Jürgen Trittin besucht SMA

Von am 30. Juli 2012 in der Kategorie Unternehmen mit 0 Kommentare

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Es ist Dienstagvormittag, strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen in Niestetal, als der Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Jürgen Trittin, entspannt und gut gelaunt im Sommeranzug das Foyer bei SMA betritt. Dort empfangen ihn Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon und Technologievorstand Roland Grebe , die sich mit ihm über die Energiewende und die Zukunft der Photovoltaik in Deutschland austauschen wollen. Nach ein paar einleitenden Worten geht es in den Konferenzraum – es gibt schließlich viel zu besprechen.

Wie schaffen wir es, dass die Energiewende bezahlbar bleibt?

Jürgen Trittin hat die schleppende Umsetzung  der Energiewende genau verfolgt und bringt das Problem auf den Punkt: „Dass die Strompreise steigen, liegt doch nur zu einem kleinen Teil an der EEG-Umlage. Die Preissteigerungen komplett der Photovoltaik anzulasten, ist völliger Unfug“, so Trittin mit Bezug auf die aktuelle Berichterstattung. „Gerade die Photovoltaik führt nämlich schon heute zu signifikanten Preissenkungen an der Leipziger Strombörse, die nur nicht an die Endverbraucher weitergegeben werden“, sagt Trittin. Gemeinsam mit Pierre-Pascal Urbon und Roland Grebe diskutiert er intensiv die Möglichkeiten und Potenziale der Photovoltaik und dabei wird klar: Wenn die Netzausbaukosten überschaubar bleiben sollen, muss nicht weniger, sondern mehr Photovoltaik zugebaut werden. Trittin plädiert in diesem Zusammenhang für ein Auslaufen der Förderung bei Erreichen der 70 Gigawatt-Marke – und nicht schon bei 52 Gigawatt, wie es die Bundesregierung plant.

 

Ohne Photovoltaik funktioniert die Energiewende nicht

Vor allem die Nutzung von Industriedächern und Mehrfamilienhäusern würde die Kosten für den Netzausbau merklich nach unten treiben. „Ganz ohne den Ausbau der Netze ist die Energiewende natürlich nicht umsetzbar, aber der Ausbau könnte bei einem höheren Photovoltaikanteil deutlich langsamer erfolgen“, so Urbon. „Vor allem Industriedächer sind hervorragend für die Installation größerer PV-Anlagen geeignet. Gewerbegebiete haben ja schon eine gute Netzinfrastruktur und die Korrelation von Energiebedarf und -erzeugung von Am Ende ist man sich einig: ohne die Photovoltaik wird die Energiewende nicht funktionieren und innovative Technologien sind der Schlüssel für die notwendigen Kostensenkungen, damit die Photovoltaik so schnell wie möglich wettbewerbsfähig wird. In den Interviews gibt es von Jürgen Trittin denn auch noch einen kleinen Seitenhieb in Richtung Bundesregierung: „Hightech-Firmen wie SMA leisten durch die notwenigen Kostensenkungen und technologischen Innovationen einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende. Deshalb sind sie auf klare und verlässliche Planungsbedingungen angewiesen. Die Bundesregierung trägt dem mit ihrer Politik bislang in keiner Weise Rechnung“, betont Jürgen Trittin.

 

Erst Hightech – dann moderne Kunst
Pierre-Pascal Urbon, Bernd Leifeld, Jürgen Trittin und Roland Grebe (v.l.n.r.)

Pierre-Pascal Urbon, Bernd Leifeld, Jürgen Trittin und Roland Grebe (v.l.n.r.)

Nach den Gesprächen geht es für den ehemaligen Bundes-Umweltminister zur Führung durch das SMA Solarwerk 1, der weltweit größten Wechselrichter-Fabrik. Benno Gossmann vom SMA Besucherservice führt gewohnt kompetent durch die Fabrik und ist in seinem Element. Er lässt sich weder von den vielen Kameras irritieren, noch bringen ihn die Fragen von Jürgen Trittin aus dem Konzept. Und der hat viele Fragen – er möchte alles wissen und  die Funktionsweisen und Produktionsprozesse der SMA Wechselrichter verstehen. Für Benno kein Problem – er kennt die Produktion bei SMA wie seine Westentasche.  Sichtlich zufrieden und beeindruckt durch die vielen Impressionen gönnt sich Trittin noch eine kleine Stärkung –und wird noch bei SMA von Bernd Leifeld, dem Geschäftsführer der documenta GmbH, für einen Rundgang über die dOCUMENTA (13) in Empfang genommen. Erst Hightech dann Kunst? Für Jürgen Trittin kein Widerspruch.

 

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Ich leite die Unternehmenskommunikation bei SMA.
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Alles, was das Unternehmen betrifft und für Kollegen, Presse und Investoren weltweit interessant ist. Wichtig ist mir vor allem eine transparente Kommunikation, die verständlich ist und relevante Themen aufgreift.
Was selbst meine Kollegen nicht von mir wissen:
Schon als Teenager war ich heimlich bei Anti-AKW-Demonstrationen in Brokdorf und Gorleben dabei. Das wissen meine Eltern bis heute nicht.

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