Energiewende von unten

Von am 25. September 2012 in der Kategorie Energiewende mit 0 Kommentare
Solarbaum

Die Erneuerbaren Energien sind nicht nur sicher und sauber, sie werden auch immer kostengünstiger. Das erkennen nicht nur viele Bürger, sondern auch immer mehr Städte, Gemeinden und Landkreise – und gestalten die „Energiewende von unten“ mit ehrgeizigen Zielen und spannenden Projekten mit.

 

100-prozentig erneuerbare Energien nutzen

So wie die nordhessische Stadt Wolfhagen: Bis 2015 will sie ihre Stromversorgung komplett auf Erneuerbare Energien umstellen. Schon heute kommen 20 Prozent des in Wolfhagen verbrauchten Stroms allein aus der Photovoltaik. Und der Anteil der PV soll weiter steigen. Die Wind- und Bioenergieerzeugung soll ebenfalls ausgebaut werden. Dabei setzt die 14 000-Einwohner-Stadt stark auf Bürgerbeteiligung: Über die „BürgerEnergieGenossenschaft Wolfhagen“ können sich die Bürger an ihrem kommunalen Stadtwerk beteiligen und so die lokale Energiewende voranbringen.

 

Kompetenzregion Nordhessen

Wolfhagen ist ein Leuchtturm des Ausbaus der Erneuerbaren Energien in der Region Nordhessen. Auch an anderen Stellen in der Region sind bereits Anfänge der „Energiewende von unten“ zu beobachten. Im Landkreis Kassel werden zum Beispiel bereits zwölf Schulen mit Biomasse beheizt, und fast 40 Schulen verfügen über Photovoltaiksysteme. Das Potenzial der Region zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien ist enorm.

Einzigartig ist die Vernetzung von Verwaltung, Wirtschaft sowie Forschung und Lehre im Bereich der Erneuerbaren Energien in Nordhessen. Über 120 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Dienstleister aus der Region haben sich im Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien e.V. (deENet) zusammengeschlossen, um Nordhessen zu einem international anerkannten Standort für Anwendung, Forschung und Entwicklung sowie Produktion und Dienstleistung im Bereich dezentraler Energieversorgungssysteme und Energieeffizienz auszubauen. Selbstverständlich ist auch SMA Mitglied bei deENet.

 


Gut vernetzt Ideen entwickeln

4. Kongress „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“ am 25.-26. September in Kassel

Und weil Vernetzung und Informationsaustausch für die „Energiewende von unten“ so wichtig sind, veranstaltet deENet gemeinsam mit der Agentur für Erneuerbare Energien, dem Deutschen Landkreistag sowie dem Deutschen Städte- und Gemeindebunde am 25. und 26. September bereits zum vierten Mal den Kongress „100% Erneuerbare-Energie-Regionen“ in Kassel. Rund 800 Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft tauschen sich hier unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Peter Altmaier über die Möglichkeiten des Ausbaus der Erneuerbaren Energien aus. Dabei geht es nicht um langatmige Vortragsreihen. Sondern um ganz konkrete Möglichkeiten, wie in der eigenen Region die dezentrale Energieerzeugung gefördert und die dabei auftauchenden Herausforderungen bewältigt werden können. Regionen, die noch am Anfang ihres Energieprojekts stehen, können von den Erfahrungen der Pioniere profitieren – und eigene Ideen für ihre „Energiewende von unten“ entwickeln.

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Meine Aufgaben:
Technikkommunikation und Unterstützung der Pressearbeit.
Meine Themen:
SMA Technologien und Technologiethemen allgemein, Off-Grid.
Was selbst meine Kollegen nicht von mir wissen:
Ich liebe Urlaub im Norden und fotografiere gerne das Meer. Und wenn ich mal richtig viel Zeit habe, werde ich an die Barentssee fahren.
Catrin arbeitet mittlerweile nicht mehr bei SMA.

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