Sonne auch bei Nacht! Der Sunny Boy Storage in der Praxis

Von Heinrich Eurich (Gastbeitrag) am 14. Juni 2016 in der Kategorie Energiemanagement mit 21 Kommentare
SunnyBoyStorage-SMASolar-Eurich

Heinrich Eurich berichtet von seinen ersten Erfahrungen mit seinem PV-Speichersystem aus Sunny Boy Storage und der Tesla Powerwall. Im Rahmen des Feldtests für den Sunny Boy Storage war der SMA Mitarbeiter einer der ersten, der das neue Speichersystem installiert bekommen hat.

 

„Verdammt, schon wieder Nachzahlung!“ So reagierte ich stets, wenn die jährliche Stromabrechnung von den Städtischen Werken ins Haus flatterte. „Papa, aber wir haben doch genug Strom vom Dach, warum müssen wir jedes Jahr noch welchen nachkaufen?“ fragte mein Sohn. „Ganz einfach, weil nachts leider keine Sonne scheint“, erklärte ich.

Und irgendwie hat mich genau diese Tatsache schon immer geärgert. Denn eigentlich erzeugt meine Solaranlage mit einer Leistung von 15,6 kW Peak Strom im Überschuss – nur eben leider nicht immer zum richtigen Zeitpunkt.

Besonders in den Abendstunden brauchen wir viel Strom, wenn unsere vierköpfige Familie nach einem Arbeitstag wieder vereint ist: Fernseher, E-Herd, Wasserkocher, Rechner, Warmwassererzeugung inklusive Heizung sind unsere typischen Verbraucher in den Abendstunden. Warmwasser? Heizung? Ja, richtig! Denn wir benötigen weder Gas noch Öl, sondern erzeugen unseren Energieträger selber und „verbrennen“ diesen mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe.

So war ich seit unserem Neubau im Jahr 2011 mit dem Thema „geeigneter Speicher“ konfrontiert. Leider scheiterte die Realisierung bisher immer an der Wirtschaftlichkeit  und am Platz – wir haben ohne Keller gebaut.

 

Geringer Platzbedarf und große Wirkung

Und dann kamen der kleine weiße Sunny Boy Storage und die flache hübsche Batterie gemeinsam daher! Die Tesla Powerwall flach an die Wand geschraubt, daneben der kleine Sunny Boy Storage, dazwischen bloß ein Kabelkanal mit der entsprechenden Verkabelung, schon war das System fertig. Ein Schmuckstück für die Garage! Wir verlieren so gut wie keine Stellfläche in der Garage, genauso habe ich mir das immer vorgestellt!

 

Fazit nach 40 Tagen Betrieb von April bis Mai:

Strombezug aus dem Netz: ca. 5 Euro/Monat, da können wir bestimmt noch weiter optimieren! Aber der Vergleich zu früher: 100 Euro/Monat über das Jahr gesehen.

Natürlich wird sich die Bilanz in den Herbst- und Wintermonaten verschlechtern, aber wenn man bedenkt, dass wir im Schnitt sehr gute Erträge von Anfang März bis Ende September erreichen, besteht eine gute Chance, unsere Stromkosten um mindestens die Hälfte zu reduzieren. Wir sind schon jetzt auf die nächste Stromabrechnung gespannt!

„Jetzt ist doch sicher eine Play Station drin!“, so meine Jungs. Sie sind immer schnell, was solche „Aktionen“ angeht. Ich bin eher für einen kurzen Familienausflug, mal sehen wer gewinnt.

 

Mehr Infos zum Sunny Boy Storage findet ihr auf unserer Produktseite.

 

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Der Autor

Heinrich Eurich (Gastautor)

Heinrich arbeitet bei SMA als Entwicklungsingenieur Testautomation und nimmt im Rahmen der Sunny Boy Storage-Produkteinführung am internen Feldtest teil. Als technikbegeisterter Mensch bastelt er gerne am Haus, Auto und Motorrad. In seiner Freizeit liebt er es zu reisen und Zeit mit seiner Familie zu verbringen.

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21 Kommentare

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    Andreas Muentz

    12. Februar 2017 um 12:42

    Hallo zusammen ich habe sein 22/06/2016 ein Speichen von Tesla wollte meine Erfahrung mal mitteilen.

    Über den Sommer verlief die Anlage fehlerfrei da Speicher nur einmal am Tag geladen wurden und Nachts wieder entladen hat aber ab September ging der Ärger los Fehlermeldung auf der Anlage bis zur Abschaltung des Speicher man müsste die Sicherung kurz ab und wieder anschalten das sie wieder lief. Der Ärger blieb fast 1 Monat mit Einschaltung von Tesla und vielen update von SMA läuft seit ca. ab Mitte November bis heute fehlerfrei. Gruß Andreas.M

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    H.+C. Schachert

    10. Oktober 2016 um 20:59

    Wir sind seit Juni im Besitz eines Tesla-SMA-Speichersystems. Können unserer bisherigen Erfahrung nach nicht optimal zufrieden sein, im Logbuch des Home Manager werden wöchentlich zahlreiche
    Fehlmeldungen angezeigt, die bis zum heutigen Tag nicht beseitigt werden konnten. Wir als Betreiber der Anlage haben darauf aber keinen Einfluß. Man kann dann nur hoffen, daß der Speicher dadurch keinen Schaden nimmt, z.B. Meldung:“ Hersteller kontaktieren“. Die Regelung arbeitet bis heute oft nicht im Interesse des Betreibers, sondern der Energieversorger. Es wird leider einiger unnötiger Strom ins Netz eingespeist, obwohl der Speicher nicht voll ist, aber gleichzeitig wieder aus dem Netz genommen?? Für einen aber doch ganz anderen Preis????
    Wegen diversen irreführenden Fehlermeldungen hat man auch teilweise den Eindruck an einem Feldversuch teilzunehmen.
    Wir haben aber trotzdem ein gutes Gefühl beim wirtschaften mit gespeichertem Solarstrom, und hoffen
    weiterhin, daß die hier aufgeführten Anfangsschwierigkeiten in „Kürze“ behoben werden.
    Mit sonnigen Grüßen, Fam. Schachert

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      Christoph

      18. Oktober 2016 um 21:25

      Hallo, ich plane eine ähnliche Anlage zu beschaffen, daher bin ich sehr an Ihren Erfahrungen interessiert. Versucht SMA Ihnen zu helfen? Oder werden Sie eher allein gelassen? Warum antwortet Ihnen SMA hier in diesem Blog nicht? Ich wäre um weitere ungeschönte Erfahrungsberichte in den kommenden Monaten sehr dankbar. Schöne Grüße Christoph

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      Andreas Muerntz

      13. Februar 2017 um 20:26

      Wie läuft die Anlage heute.

      Gruß Andreas

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    Emanuel Senz

    29. Juni 2016 um 17:03

    Ich betreibe auf meinem Haus seit einigen Jahren eine 19,2 kWp Solaranlage mit SunnyBoy-WRn.
    Seit dieser Woche sind wir stolze Besitzer eines Nissan Leaf mit gekauftem 30 kWh-Akku.
    Alle Elektroautos von Mitsubishi und Nissan ab Baujahr ca. 2014 haben einen Hochvolt-Gleichstrom-Schnelllade-Anschluss nach dem Chademo-Standard, der nach Herstellerangaben explizit auch für das Entladen zur Verfügung steht.
    Ich plane die Integration eines SunnyHomeManagers und eines SunnyBoyStorage.
    Jetzt fehlt mir noch die Kommunikation/Schnittstelle vom SunnyBoyStorage zum 30 kWh-Akku.
    Welche Lösung bietet mir SMA ?
    Mit sonnigen Grüßen, Emanuel Senz

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      Lucas Unbehaun

      1. Juli 2016 um 09:33

      Hallo Emanuel,

      es ist leider nicht möglich, den Nissan Leaf mit dem Sunny Boy Storage zu laden, da es dort andere Normen und Protokolle gibt.
      Es ist aber möglich das Auto mit dem Home Manager in das SMA Smart Home zu integrieren. Achte hier aber bitte darauf, dass deine Ladesäule SHM-kompatibel ist!

      Ein schönes Wochenende!
      Viele Grüße, Lucas

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    Andreas Müntz

    17. Juni 2016 um 14:18

    Ab den 22 June habe ich auch ein Speichen von Tesla, ich hoffe das ich mein Stromkauf mehr als halbieren kann.

    Gruß Andtreas M.

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    Andy

    16. Juni 2016 um 16:31

    Hallo,

    Habe ich das richtig gelesen, das der Sunny Boy Storage einphasig genutzt wird. D.h. Verbraucher wie Herd oder Durchlauferhitzer können nicht von der Batterie gespeist werden?!

    Vg

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      Annika Linke

      17. Juni 2016 um 10:49

      Hallo Andy, die Antwort findest du unter einem anderen Blogbeitrag zum Thema Einsatz des Sunny Boy Storage. Hier geht’s zu meiner Antwort vom 14. Juni 2016. Gruß, Annika

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        Andy

        17. Juni 2016 um 14:17

        Vielen Dank für die Antwort. Aber in dem anderen Blog Beitrag wird nur auf die Saldierung eingegangen. Der Link zum Planungsleitfaden funktioniert leider nicht.
        Meine Frage ging eher in die Richtung, welche Verbraucher können nicht von der Batterie gespeist werden, weil sie z.B. 3 phasig sind?! Oder geht der Herd auch über die Batterie?

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          Jannik Zimmer

          22. Juni 2016 um 21:03

          Hallo Andy

          Bei einer Off-Grif Anlage mit einem SBS gehen 3phasige Verbraucher natürlich nicht.

          Bei Ongrid und einem SBS geht das natürlich sofern dein Zähler saldiert, und die Entladeleistung des Akkus/SBS ausreichend ist.

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    Mario

    16. Juni 2016 um 05:49

    Hallo, werden nicht noch weitere Häuser für den Feldtest benötigt ?

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    Jannik

    15. Juni 2016 um 22:43

    Wenn die Strombezugskosten um 95€ mntl. verringert worden sind, wären das bei 30Cent/kWh Brutto ca. 316kWh.
    Einspeisevegütung 2011 = 28,74 Cent Netto. Bei Speicher Wirkungsgrad 100% wären damit erstmal wieder 90,81€ Netto Einspeisevergütung verloren gegangen. Für den Eigenverbauch über 30% gibt es aber nochmal 16,74 Cent Netto was ein Plus von 52,90€ Netto ist. Somit stehen nur noch 37,91€ verlorene Einspeisevergütung gegenüber 80€ Netto Ersparnis Strombezug. Also ca 43€ in die Tasche ohne Berücksichtigung des Speicher-Wirkungsgrad, der EEG-Umlage usw.

    Was im Jahr dann 516€ sind
    Also nach 10 Jahren ist das System nach heutigem Preis nicht abbezahlt. Naja das ist ja aber nur ein Test System, hat vermutlich kaum was gekostet.

    Die Technik scheint ja mittlerweile zu funktionieren, aber Wirtschaftlich sehe ich da immer noch ein großes Problem.

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      Markus

      29. Juni 2016 um 13:46

      Hallo Jannik,
      ja, ich sehe es genauso und es gibt auch Artikel von mir in Zeitschriften mit diesem Tenor. Das habe ich gemacht, weil die Aussage, dass eine Batterie sich lohnt einfach falsch ist. Diese Aussage hört man seitdem zumindest nicht mehr.
      Aber ich finde es gut, wenn es trotzdem gemacht wird.

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    Albrecht Solartechnik

    14. Juni 2016 um 18:04

    Sehe ich das Richtig, ?? Installiert an einer Holzwand ??

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      Annika Linke

      16. Juni 2016 um 07:50

      Hallo Albrecht, ja das hast du richtig gesehen. Die Installation ist an einer Holzwand problemlos möglich und in diesem Fall erfolgt.
      Gruß, Annika

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        Brüwer Solar

        16. Juni 2016 um 14:49

        Sehr geehrte Frau Linke,

        leider wiederspricht Ihre Aussage der Auffassung Ihres Arbeitgebers. Laut SMA Dokument
        „HolzUnt-TI-de-12 | Version 1.2“ heiß es hier eindeutig:
        „SMA Solar Technology AG rät prinzipiell von einer Montage auf Holzuntergründen ab“.

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        Alex

        16. Juni 2016 um 17:29

        http://files.sma.de/dl/7418/HolzUnt-TI-de-12.pdf

        Laut diesem Dokument rät SMA etwas anderes….

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          Annika Linke

          17. Juni 2016 um 13:21

          Hallo Alex, hallo Brüwer Solar,
          danke für eure Hinweise. Entsprechend eurer Anmerkungen habe ich mich nochmal schlau gemacht. Grundsätzlich habt ihr mit euren Hinweisen Recht, aber: Aus meiner Sicht ist die Montage auf brennbaren (Holz)Untergründen und die Montage auf zugelassenen OSB-Bauplatten nicht vergleichbar. In diesem Fall ist es nur eine Steinwand, die von innen mit diesen Platten bestückt ist, um Unebenheiten zu bereinigen. Es ist kein Holzhaus o.ä. Dazu kommt, dass SMA als Hersteller lediglich Empfehlungen abgibt, was den Montageort betrifft. Die endgültige Entscheidung liegt immer im Ermessen und der Verantwortung des jeweiligen Installateurs.
          Übrigens, für die Tesla Powerwall gibt es keine diesbezüglichen Empfehlungen.
          Viele Grüße,
          Annika

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            Albrecht

            21. Juni 2016 um 09:49

            Hallo Fraun Linke,

            möchte Ihnen nicht zu nahe treten.
            Nach wie vor gibt es in der Branche immer noch „Sehr schwarze Schafe“.
            Die Verantwortung nur auf den Installeures abzuwälzen halte ich nicht für Klug.

            Auszug aus: Brandschutz-Beplankung aus OSB-Platten
            „OSB/3 und OSB/4 kann für die in der DIN 4102-4 dargestellten Konstruktionen eingesetzt werden als Beplankung oder Bekleidung von Wänden……………..“

            Ist der Hinweis darauf, dass es mind. F 30 Standart sein sollte hier auch angebracht?

            Gruß Manfred Albrecht

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              Annika Linke

              23. Juni 2016 um 08:42

              Hallo Herr Albrecht,
              als SMA geben wir Handlungsempehlungen und müssen uns am Ende darauf verlassen, dass die Solarteure vor Ort gute Arbeit leisten. Um deren Kompetenz zu verbessern, bietet SMA auch ein Partnerprogramm.
              Was die OSB-Platten betrifft, so hat mir mein Kollege Heinrich versichert, dass diese Platten den von Ihnen erwähnten Standard erfüllen.
              Beste Grüße, Annika Linke

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