Sonniger Start für Energie-Speicher-Plus-Haus

Von am 22. Mai 2014 in der Kategorie Energiemanagement mit 0 Kommentare
Dynahaus Jasper Krieger Spatenstich
Einen geeigneteren Tag hätte es nicht geben können: Beim Spatenstich zum innovativen Energie-Speicher-Plus-Haus von Dynahaus mit SMA Smart Home Technologie gab es Sonne satt. Wir haben mit dem Initiator des Projekts Matthias Krieger über seine Vision, das Besondere am Dynahaus und das Thema Wirtschaftlichkeit gesprochen.

 

Die Erdarbeiten haben begonnen: In Lohfelden – und später in München – entstehen die ersten Dynahäuser in Deutschland. Was verbirgt sich hinter dem Projekt?

Das Dynahaus ist ein Einfamilienhaus, welches mehr Energie produziert als der Bewohner verbraucht. Es ist damit möglich, die Kraft der Sonne auch bei Nacht und an sonnenlosen Tagen zu nutzen. Möglich wird dies durch eine bis ins kleinste Detail durchdachte Planung, präzise ausgewählte Baustoffe und Komponenten sowie eine innovative Bauweise. Durch die optimierte Verbindung der drei Dyna-Speichersysteme mit den SMA Smart Home-Komponenten erhält der Bewohner ein ganzheitliches und intelligentes System. Sonnenenergie wird in Strom umgewandelt und dieser dann zur Verfügung gestellt, wenn er gebraucht wird. Besonders spannend ist das für die Nutzung von E-Mobilität – kostenlos tanken macht einfach Spaß. Mit einem Dynahaus wird man unabhängiger von zentralen Energieversorgern und freier von Strompreiserhöhungen!

 

Moderne Architektur mit smarter Technik: Das Modell zum Dynahaus

Moderne Architektur mit smarter Technik: Das Modell zum Dynahaus

Wie kam es zu der Idee Dynahaus?

Aus Überzeugung. In der Vergangenheit haben wir als Bauunternehmen viele Bauvorhaben in Passivhausbauweise realisiert, welche gut ist, aber meines Erachtens nicht gut genug. Es genügt nicht, um die allgemeinen Ziele der Energiewende zu erreichen. Im Gegensatz zum Passivhaus war es mein Ziel ein Haus zu entwickeln, welches eigenstromoptimiert und kostengünstig ist. Mit Dynahaus können wir den Zielen der Energiewende erheblich näher kommen.

Die Vision eines Hauses, das mehr Energie produziert als der Bewohner verbraucht, war dabei für uns herausfordernd und spannend zugleich. Im Jahr 2011 kamen wir ins Handeln, haben zusammen mit namhaften Kooperationspartnern die Entwicklung des Hauses und die Abstimmung der einzelnen Komponenten aufeinander begonnen. Wichtig war uns, Partner zu finden, die ebenso in die Zukunft schauen, wie wir und die technologisch führend sind. Deshalb sind wir auch auf SMA zugegangen und freuen uns, dass wir das Dynahaus mit der SMA Smart Home Technologie umsetzen.

 

Was macht das Haus so besonders? Wie ist es möglich, dass mehr Energie erzeugt als verbraucht wird?

Anders als bei einem Passivhaus liegt der Fokus nicht auf maximaler Dämmung, sondern auf einem energieeffizienten und nachhaltigen Gesamtkonzept, bei dem die maximale Energiegewinnung und -verwendung im Mittelpunkt steht. Die Planung und Entwicklung wurde hierbei von zahlreichen, hochkarätigen Kooperationspartnern übernommen.

Der Einladung zum Spatenstich folgten über 40 Gäste

Der Einladung zum Spatenstich folgten über 40 Gäste

Das Besondere ist die optimale Abstimmung einzelner innovativer, aber bewährter Komponenten und die Kommunikation zwischen diesen.

Einen Großteil der Energie liefert dabei die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes. Es ist heute schon kostengünstiger, Solarstrom selbst zu erzeugen, als ihn vom Stromversorger zu beziehen, daher liegt der Schwerpunkt um Kostenersparnisse zu maximieren auf dem Eigenverbrauch von Solarstrom. Um die Solarenergie besonders effizient zu nutzen, stimmt das intelligente Energiemanagement mit SMA Smart Home-Technologie die Solarstrom-Erzeugung und den Verbrauch der steuerbaren Elektrogeräte im Haus optimal aufeinander ab. Solarenergie, die nicht unmittelbar verbraucht wird, wird im Batteriespeicher und in den thermischen Speichern für eine spätere Nutzung zwischengespeichert.

Rechnet sich das Konzept eines Energie-Speicher-Plus Hauses schon?

Das Dynahaus ist in jedem Fall günstiger als ein Passivhaus. Die Amortisationszeit liegt bei unter 20 Jahren. Zu dem erfüllt das Haus schon jetzt die EU-Vorgaben für Wohnhäuser von 2020. Daher erhalten die Bewohner eine Zukunftssicherheit, die sich sehen lassen kann.

Ob sich das Konzept in dem Umfang rechnet, wie es geplant und simuliert wurde, stellt sich mit dem Bau der DynaAkademie in Hallbergmoos bei München heraus. Hier wird ein Forschungsobjekt gebaut, an dem das System unter praxisnahen Bedingungen wissenschaftlich überprüft und verbessert werden kann. Auch die Praktikabilität wird überprüft – eine Familie wird über ein Jahr begleitet, die Ergebnisse in Hinblick auf energetischen Kennzahlen als auch die Erfahrungen im alltäglichen Umgang mit den Komponenten fließen direkt in die Weiterentwicklung ein.

Auch im Dynahaus in Lohfelden wird eine Familie einziehen. Sie erhält ein Vorkaufsrecht, der Kaufpreis wird erst nach einem Jahr fällig. Hier werden wir auch viele neue Erkenntnisse aus dem alltäglichen Leben erfahren.

 

Welche Vision verbinden Sie mit dieser neuen Art Häuser zu bauen? Ist das bereits die Zukunft oder nur ein Zwischenschritt dahin?

Die Erde enkelfähig zu machen ist zwar noch Zukunftsmusik, wir beginnen aber bereits heute damit. Jeder, der den Willen dazu hat, soll die Chance bekommen unabhängiger von zentralen Energieversorgern zu leben. Vor allem in den Peripherieregionen, also im „Speckgürtel“ von Metropolregionen, können Pendler umweltbewusst und günstig zur Arbeit und wieder nach Hause, ohne dabei auf fossile Brennstoffe zurückgreifen zu müssen.

 

Matthias Krieger

Matthias Krieger

Zur Person

Matthias Krieger ist studierter Bauingenieur und hat 1992 die Bauunternehmung Krieger + Schramm und 2013 Dynahaus als Tochterunternehmen gegründet. Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer engagiert sich der ehemalige Hochleistungssportler als Stifter, Redner und Bestsellerautor („Die Lösung bist DU! Was uns wirklich voranbringt“).

 

Bild oben: Anja Jasper, SMA Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation, und Matthias Krieger beim Spatenstich zum Dynahaus in Lohfelden am 21.05.2014

 

Weitere Infos

Dynahaus Website

HNA-Presseartikel zum Spatenstich

Pressemitteilung

 

Wir werden in den nächsten Wochen regelmäßig über dieses interessante Projekt berichten und auch Details zur Bewerbung für das Dynahaus in Lohfelden posten. Also: bleibt dran! Wer schon vorher nähere Infos möchte, kann sich gerne an info@dynahaus.de wenden. 

 

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Der Autor

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Meine Aufgaben:
Social Media Managerin bei SMA.
Meine Themen:
Unternehmensnews, Photovoltaik, Energiewende.
Was selbst meine Kollegen nicht von mir wissen:
Als Teenager war ich Beifahrerin bei Orientierungsfahrten (Schnitzeljagd mit Auto) und habe immer die Pokale als beste weibliche und jüngste Teilnehmer nach Hause getragen – was nicht so schwierig war.

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