Unser Leben im Smart Home: Wie alles begann

Von Beatrix Gröne (Gastbeitrag) am 6. November 2014 in der Kategorie Energiemanagement mit 1 Kommentar
SMA Smart Home Groene

Für Photovoltaik haben wir uns erstmals vor ca. acht bis zehn Jahren interessiert, als uns Nachbarn ansprachen, die sich Photovoltaik-Anlagen auf’s Dach bauen und sich mit anderen zusammenschliessen wollten, um bessere Preise aushandeln zu können. Abgesehen davon, dass uns das ganze Thema damals noch etwas suspekt war und wir Zweifel an der Haltbarkeit der Module und der angegebenen Leistung hatten, hielten wir seinerzeit das Kosten-Ertrags-Verhältnis für unzureichend. Sprich: Die Anlagen waren uns zu teuer, auch wenn die Einspeisevergütung damals deutlich höher war.

 

Wie wir dann doch zu einer Photovoltaik-Anlage kamen

Im Jahr 2009 hat sich da einiges für uns geändert. Steigende Strompreise, sinkende Zinsen und sinkende Anlagenpreise ließen den Gedanken wiederaufleben. Hinzu kam, dass sich unser Schwiegersohn auch eine Anlage anschaffen wollte und uns beratend zur Seite gestanden hat. So konnte die Planung des Installateurs noch optimiert werden. Im Dezember 2009 wurde unsere Anlage mit 9,9 kWp mit Yingli-Modulen und zwei Wechselrichtern Sunny Boy 5000 TL-20 in Betrieb genommen. Die Inbetriebnahme in 2009 war besonders wichtig für die Zukunft für den Fall, dass wir den erzeugten Strom auch irgendwann einmal selbst nutzen wollten, da wir dann für jede selbst verbrauchte Kilowattstunde eine höhere Vergütung bekommen würden. Man soll ja schließlich – bei allem Interesse für ökologische Themen –  auch die Rendite nicht ganz aus den Augen verlieren. Die Anlage lief seitdem ohne Probleme.

 

Unser Smart Home von außen

Unser Smart Home von außen

Das geht noch besser

Im letzten Winter hat uns unser Schwiegersohn auf die Möglichkeit des Eigenverbrauchs in Kombination mit einem Akku angesprochen. Er hatte eine solche Lösung bei sich bereits in Betrieb. Wir waren inzwischen auch schon zu dem Schluss gekommen, dass es noch sinnvoller ist, den Strom, den man erzeugt, auch selbst zu verbrauchen, statt ihn einzuspeisen und quasi wieder zurückzukaufen. Also haben wir uns damit auseinandergesetzt. Auch die Diskussionen über die Belastung der Stromnetze durch starke Schwankungen und den Neubau von Stromtrassen haben diesen Standpunkt befeuert. Die Formel ist doch einfach: wenn mehr selbst verbraucht wird, wird weniger eingespeist, entsteht weniger Überlastung. Dies gilt besonders, wenn ein Teil des erzeugten Stroms in einem Akku zwischengespeichert wird, um verbraucht zu werden, wenn die Sonne weniger oder gar nicht scheint.

 

Lohnt sich der Aufwand?

Dagegen stehen die Investitionen und die sind nicht ohne. Einer der Wechselrichter müsste getauscht werden gegen einen Sunny Boy Smart Energy, die beiden früheren Stromzähler müssten gegen einen Zwei-Richtungs-Zähler und einen Photovoltaik-Zähler ausgetauscht werden, ein Energy Meter sowie ein Sunny Home Manager installiert werden und sinnvollerweise mind. zwei Funksteckdosen für die großen Verbraucher angeschafft.  Zu den Geräten kommen noch die Elektriker-Kosten. Das ist viel Geld.

Andererseits muss man sehen, ob es einem das einfach wert ist. Manche geben viel für ein teures Auto aus, ohne darüber nachzudenken, andere für teure Markenklamotten oder -geräte oder für Fernreisen, teuer ist eben sehr relativ. Prinzipien sind durchaus auch etwas wert, wenn auch nicht in barer Münze.

 

Auch hieran sollte man denken

Weitere Gesichtspunkte fielen bei der Diskussion ebenfalls stark ins Gewicht: Klemens freute sich besonders auf weitere mögliche Stromspareffekte und die „totale“ Kontrolle und darauf, den steigenden Strompreisen zu entkommen. Ich, wenn auch aus prinzipiellen Gründen für diese Lösung, befürchtete doch eher starke Einschnitte in die Tagesplanung und -abläufe und die Stromsparwut meines Gatten.

Letzten Endes haben wir uns für diese Lösung entschieden. Ob und wie wir uns mit dem System angefreundet haben, das erzähle ich im nächsten Beitrag.

 

Zur Person

Beatrix schreibt im Rahmen unserer Aktion „Smart Home Blogger gesucht“ hier im Blog über ihre Erfahrungen mit dem SMA Smart Home. Wir sind gespannt auf ihre Beiträge. Wenn ihr Fragen an sie habt, ist sie gerne bereit diese zu beantworten.

 

Hier findet ihr weitere Anwenderberichte:

Installation der Funksteckdosen in drei Schritten

Funksteckdosen im Alltag für Berufstätige

Jede 5. Solaranlage in Deutschland mit Speicher

 

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Der Autor

Beatrix Gröne (Gastautor)

Beatrix lebt mit ihrem Mann Klemens in einem Einfamilienhaus in Ostwestfalen ziemlich genau zwischen Bielefeld und Kassel. Sie selbst ist nicht berufstätig, ihr Mann arbeitet in einer großen Firma in der Erstliga-Stadt Paderborn. Ihre beiden Töchter sind längst flügge, die ältere wohnt allerdings mit ihrer Familie nur zwei Straßen weiter. Gut für ihr Hobby Nr. 1: die Enkelkinder. Hobby Nr. 2 sind Reisen in den Süden, sie lieben Sonne und Meer.

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1 Kommentar

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    Markus

    15. Mai 2015 um 17:06

    Das ist ja total spannend! Nutzt ihr noch weitere Elemente aus dem Bereich Smarthome? Ich habe hier ein paar Sachen gelesen, wie man noch weiter Energie sparen kann: https://homeexx.com/nutzen/energieverbrauch-senken
    Allerdings findet man im Netz kaum persönliche Erfahrungswerte, so wie hier…

    Antworten »

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