Neue Perspektiven dank MentorinnenNetzwerk

Von Christoph Schoesser (Gastbeitrag) am 21. Januar 2015 in der Kategorie Karriere, Verantwortung mit 0 Kommentare
Mentorinnennetzwerk

SMA kooperiert seit 2011 mit dem MentorinnenNetzwerk für Frauen in Naturwissenschaft und Technik. Am Mentoring-Programm 2014 nehmen drei Kolleginnen als Mentorinnen teil, insgesamt sind fünf Mitarbeiterinnen im Netzwerk aktiv. Eine davon ist Renate Müller, Abteilungsleiterin im IT Customer Care Center. Sie unterstützte ihre Mentee Larissa Gaus, Informatik-Studentinnen der Uni Kassel, vom Mai 2012 bis Juni 2013. Die beiden berichten im Interview von ihren Erfahrungen.

 

Larissa, was hat dich dazu bewogen dich 2012 im MentorinnenNetwerk anzumelden und für einen Platz im Mentoring-Programm zu bewerben?

Larissa: Während der letzten Phase meines Master-Studiums stellte sich für mich die Frage: Wie soll meine Berufslaufbahn weiter gehen? Da ich schon während des Studiums an der Uni gearbeitet habe, wollte ich zu diesem Zeitpunkt mehr über die Arbeit in einem Industrieunternehmen erfahren. Das MentorinnenNetzwerk war sehr gut dafür geeignet einen Einblick in das Berufsleben einer Frau im technischen Bereich zu bekommen.

 

Und bei dir, Renate? Was war deine  Motivation mitzumachen?

Renate: Mir hat in meiner eigenen beruflichen Entwicklung genau diese Möglichkeit  des Austauschs gefehlt. Viele Themen sind geschlechtsspezifisch und können aus einer gemeinsamen weiblichen Perspektive effektiver betrachtet und analysiert werden. Deshalb hat mich der Grundgedanke des MentorinnenNetzwerks sofort angesprochen.

 

Wie war euer erstes Treffen? Wart ihr aufgeregt?

Larissa: Ich war sehr aufgeregt. Aber das ist schnell verflogen, weil meine Mentorin sich sofort als sehr sympathisch und entspannt erwiesen hat.

Renate: Ich war auch ziemlich aufgeregt, weil ich vorher nur mit Mentees, die ich bereits kannte, innerhalb der eigenen Firma zusammen gearbeitet hatte. Durch die offene und engagierte Art von Larissa hatte ich aber schnell das Gefühl, dass das eine richtige tolle Zusammenarbeit wird.

 

Larissa, wie konnte deine Mentorin dich dabei unterstützen, deine Ziele zu erreichen?

Larissa: Mein Ziel war es unter anderem herauszufinden, ob die Tätigkeit in einem Industrieunternehmen etwas für mich sein könnte oder ich doch eher zur einer universitären Laufbahn tendiere. Dafür hat meine Mentorin für mich einen Tag hier vor Ort bei SMA organisiert, an dem ich mit anderen Mitarbeitern ins Gespräch kommen und sie zu einer Besprechung begleiten konnte. Auch sehr hilfreich war eine Stärken-Schwächen-Analyse, die mir geholfen hat in meine Stärken zu vertrauen.

 

Wie war die Kooperation für Sie, Frau Müller?

Renate: Einen jungen Menschen für ein Jahr in seiner persönlichen und beruflichen Entwicklung begleiten zu dürfen ist eine bereichernde Aufgabe. Positiv beeinflusst hat mich dabei natürlich auch die Persönlichkeit von Larissa. Den offenen und ehrlichen Austausch in unseren Gesprächen habe ich sehr genossen. Ich freue mich auch jetzt, nach dem offiziellen Ende unserer Kooperation und obwohl ich inzwischen schon meine zweite Mentee nach Larissa betreue, immer sehr, wenn sie sich bei mir meldet.

 

Würdest du anderen Studentinnen bzw. Doktorandinnen eine Teilnahme am MentorinnenNetzwerk empfehlen, Larissa?

Larissa: Unbedingt! Die Treffen mit Renate habe ich als eine sehr interessante und inspirierende Zeit erlebt und möchte diese Erfahrung nicht missen! Wenn man mit der richtigen Motivation einsteigt und bereit ist, an sich zu arbeiten, dann bringt das Mentoring-Programm viel. Da sind zum einen die Denkanstöße zur persönlichen Entwicklung, die Inspiration bezüglich des beruflichen Werdegangs und  der privaten Lebensgestaltung. Zum anderen ist es eine hervorragende Möglichkeit, interessante Frauen kennen zu lernen, die in ihrem Leben was erreicht haben oder, so wie ich, etwas erreichen wollen und Kontakte zu Gleichgesinnten zu knüpfen.

 

Was ist aus deiner Sicht, Renate, der wichtigste Rat, den du jungen Frauen wie Larissa für den Berufseinstieg mit auf den Weg geben kannst?

Renate: Keine kleinen Brötchen backen, sich nicht durch Papageno-Gehabe irritieren lassen und authentisch bleiben. Die uns in der Regel mitgelieferten weiblichen Eigenschaften können gut und gewinnbringend eingesetzt werden und brauchen nicht versteckt zu werden. Auch wenn man genau daran in einem männergeprägten technischen Umfeld manchmal zweifelt.

 

Und profitierst du auch selbst von deinem Engagement als Mentorin?

Renate:  Auf alle Fälle! Der Austausch mit der Mentee regt mich an, über mich und meine Entscheidungen nachzudenken. Das Mentoring ermöglicht mir einen Perspektivenwechsel, der auch für mich als Führungskraft wichtig ist, um meine Mitarbeiter zu verstehen und entsprechend zu fördern. Außerdem konnte ich von dem begleitenden Programm profitieren und der Austausch bei den Vernetzungstreffen ist eine spannende Sache.

 

Larissa und Renate, vielen Dank für das Gespräch

 

 Wenn ihr euch auch für das MentorinnenNetzwerk interessiert, besucht die Website der Initiative. 

 

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Der Autor

Christoph Schoesser (Gastautor)

Christoph studiert Nachhaltiges Wirtschaften und arbeitet momentan in dem Bereich Corporate Social Responsibility. In seiner Freizeit geht er für Viva con Agua auf Becherjagd.

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