Marc tauscht nach Feierabend Computermaus gegen Mistgabel

Von Carola Ströhler (Gastbeitrag) am 10. Juni 2013 in der Kategorie Karriere mit 1 Kommentar
Nutschan19.05.2013-005bearbeitet1

Wenn draußen bereits alles dunkel und friedlich ist, ist Marc Nutschan nicht selten noch mit seinem Traktor auf den Feldern unterwegs. Denn für den Nebenerwerbslandwirt heißt es nach Feierabend ab in den Stall und rauf auf den Schlepper. Im Gespräch erzählt mir der 38-jährige Hobbybauer von seinem Nebenjob.

Marc, seit wann arbeitest du schon als Landwirt?

Den Familienbetrieb in Espenau bei Kassel habe ich 2005 von meinem Vater übernommen. Vor zwei Jahren habe ich in der Abendschule eine Ausbildung zum Nebenerwerbslandwirt gemacht. Insgesamt hege und pflege ich vier Hektar Wiese, Ackerland mit Weizen, Gerste und Raps, Schweine, Lämmer, ein Pferd, zwei Ponys und einen Hund. Mein besonderer Stolz ist eine kleine Herde Gallowaykühe. Die schottischen Hochlandrinder stehen das ganze Jahr über auf der Weide und sind sehr pflegeleicht.

Was ist für dich das Besondere am Beruf des Landwirts?
Marc und seine Tochter auf dem Trecker

Marc´s Familie unterstützt ihn bei der Arbeit

Die Geburt eines Kälbchens ist immer wieder ein außergewöhnlicher Augenblick. Es fasziniert mich, wie schnell die Tiere lernen. Es ist spannend, die Entwicklung der Kälbchen zu beobachten. Doch zu den Aufgaben eines Landwirts gehört natürlich auch das Schlachten. Praktischerweise ist mein Bruder Metzger und verkauft das Fleisch meiner Gallowaykühe auf den Wochenmärkten in Baunatal und Wehlheiden.

Der Beruf als Landwirt entspricht keinesfalls dem Klischee ‚der dumme Bauer‘. Die Arbeit ist sehr vielseitig, denn man übernimmt große Verantwortung gegenüber der Natur und seinen Tieren. Die Tiere kennen keinen Urlaub, sie wollen täglich versorgt werden. Außerdem gleicht kein Jahr dem anderen. Mal herrscht extreme Trockenheit, im nächsten Jahr ist die Ernte verregnet.

Wie schaffst du es, deinen Job bei SMA und die Landwirtschaft unter einen Hut zu bekommen?

Die Landwirtschaft richtet sich stets nach der Witterung und da kann es durchaus passieren, dass man spontan noch einmal aufs Feld muss. Aber dafür haben meine Kollegen Verständnis, das weiß ich sehr zu schätzen. Ich bin zwar größtenteils Selbstversorger, aber der Hof wirft nicht so viel ab, um die Alltagskosten meiner Familie zu decken. Momentan arbeite ich 30 Stunden pro Woche in der Arbeitsvorbereitung von PPS. Freitags bin ich nicht im Büro und habe Zeit für den Hof und das Wichtigste: meine Familie, die mich tatkräftig auf dem Hof unterstützt. Mein Motto lautet immer: Man muss aus den Begebenheiten stets das Bestmögliche machen!

0.00 avg. rating (0% score) - 0 votes

Der Autor

Carola Ströhler (Gastautor)

Carola ist Werkstudentin in der Internen Kommunikation und kümmert sich bei SMA z. B. um Portraits von Kollegen, um Artikel im SMA world oder um Texte im Intranet.

Tags

Ähnliche Artikel

1 Kommentar

  • avatar

    Hans-Werner Plett

    21. Juni 2013 um 20:53

    Schon seit längerem erhalte ich die Newsletter von SMA und bin über die gesamte Aufstellung der Firma insgesamt angenehm angetan. So kann eben denn auch ein Nebenerwerbslandwirt mit SMA gemeinsamen seinen Berufsweg gehen – so geht´s . Beispielhaft.

    Wohnte ich im Kasseler Raum, würde ich gern mit SMA als ganzheitlich innovativen Arbeitgeber zusammen wirken.

    Beste Grüße aus der Nordheide,

    Hans-Werner Plett

    Antworten »

Schreibe einen Kommentar.

 Zeichen vorhanden