SMA India: Die Feier des Siegs von Gut über Böse

Von Idrish Khan (Gastbeitrag) am 13. November 2012 in der Kategorie Unternehmen mit 0 Kommentare
Dussehra

Insgesamt zehn Tage lang wird in ganz Indien Dashahara, ein Fest mit stark religiösem Hintergrund, gefeiert. Laut dem Hindu-Kalender fällt dieses für Hindus sehr wichtige Fest in die zweite Hälfte des Monats „Asvina“. Es ist ein Sieges- und Triumph-Fest, bei dem der Sieg des Guten über das Böse gefeiert wird. Auch wir Mitarbeiter von SMA India haben dieses wichtigste hinduistische Fest gefeiert.

Wir zelebrierten die religiösen Rituale mit Hingabe, Liebe und Ehrfurcht.

Wir zelebrierten die religiösen Rituale mit Hingabe, Liebe und Ehrfurcht.

Große Feier bei SMA India

Die zehn Tage des Durga-Puja-Festes begannen dieses Jahr am 16. Oktober – dem sechsten Tag nach dem Vollmond, der auf den Mahalaya-Tag folgt. Am zehnten Tag, der Vijaya Dashami genannt wird – dieses Jahr der 24. Oktober – endete das Fest. An dem Glück verheißenden Tag nahmen wir Mitarbeiter von SMA India mit Begeisterung am Fest des Siegs des Guten über das Böse teil. Farblich perfekt auf die bunten Dekorationen abgestimmt, die für das Navaratri-Fest typisch sind, organisierten wir eine Puja, um die Segnungen der Göttin Durga zu erhalten und uns so für den Kampf des Guten über das Böse in der Welt zu wappnen und Gutes zu tun. Mit Rangoli-Mustern, Torana-Girlanden und gelben Blumen dekorierten wir zunächst den Eingang des Büros und versahen unsere Geräte und Büroausrüstung mit „tilak“, dem heiligen Zeichen der Göttin. Dann bereiteten wir eine „Puja thali“, die Gebetsplatte vor, auf der sich Lampen, Blumen und Chandan (die heilige Farbe auf der Basis von Sandelholzpaste) befanden und schmückten die Bürogeräte, mit denen wir täglich arbeiten, mit Dhoop und Diya (Räucherstäbchen). Dazu gab es verschiedene indische Süßigkeiten und Snacks wie Samosas (Teigtaschen), Dhoklas (vegetarische Snacks), Jalebi (Süßspeise) und Rasagullas (Quarkbällchen) – all die typischen Leckereien, die das Leben schöner und lebenswerter machen.

 

In unseren Gebeten baten wir um Erfolg von SMA – heute und in Zukunft.

In unseren Gebeten baten wir um Erfolg von SMA – heute und in Zukunft.

Die religiöse Bedeutung des Feiertags: Der Sieg des Gottes Rama über den Dämon Ravana

An diesem Tag während des Zeitalters Treta Yug gelang es Rama, der als die siebte Inkarnation Vishnus gilt, den großen Dämonen Ravana zu töten. Der Dämon hatte Ramas Ehefrau Sita in sein Königreich Lanka entführt. Gemeinsam kämpften Rama, sein Bruder Lakshmana, ihr Gefolgsmann Hanuman und eine Armee Affen einen schweren Kampf, um Sita zu befreien. Der gesamte Mythos ist in dem indischen Nationalepos Ramayana aufgezeichnet.

Rama vollführte das „Chandi-Homa“-Ritual und erhielt die Segnungen der Göttin Durga, die ihm das Geheimnis anvertraute, wie der Dämon Ravana zu töten sei. Am Tag des Ashvina Shukla Dashami fanden Rama und seine Gefährten Sita und besiegten Ravana. Deshalb wird dieses Fest auch Vijaya Dashami – Sieg am zehnten Tag – genannt.

 

Feierlichkeiten in ganz Indien

Das Fest wird in ganz Indien mit unterschiedlichen Bräuchen gefeiert.

In Nordindien wird das Leben von Rama in Form einer Ramlila, einer mehrtägigen Theateraufführung, neun Tage lang nachgespielt. Am zehnten Tag werden Bildnisse von Ravana, seinem Bruder Kumbhakarna und seinem Sohn Meghnad mit einer feierlichen Zeremonie verbrannt. Laut dem Mythos betete Rama insgesamt neun Tage lang zur Göttin Durga, um Ravana zu besiegen, was ihm am zehnten Tag gelang. Im Rahmen der Feierlichkeiten werden Waffen, Rinder und Bücher, die Weisheit und Wissen verkörpern, von den Gläubigen verehrt.

Im Nordosten Indiens dagegen werden riesige geschmückte Statuen der Göttin Durga neun Tage lang angebetet, bevor sie am zehnten Tag im Meer oder einem Fluss unter Begleitung religiöser Gesänge versenkt werden. In den Tempeln, in denen das Durga-Puja-Fest gefeiert wird, findet eine Vielzahl kultureller Veranstaltungen statt.

In Westindien wird in diesen Tagen neben der Göttin Durga auch die Göttin Saraswati verehrt. Während des Navaratri-Fests werden neun Nächte lang Ras-Garba-Tänze aufgeführt. Am Dashahara-Tag schließlich bringt man Freunden und Verwandten die Blätter des Shami-Baums, die als „Gold“ bezeichnet werden.

In Südindien feiert man Dashahara, indem wunderschöne Puppen ausgestellt werden. Außerdem wird ein kleiner Krug verehrt, der „Kalash“ genannt wird und die Göttin der Stärke und Fruchtbarkeit symbolisiert.

In den großen Städten jedoch gehen diese Rituale, Bräuche und Traditionen in den allgemeinen Feierlichkeiten, mit denen jeder diese Tage auf seine Art feiert, etwas unter. Doch selbst in diesem „bunten Mix“ von Bräuchen und Traditionen wird die Bedeutung des religiösen Fests deutlich: Die Gläubigen erinnern sich, dass das Gute immer über das Böse siegen wird.

 

Andere Gast-Autoren
Vishal Kedar

Vishal Kedar

 

Vishal Kedar arbeitet als Service Techniker bei SMA Indien. Privat spielt er gerne Cricket und reist gerne.

Samprit Srivastava

Samprit Srivastava

 

 

Samprit Srivastava arbeitet seit März 2012 als Service Techniker für SMA Indien. Samprit liest gerne und hört gerne Musik.

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Der Autor

Idrish Khan (Gastautor)

Idrish Khan arbeit seit Januar 2011 als Service Techniker bei SMA Indien. In seiner Freizeit spielt Idrish gerne Cricket und Badminton.

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