Milk the Sun: Offener Brief an Sigmar Gabriel zur EEG-Reform

Von Manuel Gonzalez Fernandez (Gastbeitrag) am 1. August 2014 in der Kategorie Energiewende mit 18 Kommentare

Sehr geehrter Herr Bundesminister Gabriel,

wo wir in den vergangenen Tagen auch hinschauten oder hinhörten – überall wurden wir mit der EEG-Reform konfrontiert. Bei all den Änderungen hätten wir uns Informationen gewünscht. Doch was wir vorgesetzt bekamen war penetrante, nichtssagende Werbung.

 

„Wir haben etwas an der Energiewende gestrichen: Nachteile.“

Das ist die Kampagne, die Sie gemeinsam mit der Bundesregierung nach der Verabschiedung der EEG-Reform geschaltet haben. Auf Plakaten, in überregionalen Tageszeitungen und im Internet. Die Energiewende soll ab dem 01. August planbar, bezahlbar und effizient werden. Ein genauer Blick auf die Kampagne verrät jedoch: Sie und die Bundesregierung wollen uns an der Nase herumführen – und das verraten Sie bereits im eigenen Logo der Kampagne.

Exakt betrachtet besteht die Kampagne nämlich aus zwei Teilen. Aus der Behauptung, „Wir haben etwas an der Energiewende gestrichen“, und der Erklärung, „Nachteile“. Auf dem Bild der Kampagne ist die Erklärung „Nachteile“ bereits durchgestrichen. In der Behauptung wird davon gesprochen, diese zu streichen. Wir haben es hier also mit einer doppelten Verneinung zu tun. Die gestrichenen Nachteile wurden gestrichen. Was nach der EEG-Reform also bleibt sind vor allem eines: Nachteile.

 

Eine bodenlose Kampagne voller Widersprüche

Doch bei diesem Widerspruch, Herr Gabriel, – oder bei dieser Offenbarung – bleibt es nicht. Die Dreistigkeit einmal außer Acht gelassen, dass Sie mit dieser Werbekampagne unnötig Steuergelder verprassen, wird das auch noch ohne Generierung eines Mehrwerts getan. Denn die Kampagne beinhaltet keinerlei Sachinformationen für den Rezipienten. Viertelseitige Anzeigen bei den überregionalen Tageszeitungen belaufen sich auf Kosten zwischen 15.000 und 25.000 Euro für eine einmalige Schaltung – bei einem Aussagegehalt von null Prozent kann diese Investition als rausgeschmissenes Geld betitelt werden.

Planbar, bezahlbar und effizient soll die Energiewende laut Ihrer Kampagne werden. Attribute, dessen Definitionen Sie wohl nicht allzu genau studiert haben. Der erste Vokabeltest ist nämlich schon einmal schief gelaufen. Denn obwohl die Anzeige je nach Betrachtungswinkel mehr oder weniger „gut“ geplant war, ist sie weder gerechtfertigt bezahlbar noch aufgrund des fehlenden Sachgehalts in irgendeiner Form effizient. Die Kampagne ist schlecht geplant, viel zu teuer und ohne Effizienz geschaltet worden.

Im Übrigen ist eine Anzeigenschaltung zur Verabschiedung eines Gesetzes ein Eingeständnis von Fehlern. Fehler, die Sie durch eine Anzeige schönreden müssen. In einer Demokratie verabschiedete Gesetze haben bisher noch keine zusätzliche Manipulation der Medien gebraucht, um akzeptiert zu werden.

 

Die Lügen hinter „planbar, bezahlbar, effizient“

Das ist jedoch kein Wunder, haben Sie bereits in der Planungsphase der EEG-Reform diese drei Attribute „planbar“, „bezahlbar“ und „effizient“ nicht verstanden. Denn von einer guten Planbarkeit der Energiewende ist die EEG-Reform weit entfernt. Mit der Deckelung für Photovoltaik- und Windstrom dauert die Energiewende noch über 100 Jahre. Zeit, die wir im voranschreitenden Klimawandel nicht haben.

Auch bezahlbar wird die Energiewende dank der EEG-Reform keineswegs. 100 Milliarden Euro zahlt die deutsche Volkswirtschaft jährlich für Kohle-, Gas- und Ölimporte. Die dadurch entstehenden Klimaschäden werden Berechnungen zufolge fünfmal teurer als eine intelligent und effektiv organisierte Energiewende. Das Bundesumweltministerium hat jüngst sogar Schwierigkeiten bei der Einhaltung der Klimaziele bis 2020 zugegeben.

Darüber hinaus haben kleine und mittlere Stromverbraucher im vergangenen Jahr 20 Milliarden Euro für die Energiewende aufbringen müssen. Steuerzahler mussten in den letzten Jahren 400 Milliarden Euro für Kohle- und Atomsubventionen zahlen. Das ist alles andere als bezahlbar. Aus diesen Missständen lässt sich auch beim besten Willen keine Effizienz extrahieren. Solange die Energiewende eine Kohlewende ist, steht die Effizienz der EEG-Novelle in weiter, unerreichbarer Ferne.

 

Was wirklich gestrichen wurde

Aber es stimmt, Herr Gabriel, an der Energiewende wurde wirklich etwas gestrichen: Die Vorteile für deutsche Verbraucher, die deutsche Volkswirtschaft und zehntausende Arbeitsplätze der Zukunftsbranche der Erneuerbare Energien. Außerdem wurde die Förderung der Erneuerbaren Energien gestrichen, um wiederum die Kohle weiter zu fördern. Darüber hinaus wurden Menschenrechte gestrichen, die eine selbstverständlich kostenfreie Nutzung der Sonnenenergie garantierten. Nun gibt es die Sonnensteuer.

Herr Gabriel, auch die Bürger haben etwas gestrichen. Nämlich die Nasen – und zwar gestrichen voll.

Hochachtungsvoll,

 

Der Artikel ist im Original am 28. Juli 2014 auf dem Blog „Milk the Sun“ erschienen.

 

 

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Der Autor

Manuel Gonzalez Fernandez (Gastautor)

Manuel Gonzalez Fernandez, 26, Journalist und Blogredakteur bei Milk the Sun.

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18 Kommentare

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    Martin

    13. August 2014 um 14:44

    Herr Lowinski,

    die Fabel „nach 20 Jahren sind die Anlagen da und produzieren Strom zum Nulltarif“ habe ich ihnen ja schon Anhand von Beispielen versucht Argumentativ zu wiederlegen.
    Leider gehen sie auf kein einziges meiner Argumente ein, sondern finden es auch noch Begrüssenswert, das jemand im Leistungbezug nach 20! Jahren, in dem er mehr für den Strom bezahlt hat als notwendig, eventuell dann etwas sparen kann.
    Sie sehen den offfensichtlichen Bruch in ihrer Logik?
    Wenn er 20 Jahre lang zuviel bezahlt hat, dann muss diese Summe erstmal, incl. Zinsen und Inflation ersteinmal wieder „gespart“ werden. Wie lange denken sie den, dass das dauern wird?

    Schlimmer noch, worauf sie garnicht eingehen, ist die begrenzte Lebensdauer der „EE“ Anlagen.
    Offshore WKAs sind ausgelegt für etwa 12 Jahre Lebensdauer, da sie in einer extrem belastenden Umgebung betrieben werden. Onshore WKAs in etwa für 20 Jahre.

    Der Anteil an PV Energie, der in Deutschland erzeugt wird ist sowieso vernachlässigbar, er beträgt ca. 1% vom Primärenergiebedarf in Deutschland in 2012
    Wie sie mit dem 1% Energie nennenswerte Einsparungen realisieren wollen, das würde mich brennend interessieren.

    Gehen sie doch mal auf meine Argumente ein, anstatt Energie für umsonst in 20 Jahren zu versprechen.
    (nd der Leistungsbezugempfänger wird sich, selbst wenn ihre Vorhersage stimmt, wundern, das er immer noch Gas zum Heizen und Benzin fürs Auto kaufen muss 😉

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    Martin

    7. August 2014 um 14:52

    Das ist ebenfalls eine Sage, die ins Reich der Fabeln gehört, nach 20 Jahren leben wir alle im Stromparadies.

    Der grösste Teil des EE Stroms wird mitnichten von Privatleuten auf ihren Hausdächern erzeugt.
    Die entsprechenden Studien der Verbände suche ich ihnen auf Nachfrage gerne heraus.

    Wenn sie aber ein institutioneller Anleger sind, dann müssen sie folgende Kosten mindestens einkalkulieren:
    Versicherung, Pacht, Wartung, Rückstellungen für Reparaturen, Vertrieb und Vermarktung.
    Wenn sie das ganze dann noch professionel angehen, benötigen sie ab einer bestimmten Anlagegröße auch noch Personal.
    Und jetzt raten sie mal, wieviel sie für ihren Strom bekommen werden?
    Wenn sie die aktuellen EEG Preise nehmen, dann ist für EE Strom, der immer nur dann anfällt wenn andere EE Erzeuger mit Abnahmegarantie und Vorrangeinspeisung ebenfalls liefern können, bei für 24 Milliarden Euro so ca. 2 Milliarden rumgekommen. Also so Faktor 0,1.

    Jeder! Profesionelle Betrieb ist dann Pleite, davon können sie keinen der von mir genannten Posten bezahlen, von Rückstellungen für Rückbau oder Ersatz der Anlage mal ganz zu schweigen.
    Am Ende wird der Steuerzahler den Giftmüll (Und dabei handelt es sich bei PV Anlagen) auf eigene Kosten auch noch beseitigen müssen.

    Die Ausnahme von der Regel sind die EFH, da können sie schön parasitär Strom sparen, aber sich weiterhin nicht an den Kosten der Betriebssicherheit beteiligen.

    Aber sie retten die Welt 😉

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      Kurt Lowinski

      8. August 2014 um 05:57

      Aha, ins Reich der Fabeln gehört das? Dann schauen sie mal hier:

      34 Gigawatt Erzeugungskapazität in Bürgerhand – mit 47% die größte Gruppe. Erst danach kommen institutionelle Anleger und ganz zum Schluss die Energieversorger. Schon mit heutigen Anlagen wird bei weitem genug Strom da sein, um die von mir beschriebenen Effekte auszulösen.

      Und die haben recht: jeder Betrieb wäre wegen seiner kostenstruktur nicht dazu geeignet. Aktuell 1,4 Millionen Bürger sind es aber sehr wohl!

      Was sie mit Giftmüll beschreiben trifft nur auf einen sehr geringen Anteil der Anlagen zu. Die meisten sind sehr leicht zu entsorgen (wenn dies irgendwann einmal möglich wird).

      Parasitär Strom sparen – das haben sie schön gesagt. Natürlich ist nichts daran parasitär. Die Fehlannahme ist (bedingt durch die bisherige Stromerzeugung in Großkraftwerken), dass Erzeugung und Netzdienstleistungen gleichzeitig bereit gestellt werden muss. Das war früher mal so, macht aber heute hat keinen Sinn mehr. Da Stromerzeugung zunehmend durch erneuerbare Energien erfolgt und als Geschäftsmodell für die Energieversorger ausläuft, könnte die Bereitstellung von Netzdienstleistungen ein neues Geschäftsfeld der Energieversorger sein.

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        Martin

        8. August 2014 um 07:38

        Also ich schreibe, die Mehrheit der EE Erzeuger ist in institutionel, und sie sagen nein, kommen aber mit der Zahl 47%, das ist bei mir die Minderheit, aber egal.
        Bei WKAs ist der Anteil, dank des wesentlich höherern Anfangsinvest, sogar noch höhter bei den institutioniellen Anlegern.
        Auf mein Argument, nämlich das nach auslaufen der fixen Einspeisevergütung mit Zwangsabnahme, diese sich wirtschaftlich nicht rechnen, gehen sie überhaupt nicht ein.
        Ja, Strom wird da sein, nur der Stom deckt die Kosten nicht die sie erwirtschaften müssen. Erläutern sie uns doch mal, wie sei eine 20 Jahre alte WKA Anlage betreiben wollen, wenn heute schonmehr als die Hälfte dieser Anlagen nicht rentabel arbeiten können. Den Link zun BWE poste ich auf Nachfrage gerne .
        Und nach Ablauf der Förderung sind die dann alle auf einmal profitabel? Im Energiewunderland vieleicht, in Deutschland wohl eher nciht 😉

        Der Rest bezüglich parasitär haben sie nicht ganz verstanden. Selbstverständlich können sie sich gerne vollkommen vom Stromnezt abkoppeln. Was aber parasitär ist, ist die Infrastrtuktur zu nutzen in Zeiten der Not, also wenn ihre Anlage gerade mal nichts liefert, sich aber in den übrigen Zeiten weder an der Instandhaltung noch an der Wartung etc. beteiligen wollen. Diese Kosten werden nämlich an alle Verbraucher über deren Stromrechnung umgelegt. Sie wollen aber möglichst keine Stromrechung Zahlen, sich an der Instandhaltung nicht beteiligen, aber wenn sie dann doch mal Strom brauchen soll der selbstverständlich für sie zur Verfügung stehen.
        Wie würden sie den ein solches Verhalten bezeichnen?

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        Martin

        13. August 2014 um 14:49

        Und noch ein Kommentar zum immer wieder kolportierten „Energiewende in Bürgerhand“
        Mit Bürgerhand meinen sie den gutverdienenden Einfamilienhausbesitzer, ansonsten könnten sie ja auch Argumentieren, Aldi sei in „Bürgerhand“, immerhin sind die Besitzer von Aldi ja Bürger der BRD.
        ENBW gehört zu 100% dem Land, mehr in Bürgerhand kann die Energieerzeugung garnicht mehr sein.
        Wenn dass das Ziel der „Stromwende“ wäre, dann wäre es billiger, wir hätten die restlichen 2 großen EVUs auch noch vom Staat kaufen lassen. RWE gehört eh schon zur Hälfte den Kommunen in NRW, ist also in „Bürgerhand“
        … Bürgerhand ist nun wirklich nichts weiter als plumpe pseudo antikapitalistische Stimmungsmache von ihnen.

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    Manuel

    3. August 2014 um 03:35

    Trotzalledem recht einseitg von einem Befürworter geschrieben.

    Interessanter wäre es doch, sich auch kritisch mit der eigenen Branche auseinander zu setzen. Wieviel Milliarden hat der erneuerbare Energien Sektor an Subventionen von der Volkswirtschaft bezogen und was ist unterm Strich davon übrig geblieben? (negativ betrachtet kann man auch sagen, dass Staatsausgaben in private Gewinne ümgewandelt wurden)

    Und zum Thema Printwerbung in Verbindung mit Ausgaben, ich denke mittlerweile, wenn ich Plakate von SMA sehe daran, dass diese Ausgaben eventuell auch den einen oder anderen, mittlerweile in der zweiten Entlassungsrunde, Arbeitsplatz retten könnte.

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      Martin

      6. August 2014 um 14:19

      Noch verwerflicher ist es aber, der Kampagne mangelnden Informationsgehalt und damit Steuerverschwendung vorzuwerfen.
      Wo ich wohne sind releglmässig alle Plakate mit „Energiewende nicht kentern lassen“
      „Wir für das Klima“ oder „Klimaschutz geht uns alle an“ grossflächig gebucht.

      … ein Schelm, wer da an herausgeworfenen Steuergelder denkt 😉

      Das sie ernsthaft glauben, mit dem Geschäftskonzept, ich mache den Strom für ale so teuer, das sich auch PV Anlagen für den einzelnen Rechnen, da ich ja weder Steuer, Umlagen noch einen Beitrag zur Netzstabilität leisten muss, wirlich auf lange Sicht erfolgreich sein konnten, das war von vonehrein zum Scheitern verurteilt.
      Mehr als parasitäeres, ich zuerst und mir am billigsten, kommt da leider nicht bei rum. Parasitär halt, wie von mir schon erwähnt.

      Zu dem Rest des Phamphletes….
      „Zeit, die wir nicht haben“

      -> das ist übrigens eine der Anzeichnen, wenn ihnen jemand etwas verkaufen will, von dem sie keinerlei nutzen haben. Da gilt das Angebot dann auch nur begrenzt, damit sie schön unter Druck eine Entscheidung treffen, ohne diese vorher genau durchzurechnen.

      Nach 17 Jahren ohne Erwärmung bin ich eigentlich der Meinung, wir hätten durchaus ein oder 2 Jahre länger über die „Energiewende“ inklusiver ihrer Nachteile und Umsetzbarkeit nachdenken müssen.

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        Kurt Lowinski

        7. August 2014 um 09:44

        Hallo Martin,

        natürlich wirkt sich eine Anschubförderung für eine neue Technologie erst einmal kostensteigernd aus. Aber letztendlich hat das nichts parasitäres, sondern ist extrem nützlich für ALLE Stromkunden. Denn überleg mal, was passiert, wenn die Anlagen nach ihren 20 Jahren nicht mehr gefördert werden. Die sind da und produzieren Strom. Und dann überleg mal was ein Anlagenbetreiber machen wird? Umbauen lassen, sodass sie nichts mehr ins Netz einspeisen? Nein! Er wird sich irgendeinen Stromhändler suchen, der den von ihm produzierten Strom zum kleinen Geld abnimmt. Und in dem Moment wird Strom aus erneuerbaren billiger als aus jedem Kraftwerk sein, denn man hat weder Rohstoffe noch CO2 Zertifikate noch Atommüll-Entsorgung bei der Produktion mit zu bezahlen 😉

        Und nun rate mal, wem das besonders zu gute kommt…
        Genau! Den Geringverdienern.
        Denn jeder Cent, den der Strompreis dadurch günstiger wird, ist für einen Hartz4 Haushalt ein vielfaches Wert im Vergleich zu einem Großverdiener.

        Damit bricht dann auch das Geschäftsmodell der Stromerzeugung im Grundlastbereich zusammen und flexible Kraftwerke werden wieder erheblich wirtschaftlicher zu betreiben sein. Prima – je eher desto besser 🙂

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    Maik Pietrowski

    1. August 2014 um 19:53

    Super! Vielen Dank für diesen genialen Brief!
    Anstatt Zahlen und Fakten zu nennen, kriegen wir Sachen zu hören, welche in keinerlei Weise etwas aussagen.

    Was den meisten Bewusst werden muss, ist dass wir die Kosten, welche bei Öl, Kohle und Atom entstehen, nicht ausgewiesen auf der Stromrechnung sehen, sondern wir es durch unsere Steuern bezahlen.

    Hervorragender Brief!

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      Peter Jensen

      4. August 2014 um 21:00

      Was den meisten bewusst werden muss ist, dass die seit Jahren von der EE- und Öko-Lobby immer wieder aufgestellten Behauptungen, dass irgendwelche externen Kosten von Kohle, Öl und Atom durch Steuergelder bezahlt würden, schlicht und ergreifend Lügen sind.
      Es kann keine Unwissenheit sein, denn die mit Hunderten Millionen Euro ausgestatteten Lobbyvereine Greenpeace, NABU, BUND und wie sie alle heißen, haben sowohlie finanziellen als auch die personellen Ressourcen, um die Wahrheit rauszufinden. Jedes Schulkind kann das mittlerweile. Also sind es Lügen!

      Was die Rückbaukosten angeht z.B. hier:

      http://www.bmub.bund.de/presse/pressemitteilungen/pm/artikel/bmu-fakten-zur-finanzierung-der-stilllegung-von-kernkraftwerken-rueckbau-gesichert/

      Was die angeblichen Subventionen für AKW und Kohlekraftwerke angeht z.B. hier:

      http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/080/1408084.pdf

      Siehe dort Frage 27 ff. ab Seite 16

      Also nicht nur die Stromerzeugung mithilfe von Windmühlen und PV-Anlagen ist Ressourcenverschwendung, sondern auch die Arbeit der Öko- und EE-Lobby, denn sie produziert Lügen am Fließband und verschwendet damit Hunderte Millionen an Steuer- und Spendengeldern.

      Werte Admins, es könnte sein, dass diese Wahrheit hier wieder einige Leser hier stört und Sie deshalb aufgefordert werden, meinen Kommentar zu löschen. Lesen Sie bitte vorher in den Bundestagsdrucksachen, die ich verlinkt habe nach. Dann werden Sie sehen, dass es die Wahrheit ist, die gepostet habe. Und Sie wollen doch die Wahrheit nicht verbieten? 😀

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        Kurt Lowinski

        7. August 2014 um 09:35

        Peter Jensen schreibt: „Was den meisten bewusst werden muss ist, dass die seit Jahren von der EE- und Öko-Lobby immer wieder aufgestellten Behauptungen, dass irgendwelche externen Kosten von Kohle, Öl und Atom durch Steuergelder bezahlt würden, schlicht und ergreifend Lügen sind.“

        Wow! Sie haben ein Dokument aus dem Jahr 2002 gefunden, in dem noch hohe Fördersätze für erneuerbare zu finden sind. Sie sind ein Held!

        Naja – mal ernsthaft. Die Daten zu Erneuerbaren entnehmen Sie mal bitte aktueller Unterlagen aus dem aktuell abgeschlossenen Jahr. Dann sind die durchschnittlichen Fördersätze schon mal massiv geringer.

        Und was AKW Förderung angeht: Genau da steht es doch. Im Betrieb werden Sie nicht gefördert. Aber in der Forschung wurde das massiv getan. Und genau das muss man natürlich mit einrechnen und kann es nicht außen vor lassen.
        Letztendlich ist das EEG auch nur eine Forschungsförderung mit dem Unterschied, dass man bereits während der Entwicklung immer weiterer Kostenreduktionen bereits produzierend in den Markt gehen kann.

        Sie sehen: Mit platten Lobby-Sprüchen der Energiewirtschaft kommen Sie mit ihrer Ideologie hier nicht weiter.

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        Peter Jensen

        7. August 2014 um 21:26

        Selten so viel Unsinn auf einen Haufen gelesen! 😀

        Was der Kurt sich da in seinem Kopf zusammen spinnt, muss man wirklich nicht mehr kommentieren.
        Auf den kranken Zynismus des Kurt kann man allerdings doch hinweisen. Nachdem er Rentner, Hartz IVler, Studenten und Geringverdiener 20 Jahre lang abgezockt hat, sollen die sich dann freuen, dass sie nach 20 Jahren einen Cent sparen können. Angeblich!

        Klar, Versprechen für die Zukunft waren schon immer Merkmale von Ideologien.

        Quatsch ruhig weiter diesen Blödsinn, Kurt… 😀

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        Peter Jensen

        7. August 2014 um 21:30

        Mal davon abgesehen, dass Kurt zu blöd ist, die Texte zu verstehen, die ich poste. Es ging nämlich im zweiten Link nicht um die Subventionen für die sog. EE, sondern um die angeblichen Subventionen für AKW. Habe ich extra hingeschrieben, Kurt!
        Dass die Subventionen für sog. EE im selben Dokument stehen, liegt an der Bundestagsverwaltung, nicht an mir.

        Und im übrigen werden die höchsten Fördersätze nachwievor bezahlt. Für alle Altanlagen. Bis zum Jahre 2020. Dass die Fördersätze heute niedriger sind, hab ich gar nicht bestritten. Aber gut, dass du nochmal festgestellt hast, was eh schon jeder weiß. Märchen oder Allgemeinplätze… mehr kriegen wir nicht von Kurt. 😀

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        Kurt Lowinski

        7. August 2014 um 23:01

        Aber, aber, Herr Jensen… So viele Kraftausdrücke auf einmal? Wo bleibt nur ihre gute Kinderstube?

        Neben Beschimpfungen und heißer Luft habe ich aber tatsächlich noch eine Äußerung entdeckt, die es lohnt, kommentiert zu werden. Peter Jensen schreibt: “Auf den kranken Zynismus des Kurt kann man allerdings doch hinweisen. Nachdem er Rentner, Hartz IVler, Studenten und Geringverdiener 20 Jahre lang abgezockt hat, sollen die sich dann freuen, dass sie nach 20 Jahren einen Cent sparen können.“

        Der Strompreis ist in der Vergangenheit kontinuierlich gestiegen – auch vor dem EEG. Man muss sich einfach fragen: was würde ohne erneuerbare passieren? Projeziert man die Strompreissteigerung für Haushalte in der Zeit vor dem EEG auf die Zukunft, dürfte der Strompreis 2032 etwa bei 40-60ct pro kWh liegen. Steigende Rohstoffpreise, Entsorgungsprobleme, Umweltkosten usw. unterstützen diesen Trend. Billiger Strom aus abbezahlten EE Anlagen, deren Rohstoffe kostenlos sind und die kein Personal und kaum Wartung benötigen, wird gerade für die Geringverdiener ein Segen sein und ihnen eine sorge abnehmen.

        Weiterhin schreibt Peter Jensen: “Klar, Versprechen für die Zukunft waren schon immer Merkmale von Ideologien.“

        Da muss ich ganz konkret an das Versprechen denken, dass die Einlagerung des Atommülls und die sichere Aufbewahrung über tausende von Generationen mit den Rückstellungen der AKW Betreiber abgedeckt sind, sodass der Bürger sicher nichts dazu bezahlen muss. Ups! Da zeigt sich das wahre, hässliche Gesicht der Ideologie der alten Energiewirtschaft.

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        Peter Jensen

        8. August 2014 um 00:02

        Kurt, bei ihnen vergesse ich gern meine Kinderstube. Denn diese haben sie nicht verdient.

        Kurze Info für sie zu Forschungsgeldern für Kerntechnik:

        „Die „Atomwirtschaft” erhält in Deutschland keine Subventionen, hat nie welche erhalten, und hat diese trotz zunehmender Belastungen und Willkür durch den Staat bisher auch nicht nötig. Der „Abriss der Ruinen” bezieht sich offensichtlich auf Greifswald, ein vom Staat (DDR) gebautes und vom Staat betriebenes Kernkraftwerk, das nun vom Staat (Bundesrepublik) abgerissen wird.

        Grundlagenforschung ist eine Staatsaufgabe wie der Betrieb von Schulen und Unviversitäten. Seit Bestehen der Bundesrepublik wurden hier etliche Milliarden Euro z.B. in die Festkörperphysik gesteckt, die der Verbesserung von Solarzellen und Windkraftgeneratoren zugute kamen.

        Die Forschungsförderung in Bezug auf Leichtwasserreaktoren, wie sie die „Atomwirtschaft” heute verwendet, wird mit 8 Mrd. Euro beziffert. Auch dies sind so wenig Subventionen für die „Atomwirtschaft” wie ein Biologiestudium für Fleurop.“

        Und meine „gute Kinderstube“ haben sie schon deshalb nicht verdient, weil sie unaufmerksam die Beiträge hier lesen und deswegen immer wieder dieselben falschen Behauptungen aufstellen. Zu den Rückbaukosten habe ich ihnen doch eine offizielle Stellungnahme der Bundesregierung verlinkt. Der erste link weiter oben.

        Wenn sie das lesen, können sie sich ihre falschen Wiederholungen sparen. Und damit Energie. Ist doch gerade total angesagt bei ihnen.

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        Kurt Lowinski

        8. August 2014 um 03:31

        Peter, danke für den Link. Er zeigt vor allem eines: 2002 hat noch niemand geahnt, wie teuer der Rückbau werden würde.

        Der Spiegel schreibt:
        Rund 36 Milliarden Euro Rückstellungen haben Deutschlands Energiekonzerne für den Abriss ihrer Altmeiler aufgebaut. Ein Besuch im ehemaligen AKW Lubmin zeigt, warum der Betrag kaum reichen wird: Atomausstieg ist ein Kraftakt.“

        Bis 2080 wird der Rückbau dauern, und die Endlagerung muss auch noch aus den schon für den Rückbau knappen Mitteln bestritten werden. Es gibt gute Gründe, warum die Energieversorger eine Bad Bank für den AKW Rückbau fordern – nämlich damit die Bürger die Mehrkosten tragen!

        http://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/a-969790.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=

        Oder um es mir deinen Worten zu sagen: lass die dämlichen Spielchen, die Leser für blöd zu verkaufen und mit uralten und längst überholen Artikeln über’s Ohr hauen zu wollen!

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        Peter Jensen

        12. August 2014 um 13:26

        Kurt, können sie mal erklären, was das ehemalige DDR-KKW in Lubmin mit den Energieversorgern heute zu tun hat?

        Und was die sog. „Bad Bank“ angeht: wurde nicht die sog. „Energiewende“ von Altmair und Merkel zur nationalen Gemeinschaftsaufgabe hochgeredet, deren Kosten von allen zu tragen sind?
        Nun, wenn im Rahmen dieser nationalen Gemeinschaftsaufgabe die KKW abgeschaltet werden und den Betreibern die Möglichkeit genommen wird, das Geld für den späteren Rückbau zu verdienen, dann muss eben jemand anderes die Sache bezahlen. Ist ja schließlich eine „nationale Gemeinschaftsaufgabe“.

        Und haben sie sich nicht an vielen anderen Stellen darüber aufgeregt, dass die KKW-Betreiber so viel Gewinne machen? Raten sie mal, wovon die später den Rückbau bezahlen? Aus diesen Gewinnen. Nun hat die „Gemeinschaft“ entschieden, dass diese Gewinne nicht mehr anfallen sollen, nun muss die „Gemeinschaft“ das eben bezahlen. Das ist ganz simple, unideologische Mathematik und Logik!
        Jetzt ist die Zeit des „cherry picking“ (nämlich sinnlos Strom einspeisen und überhöhte Vergütung kassieren) für die sog. EE vorbei. Nun heißt es auch mal Verantwortung übernehmen.

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    Christian Höhle

    1. August 2014 um 18:36

    Dem kann ich mich nur zu 100% anschließen!
    Danke für diesen offenen Brief, der es auf den Punkt bringt.

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