier kannste mal lesen, was unsere zuständige Bundesanstalt sagt. Und die sind eher vorsichtig mit ihren Aussagen…

    http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Kernbrennstoffe/kernbrennstoffe_inhalt.html;jsessionid=D7B38133D29D199CC90B33080789CF46.1_cid289?nn=1542330

    Tatsächlich reichen Uran und vor allem Thorium (schon mal von gehört?) für Tausende Jahre. Viel Spaß beim Sorgen machen für die nächsten tausende von Jahren.

    Und jetzt hab ich hier keine weitere Zeit, dir Nachhilfe in Wissensaneignung zu geben.

    Antworten »
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    Peter Jensen

    15. November 2013 um 09:46

    So so, immer weniger Kernkraftwerke werden gebaut. Aktuell werden weltweit 63 Kernkraftwerke gebaut und 160 sind in Planung.
    Denn woanders auf der Welt ist man nicht so krankhaft ideologisch beeinflusst und weiß sehr wohl, dass Kernkraftwerke sicher zu betreiben sind.

    423 Kernkraftwerke zur Zeit weltweit sprechen eine deutliche Sprache. Aber für Leute wie dich gilt wohl:

    Genossen, lasst euch von der Realität nicht beirren.
    Als ehemaliger DDR-Bürger kommen mir eure ideologischen Sprüche sehr bekannt vor und ich bin sehr überrascht, wie wenig ihr aus der Geschichte gelernt habt.

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      Peters grünes Gewissen

      16. November 2013 um 00:19

      Hallo Peter, ich bin’s mal wieder – Dein Gewissen!

      Da hast Du ja mal wieder ganz doll in die Trickkiste gegriffen. Ein Blick auf Wikipedia reicht, um hier wieder Klarheit rein zu bringen:

      Wachstum der Erzeugungskapazität


      2005 betrug die installierte Leistung 369 GW,
      2011 waren es 366 GW.[1]

      Derzeit befinden sich offiziell 65 Kernkraftwerke im Bau, bei vielen dieser Reaktoren ist die Fertigstellung jedoch fraglich. So befinden sich 11 dieser 65 Reaktorblöcke bereits seit den 1980er Jahren im Bau.[5] 29 Anlagen wurden in China begonnen, nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima wurden diese Pläne jedoch vorerst zurückgestellt und die Baugenehmigungen für eine Überprüfung des Atomprogramms ausgesetzt.[6]

      Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernkraftwerke

      Und Überraschung! Selbst wenn diese Reaktoren noch gebaut würden, gibt es nicht genug Uran, um sie zu betreiben:
      http://www.heise.de/tp/blogs/2/154556

      Sehr spannend! Offensichtlich bist Du nicht ausreichend informiert (obwohl es hier doch um Deinen Fachbereich geht) – damit ist Dein vorheriges Posting im wesentlichen hinfällig weil faktisch widerlegt. Voila 😀

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    Peter Jensen

    13. November 2013 um 15:36

    Auweia, Junge! Krass, wie du außerhalb der Realität lebst. Dir ist echt nicht mehr zu helfen. Hab selten so viel Unsinn gelesen. Du machst ja den Öko-Trollen bei EIKE Konkurrenz.

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    Peter Jensen

    13. November 2013 um 09:31

    Hast du noch was Sinnvolles beizutragen, außer Pöbelei und Zukunftsphantasien?

    Und was den Ausbau angeht, wird erst mal der Rückwärtsgang eingelegt. Gut so!

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-11/strom-windkraft-erneuerbare-

    Und wenn dann irgendwann wieder gesunder Menschenverstand Einzug hält, wird es auch neue Kernkraftwerke geben. Sicher, sauber und bezahlbar.

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      Peters grünes Gewissen

      13. November 2013 um 14:16

      Genau – träum du ruhig mal weiter 😀

      Schau mal hier – so sieht die Realität aus:
      http://www.n-tv.de/politik/Kernkraft-verendet-an-gruener-Konkurrenz-article10984936.html

      Immer weniger Kernkraftwerke werden gebaut und weltweit nimmt ihr Anteil an der Stromerzeugung immer weiter ab. Nicht nur, weil keiner diese Risikotechnologie in seiner Nachbarschaft oder in seinem Land haben möchte, sondern auch weil die erneuerbaren einfach günstiger sind.

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      Peters grünes Gewissen

      13. November 2013 um 14:18

      … insofern brauchen wir gar nicht zu warten. Der gesunde Menschenverstand sorgt bereits dafür, dass die Fehler der Vergangenheit ausgemerzt werden. Sauber, sicher und bezahlbar mit den erneuerbaren 😉

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    Peters grünes Gewissen

    13. November 2013 um 02:04

    Du bist schon ’ne Lachnummer, Peter 😀

    Erst schreibst Du:
    „… und der Peter ohne Verstand hat sich ein weiteres Mal lächerlich gemacht.“
    „Gewissen-Peter mal wieder ohne Verstand unterwegs… bist du wirklich so dumm?“
    usw.

    Dann schreibe ich:
    „Hast Du keine Argumente mehr, und nur noch Beschimpfungen auf Lager? Schade :-(“

    Worauf du antwortest mit:
    „Ach Gottchen… jetzt jammert der EE-Chefideologe noch rum. Etwas dummes als dumm zu bezeichnen, ist keine Beleidigung … Mach dich nicht lächerlich, Jammerlappen!“

    Als Dein Gewissen muss ich Dir sagen, dass eine solche Wortwahl nicht gerade angebracht ist. Es ist nicht nur unhöflich deinem Diskussionspartner gegenüber, sondern macht dich in dieser Diskussion auch noch unheimlich unsympathisch. So erreichst Du Dein Ziel nie, die Leser zum Schmuddelstrom zu bekehren.

    Auf Augenhöhe können wir dann weiter diskutieren, wenn Du:

    a) gelernt hast, Dich zu benehmen und
    b) du dir auch mal die physikalischen und naturwissenschaftlichen Zusammenhänge angeeignet hast, die sich nicht nur auf Dein Kraftwerk beziehen

    Es geht darum, Potentiale zu erkennen und zu nutzen. Das schafft man nicht, wenn man immer nur rückwärts schaut.

    Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe verdienen die Koalitionsverhandlungen die erneuerbaren betreffend nicht unbedingt eine 1+ mit Sternchen, aber ein Ausbauziel von 50 bis 75% bis 2030 (ja, das ist schon in 16 Jahren :-)) finde ich gar nicht so verkehrt. Auch das Ausbauziel für die Kernkraft (0%) halte ich für sehr gelungen – daran will ja auch glücklicherweise niemand rütteln (außer dir vielleicht).

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    Peter Jensen

    9. November 2013 um 19:05

    … und der Peter ohne Verstand hat sich ein weiteres Mal lächerlich gemacht.

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      Peters grünes Gewissen

      10. November 2013 um 23:06

      Hallo Peter,

      keine Argumente mehr – nur noch Beschimpfungen? Schade 🙁

      Antworten »
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        Peter Jensen

        11. November 2013 um 07:24

        Na endlich siehst du es ein. So viel Selbstkritik von dir überrascht mich.

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        Peters grünes Gewissen

        11. November 2013 um 12:55

        Hallo Peter,

        da hast du mich falsch verstanden. Ich konkretisiere mal:

        Hast Du keine Argumente mehr, und nur noch Beschimpfungen auf Lager? Schade 🙁

        Von persönlichen Beschimpfungen wie Du sie benutzt („Peter ohne Verstand“ / „bist du wirklich so dumm?“ / „Und was soll der dumme Hinweis…“ usw) habe ich bisher noch weitestgehend Abstand genommen und lediglich deutlich kritisiert, wenn Du uns mal wieder zum Narren halten wolltest.

        Aber scheinbar ist es im Umfeld der EE-Kritiker üblicher Umgangston. Folgende Zitate habe ich heute morgen aus Deinem Lieblingsblog EIKE gefischt:

        Dieser „fette Brocken von Versorger“, wie so abwertend schreiben, ist es, der Ihnen den Wohlstandsarsch sauber hält. Ohne diese technische Meisterleistung unseres Großkraftwerkmixpark aus Kohle, Gas und Uran würden und werden Sie in Zukunft ihren Wohlstand in eine Mangel- und Armutsgesellschaft eintauschen. Und das ist FAKT!“ … „Haben Sie schon mal einen Tag versucht OHNE Strom/Energie auszukommen?! Ich glaube NICHT! Ansonsten würden Sie nicht so herablassend über das Rückgrat der des deutschen und damit auch ihren Wohlstand reden! Ohne die „fossilen“ Kraftwerke sind Sie und Wir Alle in Deutschland dem Mangel und der Armut ausgeliefert!

        ohne uns Netzbetreiber, ohne uns Kraftwerksbetreiber……seid ihr EE-Mafiosie nicht mehr wert als ein Grundstück auf dem Mars…..oder den Dreck unter den Fingernägeln.“ … „Wir sind das Wirtstier……und ihr nur aufgezwungene Parasiten ohne Mehrwert……

        Heftig, oder? Da wundert mich dann das eine oder andere nicht mehr…

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        Peter Jensen

        11. November 2013 um 17:34

        Ach Gottchen… jetzt jammert der EE-Chefideologe noch rum. Etwas dummes als dumm zu bezeichnen, ist keine Beleidigung. Das ist eine Meinungsäußerung. Ich bin ganz schlicht und ergreifend der Meinung, dass du dummes Zeug redest.
        Was andere sagen oder schreiben, dafür kann ich nichts. Und wenn du schon aus EIKE zitierst, dann bitte vollständig und auch die Kommentare der EE-Befürworter.

        Im übrigen hatte der Autor mit seinem Kommentar völlig Recht!

        Und im übrigen sprichst du mir ständig ein Gewissen ab. Ich bin für dich ein gewissenloser Umweltzerstörer. Das ist keine Beleidigung? Aber dich als dumm zu beziechnen schon?

        Mach dich nicht lächerlich, Jammerlappen! Informier dich lieber über physikalische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge, dann bist du mit mir auf Augenhöhe und dann können wir weiter diskutieren, obwohl bei dir wahrscheinlich jede Hilfe zu spät kommt.

        Habe heute übrigens mit Freude den Anfall von Verstand bei den Koalitionsverhandlungen registriert. Der unkontrollierte Zubau der sog. EE (so, wie jeder will) soll gestoppt werden. Sehr gut! Ein Anfang ist gemacht.

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    J.O. Svartisen

    5. September 2013 um 00:10

    Hallo Herr Jensen,
    ich finde außerordentlich couragiert, wie sie versuchen Ideologen von der unbequemen Wahrheit zu überzeugen. Bei aller Liebesmüh vergessen sie aber, dass diese Menschen faktenresistent sind. Solange es ein Schlaraffenland powered by EEG gibt, wird diese Lethargie und Glückseligkeit nicht enden.
    Das Ganze wird sich aber selbst erledigen, denn, entgegen Einstein glaube ich, das es Grenzen für menschliche Dummheit und Starrsinn gibt.

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      Peter Jensen

      5. September 2013 um 09:04

      Hallo J.O. Svartisen, Sie haben Recht, man rennt gegen dicke Wände bei dem Versuch, Ideologen mit Fakten zu „belasten“, aber ich habe dafür auch einen sehr harten Schädel. 😉

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      Peters grünes Gewissen

      9. November 2013 um 00:40

      Hallo J.O.

      „Das Ganze wird sich aber selbst erledigen, denn, entgegen Einstein glaube ich, das es Grenzen für menschliche Dummheit und Starrsinn gibt.“

      Das glaube ich auch – daher bin ich überzeugt, dass wir sehr viel schneller bei 100% EE landen, als viele glauben. Vor 10 Jahren waren die heutigen 12% EE noch unvorstellbar. Hätte irgendein Energieversorger damals auch nur einen Schimmer gehabt, dass irgendwann mal gerade zur Mittagszeit mehr als 30GW dezentral erneuerbar und nicht in zentralen Großkraftwerken erzeugt werden, wäre der Widerstand gegen das EEG noch viel, viel größer gewesen.

      Aber zum Glück haben die Energieversorger bereits damals nach oben zitiertem Motto gehandelt, die Füße hochgelegt und sich gesagt: „Die werden schon keine relevante größenordnung erreichen – das wird sich schon von selbst wieder legen“…

      RWE hat das endlich erkannt (besser spät als nie 😉 ):
      http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/energiewende-rwe-chef-terium-plant-radikalen-strategieschwenk/9001882.html

      Peter Terium: „Künftiges Wachstum soll nur noch über erneuerbare Energien erfolgen.“

      Prima – endlich einer, der die Zukunft erkannt hat!

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    Energiewende | HHO-Workshop

    4. September 2013 um 11:31

    […] Vom Fordern und Fördern […]

    Antworten »
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      Peter Jensen

      4. September 2013 um 14:31

      Schöner Beitrag im Sinne von: keine Ahnung, aber ne Meinung.

      Es werden einfach nur sinnlos große Zahlen in den Raum geworfen. Da werden Umsatz und Marktwert miteinander vermengt. Es wird nicht gesagt, was der Marktwert sein soll (Marktkapitalisierung oder Gesamtwert). Und es wird auch nicht gesagt, wie sich der Marktwert zusammensetzt. Nämlich aus dem täglichen Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl der Aktien. Das schwankt täglich und hängt von vielen Faktoren ab, die gar kein Mensch beurteilen kann.

      Und eigentlich spricht auch hier wieder die Realität gegen die Theorie, dass die Energieversorger an den Hebeln der Macht sitzen. Schließlich mussten die großen, ach so einflussreichen Energieversorger mit so riesigem Marktwert ihre AKW vom Netz nehmen. Das hat den sicher nicht gefallen. Da hat aber der ganze schöne Marktwert auch nichts genutzt.

      Antworten »
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    marty

    2. September 2013 um 22:41

    „Unsere Mitbürger benötigen langfristig eine sichere, saubere, bezahlbare und risikofreie Stromversorgung.“

    Das liest sich so als ob wir das bisher nicht hatten…

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      Peter Jensen

      4. September 2013 um 10:54

      marty, das ist ja gerade der Trick. Genau wie beim „Klimawandel“. Man wählt sich willkürlich einen Zeitpunkt aus (hier 1860) und misst ab da die Temperatur. Diese ist seitdem angestiegen (übrigens nur um 0,6°). Dies suggeriert, dass es vor 1860 immer eine gleichbleibende, stabile Temperatur gab, was natürlich nicht stimmt.
      Klima und Energieversorgung sind perfekte Themen für solche Tricks, da die Mehrheit der Leute sich mit diesen komplexen Sachverhalten niemals beschäftigt und sich deswegen auch damit nicht auskennt.

      Und die von Herrn Höhle immer so beschworenen Millionen von Bundesbürgern, die sich mit Herzblut an der Energiewende beteiligen, sind zum großen Teil einfach nur gierig. Wo es Subventionen gibt, greifen viele zu. Herr Höhle lässt sich ja auf diese Weise sein Mittagessen von seinen Nachbarn bezahlen. 😉

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    Christian Höhle

    27. August 2013 um 11:43

    Hallo Herr Jensen,

    Wie Sie sehen, könnten wir ewig so weiter machen. Sie liefern die EIKE Argumente gegen den Klimawandel und für die Kernkraft und Kohlekraftwerke. Dann widerlege ich ihre Argumente und lieferte Argumente für die erneuerbaren. Letztenendes spielen unsere beiden Positionen aber gar keine Rolle.

    Unsere Mitbürger benötigen langfristig eine sichere, saubere, bezahlbare und risikofreie Stromversorgung. Mit den bereits bekannten Technologien können die erneuerbaren Energien das leisten. Deshalb besteht über das langfristige Ziel der Energiewende hin zu einer dezentralen Vollversorgung keine nennenswerte Diskussion. Die Streitfrage der Parteien besteht lediglich darin, in welchem Zeitrahmen das geschehen soll.

    Da nun bald die Wahlen anstehen, stellt sich für alle Wähler die Frage:

    Wie lange will man sich von endlichen Rohstoffen, politisch instabilen Förderländern und Großkonzernen abhängig machen? Und wann werden unsere Mitbürger die Energieversorgung in die eigenen Hände nehmen?

    Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Mehrere Millionen Mitbürger haben das bereits getan.

    Sonnige Grüße,
    Christian Höhle

    Antworten »
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    Peter Jensen

    23. August 2013 um 18:56

    Fast witzig, Herr Maurer, aber nur fast.

    Grundstücke sind übrigens gerade in Deutschland billiger geworden. Wissen Sie wo? Im Umkreis um die abgeschalteten AKWs. Hätten ja eigentlich im Wert steigen sollen, jetzt, wo die bösen Strahlungs-Maschinen abgeschaltet sind.

    Warten Sie mal noch ein Weilchen. Japan wird aus den Fehlern in Fukushima lernen und demnächst seine AKW wieder an’s Netz legen. Sicherer, als vorher. Deswegen muss ich mich um Bauplätze in der Region Fukushima nicht kümmern. Das tun übrigens die Bewohner, die seit einiger Zeit wieder in die Region zurückkehren. Offenbar völlig unbemerkt von den Grünen oder auch von Ihnen…

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      voraussichtlicherRückhalt

      25. August 2013 um 11:47

      für eine nachhaltige weltweite Neustrukturierung der Energieversorgung habe ich (bei aller Vorliebe für umweltschonende Flächenkraftwerke, wie Photovoltaik, konzentrierendeSolarkollektoren, Windkraftanlagen, UmweltwärmePumpen, …) mittlerweile Bedenken, wenn es um eine weltweite Umsetzung und folglich die konkurrenz_verträgliche Versorgung mit den notwendigen Produktionsmaterialien (wie Stahl, Kupfer, Zement, teils Dotierungs- und evtl. MagnetMetalle und langfristig _ mit bisheriger Technik _ Rohstoffe für Laminierungsharze, … ), gerechte Rückvergütung bei UpcyclingAnsätzen und auch quelloffene Bildungsunterstützung für innovationsnahe HighTechFörderung im alltäglichen Einsatz?
      Teilweise setzt SMA im Kundensupport dazu eine vorbildliche Gegenposition um, soweit meine Erfahrung dazu.
      Vor branchenübergreifender RessourcenVerknappung (und die Folgen für die Schwächeren am HighLevelStandort BRD) schützt SMA bei einer Versorgungsumstrukturierung, welche alternativlos auf (angenähert) heutiges AnlagenNiveau der erneuerbaren Energiewandler setzt und welche einen hohen Primärenergieersatz beabsichtigt, auch nicht nachhaltig? Das wäre _ im Sinne Aller _ zu berücksichtigen und zukunftsoffen in einen tolerierten AkzeptanzBereich für fusionsForschung einzupflegen?

      mFG

      Antworten »
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    Peter Maurer

    23. August 2013 um 16:44

    Herr Jensen,

    es soll sehr günstige Bauplätze in der Region Fukushima geben, dort können sie ihre Experimente vermutlich auch weiter betreiben, Spaltbares Material ist genug vorhanden.

    Sehr gut SMA, schade das die Kasse keine großflächige Anzeige in der Bild erlaubt und die Wahrheit damit einem großteil der Bevölkerung nicht mitgeteilt wird.

    Eventuell schaffen sie es die Grünen mal wieder zu einer Pressemeldung 🙂

    Gruß
    Peter Maurer

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      Peter Jensen

      23. August 2013 um 19:06

      Und sie scheinen ja Fukushima für ne spaßige Angelegenheit zu halten, wenn sie Witze darüber machen können. Ich find es nicht lustig!
      Fragen Sie mal die Hunderttausenden Menschen, denen der Tsunami die Heimat verwüstet hat und der 20.000 Menschen das Leben gekostet hat, ob die sich jetzt über billige Bauplätze in der Region Fukushima freuen.

      Antworten »
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    Leonie Blume

    23. August 2013 um 10:26

    Ein schönes Schlusswort. Ich denke, die unterschiedlichen Positionen und Argumente sind erschöpfend ausgetauscht. Wir würden uns aus diesem Grund aus dieser Debatte ausklinken.
    Mit freundlichen Grüßen
    Leonie Blume

    Antworten »
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      Peter Jensen

      23. August 2013 um 10:57

      Frau Blume, wäre ja schön gewesen, wenn Sie sich mal mit einem meiner Argumente auseinandergesetzt hätten. Aber Fakten haben es eben schwer gegen Ideologien.
      Genossen, lasst Euch von der Realität nicht täuschen!
      🙂

      Was haben sie eigentlich bisher zur Diskussion beigetragen?

      Antworten »
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    Peter Jensen

    22. August 2013 um 14:09

    Herr Höhle, dann schauen wir doch mal, welche Argumente Sie widerlegt haben?

    Gewinn ist nicht gleich EBIT?
    Keine Korrelation zwischen CO2 und Temperatur?
    Öl sollte schon vor 20 Jahren alle sein und wir haben mehr als je zuvor?
    Lausige Stromproduktion dafür massive Naturzerstörung durch Wind und Solar (jetzt neuerdings auch in Naturschutzgebieten)?
    Der Eisbär stirbt gar nicht aus?
    Abzocke aller Bürger (auch Studenten, Rentner, Arbeiter, Hartz IV-Bezieher) durch ein paar wenige (gerade gestern kam die Zahl rum, dass gerade mal 6% aller Deutschen ganz oder zum Teil Selbstversorger mit Energie sind, und das auf Kosten aller und zum Preis von 20 Mrd. pro Jahr)?
    20.000 Tote durch Tsunami und Erdbeben in Fukushima, aber kein einziger Strahlentoter, trotz dreifachem sog. Super-GAU?
    Kein einziger Strahlentoter in mehr als 50 Jahren friedlicher Nutzung der Kenrkraft in Deutschland?
    Derzeit keine verfügbare Technik, um Strom in dem Umfang zu speichern, wie in eine Industrienation wie Deutschland braucht (wir reden hier nicht von ein paar Batterien)?

    Na los, suchen Sie sich einen Fakt raus und widerlegen Sie ihn.

    Achso, wie lange wollen Sie sich eigentlich noch von Lebensmittelkonzernen abhängig machen? Lebensmittel gehören in Bürgerhand!
    Und wie lange noch wollen Sie von Textilherstellern abhängig sein? Jeder sollte seinen Webstuhl im Keller haben! H&M und Karstadt gehören abgeschafft!
    Und wie lange wollen Sie noch abhängig sein von Baukonzernen? Jeder sollte sein Haus selbst bauen. Keine Wohnsilos mehr! Deutsche, werdet Maurer!
    Und wie lange wollen Sie sich noch von Pharmakonzernen abhängig machen. Pillen selbst drehen ist jetzt angesagt.

    (Ironie wieder aus)

    Nukleare und kohlenstoffhaltige Grüße!
    Peter Jensen

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    Peter Jensen

    19. August 2013 um 20:45

    Falsch, Herr Höhle!

    Die Wissenschaft ist sich nicht geschlossen einig über die Rolle des CO2 im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Das können sie so oft wiederholen, wie sie wollen. Es wird dadurch nicht wahrer. Es gibt einen sehr lebhaften Streit darüber. Und noch viel wichtiger: die Realität widerlegt die Theorie eines Treibhauseffektes auf CO2-Basis. Es wird seit mehr als 15 Jahren nicht wärmer, obwohl die CO2-Konzentration gestiegen ist. Und auch davor gab es im 20. Jhdt. keine Korrelation. Das CO2 stieg stetig an, die Temperatur ging auf und ab.
    Sie wollen das nicht glauben, weil es nicht in ihre Weltsicht passt. Es ist aber trotzdem die Wahrheit. Und immer mehr Wissenschaftler trauen sich jetzt, diese Wahrheit auszusprechen.

    Und was die Kernkraft angeht… warten sie mal ab. Sie entscheiden nicht, was diskutiert werden muss. Sowas funktioniert nur in Diktaturen. Wenn sie ein Thema nicht mehr diskutieren wollen, dann bleiben sie an einem bestimmten Punkt der Entwicklung stehen. Die Welt um Deutschland herum entwickelt sich weiter. Mit Kernkraft, ob sie das nun schön finden oder nicht.
    Und wenn immer mehr Menschen erfahren, dass die Mär vom bösen Atom nur ein Panikinstrument der Grünen ist, dann kann die Politik auch die Dinge umsetzen, von denen sie jetzt schon weiß, dass sie richtig sind. Nur leider ist der Zeitgeist noch immer anti Atom. Aber daran arbeitet auch EIKE. Neben vielen anderen!

    Wie schon mal vorher gesagt: werfen sie einfach mal allen ideologischen Ballast ab und versuchen sie, sich den Argumenten der Kritiker zu nähern. Und zwar nciht mit Hilfe des Bundesumweltamtes oder der Grünen oder Greenpeace. Nein, eigenes Nachdenken ist angesagt!

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    Christian Höhle

    19. August 2013 um 14:44

    Hallo Ueli,

    ich drehe das gerne einmal herum: Strom aus Erneuerbaren steht zur Verfügung, wenn die Rohstoffe kostenlos zur Verfügung stehen. Durch den gesellschaftlichen Konsenz zur Energiewende gibt es einen Vorrang für die erneuerbaren.

    Dadurch gibt es keinen „nutzlosen Zufallsstrom“, sondern lediglich überflüssigen konventionellen Strom, den man nun so gut wie möglich vermeiden muss…

    Nun ist es aber nicht etwa so, dass zu viel erneuerbarer Strom zur Verfügung steht. Ganz im Gegenteil werden heute wegen des finanziellen Vorteils die Großkraftwerke weiter betrieben – auch wenn ihr Strom im Inland tatsächlich überflüssig ist. Im europäischen Ausland kann dieser Strom jedoch noch abgesetzt werden und wird deshalb in großen Mengen exportiert.

    http://www.ise.fraunhofer.de/de/downloads/pdf-files/aktuelles/kohleverstromung-zu-zeiten-niedriger-boersenstrompreise.pdf

    Sonnige Grüße,
    Christian Höhle

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      Peter Jensen

      19. August 2013 um 16:26

      Herr Höhle, hören Sie doch auf mit ihrem gesellschaftlichen Konsens. Frau Merkel hat das in einer Hau-Ruck-Aktion entschieden und durch’s Parlament durchgepeitscht. In nur 3 Monaten wurde dieser Beschluss gefasst, „begründet“ durch eine Ethik-Kommission. Wenn Sie das einen gesellschaftlichen Konsens nennen… naja.
      Und wie sie die Tatsachen umdrehen und behaupten, konventioneller Strom wäre überflüssig, setzt auch schon große Scheuklappen voraus. Sowas nennt man wohl „Orwell’sches Neusprech“.
      Konventionelle Kraftwerke liefern immer und permanent Strom. Auch für sie und ihre Firma und ihre Lampen, Computer und Barcamps. Ihr Kaffeeautomat im Büro braucht Strom und ihre Möbel wurden auch mit Strom hergestellt. Sie könnten ihren Laden und viele andere sofort dichtmachen, wenn sie sich auf sog. EE verlassen müssten.
      Sich jetzt plötzlich hinzustellen und zu sagen, die konventionellen Kraftwerke sind überflüssig, verdreht die Realitäten schon ziemlich. Das wäre so, als würde ich jetzt den Bau von Pferdekutschen staatlich unterstützen und sagen, Autos sind überflüssig und stören die Pferde nur.

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      Peter Jensen

      19. August 2013 um 16:33

      Und was ihre kostenlosen Rohstoffe angeht… auch Braunkohle und Uran liegen einfach so in der Erde rum. Da hängt auch kein Preisschild dran.

      Sie können es von jeder Seite betrachten, von der sie wollen. Alle Begründungen für die sog. EE und die sog. Energiewende zerfallen bei näherer Betrachtung in sich zusammen. Ich habe vor ein paar Jahren auch daran geglaubt, an die Märchen von peak-oil und CO2-Klimawandel und von der bösen Strahlung. Bis ich begonnen habe, mich näher mit all diesen Fragen zu befassen. Wissen Sie, was der Auslöser war? Das Märchen vom Eisbär, dem das Eis unter den Füßen wegschmilzt und der vom Aussterben bedroht ist. Dass sich die Anzahl der Eisbären seit den 60er Jahren weltweit von 5000 auf 25000 erhöht hat, dass der Eisbär vom Braunbären abstammt und das Eis überhaupt nicht zum Überleben braucht, dass der Eisbär ein exzellenter Schwimmer ist, der locker 100km am Stück schafft.. all das passte nicht zum Aussterbe-Märchen. Und so ging es mit allen anderen Dingen weiter, bis hin zum CO2-Klimawandel… Alles ein großer Unsinn. Es gibt keine Korrelation zwischen CO2 und danach steigender Temperatur. Aber eine Korrelation sollte wohl das mindeste sein, was man erwarten kann, um einen Zusammenhang herzustellen. Es gibt keinen einzigen wissenschaftlichen Beweis für einen Treibhauseffekt, dafür aber 5 oder 6 oder 7 Theorien, wie dieser ominöse Effekt zustande kommen könnte.
      Öl sollte schon vor 20 Jahren alle sein. Heute haben wir mehr Ölvorkommen auf der Welt als jemals zuvor.

      Sie sollten sich auch mal intensiv mit all diesen Themen befassen. Und dabei nicht nur bei Greenpeace nachlesen, sondern auch mal die guten Argumente der Kritiker anhören und selbst mal nachdenken, ob da was dran sein könnte. Unter den Kritikern sind immerhin auch ein paar Nobelpreisträger und angesehene Wissenschaftler, die nicht von Big Oil bezahlt werden. By the way, haben sie schon mal recherchiert, woraus sich Greenpeace so finanziert?

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        Christian Höhle

        19. August 2013 um 17:25

        Herr Jensen,

        nun wollte ich mich eigentlich aus der Diskussion heraus halten, aber die beiden folgenden Punkte muss ich doch noch los werden:

        Kernkraft muss definitiv nicht mehr diskutiert werden – sie ist wegen der erheblichen Risiken ein Auslaufmodell. Sie ist auf dem Weg, abgeschafft zu werden und wird mit großer Sicherheit nicht wieder kommen – und das ist sehr gut so.

        Statt dessen auf Kohleverbrennung zu setzen ebenso abzulehnen – denn außer einigen Kritikern ist die Wissenschaft geschlossen überzeugt von der Rolle des CO² im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Hierzu gibt es auch eine nette Internetseite des Umweltbundesamtes.

        Sonnige Grüße,
        Christian Höhle

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    Ueli

    19. August 2013 um 13:27

    Was soll das der Trick mit der kumulativen Kurve? Interessant ist ja, wieviel JETZT subventioniert wird. Dass Kohle lange Jahre aus irgendwelchen unsinningen Gründen subventioniert wurde, soll dafür sprechen, regenrative Energien noch viel mehr zu fördern.
    Entscheidend ist die Steigung der Kurve! Und diese ist bei den regenertiven Energien (aka nutzloser Zufallsstrom) am grössten!

    „Tatsächlich handelt es sich nicht um eine Forschungseinrichtung oder eine Institution, sondern lediglich um einen eingetragenen Verein. – See more at: http://www.sma-sunny.com/2013/08/12/vom-fordern-und-fordern/#sthash.XbrZGCnW.dpuf

    Und was genau ist Greepeace?

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    Christian Höhle

    19. August 2013 um 11:22

    Herr Jensen,

    Ihre Positionen entsprechen weitestgehend denen einer Vereinigung namens EIKE, bei der Sie ja auch sehr aktiv sind.

    EIKE ist die Abkürzung für „Europäisches Institut für Klima und Energie“ – wobei dies einen wissenschaftlichen Hintergrund suggerieren soll. Tatsächlich handelt es sich nicht um eine Forschungseinrichtung oder eine Institution, sondern lediglich um einen eingetragenen Verein.

    Erklärtes Ziel dieses Vereins ist es, den Klimawandel zu leugnen und die erneuerbaren Energien zu stoppen sowie die Kernkraft wieder zu etablieren.

    Dazu wird auch nicht davor zurück geschreckt, Aussagen renommierter Wissenschaftler aus dem Zusammenhang zu reißen, um sie für die eigene Argumentation zu missbrauchen.

    Aus meiner Sicht macht es daher keinen Sinn, sich Inhaltlich mit Ihren Ausführungen zu beschäftigen, da ich (genauso wenig wie Sie) ein Klimaforscher bin und meine Zeit viel besser nutzen kann.

    Die Entkräftung Ihrer Argumente überlasse ich gerne der übrigen Öffentlichkeit 😉

    http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_Institut_f%C3%BCr_Klima_und_Energie
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/statistik-tricks-wie-sich-klimawandel-skeptiker-die-erderwaermung-kaltrechnen-a-599990.html
    http://www.taz.de/!106630/
    http://www.wdr5.de/fileadmin/user_upload/Sendungen/Leonardo/2011/08/Manuskripte/ms110816SP_Schoener_Wissenschaftsschein.pdf
    http://www.klima-luegendetektor.de/tag/europaeisches-institut-fuer-klima-und-energie/

    Sonnige Grüße,
    Christian Höhle

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    Christian Höhle

    15. August 2013 um 16:10

    Letztenendes brauchen wir die Vor- und Nachteile die Kernkraft nun nicht mehr zu erörtern, denn das hat die Gesellschaft bereits mit dem Ergebnis des Atomausstiegs getan. Nun muss nach vorne geschaut und die neuen Herausforderungen aktiv angepackt werden.

    Wenn 2050 die Stromerzeugung zu 80% aus erneuerbaren Energien bestritten werden soll, sind mehrere Baustellen dringend anzugehen:

    – der Strommarkt muss novelliert werden
    Es muss ein Geschäftsmodell für konventionelle Energien entstehen, das einen wirtschaftlichen Betrieb der erforderlichen Kapazitäten sicherstellt, auch wenn diese nur Stabilisierungsaufgaben haben. Die Preisfindung am Strommarkt muss die erneuerbaren und die konventionellen Energien mit ihren realen fixen, variablen und Folgekosten berücksichtigen. Außerdem muss der Strommarkt als ganzes dezentralisiert werden, sodass neben dem Handel am Strommarkt auch der direkte handel mit Strom zwischen Individuen und Institutionen möglich wird.

    – für die Erneuerbaren muss die Förderung so angepasst werden, dass die unterschiedlichen Technologien indiviuell entsprechend ihren Lernkurven und Potentialen an den Markt heran geführt werden.

    – die Netzstabilität muss auch mit 80% dezentralen Erzeugern noch gewährleistet werden – dazu müssen sowohl diese dezentralen Erzeuger als auch die Ausgleichsenergie-Kraftwerke intelligenter als bisher an der Netzstabilisierung mitarbeiten.

    – auch Lasten und Speicher müssen in das Netz integriert werden
    Dazu gehört vor allem die Methanisierung und die dezentrale Strom- und Wäremeerzeugung, z.B. durch BHKWs, aber auch dezentrale Batteriespeicher.

    – der Emissionshandel muss die erneuerbaren Energien berücksichtigen – werden die Emissionsziele schneller erreicht, muss der Preis der Zertifikate schneller steigen, damit weiterhin ein deutlicher Anreiz zur CO2 Einsparung bestehen bleibt

    – die Energieerzeugung in Bürgerhand muss weiter voran getrieben werden

    Sicher ist noch viel mehr zu tun. Ich bin der Meinung, dass es nun Zeit ist, an der Zukunft zu arbeiten, statt der Vergangenheit hinterher zu trauern!

    Sonnige Grüße,
    Christian

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      Peter Jensen

      15. August 2013 um 16:30

      Herr Höhle, ich gönne Ihnen ja Ihren Spaß an Ihrer Arbeit und habe auch volles Verständnis dafür, dass Sie Ihre Arbeit gern noch weiter erledigen möchten. Wer möchte das nicht?

      Aber halten Sie trotzdem nebenbei die Augen offen nach Alternativen. Denn was Sie hier als „an der Zukunft arbeiten“ bezeichnen, ist nichts weiter als die hektische Betriebsamkeit bei dem Versuch, einen ideologischen Traum in die Realität umzusetzen, entgegen jedem gesunden Menschenverstand. Daher erklärt sich auch Ihr Zynismus, wenn Sie die staatlich angeordnete Umverteilung schön reden, indem Sie behaupten, heute würden viele von der Energiewende profitieren. Fragen Sie mal die Tausenden Mitarbeiter von RWE, EON, Vattenfall und EnBW, die auf staatliche Anordnung und ohne wissenschaftlich oder empirisch nachprüfbare Begründung ihren Job verloren haben. Oder fragen Sie auch gern die ehemaligen Mitarbeiter der Solarfirmen. Oder fragen Sie mal die Anleger der Solarhersteller (diese Hersteller sind übrigens auch alles internationale Konzerne und Solarworld ist sogar ebenfalls von der EEG-Umlage befreit), die ihr Geld fast völlig verloren haben. Oder fragen Sie mal die Hartz IV-Empfänger oder Rentner oder Studenten, die dem Land- und Hausbesitzer seine PV-Anlage finanzieren. Und letztlich landet das Geld selten bei den Hausbesitzern. Denn die bezahlen mit den EEG-Vergütungen ihren Kredit für die Anlage. Und Arbeitsplätze schaffen die damit auch nicht. Ganz im Gegenteil. Im Gegensatz zu den Energieversorgern. Es handelt sich einfach nur um egoistische Abzocke! Staatlich garantiert!
      Nicht mal die finanziellen Möglichkeiten eines Landes wie Deutschland lassen solch einen Unsinn auf Dauer zu! Die physikalischen Möglichkeiten schon mal gar nicht.
      Deutschland befindet sich wieder mal auf einem Sonderweg und die ganze Welt lacht oder ist besorgt.
      Aber warten Sie mal die Wahl ab. Denn nicht nur Sie arbeiten hier mit Fleiß an Ihrer Energiewende, woanders wird auch gearbeitet. Und zwar richtig…

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      Peter Jensen

      15. August 2013 um 18:29

      Herr Höhle, ich hab mir mal die Auswertung vom Fraunhofer-Institut angesehen. Interessant, was Ihnen dabei so aufgefallen ist. Z.B., dass sich Wind und Solar hervorragend ergänzen. Was ist denn das bitte für ein Kriterium? Sind wir hier in einer Partnerschaftsberatung? Und was soll das überhaupt bedeuten? Nur, weil ich zwei Balken in einer Grafik übereinander lege, bedeutet das nicht, dass sich etwas ergänzt. Dieselbe Korrelation könnte ich auch mit Uran, Braun- und Steinkohle herstellen. Die ergänzen sich nämlich auch hervorragend. Aber wie gesagt, darauf kommt es ja nun nicht an.
      Haben Sie auch herausgefunden, dass Solarenergie in den ersten 7 Monaten nur schlappe 19,4 TWh Energie produziert hat. Wind kam auf läppische 24,4 TWh. Das sind 7 bzw 9% unserer Stromerzeugung. Das bedeutet, dass Solarenergie im Schnitt nur 2,6 h pro Tag produktiv war! Wind kam immerhin auf 3,8 h pro Tag! Und das bei einer installierten Gesamtleistung, die die von AKW, Braun- und Steinkohle jeweils weit übertrifft. Ich setze voraus, dass Sie die physikalischen Grundkenntnisse haben, um diese niederschmetternden Zahlen zu überprüfen. Selbst im Spitzenmonat Juli waren die Solaranlagen nur 4,8 h pro Tag produktiv. Wieviel Windmühlen und Solarfelder wollen Sie noch bauen und damit die Naturlandschaft zerstören, um auf 20 oder 30% zu kommen? Was hat das mit Öko und Nachhaltigkeit zu tun? Sie lügen sich hier alle selbst was in die Tasche. Solar- und Windenergie sind keine akzeptablen Energieträger für ein Industrieland, welches im internationalen Wettbewerb steht. Muss der Karren erst gegen die Wand fahren, damit Sie das begreifen? Das kann sich keiner leisten!
      Oh Mann, ich könnte ausrasten, bei soviel geballtem Wahnsinn! Da wird eine funktionierende, preiswerte Energieversorgung zerstört, um sich an die Launen der Natur anzupassen. Jahrtausendelang hat der Mensch versucht, die Abhängigkeit von der Natur zu überwinden, jetzt geht Deutschland wieder rückwärts. Naja, nicht mehr lange, zum Glück!

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    Jannis Rudzki-Weise

    15. August 2013 um 09:14

    Hallo Herr Jensen,

    wäre das Barcamp Renewables am 7./8. September nicht die ideale Möglichkeit diese Diskussion persönlich weiterzuführen? Wir würden uns freuen, wenn sie dort teilnehmen würden.
    Mehr dazu finden Sie unter: http://www.sma-sunny.com/2013/08/14/barcamp-renewables-jetzt-anmelden/

    Viele Grüße,
    Jannis

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      Peter Jensen

      15. August 2013 um 16:33

      Schade, leider ist es mir nicht möglich, zu Ihrem Treffen zu kommen. Wäre sicher spannend gewesen… so als einziger in der „Höhle der LöwInnen“.

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    Peter Jensen

    14. August 2013 um 22:23

    Andreas,
    schön, wenn Sie die Fakten lachhaft finden. Sie hätten lieber mal weiterlesen sollen, als zu lachen.

    256 Mio durch eine Versicherungspolice
    2,5 Mrd. durch den gegenseitigen Versicherungspool
    Unbegrenzte Haftung mit dem gesamten Vermögen nach normalem Haftungsrecht.

    Und auch was die Entsorgung betrifft, sollten sie sich lieber informieren, statt zu lachen. Und wenn meine Oma noch leben würde, würde die ihnen sagen können, wo sie sich informieren können. Steht alles im Atomgesetz. Alle Zwischen- und Endlager werden gemeinschaftlich von den AKW-Betreibern betrieben.
    Bis auf die Asse. Die hat das Bundesamt für Strahlenschutz 2010 unter seine Vernatwortung genommen und damit direkt dem Steuerzahler aufgebürdet.

    Und ob sie nun darüber lachen oder nicht, es ändert nichts an der Wahrheit meiner Aussagen. Sie können das im Gesetz nachlesen, in Bundestags-Drucksachen oder in den Geschäftsberichten der Energieversorger. Suchen müssen Sie aber selbst. Wenn Sie dann fertig sind mit Lachen.

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      Erhard

      15. August 2013 um 08:52

      Auch wenns vergebene Lebenszeit ist!
      Lieber Peter,
      als Anwohner vom ausgeschalteten Atomkraftwerk Biblis freu ich mich dass demnächst alle AKW in Deutschland abgeschaltet sind! Die restlichen 9 AKW’s werden wegen fehlender Wirtschaftlichkeit abgeschaltet werden!
      Zum Thema Versicherung ein kleiner Blogbeitrag von vor 3 Jahren
      http://www.sonnenfluesterer.de/2010/04/atomkraftwerke-sind-sicher/
      auf meinem Blog findest du vieles was du kommentieren kannst. Aber du stoppst uns nicht!

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        Peter Jensen

        15. August 2013 um 10:14

        Wissen Sie, meine Phantasie ist fast grenzenlos, um mir Schäden durch Wind-, Solar- und Biomasseanlagen hochzurechnen. Und wenn so ein Damm eines PSKW mal bricht, na dann komme ich mit ein paar Rechenkunststücken schnell auf ein paar Hundert Milliarden Euro Schäden.

        Diese hypothetischen Schadensberechnungen in Höhe von Billionen sind doch absoluter Schwachsinn! Sowas kann dochkein normaler Mensch ernst nehmen. Nur ein Ideologe glaubt daran! Also hören Sie doch auf mit ihren Mondzahlen!

        Kein einziges AKW der Welt hat bisher Schäden in dieser Höhe verursacht. Nicht mal Fukushima. Da waren ja die Schäden durch das Erdbeben und den Tsunami höher. Und das war die eigentliche Katatstrophe in Fukushima. Da sind 20.000 Menschen ersoffen und erschlagen worden.

        Mal davon abgesehen, dass auch Sie nicht richtig lesen können oder wollen. Über die 2,5 Mrd hinaus haftet jeder Betreiber eines AKW unbegrenzt mit seinem gesamten Vermögen. Normales deutsches Haftungsrecht! Wie oft muss man das denn hier noch sagen, bis es jemand begreift?
        Aber die grünen Sonnenanbeter sind ja gerade dabei, das Vermögen der Betreiber und von Millionen Deutschen zu vernichten!

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        Peter Jensen

        15. August 2013 um 10:25

        Auweia, Eberhard, jetzt hab ich mal noch etwas weiter gelesen in ihrer Blog-Seite…

        Das ist ja Parallelwissenschaft hoch Zehn!!!

        Haben Sie letzte Woche in den Medien verfolgt, dass sich die Grundstückspreise rund um die in 2012 abgeschalteten AKWs drastisch verringert haben, entgegen dem Trend auf dem Immobilienmarkt in Deutschland? Nun, die Experten waren verwundert, hatten doch alle bisher angenommen, dass die Grundstückspreise steigen sollten, wenn doch endlich die bösen bösen AKWs abgeschaltet wurden. In den Jahren zuvor, als die AKW noch in Betrieb waren, sind die Preise gestiegen.
        Nun, Marktwirtschaft funktioniert eben anders als es sich die grünen Träumer vorstellen. Ein AKW hat im Schnitt 700 gutbezahlte Arbeitsplätze. Die fallen zum großen Teil weg. Damit müssen sich auch ne Menge Leute einen anderen Job suchen. Der ist nicht immer direkt neben dem AKW zu bekommen. Da stehen dann Grundstücke leer. Der Gemeinde fehlen plötzlich Steuereinnahmen. Da kann man weniger in die Gemeinde investieren. Es wird weniger lebenswert, in dem Ort zu wohnen. Und das ist alles in nur einem Jahr passiert.

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        Alfred Casimir

        19. August 2013 um 11:37

        Hallo Erhard,
        da gibt es nichts zu stoppen !!

        Diese Energiewende wurde von den „Ganz Grossen „in Gang gesetzt.

        Die haben immer gewusst was gut für das lebendige Volk ist.

        Es gibt jetzt erste Anzeichen, das der Spuk mit den „Erneuerbaren Energien“ bald vorbei ist.

        http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/hr/2013/windige-versprechen-104.html

        Hoffentlich haben diese Journalisten richtig gearbeitet ???

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          Christian Höhle

          19. August 2013 um 12:09

          Hallo Herr Casimir,

          kritisiert wird in Ihrem Link ein Windparkbetreiber, der Genussrechte anbietet. Das hat mit der Energiewende nicht viel zu tun.

          Ganz im Gegenteil wird es immer attraktiver, erneuerbare Energien einzusetzen – und zwar selbst auf dem eigenen Dach.
          Schon heute liegt die Einspeisevergütung der PV bei Hausdachanlagen nur noch zwischen 10 und 15ct. Dem steht ein Bezugsstrompreis von 28,7ct entgegen.

          Der durchschnittliche Industriestrompreis lag 2012 bei etwa 14,9 ct. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Industrie und Privathaushalte auch ohne Förderung den eigenen Strom selbst produzieren und den Überschuss günstig abgeben.
          http://www.volker-quaschning.de/interviews/2012/taz_2012-10/index.php

          Sonnige Grüße,
          Christian Höhle

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        Alfred Casimir

        19. August 2013 um 20:27

        Hallo Herr Höhle,
        sie sind wirklich sehr gut informiert.

        Den grossen Energieversorgern geht die Puste jetzt schon aus, bevor es erst richtig losgeht.

        http://www.welt.de/wirtschaft/article119026760/Warum-die-Regierung-bald-Atomkraftwerke-rettet.html

        Ich war sprachlos, nachdem ich diesen Artikel gelesen hatte.

        Meinem Nachbar bin ich dankbar, dass er für unsere Siedlung seine PV-Anlage zur Verfügung stellt.

        Bei einem Blackout haben wir dann wenigstens Strom für die Waschmaschine. Die hat ECO++ und wird besonders berücksichtigt.

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          Christian Höhle

          20. August 2013 um 00:29

          Hallo Herr Casimir,

          dieser Artikel zeigt eindrucksvoll, wie nötig ein neues Strommarkt-Design ist. Hier muss dringend dafür gesorgt werden, dass die erneuerbaren weiter zügig ausgebaut werden und dass der Betrieb von Ausgleichskraftwerken sich für Kraftwerksbetreiber lohnt.

          Sonnige Grüße,
          Christian Höhle

          Antworten »
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    Peter Jensen

    14. August 2013 um 21:49

    Herr Höhle, wenn Ihnen die herablassende Polemik in diesem „Klimalügen-Check“ als Argumentation reicht, dann ist Ihnen mit nüchternen Fakten wohl nicht zu helfen. Genossen, lasst Euch von der Realität nicht täuschen!
    Welche Qualifikation haben diese Klimaluegen-Checker eigentlich, um so herablassend über Fachleute zu reden?
    Glauben Sie ruhig weiter Ihr Märchen vom menschgemachten Klimawandel auf Basis des CO2. Ihre cleveren Klimalügen-Checker sind ja inzwischen immerhin schon auf dem Stand angekommen, dass nicht nur CO2 evtl. einen Einfluss auf’s Klima haben könnte, sondern noch andere Parameter. Ich beglückwünsche diese Damen und Herren zu ihrem Erkenntnisgewinn, denn entgegen deren Behauptung in dem Artikel war sehr wohl CO2 immer als der entscheidende Faktor für eine Erderwärmung dargestellt worden. Und nun, da es seit mehr als 15 Jahren nicht mehr wärmer wird, trotz steigender CO2-Emissionen, denkt man sich eben ein paar neue Gründe aus. Nun „versteckt“ sich die Wärme in den Ozeanen. Aber natürlich nicht, wie ein normaler Mensch vermuten würde, in den ersten paar Hundert Metern, nein, die Wärme versteckt sich unterhalb 4000m in den Ozeanen. Denn in den ersten paar Hundert Metern lässt sich nämlich keine erhöhte Temperatur messen. Und dass auch in 4000m Tiefe kein Mensch das gemessen hat, sondern es nur theoretische Energiemengenberechnungen gibt, aus denen dann eine Temperatur abgeleitet wird, stört dabei nicht weiter. Kann ja eh kein Mensch nachprüfen.
    Und die katastrophale bisherige Erderwärmung seit 1850 beträgt unfassbare 0,7°. Und es ist auch kein linearer Anstieg, sondern es gab ein Auf und Ab. In den 70ern hatte man noch Angst vor einer neuen Eiszeit. Ich könnte Ihnen noch Hunderte anderer Fakten nennen, die den anthropogenen Klimawandel als Lüge entlarven, aber sie lassen sich nicht von der Realität beirren. Ich wünsche Ihnen nur, dass der Moment nicht zu schlimm wird, wenn Sie merken, dass Sie sich vor einen politischen Karren haben spannen lassen.

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      Peter Jensen

      14. August 2013 um 22:14

      Herr Höhle, es gab seit Beginn der weltweiten Aufzeichnungen 1860 drei Erwärmungsperioden. 1860 bis 1880, 1912 bis 1940 und 1978 bis 1996. Dazwischen ging es immer wieder runter mit der Temperatur. Völlig normale natürliche Schwankungen. Und seit 1996 geht es wieder etwas runter. Wenn Sie das selbst nicht wahrhaben wollen, dann glauben Sie doch dem IPCC und der NASA, dem britischen Met Office und der CRU der Uni of East Anglia und dem DWD und dem PIK usw… alle haben es zugegeben und sind überrascht. Sie sollten die genannten Institutionen kennen, wenn sie bei dem Thema mitreden wollen.
      Und im Übrigen war 1860 gerade eine Kleine Eiszeit zuende. Danach ist ein Anstieg der Temperatur normal! Dieser Anstieg beträgt im übrigen insgesamt 0,7 °.
      Der Beginn 1860 blendet einfach wärmere Zeiten davor aus! Es wird so getan, als ob es vor 1860 immer gleichbleibend angenehme Temperaturen hatte. Das ist nicht der Fall. Es gab in Milliarden Jahren Erdgeschichte permanenten Wandel des Klimas und 0,7° von 1860 (nach einer Eiszeit!!!) bis 1997 sind keine Katastrophe!
      Und im übrigen brauchte ich den FAZ-Artikel nicht zur Information. Ich beschäftige mich intensiv seit 3 Jahren mit dem Thema. Sie haben es hier also nicht mit einem dummen, uninformierten Anfänger zu tun, der ab und zu mal durch die Zeitung blättert.

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      Susanne Henkel

      15. August 2013 um 09:52

      Hallo Herr Jensen,

      ehrlich gesagt, auch ich finde den Text bei Klima-Lügendetektor etwas polemisch. Die Qualifikation von Hans von Storch als anerkanntem Meterologen und Klimaforscher zweifelt aber selbst Herr Ameling in seinem FAZ-Artikel nicht an. Ich gehe daher davon aus, dass auch Sie Herrn von Storchs Expertise schätzen. Deshalb schauen Sie doch einfach mal, wie Hans von Storch auf den Artikel von Herrn Ameling reagiert hat: http://klimazwiebel.blogspot.de. Übrigens streitet Herr von Storch in dem Spiegel-Interview, auf das sich Herr Ameling bezieht, den menschengemachten Klimawandel keineswegs ab: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-98091084.html. Zitat:“Wir haben weiterhin überzeugende Hinweise auf einen menschengemachten Treibhauseffekt.“ Darüber hinaus weißt Herr von Storch in dem Interview auf eine weitere gravierende Folge des steigenden CO2-Ausstoßes hin: „Die mögliche Versauerung der Meere durch den CO²-Eintrag aus der Atmosphäre. Das ist ein Phänomen, das mir unheimlich ist – vielleicht auch, weil ich zu wenig davon verstehe. Wenn Meerestiere nicht mehr so gut Schalen und Skelette bilden könnten, würde das den marinen Nahrungskreislauf stören. Das macht mich schon nervös.“

      Weitere unangenehme Folgen des hohen CO2-Ausstoßes durch die Kohleverstromung konnten wir erst vor einigen Wochen in China beobachten: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2013-01/china-peking-smog.

      Viele Grüße
      Susanne Henkel

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        Peter Jensen

        15. August 2013 um 18:54

        Hallo Frau Henkel,

        das mit dem Smog in China ist natürlich keine schöne Sache, liegt aber nicht an deutschen Braunkohlekraftwerken, sondern am schlampigen Umgang der Chinesen mit ihrer Natur und ihren Menschen. In Deutschland haben wir diesen Smog nicht. Deutsche Braunkohlekraftwerke haben Rußfilter. Da haben die Grünen wirklich mal was Sinnvolles durchgesetzt in ihren Anfangsjahren. Das war ernst gemeint von mir! Wenn sie sich doch heute mal wieder auf lokalen Umweltschutz konzentrieren würden…
        In Afrika fahren auch unsere alten Autos noch 10 Jahre weiter und rotten dann irgendwie vor sich hin. Wollen Sie deswegen in Deutschland die Autos abschaffen?
        In asiatischen Länder ist die Trinkwasserqualität aus dem Hahn nicht empfehlenswert. Wollen Sie deswegen in Deutschland die Wasserwerke abschaffen?

        Viel besser wäre es, die Chinesen zu unterstützen, ihre Kohlekraftwerke sauber zu kriegen. Und sie zu unterstützen, dass es dort immer mehr Menschen immer besser geht. Denn nur wer seine existentiellen Probleme gelöst hat, fängt an darüber nachzudenken, wie er seine Umwelt besser machen kann.

        Und was die Versauerung der Ozeane angeht: auch dies ist ein Beispiel, wie die „Klimaforscher“ mit der Unkenntnis und der Angst der Menschen spielen. Ob basisch, alkalisch oder sauer, dies ist tasächlich ein sehr komplexes Thema, welches genausowenig allein mit Co2 erklärt werden kann wie die Temperatur der Erdatmosphäre. Solche einfachen Zusammenhänge gibt es weder beim Klima noch bei der Dynamik und Chemie der Ozeane. Ozeane sind ausgesprochen alkalisch. Und solange es Kalkgebirge und Lebewesen, die aus Kalk Skelette formen, gibt, werden Ozeane nicht sauer werden. Es ist schlicht unmöglich für den Menschen, so viel CO2 in die Ozeane zu „pumpen“, dass Kalk als natürlicher „Puffer“ nicht mehr ausreicht.
        Wie gesagt, es ist ein sehr komplexes Thema, in das ich mich auch erst einarbeiten musste. Jedenfalls ist die Formel „mehr CO2=höhere Temperaturen=saure Ozeane“ schlichtweg Unsinn!

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        Peter Jensen

        15. August 2013 um 19:34

        Liebe Frau Henke, zur Versauerung der Ozeane habe ich auf die Schnelle etwas gefunden, was das Thema kurz und verständlich anreißt. Da ich es selbst nicht knapper und besser formulieren könnte, erlaube ich mir kurz ein Zitat:
        „Der Säuregrad von Wasser wird mit dem pH-Wert definiert, wobei es sich um den negativen Exponenten der Wasserstoff-Ionen-Konzentration handelt. pH 6,9 und weniger ist „sauer“, 7 ist „neutral“ und ab 7,1 spricht man von „basisch“. … Der ph-Wert der Ozeane ist angeblich seit der industriellen Revolution um 0,1 gefallen und zwar von 8,2 auf 8,1. Dazu muss man wissen: von einem ganzzahligen pH-Wert zum nächsten ändert sich die Wasserstoff-Ionen-Konzentration um eine Zehnerpotenz, eine Zehntel-Einheit ist also keine dramatische Änderung. Ob nun 8,2 oder 8,1… es liegt eine Zehnerpotenz über „sauer“….
        Die Ozeane bedecken eine Fläche von rd. 350 Mio qm. und sind im Mittel 4km tief. Dort den pH-Wert zu messen, ist eine ziemlich schwierige Angelegenheit. Der natürliche pH-Wert der Meere variiert je nach Breitengrad erheblich, zwischen 7,8 und 8,2. An den Polen mehr, am Äquator weniger, denn warmes Wasser absorbiert CO2 schlechter als kaltes. Können Sie schön an einer Sprudelflasche sehen, wenn sie die mal aus dem Kühlschrank nehmen und in die Sonne stellen. Ich sage nur „Zisch..“ 🙂
        Dazu kommen dann noch die Meeresströmungen, die die Wassermassen verteilen.
        Kurzum: den pH-Wert der Ozeane auf ein Zehntel genau messen zu wollen, ist genauso unmöglich wie die globale Durchschnittstemperatur. Wir haben 5 Klimazonen auf der Welt. Die täglichen Temperaturschwankungen liegen bei bis zu 60 Grad. Die Messstationen sind sehr unregelmäßig auf der Welt verteilt. Sie haben einen unterschiedlichen technischen Zustand und sind mit Meßfehlern behaftet (nichts misst genau!). Und wenn man aus diesen dürftigen Daten dann eine Erwärmung von 0,7 Grad seit 1860 „ermittelt“, dann ist das bestenfalls „nice to know“. Wissenschaft und Grund für Panik ist das nicht!

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        Peter Jensen

        24. August 2013 um 21:07

        Hallo Frau Henkel,

        falls Sie noch mitlesen… Thema Herr von Storch, IPCC und CO2…

        Und bitte bitte bitte! Ganz lesen. Inklusive der verlinkten Seiten:

        http://networkedblogs.com/OpLnZ

        Hier noch das englische Original von Hans von Storch. Kurzes Fazit: Die Modelle zur Klimaberechnung sind nicht tauglich! CO2 wird überbewertet! Stopp der Globalen Erwärmung seit 1998 nicht erklärbar!

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    Cornelia Daniel

    14. August 2013 um 21:47

    Ich sag nur: Don’t feed the troll 😉

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      Alfred Casimir

      15. August 2013 um 08:26

      #Cornelia Daniel
      Frau Daniel, sind wir nicht irgendwie alle Trolle ?

      Bemerkenswert, diese Neutralität !!!

      Interessant wäre mal eine Abstimmung, über den brauchbaren Informationsgehalt in diesesm Blog.

      Kriegen Sie das hin ??

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    Peter Jensen

    14. August 2013 um 19:22

    Kleine Korrektur zu meinem Beitrag über das Berliner Solarkraftwerk.

    Zunächst stehen da zwei Nullen zu viel. Es sind nicht 112.000 GWh rechnerisch möglich, sondern nur 1.121 GWh (0,128 GW*8760h). Ändert aber nichts an der grundsätzlichen Aussage. Da die Sonne ja eh nur tagsüber scheint und auch nicht das ganze Jahr, ist diese Zahl eigentlich überflüssig, also am besten vergessen.

    Es werden natürlich in der Realität nicht an jedem dritten Tag 1 GW für 1 Stunde produziert. Das ist nur der durchschnittliche Wert. Das Kraftwerk hat ja nur eine Nennleistung von 128 MW. Tatsächlich wird also bei dem Kraftwerk mit durchschnittlich 2,5 h pro Tag gerechnet, an denen das Kraftwerk Strom liefert. Da eine Solarzelle niemals ihre volle Nennleistung abgeben kann, werden es im Schnitt etwa 3 bis 4 h am Tag sein, an denen das Solar-Kraftwerk arbeitet. Dieser Schnitt ergibt sich auch wieder aus den unterschiedlichen Sonnenscheindauern pro Monat. Im Winter weniger, im Sommer mehr.
    Fakt ist aber, dass dort eine technische Anlage steht, die von uns allen bezahlt wird, aber nur ein Sechstel des Tages arbeitet. Ohne Zwangsabnahme des Stroms und garantierter Einspeisevergütung würde kein richtiger Unternehmer so ein Investment tätigen.

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    Robert

    14. August 2013 um 17:39

    Herr Jensen, der monatliche Verlauf der anteiligen Stromerzeugung aus Windkraft und Photovoltaik zeigt in 2012, dass sich beide Energiequellen zu einem konstanten monatlichen Anteil von 10 bis 14 Prozent ergänzen: http://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/wind-und-photovoltaik-erzeugung-gleichen-sich-aus-4060.html

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      Peter Jensen

      14. August 2013 um 18:30

      Robert, diese durchschnittliche Zahl ist so sinnvoll wie die durchschnittliche Telefonnummer von Berlin. Energie muss zu jeder Zeit an jedem Ort genau so viel vorhanden sein, wie gebraucht wird. Das können Wind und Sonne nicht leisten. Sie sehen die monatlichen Schwankungen, die sich ja aus vielen kleinen Schwankungen pro Viertelstunde zusammensetzen? Und wenn sie im Text weiterlesen, dann sehen Sie, dass es 2011 schon ganz anders aussah. Und wie es in 2013 aussieht, weiß auch niemand.

      Und selbst wenn die Prognosen zu 100% richtig wären, hätten wir immer noch eine Erzeugungsinfrastruktur, die nur zu 15% produziert! Was soll dieser wirtschaftliche Unsinn? Und ganz Deutschland ist inzwischen mit Solar- und Windanlagen versorgt. Noch mehr Anlagen erhöhen die Sonnenscheindauer auch nicht. Und der Wind weht auch nicht mehr, nur weil noch mehr Windmühlen rum stehen.

      Sind Sie mal die Autobahn von Berlin nach Hamburg gefahren (Sie können auch den Zug nehmen, wenn Sie es für ökologisch korrekter halten). Sie werden kaum noch Gebiete geben, in denn Sie bis zum Horizont schauen können, ohne diese technischen Ungetüme zu sehen, die 85% ihrer Zeit nichts leisten. Und dann zählen Sie auf demselben Weg mal die konv. Kraftwerke. Die werden sie an einer Hand abzählen können. Und die liefern still und leise permanent Strom für unser schönes Land.

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    Peter Jensen

    14. August 2013 um 17:31

    Herr Höhle, noch eine Ergänzung…

    ich hab mir gerade mal die kurze Mühe gemacht und mir angeschaut, wie hoch die Differenz zwischen Prognose und Ist bei Solarstrom gestern war, also am 13.08.2013.
    Wir haben Hochsommer. Für die Mittagszeit- ich habe mal 11:00 bis 15:00 Uhr gewählt – lag die Prognose ALLER Solaranlagen in Deutschland bei etwa 65.910 MWh. Kumuliert über alle 4 Stunden. Tatsächlich geliefert wurden 63.029 MWh. Die Differenz klingt nicht viel, 2.890 MWh. Das sind aber immerhin 3 Atomkraftwerke á 1.000 MW oder etwa 6 Braunkohlekraftwerke á 500 MW, die in dieser Zeit ständig hoch und runter geregelt werden mussten. Tatsächlich benötigt wurden übrigens in dieser Zeit deutschlandweit etwa 240.000 MWh (4 Stunden á 60.000 MW im Schnitt). Alle Solaranlagen haben also gestern, mitten im Hochsommer, in der Mittagszeit gerade mal 26% des benötigten Stroms geliefert. Installiert sind in Deutschland aber Solaranlagen mit einer Gesamt-Nennleistung von etwa 35.000 MW (das ist mehr als jeweils Kohle- und Kernkraftwerke haben!!!). Die hätten also in den 4 Stunden theoretisch 140.000 MWh liefern können. Mitten im Hochsommer zur Mittagszeit. Tatsächlich haben sie nur 45% davon geliefert. Zugegeben, es gibt auch bessere Tage für Solarstrom, nur wird dann mehr Strom produziert, als wir eigentlich brauchen. Der wird dann an der Börse verramscht. Und nebenbei: im Schnitt war gestern noch ein guter Tag für die Solarwirtschaft. An den meisten anderen Tagen sieht es viel schlechter aus. Und letztlich gibt es kaum einen Tag im Jahr, an dem die Solaranlagen genau den Strom liefern, den wir brauchen. Alle anderen Kraftwerke tun dies.
    Für den ganzen gestrigen Tag sieht es so aus:
    Prognose Solar: 139.693 MWh
    Geliefert Solar: 134.049 MWh
    Stromverbrauch in Deutschland gesamt: etwa 1.000.000 MWh (entspricht 1 TWh)
    davon durch Solaranlagen geliefert: 13,4 %

    Viele Zahlen, aber die benötigt man, um den wirtschaftlichen Irrsinn zu verstehen!

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      Christian Höhle

      14. August 2013 um 23:13

      Hallo Herr Jensen,

      es ist schön, dass ihnen eine voraus geplante Leistungsbereitstellung so wichtig zu sein scheint. Doch gehört diese Forderung zu den alten Energiemarktkonzepten, die mit einem großen Anteil an erneuerbaren einfach nicht mehr funktionieren.

      Durch die Energiewende kommen zum Strommarkt massiv viele schwankende Erzeuger mit niedrigsten Grenzkosten hinzu. In solch einem Umfeld haben Kraftwerke, die mehrere Stunden konstante Leistungsabgabe erfordern, nichts mehr zu suchen.

      Im neuen Energiemarkt, der baldmöglichst anzustreben ist, muss es wirtschaftlich sein, dass flexible Kraftwerke 24 Stunden am Tag nichts anderes mehr tun, als ihre Leistungsabgabe kontinuierlich dem durch die Rohstoffverfügbarkeit vorgegebenen Leistungsangebot der erneuerbaren anzupassen. Das wird eine der Kernaufgaben der Energiewirtschaft in den nächsten Jahren sein.

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    Udo Schuldt

    14. August 2013 um 17:05

    An dem Artikel wird deutlich wer die Empfänger der großen Subventionen sind. Aber d
    ie Kohle muss im Boden bleiben. Das sind wir unseren Kindern und Enkeln schuldig, denn kein Energieträger erzeugt mehr CO2.

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    Robert

    14. August 2013 um 16:59

    Hallo Herr Jensen, würden Sie sich denn freiwillig heute schon am Rückbau der Atomkraftwerke beteiligen? Oder sollen das unsere Kinder dann für Sie machen, damit wir heute schönen „günstigen“ Strom haben?

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      Peter Jensen

      14. August 2013 um 17:37

      Ach Robert, was soll denn dieser Unsinn? Ein AKW wird dann zurückgebaut, wenn die technischen Voraussetzungen geschaffen sind. Das müssen nicht ihre Kinder machen, denn dafür gibt es Unternehmen, die auf sowas spezialisiert sind. Das ist weltweit schon mehrmals ohne Probleme geschehen. Auch in Deutschland. Für diesen Rückbau sind die Betreiber der AKW durch das Atomgesetz verantwortlich. Dafür bilden sie in ihren Bilanzen Rückstellungen, in der die Kosten für den Rückbau angesammelt werden. Können sie im Atomgesetz und in den Geschäftsberichten der Betreiber nachprüfen.

      Ich frage mich eher, wer in ein paar Jahren die Millionen von Solaranlagen und Windmühlen entsorgen wird, nachdem der Öko-Strom-Spuk vorbei ist und alle Hersteller pleite sind. Packen Sie da mit an? Ich würde es tun, unserer schönen Natur zuliebe!

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    Peter Jensen

    14. August 2013 um 15:35

    Achso, Herr Höhle,

    Ihre Annahme darüber, was in 20 Jahren passiert, ist auch falsch. esklingt zwar schön und logisch, dass der Solarmüller seinen Strom konkurrenzlos günstig verkaufen könnte, klingt aber auch nur so. Die Realität auf einem Markt sieht anders aus. Wenn die EEG-Garantiepreise nicht mehr gezahlt werden, dann steht der Solarmüller plötzlich vor dem Problem, seinen Strom selbst verkaufen zu müssen. Da er aber keine genauen Angaben über den Lieferzeitpunkt und die Liefermenge machen kann, wird ihm kein Netzbetreiber diesen Strom abnehmen, außer gegen eine Risikoprämie. Und außerdem steht nach etwa 20 bis 25 Jahren erst mal ein Austausch der Solarmodule und Wechselrichter an. Die sind dann nämlich weitgehend verschlissen. Eine enorme Investition, wenn man an der Börse nur 3 ct für seine kWh bekommt und nur 2 oder 3 Stunden am Tag produziert.
    Stellen Sie einfach mal vor, sie hätten eine Solaranlage und wollten ihrem Netzbetreiber ihren Strom für den nächsten Tag anbieten. Der fragt sie dann, wieviel sie zwischen 13:00 und 14:00 liefern können. Da sagen sie dann, naja, das weiß ich nicht so genau, es könnten so um die 5 MW sein, vielleicht aber auch mehr oder auch weniger. Das werden wir ja morgen sehen. Da sagt ihr Netzbetreiber: na dann suchen sie sich bitte einen Spekulanten, der mit ihrer unzuverlässigen Energie spekulieren will. Ich bin ein seriöser Netzbetreiber, der seinen Kunden permanent Strom liefern muss und will. Schönen Tag noch! Dann können sie natürlich wieder einen riesen Aufwand betreiben und eine Gemeinschaft gründen von mehreren Solarmüllern, um die Schwankungen zu glätten. Aber dieser Aufwand kostet.

    Übrigens, die realen Abweichungen zwischen Prognose und Ist bei Wind und Solarstrom können sie sehr schön jeden Tag auf der transparency-Seite der EEX sehen.

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      Thorsten Zoerner

      14. August 2013 um 17:36

      Lieber Herr Jensen,

      die Annahme, dass ein Anlagenbetreiber keine Aussage zu seinen Erträgen des Folgetages (Day-Ahead-Planung) ist schlichtweg falsch. Die bestehenden Direktvermarkter für EE-Strom zeigen täglich, wie man bessere Prognosen hinbekommen kann, als die Hochrechnungen der 4 TSOs. Gerne nennen ich Ihnen technische Lösungen, wie für ca. 1 Millionen Anlagen eine Prognose Qualität von über 99% des Leistungswertes (Arbeit) erzielt werden kann – und das nicht auf 15 Minuten, sondern auf Regelenergie relevante 2-10 Sekundenwerte. Auf meiner Webseite finden Sie dazu Informationen.

      Was die Speicherthematik angeht, so gebe ich Ihnen recht, wenn man lediglich von einer 100% Kapazitätsplanung ausgeht. Davon redet aber außer Ihnen niemand. Pumpspeicher sind eine sehr schöne Technik – aber auch Lastverschiebung kann aggregiert als virtuelles Kraftwerk gesehen werden. Die Swisscom macht dies gerade sehr schön vor (s.h. mein Blog).

      Kann es sein, dass Sie in Ihrem Kommentar „Stromverbrauch“ mit „Energieverbrauch“ gleichsetzen? Denke, dass Ihnen bekannt ist, dass man Energie nicht verbrauchen kann…

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        Peter Jensen

        14. August 2013 um 17:52

        Aber „erneuern“ kann man Energie, oder was?
        Was sollen diese Wortspielereien? Außerdem reden alle Leute von Energieverbrauch, selbst die Fachleute aus Verbänden und EVUs. Also was soll diese Haarspalterei? Energie ist auch nicht erneuerbar!

        Schön, wenn ihre Direktvermarkter solche Prognosen hinbekommen. Sie reden aber von sog. EE insgesamt, ich rede von Solarenergie. Bei ihrer Prognose ist die Biomasse mit dabei, die mit Abstand den größten Teil der sog. EE stellt. Die ist in der Tat ziemlich genau vorhersagbar. Bei Biomasse allerdings von Öko-Strom zu reden, ist schon fast zynisch, bei dem Massenverbrauch an Fläche, dem Abholzen von Tropenwäldern für „Energiepflanzen“, dem Ersatz von Nahrungsmittelanbaufläche durch Maisanbau, demständigen Ausfluss an Gülle in unsere Flüsse… aber das ist ein anderes Thema.

        Ich habe von der Prognose für Solarstrom gesprochen. Die Technik, die mit Abstand den höchsten Wert an installierter Leistung hat. Danach kommt die Windenergie, wenn man off- und on-shore getrennt betrachtet. Und diese Energiemengen sind nicht annähernd so genau vorhersagbar wie bei konv.KW. Da fallen in kurzer Zeit mal schnell ein- oder zweitausend MW Leistung aus dem Netz ab, die von den TSO geregelt werden müssen. Vergleichen Sie das mal mit konv. KW!

        Und haben Sie die Zahlen zu Speichern gelesen und verstanden, die ich aufgeschrieben habe? Das größte PSKW in Deutschland hat übrigens vor 10 Jahren nach mehrjähriger Bauzeit über 600 Mio Euro gekostet. Das leistet etwas mehr als 1.000 MW, glaube ich. Davon bräuchten wir also 60 oder 70 Stück für nur eine Stunde Strom. Können Sie das noch ausrechnen?

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    Fedor K.H. Krämer

    14. August 2013 um 10:45

    Ach Herr Jensen, was für Arbeitsplätze hat denn die Atomkraft geschaffen? Das sieht man doch schon an den Auto auf den Parkplätzen Aber Kosten hin und her, aber für den Dreck den die Atomkraftwerke hinterlassen, wird der Steuerzahler wieder grade stehen müssen. Allein wegen dieser Bürde müssen wir in Wind, Sonne Wasserkraft und Biomasse investiren, damit wir eine lebenswerte Zukunft schaffen. Sie haben nichts aus Harrisburg, Sellerfield, Tschernobil und Fukushima gelernt. In Deutschland haben wir bisher nur Glück gehabt! Daher gilt für mich die Devise: „SPEICHER, WIND- UND SONNENSTROM ERSETZEN KOHLE UND ATOM

    Sonnige Grüße
    Fedor K.H.Krämer

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      Peter Jensen

      14. August 2013 um 14:21

      Die Anzahl der Arbeitsplätze können sie aus dem Geschäftsbericht der Kraftwerksbetreiber sehen. Was das mit den Autos auf irgendwelchen Parkplätzen zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.
      Genauso wenig, welchen Dreck die AKW hinterlassen. Meinen Sie die Reste der Brennstäbe? Nun, für Sie ist das vielleicht Dreck, für viele Forscher und vor allem für künftige Generationen ist das eine neue Energiequelle.
      Was haben sie denn aus Harrisburg, Sellafield, Tschernobyl und Fukushima gelernt?

      Also aus Harrisburg, Sellafield und Fukushima habe ich gelernt, dass selbst eine Kernschmelze und die Freisetzung von radioaktiver Strahlung nicht bedeutet, dass Millionen Menschen sterben und die Umwelt auf Jahrtausende kontaminiert ist.
      Aus Tschernobyl habe ich gelernt, dass ein Schrottreaktor in einem stalinistischen Staat keine gute Idee ist. Das haben die Opfer dort schmerzlich erfahren müssen.

      Haben sie übrigens auch was aus den mehreren Millionen Betriebsstunden aller über 400 AKW weltweit und insbesondere aus denen in Deutschland gelernt? Ich habe daraus gelernt, dass AKW sichere, preiswerte Energie liefern. Und das noch für Millionen Jahre genug Brennstoff auf der Erde vorhanden ist. Allein beim Bau des off-shore-Windparks BARD 1 sind mehr Arbeiter tödlich verunglückt als in allen deutschen AKW seit Beginn der Stromproduktion. Nämlich zwei. Und die abgestürzten Handwerker, die so eine Solaranlage auf einem Dach installieren oder eine Riesen-Windmühle aufstellen, zählt ja gar keiner. Könnte man mal bei der zuständigen BG nachfragen.

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        Peter Jensen

        14. August 2013 um 14:40

        Und was ihre Stromspeicher angeht:

        Wir reden da über einen Bedarf von 40.000 bis 80.000 MWh. Pro Stunde. Dazwischen schwankt der Bedarf in Deutschland in Abhängigkeit von der Jahreszeit.
        Alle unsere deutschen Pumpspeicherkraftwerke schaffen zusammen 7.000 MWh. Das heißt, wir müssen unsere jetzige Kapazität um den Faktor 10 erhöhen, um auch nur eine Stunde Strom für Deutschland aus Speichern zu bekommen. Wie gesagt, wir sind gerade erst bei einer Stunde! Und andere Speicherformen sind bisher nur in der Theorie vorhanden bzw. reichen nicht mal an die PSKW heran.
        Und wenn die riesigen Speicher (für die wir weder die geologischen noch die finanziellen Möglichkeiten haben) einmal leer sind, müssen die ja auch wieder aufgefüllt werden. Das heißt, wir brauchen doppelte Erzeugungskapazität, denn neben der Auffüllung der Speicher muss ja auch noch der normale Verbrauch bedient werden. Wegen der Umwandlungsveluste beim Speichern und zurück benötigen wir eher die vierfache bis sechsfache Erzeugungskapazität.
        Sie können es drehen und wenden und schönreden wie sie wollen. Die Energiewende mit sog. EE ist eine extrem teure, ineffiziente und asoziale Umverteilung von Vermögen von unten nach oben. Keine Speicher in Sicht, keine Leitungen vorhanden, aber massiver, völlig unkontrollierter Zubau an Stromerzeugungsmaschinen, die in Abhängigkeit von der Natur produzieren und ansonsten sinnlos in der Gegend rumstehen.
        Und Herr Höhle, ich will sie ja nicht der Lüge bezichtigen, aber es gibt nicht JEDEN MITTAG gigawattweise Strom. Den gibt es nur, wenn die Sonne scheint. Und in keiner Jahreszeit tut sie das jeden Mittag. Das wissen sie doch aber selbst, also was soll dieses Argument?
        Bei Berlin wurde ein großes modernes Solarkraftwerk eröffnet. Nennleistung 128 MW. Ergäbe theoretisch im Jahr 112.000 GWh. Die Betreiber gehen von 120 GWh pro Jahr aus! Das heißt, dass an jedem dritten Tag des Jahres eine Stunde lang 1 GW zur Verfügung steht.
        Und jetzt kommen Sie, Herr Höhle!

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          Christian Höhle

          14. August 2013 um 22:04

          Das Fraunhofer ISE stellt kontinuierlich die aufbereiteten Strombörsendaten zur Verfügung (http://www.ise.fraunhofer.de/de/downloads/pdf-files/aktuelles/stromproduktion-aus-solar-und-windenergie-2013.pdf).

          Dabei fallen drei Dinge besonders auf:
          – Wind und Solarenergie ergänzen sich hervorragend
          – Solarenergie steht besonders dann zur Verfügung, wenn der Bedarf an höchsten ist
          – Es gab noch nicht einen einzigen Zeitpunkt, zu dem Solarstrom “Nicht gebraucht“ wurde. Es gab jedoch unzählige Zeitpunkte, zu denen Kraftwerke statt ihre Leistung zu reduzieren Strom erzeugen, der nicht gebraucht wird. Dieser wird dann fleißig in das europäische Ausland exportiert.

          Dass zentrale Energieerzeugungsformen ein Auslaufmodell sind, sollte heute eigentlich jedem klar sein. Was zukünftig benötigt wird, sind flexible Kraftwerke, die sich hochdynamisch den erneuerbaren anpassen können. Auch dort sehe ich perspektivisch keine Großkraftwerke mehr…

          Hier noch eine interessante Studie dazu, wie eine Strom- und Wärmeversorgung aus 100% erneuerbaren aussehen kann:
          http://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen-pdf-dateien/studien-und-konzeptpapiere/studie-100-erneuerbare-energien-in-deutschland.pdf

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          Christian Höhle

          14. August 2013 um 22:09

          Eine Sache noch zur Umverteilung: Bis vor kurzem wurde ein großer Teil der Stromeinnahmen an wenige Großkonzerne gezahlt. Folglich ist JEDE Umverteilung, ob zum Bauer oder zum Zahnarzt oder zur Familie mit Haus ganz klar eine Umverteilung von oben nach unten – von den Großkonzernen zu den Mitbürgern. Besser kann es doch gar nicht laufen, oder? 😉

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          Christian Höhle

          14. August 2013 um 22:25

          Es gibt heute Batteriespeichersysteme für kurzzeitige Speicherung.
          Langfristig läuft es aus meiner Sicht eher auf Power2Gas – also die massive Anhäufung von Überkapazitäten an erneuerbaren Energien und eine Methanisierung des Überschuss zur Speicherung im Erdgasnetz – hinaus.

          Das hat z.B. für PV den bedeuten Vorteil, dass im Sommer Verwendung für den Überschuss existiert. Im Winter, nachts oder bei schlechtem Wetter kann dieses Gas zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt werden – übrigens erstaunlicher Weise wieder genau dann, wenn Strom und Wärme gebraucht werden.

          Dazu sehr ich aber auch die Gaskraftwerke aufgrund ihrer Ineffizienz nur als Brückentechnologie. Mittelfristig werden kleinere und mittlere BHKWs diese Aufgabe effizienter wahrnehmen können, weil Wärme und Strom direkt und verlustarm genutzt werden können. Auch der Netzausbau ist dann nur noch in Teilen erforderlich.

          Siehe auch hier:
          http://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen-pdf-dateien/studien-und-konzeptpapiere/studie-100-erneuerbare-energien-in-deutschland.pdf

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        Christian Höhle

        14. August 2013 um 21:16

        Diese Diskussion wurde zum Glück bereits vor Jahren geführt. Das Ergebnis ist der Atomausstieg.

        Zum Glück werden wir diese Risikotechnologie sehr bald los sein und können uns nun daran begeben, unseren Energiebedarf mit nachhaltigen erneuerbaren Energiequellen zu decken 🙂

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    Peter Jensen

    13. August 2013 um 19:23

    Na da haben Sie aber eine schöne Studie zusammengeschustert. 54 Mrd. für EE seit 1950? Komisch, allein für 2009 bis 2012 komme ich schon auf 57 Mrd. Und wieso eigentlich seit 1950? Das EEG gibt es erst seit 2000. Also wenn schon, dann 54 Mrd. seit 2000. Tatsächlich sind es ja viel mehr!

    Und wie ihre „Subventionen“ für Atomkraft zustande kommen, ist mir auch klar. Fehlende Steuereinnahmen (40 Mrd. Brennelementesteuer) seit 1950. Dass diese Steuer erst 2008 erdacht wurde, interessiert da nur am Rande. Dann 41 Milliarden für Forschung, auch für Fusionsforschung. Was hat Kernfusion mit AKW zu tun? In AKW wird Kernspaltung durchgeführt! Kernfusion geschieht in der Sonne. Dann noch ein 6 Mrd als „Strompreiserhöhung“ durch Emissionshandel. Ein AKW emittiert nun mal kein CO2. Das hat also auf den Emissionshandel gar keinen Einfluss. Dann noch ein 33 Mrd., weil die AKW-Betreiber angeblich zu hohe Preise genommen haben. Und Sie kennen natürlich die richtigen Preise. Usw. und so fort…
    Tatsächlich haben kommerzielle AKW bis auf die Anfangsjahre keinerlei Subventionen erhalten. Die haben biligen Strom produziert, Arbeitsplätze geschaffen, Steuern gezahlt und für Wohlstand gesorgt. Vergleichen Sie das mal mit dem EE-Desaster!
    Freundliche Grüße! Schönen Tag!

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      Christian Höhle

      13. August 2013 um 22:22

      Hallo Herr Jensen,

      das ist der Vorteil, wenn überwiegend verdeckt gefördert wird wie bei der Atomkraft.
      http://www.heise.de/tp/artikel/37/37513/1.html

      Die erneuerbaren Energien werden transparent über die Stromrechnung gefördert. Da ist es natürlich leichter, mit dem Finger darauf zu zeigen 😉

      Sonnige Grüße,
      Christian Höhle

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        Peter Jensen

        14. August 2013 um 13:57

        Also Herr Höhle und Frau Henkel,

        seit wann sind Rückstellungen für den Rückbau von AKW Kosten mit Förderwert. Rückstellungen sind eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit und vom Gesetz vorgeschrieben! Das betrifft JEDES Unternehmen, nicht nur AKW und hat einen wirtschaftlichen Sinn! Das als verdeckte Subvention zu bezeichnen ist lächerlich!
        Dann würden mich mal die sog. Folgekosten durch den Klimawandel interessieren. Welche Kosten sind da bisher in Deutschland entstanden? Haben wir mehr Todesfälle? Haben wir mehr Krankheiten? Haben wir mehr Unwetter? Und kommen sie mir jetzt bitte nicht mit der Flut im Frühjahr! Nicht jedes Unwetter ist Klimawandel. Sagt ihnen das Magdalenen-Hochwasser von 1342 etwas? Nein, dann bitte mal googlen. Damals gab es weder Flussbegradigungen noch menschlich verursachtes CO2. Und trotzdem war es das verheerendste Hochwasser in Mitteleuropa.
        Also vergessen sie einfach mal Folgekosten durch Klimawandel. Das ist einfach lächerlich, an diesen Unsinn noch zu glauben. Ist es bis zu ihnen vorgedrungen, dass sich die Atmosphäre seit mehr als 15 Jahren nicht mehr erwärmt hat, sondern leicht abgekühlt? Und keiner der Klimawandel-Horror-Prediger hat dafür eine Erklärung! Ich hab aber eine (und viele Tausend Wissenschaftler haben auch eine): Klimawandel ist etwas völlig Natürliches und hat mit dem Menschen und mit CO2 überhaupt nichts zu tun. Klimawandel gibt es seit Milliarden Jahren und wird es immer geben. Daran ändert auch eine Windmühle nichts!
        Und was die Transparenz der Kosten der sog. EE angeht: vergessen sie neben der Stromrechnung nicht die Verluste von Siemens, Bosch und aller Solarfirmen. Diese Kosten stehen auch sehr transparant in jeder Bilanz dieser Unternehmen. Arbeitsplatzabbau und sonstige Zusatzkosten (Haftungsumlage, StromNeV-Umlage,Leitungsausbau) kommen auch noch dazu.
        Kein kommerzielles AKW hat im Betrieb irgendwelche Subventionen bekommen. Dafür aber permanent über Jahrzehnte Strom geliefert. Tag und Nacht!

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          Christian Höhle

          14. August 2013 um 21:10

          Hallo Herr Jensen,

          da sind die vermutlich auf die etwas sonderbare Berichterstattung der FAZ herein gefallen.
          Hier gibt es eine Richtigstellung der vielen verdrehten Behauptungen dieses Interviews, dessen Inhalte sie zitieren:
          http://www.klima-luegendetektor.de/2013/08/07/faz-klimaquatsch-mit-dieter-ameling/

          Natürlich werde ich nicht die Risiken und Folgekosten vergessen, die Sie herunter zu spielen versuchen. Ich werde meinen Kinder keinen jahrtausende lang strahlenden Sondermüllberg hinterlassen. Und ich arbeite hier jeden Tag dafür, dass sie das auch nicht tun 😉

          Sonnige Grüße,
          Christian Höhle

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      Susanne Henkel

      14. August 2013 um 10:12

      Hallo Herr Jensen,

      wenn Sie oben im Text dem Link zur FÖS-Studie folgen, finden Sie dort ab S. 15 detailliert für jede einzelne Stromerzeugungsart aufgeführt, welche Kosten in die Berechnung eingeflossen sind. Fehlende Steuereinnahmen durch die Brennelementesteuer kommen dort nicht vor. Übrigens wird in der Grafik nicht die Förderung seit 1950 betrachtet, sondern seit 1970.

      Viele Grüße
      Susanne Henkel

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      Andreas

      14. August 2013 um 16:42

      Wenn Atomkraftwerke so billig sein sollen, warum sind dann beim aktuell laufenden Bau in Finnland dann während der Bauphase die Kosten um das fünffache gestiegen? Das sollte sich mal hier einer erlauben, da wäre der Aufschrei riesig. Warum plant die EU Subventionen für neue AKW zuzulassen, wenn diese doch ohne Subventionen gebaut werden können? Warum soll in England für ein neues AKW eine Einspeisevergütung von 11 ct/kWh gezahlt werden, wenn Atomstom so billig ist? Neue Photovoltaikanlagen erhalten übrigens ab Oktober weniger als 10 ct/kWh

      Und wenn AKW so toll sind, warum brauchte man dann in den 50er Jahren einen Atomminister? Warum wird so viel Polizei gebraucht um diese durchzusetzen und warum muss der Staat für die Versicherungskosten aufkommen? Jeder muss seine Anlagen, was auch immer, selbst versichern. Warum muss der Staat für die Entsorgung und für Folgeschäden aufkommen.

      Abgesehen davon, gibt es wirklich keine Subventionen für Atomstrom.

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        Peter Jensen

        14. August 2013 um 18:09

        Andreas, wo haben Sie denn nur Ihre Informationen her? Sie dürfen nicht alles glauben, was Ihnen die Öko-Verführer von Greenpeace und Co. so sagen.

        Deutsche AKW sind per Gesetz mit 256 Mio EUR privat versichert. Jeder Block!

        Darüber hinaus hat die deutsche und intenationale Atomwirtschaft einen Versicherungspool eingerichtet, bei dem alle Betreiber untereinander und gegenseitig für bis zu 2,5 Mrd EUR pro Block (!!!) haften.

        Darüberhinaus sind nach ganz normalem deutschen Haftungsrecht die Betreiber von AKWs für jeden Schaden mit ihrem gesamten Vermögen und unbegrenzt in der Haftung.

        Erstaunlich, wie erfolgreich die grüne Hirnwäsche über 30 Jahre lang war. Dieses Märchen der Unterversicherung hält sich nun schon so lange, obwohl es so einfach ist, die Wahrheit herauszufinden.

        Und warum das AKW in Finnland so teuer wird und ihre anderen Fragen kann ich Ihnen nicht sagen. Da müssen Sie die Baufirma, bei der EU und in England fragen. Fakt ist, dass deutsche kommerzielle AKW keine Subventionen für den Betrieb bekommen haben.

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        Andreas

        14. August 2013 um 21:55

        Das ist ja lachhaft, versichert bis 256 Mio. Euro. Ein potentieller Schaden beträgt ein vielfaches davon.

        Die Entsorgung des Mülls wird wohl auch nicht vom Steuerzahler bezahlt? Das können Sie Ihrer Oma erzählen, aber nicht mir.

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    Kathrin Hoffmann

    13. August 2013 um 16:31

    Danke für die Transparenz in Sachen Energiekosten! Diese Kostenrelationen sollte wirklich jeder kennen, bevor er sich zum Thema Strompreis äußert!
    Mir gefällt eure Serie zur Bundestagswahl sehr! Weiter so!!!

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      Leonie Blume

      14. August 2013 um 09:45

      Danke Kathrin für das nette Feedback!

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    5M

    13. August 2013 um 08:21

    Vielen dank für diesen Bericht. Das sollte viel stärker in den Medien kommuniziert werden. Aber da fehlt wohl das Interesse.

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    Tina Ternus

    12. August 2013 um 20:34

    Die EEG-Umlage ist seit 01.01.2010 durch die AusglMechV ein elegant konzipiertes Modell, dass die Entwicklung der EEG-Umlage von den eigentlichen Kosten, bedingt durch die ausbezahlten Vergütungssummen entkoppelt hat. Denn: Wie soll es mathematisch möglich sein, dass neue Solarstromanlagen, deren Vergütungstarife in den letzten drei Jahren um mehr als sechzig Prozent gesenkt wurden, die gleichzeitig immer mehr selbst verbrauchen, statt einspeisen und deren Anlagenzubau um etwa fünfzig Prozent eingebrochen ist, zu einem weiter exponentiellen Wachstum der EEG-Umlage führen? Es gibt eine einfache Antwort: Gar nicht! Die Wahrheit ist: Selbst, wenn so gut wie keine neuen EEG-Anlagen mehr errichtet würden, würde die EEG-Umlage weiterhin steil ansteigen.

    Und so kommt es, dass sich die eigentlichen EEG-Kosten in Form der ausbezahlten EEG-Vergütungen an alle Anlagenbetreiber seit schwarz gelb durch den stattgefundenen Anlagenzubau real nur etwa um Faktor 1,6 erhöht haben und mittlerweile stagnieren (s. eeg-kwk.net), die EEG-Umlage sich aber stattdessen mehr als vervierfacht hat und weiter explodiert!

    Hier Details zu den Hintergründen
    http://www.photovoltaikbuero.de/pvBueroBlog/tabid/238/EntryId/212/Das-EEG-Umlagenmarchen-oder-die-wundersame-Vermehrung-der-EEG-Umlage.aspx

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      Peter Jensen

      13. August 2013 um 20:21

      Antwort zu Kommentar Nr. 1 von Tina Ternus:

      Also wenn man einfach nur von einem PV-Blog abschreibt, ohne es zu prüfen, kommt hier nur Unsinn raus.

      Erstens: Die EEG-Umlage erhöht sich mit jedem Zubau. Das steht nun mal so im Gesetz
      Zweitens: Die Vergütungssätze haben sich zwar in den letzten Jahren verringert, aber nur für Neuanlagen. Alle alten Anlagen erhalten 20 Jahre lang den ursprünglichen Fördersatz. Deswegen gilt hier wiederum „Erstens“.
      Drittens: Richtig ist, dass seit 2010 die Differenz zwischen Börsenpreis und EEG-Vergütung bezahlt wird. Da der Börsenpreis aber nur 3ct/kWh im Schnitt beträgt, werden im Schnitt immer noch 20 ct/kWh an die Betreiber der EE-Anlagen ausgezahlt. Die Reduzierung durch den Börsenpreis kann den Anstieg durch den Zubau nicht kompensieren. Außerdem muss an manchen Tagen der Solarstrom an der Börse verschenkt werden oder es muss sogar noch mehr Geld bezahlt werden. Damit erhöht sich die EEG-Umlage an diesen tagen sogar um mehr als die Einspeisevergütung.
      Viertens: durch den massiven Zubau seit 2009 hängt das EEG-Konto jedes jahr mit ein paar Milliarden im Minus. Dieses Minus muss im Folgejahr ausgeglichen werden und erhöht… RICHTIG! Die EEG-Umlage.
      Ein Beispiel zu diesem Ausgleich folgt im nächsten Kommentar…

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        Christian Höhle

        13. August 2013 um 22:43

        Hallo Herr Jensen,

            „Erstens: Die EEG-Umlage erhöht sich mit jedem Zubau.“
            „Außerdem muss an manchen Tagen der Solarstrom an der Börse verschenkt werden oder es muss sogar noch mehr Geld bezahlt werden.“

        Das stimmt – durch neue Anlagen erhöht sich die Umlage jedoch nur noch geringfügig. Was wir allerdings heute erleben, ist der Versuch, erneuerbare in das Korsett eines Strommarktes zu pressen, der für Konventionelle Energieformen gedacht war. Das funktioniert heute nicht mehr.
        Unter anderem sieht man das daran, dass es unsinnigerweise noch immer attraktiver ist, Kohlestrom zu erzeugen und ihn massiv zu exportieren, als felxible Gaskraftwerke einzusetzen.
        http://www.ise.fraunhofer.de/de/downloads/pdf-files/aktuelles/stromproduktion-aus-solar-und-windenergie-2013.pdf (Folie 59)

            „Zweitens: Die Vergütungssätze haben sich zwar in den letzten Jahren verringert, aber nur für Neuanlagen. Alle alten Anlagen erhalten 20 Jahre lang den ursprünglichen Fördersatz.“

        Das stimmt – im Gegensatz zur Förderung konventioneller Energien endet jedoch die Förderung definiert nach 20 Jahren…
        Betrachtet man einmal nur die PV-Anlagen, dann wird in 20 Jahren *keine einzige* dieser Anlagen mehr EEG-Vergütung bekommen. Trotzdem werden die vielen Anlagenbetreiber ihre Anlagen nicht abbauen oder außer Betrieb setzen. Sie werden dann ihren Strom meistbietend am Markt verkaufen und locker konkurrenzfähig zu den Großkraftwerken sein, denn:

        – PV hat kaum Wartungskosten
        – PV benötigt kaum Personalkosten – besonders wenn diese Anlagen in der Hand privater Betreiber sind (dann nämlich gar keine)
        – PV hat keine Rohstoffkosten

        In 20 Jahren werden die bis heute gebauten Anlagen signifikant dazu beitragen, den Strompreis niedrig zu halten. Das kann man sich ganz einfach vorstellen: in 20 Jahren werden die Strompreise für konventionelle Energien wegen der knapper werdenden Rohstoffe drastisch gestiegen sein – das kann man z.B. am Spritpreis sehr schön verfolgen.
        Trotzdem gibt es jeden Mittag dann, wenn die größte Nachfrage herrscht, gigawattweise Solarstrom, der für einen Bruchteil des preises konventioneller Energie zur Verfügung steht. Das lässt den gesamten Strompreis sinken.

            „Drittens: … Da der Börsenpreis aber nur 3ct/kWh im Schnitt beträgt…“

        Geschickt, sich auf den Börsenpreis zu beziehen, der nur durch die erneuerbaren dieses historisch niedrige Niveau erreicht hat 😉 Tatsache ist: Vor den Zubauwellen an PV 2009 lag der Börsenpreis zuletzt bei 12ct! Heutige Anlage produzieren z.T. bereits für <10ct.
        http://www.foes.de/pdf/2013-01-Industriestrompreise-Wettbewerbsfaehigkeit.pdf

            „Viertens: durch den massiven Zubau seit 2009 hängt das EEG-Konto jedes jahr mit ein paar Milliarden im Minus“

        Die EEG-Umlage besteht nur etwa zur Hälfte aus der reinen Förderung der EE-Anlagen. Eine Erhöhung der EEG-Umlage wie sie in der Vergangenheit immer wieder stattgefunden haben sind also in dem Umfang gar nicht erforderlich, wenn man das Übel an der Wurzel angeht und Privilegien abbaut sowie den veralteten Strommarkt gegen ein funktionierendes und zukunftssicheres System ersetzt.

        Ich hoffe, ich konnte ihnen deutlich machen, dass Ihre Bedenken völlig unbegründet sind. Die Erneuerbaren sind eine hervorragende und kostengünstige Möglichkeit, um die Energiewende dezentral umzusetzen.

        Sonnige Grüße,
        Christian Höhle

        Antworten »

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