Jede 5. Solaranlage in Deutschland mit Speicher!

Von Matthias Röschinger (Gastbeitrag) am 28. Oktober 2014 in der Kategorie Energiemanagement mit 7 Kommentare
Batteriewechselrichter-Sunny Boy Smart Energy auf der Intersolar 2014

Wusstet ihr eigentlich, dass 20% der neu installierten Photovoltaikanlagen mit Speicher ausgestattet sind? Seit Anfang 2014 wird jede fünfte PV-Anlage vom Kunden mit Speicher bestellt.

Während zwischen 2011 und 2013 in Deutschland gerade einmal 8.300 Speichersysteme installiert wurden, sind es 2014 bereits 10.000 gemeldete Speichersysteme, die beim Kunden fleißig Netzbezug sparen.

Viele der Kunden nutzen das Marktanreizprogramm der KfW, um bei immer weiter fallenden Einspeisevergütungen ihren Eigenverbrauch zu erhöhen und ihre Strombezugskosten zu senken.

Für Bestandsanlagen die früher als 2013 installiert wurden, muss man schon etwas genauer rechnen. Teilweise bekommt man hier noch einen Bonus für eigenverbrauchten Strom. Allerdings gibt es hier keine Förderung für den Stromspeicher.

 

Wir selbst haben ein SMA Smart Home System mit Sunny Island-Batteriewechselrichter und Sunny Home Manager im Betrieb (nicht im Bild).

Wir selbst haben ein SMA Smart Home System mit Sunny Island-Batteriewechselrichter und Sunny Home Manager im Betrieb (nicht im Bild).

Speicherlösungen nicht bei allen Installateuren im Angebot

Leider ist es immer noch so, dass wenige Installateure von sich aus ein Speichersystem anbieten. Ich habe einige Installateure dazu gefragt.

Viele kennen sich mit den am Markt erhältlichen Systemen zu wenig aus. Anderen ist die Installation und die Softwareparametrierung zu aufwendig. Auch die eventuelle Unterweisung des Betreibers in das System schreckt einige ab.

Hier sollte seitens des Herstellers noch mehr Aufklärungsarbeit bei den Solarteuren betrieben werden. Die Zeiten „einmal DACH VOLL“ sind eben vorbei.

Das muss den Installateuren klar gemacht werden und auch die Berührungsangst zum Speichersystem muss ihnen und damit den Betreibern genommen werden.

Ist so ein System einmal angeschlossen und eingestellt, hat man ein wartungsarmes Speichersystem, mit dem der Endkunde und auch der Installateur nicht mehr viel zu tun hat.

 

Weiterführende Links

The German PV Market from an End Customer Perspective – Focus: Smart Home (EuPD Research, September 2014 – English)

Photovoltaik-Neukunden installieren zunehmend Speicher (pv magazine, 15.10.2014)

Bereitschaft von Photovoltaik-Neukunden in einen Speicher zu investieren ist stark gestiegen (Sonnenseite.de, 17.10.2014)

 Markt für Photovoltaik-Speicher zieht deutlich an (pv magazine, 23.10.2014)

 

Zur Person

Matthias und Dani haben sich auf unsere Aktion „Smart Home Blogger gesucht” gemeldet und berichten hier im Blog über ihre Erfahrungen mit dem SMA Smart Home. Ein Interview in dem sich die Beiden vorstellen findet ihr hier. Erste Berichte und Tipps u.a. in diesen beiden Beiträgen:

Installation der Funksteckdosen in drei Schritten

Funksteckdosen im Alltag für Berufstätige

 

Bild oben: Der Solarwechselrichter mit integrierter Batterie, der Sunny Boy Smart Energy, war einer der Publikumsmagneten auf der Intersolar 2014.

 

sma-sunny-blog_artikelende-banner-batteriespeicher_de

 

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Der Autor

Matthias Röschinger (Gastautor)

Matthias arbeitet als Industriemechaniker bei einem Automobilzulieferer und taucht gerne in seiner Freizeit. Sein Haus hat er mit einer Solarstromanlage und einem Speicher zu einem Smart Home aufgerüstet. Er ist aktiv im Photovoltaikforum und teilt dort seine Erfahrungen mit anderen Usern – so wie auch hier im Blog.

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7 Kommentare

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    Bastian Haßdenteufel

    31. Oktober 2014 um 14:03

    Hallo,

    darf man erfahren, woher die Zahlen hinsichtlich der gemeldeten Speichersysteme stammen?
    Anahnd der Anzahl würde ich behaupten, dass sowohl geförderte als auch nicht geförderte Systeme inbegriffen sind.

    Viele Grüße
    Bastian

    Antworten »
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    Rainer

    30. Oktober 2014 um 20:42

    Hallo,
    wir sind seit 4 Monaten auch dabei haben 5,1 kWp und einen 14,8 kWh Batteriespeicher.
    Ich habe mir jetzt noch mal die Werte angesehen und komme auf einen Wirkungsgrad für die Batterie von 70% (386 kWh entnommen 544 kWh eingespeist). Bei den Standby-Verlusten habe ich laut Datenblätter folgende Werte herausgefunden:
    STP 5000TL-20 1W, SUNNY ISLAND SI 6.0H-11 27W (im Leerlauf mit SRC-20), Energy Meter 6W,
    Sunny Home Manager 6W, TP-Link TL-SG1005D 7W. Das macht dann in Summe 47 Watt!
    Mache ich hier einen Rechenfehler oder sind die 27 Watt vom Sunny Island schon in den 70% enthalten?
    Wie kann man die Verluste minimieren?
    Das sind ja Standby-Verluste von ca. 9% bei 5,1 kWp.

    Gruß Rainer

    Antworten »
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      Matthias

      3. November 2014 um 10:09

      Hallo Rainer

      Welche Firmware hast du beim sunny Island installiert?
      Geht der si in den silent oder standby Mode wenn die batterie die Entladung beendet?
      Hier wurde eine neue Firmware rausgegeben die den standbyverbrauch deutlich reduziert.

      Gruß Matthias

      Antworten »
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        Rainer

        4. November 2014 um 21:34

        Hallo Matthias,
        war vermutlich eine alte Version denn als ich schauen wollte war eine neue
        Firmware verfügbar. Habe jetzt 3.102, das Update gabs laut Logbuch auch erst heute Nacht.
        Werde das mal weiter beobachten.

        Gruß Rainer

        Antworten »
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    T. Richter

    28. Oktober 2014 um 12:00

    Hallo Gemeinde,

    grundsätzlich stehe ich einem Speicher sehr offen gegenüber.
    Der Gedanke, zu 90% autark die eigene Stromversorgung zu bestreiten und fast nur den eigenen PV Strom zu verbrauchen oder zu speichern und dann zu verbrauchen hat einen hohen Reiz.

    Leider gibt es aktuell meiner Ansicht nach am Markt kein System von der Stange, dass sich für den Endkunden rentiert.

    Die neu eingeführten SB3600SE und SB5000SE sind gute Anfänge, jedoch ist der Speicher leider nicht skalierbar 2KWh, 4KWh, 6KWh usw. und eine Renatabilität ist mit den Geräten auch nicht ansatzweise zu erreichen.

    Bei einem Aufpreis für den Speicher < EUR 1000,- wäre dies darstellbar.

    Also, SMA Preise runter und der Markt liegt euch zu Füßen!

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      Christian Höhle

      29. Oktober 2014 um 15:01

      Hallo,

      du beschreibst zwei konkurrierende Ansätze. Sie heißen Wirtschaftlichkeit und Autarkie.

      Soll deine Anlage möglichst wirtschaftlich laufen, eignet sich eher ein kleiner Speicher. Denn bei einem kleineren Speicher wird die von dir ja bezahlte Speicherkapazität seltener „ungenutzt“ herum liegen. Dafür ist deine Autarkie nicht so hoch.
      Der Sunny Boy Smart Energy ist ein solches System. Natürlich sind die Preise zur Markteinführung noch hoch, aber wenn du einmal bei Google nach dem „Sunny Boy Smart Energy“ suchst, wirst Du feststellen, dass sie bereits ein ganzes Stück gesunken sind.

      Der andere Ansatz heißt Autarkie (also eine größtmögliche Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz). Diesen Komfort bezahlt man mit der Anschaffung einer größeren Batterie, die an vielen Tagen des Jahres einfach nicht genutzt wird. Damit ist die Autarkie größer, aber die Wirtschaftlichkeit geht deutlich zurück.

      Aber grundsätzlich stimme ich natürlich absolut mit dir überein, dass Speicherpreise insgesamt weiter sinken müssen, damit mehr Menschen in den Genuss der Nutzung überwiegend eigenen Stromes kommen 😉

      Die folgende Grafik zeigt diesen Zusammenhang:

      Sonnige Grüße,
      Christian

      Antworten »

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