SMA erhält als erster Wechselrichter-Hersteller die FRT-Zertifizierung für Japan

Von Christiane Keim (Gastbeitrag) am 18. Juni 2014 in der Kategorie Energiemanagement mit 0 Kommentare
Sunny-Tripower FRT-Zertifizierung für Japan

Mit der erfolgreichen Re-Zertifizierung des Sunny Tripower 10000TLEE-JP-10 durch die Japan Electrical Safety & Society Technology Laboratories (JET) entspricht SMA ab sofort den neuen, erst ab Jahresende  verbindlichen FRT*-Zulassungsanforderungen gemäß JEAC 9701-2012.  Damit ist SMA weltweit der erste Wechselrichter-Hersteller, der diese Richtlinien erfüllt. Entwicklungsingenieur Christian Gehrke und Produktmanager Jens Garthof haben den Zertifizierungsprozess begleitet.

 

Erstmal Glückwunsch zur erfolgreichen Zertifizierung!

Vielen Dank. Wir freuen uns sehr über diese gute Nachricht. Die Zertifizierung ist für uns ein ganz wichtiger Schritt, um in Japan noch erfolgreicher zu werden.

 

Was bringt die Zertifizierung konkret für unseren japanischen Marktauftritt?

Christian: Für uns als relativ neuer Anbieter auf dem japanischen Markt bedeutet dieser Erfolg, dass unsere japanischen Kunden mit unseren dreiphasigen Wechselrichtern frühzeitig die zukünftigen Anforderungen erfüllen können. Hierdurch erwarte ich eine erhöhte Akzeptanz durch die unterschiedlichen örtlichen Energiebetreiber, da wir schon jetzt mit diesen Anforderungen die lokalen Stromnetze optimal stützen können.

 

Jens, du betreust als Produktmanager den japanischen Commercial Markt. Was ist deine Einschätzung, wie werden die japanischen Kunden die Zertifizierung bewerten?

Um diesen Erfolg richtig beurteilen zu können, muss man folgendes über die japanische Kultur wissen: Die Japaner sind ein sehr sicherheitsliebendes Volk. Geht es um neue Regelungen und Anforderungen, werden sie so früh wie möglich durch die Kunden umgesetzt. Daher ist diese frühe Zertifizierung noch vor allen anderen Wettbewerbern, ganz besonders noch vor den japanischen Herstellern, ein großer Erfolg für uns.

 

Das war ein sehr arbeitsintensives Projekt. Wo lagen in euren Augen die größten Herausforderungen?

Christian:  Wir mussten die unterschiedlichen und sicherheitsrelevanten Anforderungen unter einen Hut bekommen. Auf den ersten Blick scheinen sich einige Bestimmungen zu widersprechen und  wir mussten eine Balance zwischen den unterschiedlichen Methoden finden. Das gelang uns durch ein hochmotiviertes und interdisziplinäres Team aus unterschiedlichen Fachabteilungen.

 

Christian, du hast als verantwortlicher Entwicklungsingenieur das Projekt vor Ort intensiv unterstützt und warst mehrere Monate dort. Was hat dich am meisten beeindruckt?

Ich hatte während dieser Zeit die Möglichkeit, das langsam abklingende Hanami, also das japanische Kirschblütenfest, zu erleben. Dies war für mich persönlich eine sehr besondere Erfahrung. Besonders fasziniert hat mich das enorm kundenfreundliche Auftreten von Unternehmen aller Art. Ebenso war die Zusammenarbeit mit der japanischen Prüfbehörde für uns ein sehr wichtiger Schritt für die Zukunft, da in Japan sehr viel Wert auf persönlichen Kontakt und gute Zusammenarbeit gelegt wird. Hierdurch konnten wir unser gegenseitiges Vertrauen noch intensivieren.

Vielen Dank euch beiden für das Interview.

 

*FRT ist die Abkürzung für „Fault Ride Through“ und beschreibt die Reaktion des Wechselrichters auf kurzzeitige Spannungseinbrüche im Netz (dynamische Netzstabilisierung)

 

Weitere Infos findet ihr in unserer Pressemitteilung.

 

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Der Autor

Christiane Keim (Gastautor)

Christiane arbeitet bei SMA Deutschland als Texterin in der Abteilung Produktkommunikation Medium Power Solutions.

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