Solarbetriebenes Motorrad bricht Geschwindigkeitsrekord

Von Matt Marx (Gastbeitrag) am 12. Dezember 2012 in der Kategorie Energiewende mit 2 Kommentare

httpv://youtu.be/Hr9Z6iJLO68
 

Bei unserer Ankunft am ausgetrockneten See El Mirage in Südkalifornien wurden wir von heftigem Wind und dichten Staubwolken empfangen. Die Umgebung erinnerte eher an eine Szene aus dem Actionfilm Mad Max als an eine behördlich zugelassene Strecke für Geschwindigkeitsrennen.

Unser Ziel: dabei sein, wenn Elektro-Motorräder versuchen, einen neuen Landgeschwindigkeitsweltrekord aufzustellen. Dabei waren wir ausgestattet mit modernster Kameraausrüstung und so ziemlich allen Kleidungsstücken, die wir hatten – denn es war mächtig kalt.

Die Kälte wurde durch die Begeisterung über dröhnende Motoren und das geschäftige Treiben der Boxencrews schnell zur Nebensache. Während die gasbetriebenen Fahrzeuge beim Beschleunigen auf der Strecke ohrenbetäubenden Lärm verursachten, fiel das SuperBike von Lightning Motorcycle durch seine völlige Geräuschlosigkeit auf. Einmal geblinzelt und schon war es vorbeigedüst.

Das Engagement der Lightning-Motorcycle-Crew wurde von den Racing-Göttern belohnt. Das SuperBike übertraf den alten Rekord um unglaubliche 22 km/h, als es im entscheidenden Durchlauf die zwei Kilometer lange Strecke mit einer Höchstgeschwindigkeit von rund 304 km/h entlangschoss. Das Beste an diesem Rekord ist, dass er mit Hilfe von Sonnenenergie aufgestellt wurde. In der Zeit, in der das SuperBike nicht über den ausgetrockneten Wüstenboden gleitete, wurde es an einem mobilen Solargenerator der Firma DC Solar Solutions mit SMA Sunny Island-Wechselrichtern aufgeladen.

Mehr Fotos und Einzelheiten zu dem Event gibt es bei Discovery News.

 

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Der Autor

Matt Marx (Gastautor)

Matt arbeitet bei SMA America als Digital Communications Specialist. In seiner Freizeit spielt er Golf und Softball. Bei schlechtem Wetter schaut er sich Sportsendungen im Fernsehen an.

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2 Kommentare

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    Norbert

    4. November 2014 um 12:21

    So sieht die Zukunft aus!

    Umweltfreundlichkeit muss eben keineswegs in einem Gegensatz zu viel Leistung, Geschwindigkeit und Spaß stehen. Vielen Dank an die cleveren Ingenieure, die es geschafft haben, so viel aus dem Bike herauszuholen!

    Antworten »
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    Tobias R

    17. Dezember 2012 um 11:58

    Toll, was Ingenieure heutzutage aus dem Elektroantrieb herausholen können,
    wenn jetzt noch an der Reichweite gearbeitet wird, bin ich sicher, dass unsere mobile Zukunft recht rosig aussehen wird. Allein der enorme Wirkungsgrad der Elektromotoren und das Drehmoment, das über die gesamte Drehzahl-Bandbreite anliegt, könnte auch die letzten Verbrennermotor-Anhänger umstimmen – ich bin bis jetzt nur kleine Elektroautos probegefahren, aber selbst die haben richtig Spaß gemacht!
    Effizientere Solarpanels könnten durchaus in Zukunft auch eine Rolle als Range-Extender spielen, ich bin gespannt.

    Das Elektro-Superbike erinnert mich ein wenig an die Acabion GTBO: http://motome.de/acabion/acabion-gtbo-70/motorrad/

    Die GTBO ist wohl das weniger umweltfreundliche Pendant zum Bike der Lightning Motorcycle Crew (4 Zylinder mit 690 PS…), jedoch habe ich gelesen, dass es auch ein Prototyp mit Elektromotor gibt (Acabion GTBO 600). Leider finde ich zu diesem Modell recht wenig Hintergrundinformationen, nur die technischen Daten habe ich gefunden: http://motome.de/acabion/acabion-gtbo-600-daytona-vi/motorrad/

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