EEG: Ausbautempo erhöhen – nicht drosseln!

Von Pierre-Pascal Urbon (Gastbeitrag) am 19. März 2014 in der Kategorie Energiewende mit 46 Kommentare
Solarkraftwerk Templin

Das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) hat sehr gute Dienste geleistet, um die Energiewende in Deutschland auf den Weg zu bringen. Rund 25 Prozent tragen die Erneuerbaren bereits zur Stromversorgung bei. Das zeigt eindrucksvoll den positiven Beitrag des EEG zur Veränderung der Energieversorgungslandschaft.

Dennoch ist eine Reform des Gesetzes durchaus sinnvoll. Die aktuellen Pläne der Bundesregierung setzen dabei allerdings die falschen Signale. Sie zielen darauf ab, den weiteren Ausbau der Erneuerbaren zu drosseln.

Zielführend für eine stabile, nachhaltige und kostengünstige Energieversorgung für die Zukunft ist aber genau das Gegenteil: ein kraftvoller Zubau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten. Die Kosten für die Stromerzeugung werden dadurch kaum steigen, die langfristige Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland schon.

 

Langfristige Perspektive statt kurzfristiger Trends

Umstrittene Methoden wie Fracking und ein Überangebot von Verschmutzungsrechten im europäischen Emissionshandel lassen die fossile Stromerzeugung derzeit kostengünstiger erscheinen, als sie tatsächlich ist. Ein auslaufender Trend, denn die Schäden durch Kohleabbau und -verstromung werden immer sichtbarer, die Vorkommen an unkonventionellem Öl und Gas wurden in der Anfangseuphorie überschätzt. Mittel- bis langfristig kennen die Kosten für die fossile Energieerzeugung daher nur eine Richtung: nach oben.

Die Erneuerbaren Energien werden hingegen immer günstiger. Deshalb ist es so wichtig für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland, den Umbau der Versorgungsstrukturen hin zu einem intelligenten, vernetzten, dezentralen System auf Basis Erneuerbarer Energien mit hohem Tempo voranzutreiben.

In nicht allzu ferner Zukunft werden wir dadurch einen ganz entscheidenden Wettbewerbsvorteil am Weltmarkt haben. Die Kosten für die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien wie Photovoltaik und Windkraft sind über die vergangenen Jahre massiv gesunken. Bereits heute können sie teilweise mit neuen konventionellen Großkraftwerken konkurrieren. Und die Kosten der Erneuerbaren werden durch Innovationen und andere Kostensenkungsmaßnahmen noch weiter fallen. Eine Entwicklung, die wir nutzen sollten.

 

Neue Modelle brauchen eine mutige und vorausschauende Politik

Dafür braucht es jedoch eine mutige und vorausschauende Politik, die sich klar zur Energiewende bekennt, verlässliche Rahmenbedingungen für Investoren und Unternehmen schafft und einen fairen Wettbewerb in der Energieversorgung ermöglicht.

Die Realität sieht anders aus: Insbesondere die geplante Belegung des Eigenverbrauchs von Solarstrom mit einer Umlage ist in diesem Zusammenhang kontraproduktiv. Gerade im Bereich des Eigenverbrauchs ist die Photovoltaik bereits ohne EEG-Förderung wirtschaftlich. Dies nutzen nicht nur Privathaushalte, sondern auch immer mehr Unternehmen, um ihre Betriebskosten zu senken.

Darüber hinaus entwickeln Industrie- und Gewerbebetriebe, Wohnungsbaugesellschaften, Contracting-Anbieter, Bürgerenergiegenossenschaften und Stadtwerke in diesem Umfeld neue Geschäftsmodelle und bereiten so den Weg für die Stromversorgung der Zukunft. Intelligente Vernetzung und Steuerung sind der Schlüssel für eine sichere und kostengünstige Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien.

 

Vorteile international nutzen

Die Bundesregierung ist also gefragt, diese neuen Modelle zu unterstützen und heute die Grundlagen für die Stromversorgung von morgen zu schaffen.

Es geht aber um noch mehr: Damit deutsche Unternehmen der Erneuerbaren-Branche ihren Technologievorsprung weltweit nutzen und ihre innovativen Produktlösungen erfolgreich in Wachstumsmärkte in Amerika, Asien und Afrika exportieren können, gilt es, internationale Handelsbeschränkungen abzubauen.

Nur so wird Deutschland seine Vorreiterrolle bei der Energiewende verteidigen können – zu Hause und weltweit.

 

Der Beitrag ist zuerst auf dem Blog „Dialog. Energie. Zukunft“ erschienen. 

 

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Der Autor

Pierre-Pascal Urbon (Gastautor)

Pierre-Pascal Urbon (*1970) studierte Betriebswirtschaft und war bis 2005 in der M&A-Beratung tätig. Seither ist er bei SMA und wurde 2006 zum Vorstand bestellt. Pierre-Pascal Urbon hat den Börsengang der SMA und die Kooperation mit Danfoss A/S konzipiert sowie die Internationalisierung maßgeblich vorangetrieben. Seit 2011 ist er als Vorstandssprecher für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Weiterführung der Internationalisierung sowie für die chinesische Tochtergesellschaft Zeversolar verantwortlich.

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46 Kommentare

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    Peter Jensen

    28. März 2014 um 16:42

    Noch ein wahllos herausgegriffenes Beispiel. Man kriegt ja alle Daten schön aus dem Netz.

    ÜNB-Bereich (ich hoffe, ihr wisst, was das ist) 50Hz:
    Montag 2. Januar 2012, erster Arbeitstag des Jahres 2012
    Stunde von 12-13 Uhr, also Sonnenhöchststand.
    Last in Berlin: in der Spitze 27.889 MWh
    Solarenergie: Spitze 124 MWh
    Windenergie: Spitze 1.298 MWh
    Ein ganz normaler Wintertag, wie er jedes Jahr mehrfach vorkommt.

    Könnt ihr jetzt selbst ausrechnen, wieviel installierte Solar- und Windanlagen und BHKWs in und um Berlin braucht, um diese Last abzudecken. Viel Spaß bei der Platzsuche in einer Millionenstadt wie Berlin. 🙂

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    Peter Jensen

    27. März 2014 um 16:46

    Und zu euren Behauptungen, die sog. EE wären ökologisch und gut für die Umwelt: schaut mal hier, was ein Windpark in einem Wald anrichtet:

    http://www.bi-holzhausen.de/index.php/home/holzhausen-nach-dem-29-01-2014/bilddokumentation.html

    Und das ist nur EIN Beispiel!

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      Jeter Pensen

      28. März 2014 um 01:54

      Aha, wie schrecklich! Aber interessantes Schema, das man auch Aus der Diätwerbung kennt: einmal im besten Sonnenschein bei vollem Bewuchs knipsen, damit es möglichst gut aussieht, und dann noch mal im Herbst, wenn sowieso alles tot aussieht. Na dass nenne ich mal manipulativ!

      Hmmmm. Aber schau mal hier: Viel schlimmer sieht die Alternative aus:
      http://www.google.com/search?q=kohle+tagebau&safe=off&client=ms-android-samsung&site=webhp&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=2rc0U8HuJoLftAbDvoDoCw&ved=0CAcQ_AUoAQ&biw=320&bih=

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        Peter Jensen

        28. März 2014 um 14:30

        Schönes Beispiel für die verdrehte Argumentation der EE- und Öko-Ideologen:

        Ihr verwechselt Ursache und Wirkung!
        Kein Mensch hat je bestritten, dass Tagebaue ein erheblicher Eingriff in die Natur darstellen. Das liegt in der Natur der Sache und betrifft jegliches menschliches Handeln. Aber ihr EE-Ideologen zeigt mit dem Finger drauf und behauptet, Windmühlen und Solaranlagen wären ökologisch.
        Und wenn man euch dann zeigt, dass das nicht so ist, dann zeigt ihr wieder einen Tagebau, bei dem kein Mensch bestritten hat, dass der die Umwelt in der Region verändert.
        Allerdings holt man aus so einem Tagebau vielfach mehr Energie raus als aus allen euren Windmühlen und Solaranlagen zusammen. Und deswegen verbrauchen die sog. EE mehr Material und Platz und Natur für dieselbe Menge Energie wie ein Kohlekraftwerk samt Tagebau.
        Einen Eingriff in die Natur stellt beides dar. Nur bei konventionellen Kraftwerken kommt was nützliches bei raus. Und wenn der Tagebau leer ist, wird renaturisiert und es entsteht ein neues, schönes Erholungsgebiet. Gut zu besichtigen im Lausitzer Braunkohlerevier! Dann hat die Natur uns allen einen guten Dienst erwiesen. Windmühlen werden theoretisch ewig da stehen. Und zwar über’s ganze Land verteilt. Auch mitten in Wäldern und Naturschutzgebieten. Ob da dann noch jemand spazieren gehen will?
        Wieviele Tagebaureviere gibt es in Deutschland? Drei oder vier große? Regional sehr begrenzt.
        Naja, ewig werden diese Kirchtürme der neuen Öko-Ideologie nicht stehen, denn wenn die nächsten bezahlt werden müssen und es keine staatlich garantierten Preise mehr gibt, dann stellt auch keiner mehr so einen Unsinn auf.

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          Christian Höhle

          28. März 2014 um 16:09

          Hallo Herr Jensen,

          Oh ja, wie schrecklich ist doch die Verschandelung der Natur durch Windparks! Schauen Sie sich nur DIESES GRAUEN an:
          null
          (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Windpark_Sintfeld)

          Entschuldigung, ich konnte nicht anders *lachend auf dem Boden liegend*

          Sonnige Grüße,
          Christian Höhle

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        Peter Jensen

        28. März 2014 um 16:51

        Naja Herr Höhle, wenn man seine PV-Anlage auf dem Dach von allen anderen bezahlt bekommt, hat man sicher gut lachen. Ich will mal ihr Lachen sehen, wenn neben ihrem Haus ein Windpark gebaut wird.
        Wenn man mit dem Hubschrauber über Deutschland fliegt, dann sehen diese Windspargel von oben ganz süß aus. Sind ja auch nur ein paar von etwa 30.000 Windanlagen, die man da auf ihrem schönen Foto sieht.
        Fährt man mit dem Auto mal die A2 oder die A24 oder die A9 oder die A7 lang, oder die A20 im schönen MV (man kann natürlich auch mit dem Zug fahren), dann hat man inzwischen keinen freien Blick mehr bis zum Horizont. Und nun auch noch die Höhenzüge in den deutschen Mittelgebirgswäldern. Und meistens stehen diese Ungetüme auch noch still.
        Wahrscheinlich halten sie sich nicht oft genug in der Natur auf, die ihnen ja angeblich so wichtig ist, um zu merken, wie störend diese Anlagen sind.

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        Peter Jensen

        28. März 2014 um 16:59

        Wenn sie das schön finden, Herr Höhle…

        http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.1011803.1355775482/860×860/strompreise.jpg

        Oder das:

        http://www.sr-online.de/sronline/images/umwelt_verkehr_energie/windenergie_windrad_dpa104~_v-videoteaser.jpg

        Oder das hier:

        http://www.report-k.de/var/reportk/storage/images/media/images/symbolfotos/energie/windenergie1852013/154486-1-ger-DE/windenergie1852013_articleimage.jpg

        Oder dieses hier:

        http://i1.ytimg.com/vi/Gsqjx8goXUk/hqdefault.jpg

        Naja, dann haben wir andere Vorstellungen von schöner Natur!
        Im Gegensatz dazu nimt sich ja ein Kernkraftwerk oder ein Braunkohlekraftwerk richtig klein aus. Und produziert dabei doch soooooo viel mehr Energie!

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        Christian Höhle

        28. März 2014 um 17:07

        Hallo Herr Jensen,

        tatsächlich wohne ich direkt an einem großen Windpark, und mich freut es immer wieder! Denn wenn die Sonne scheint, produziert meine Solaranlage Strom. Und wenn die Sonne nicht scheint, drehen sich fleißig die Windräder. Es macht einfach Spaß, da zuzusehen.

        Auch wenn ich mit meinem Sohnemann unter den Windrädern entlang spazieren gehe, stören sie mich nicht. Das Rauschen der Rotoren erinnert irgendwie daran, einen Drachen steigen zu lassen. Und mein Sohnemann staunt immer wieder, wie imposant diese Bauwerke aussehen. Ich empfinde die Windkraftanlagen sogar als Bereicherung, weil bei deren Anblick direkt sichtbar wird, dass wir uns im Einklang mit der Natur befinden und diese nutzen, statt sie zu zerstören.

        Sonnige Grüße,
        Christian Höhle

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        Christian Höhle

        28. März 2014 um 17:24

        Und zu ihren Fotos: Betrachten Sie sie einmal ganz genau und vergleichen sie mit meinem Foto. Was besonders auffällt, ist dass die Farben zum Beispiel besonders trist und überwiegend in einem düsteren Grau und Braun gehalten sind. Weiterhin fällt auf, dass einige gezielt bei schlechtem Wetter gemacht wurden. Offenbar wird hier einiger Aufwand getrieben, um möglichst spektakulär schlechte Fotos hin zu bekommen. Unter schlechten Bedingungen geschossen sieht auch das schönste Naturschutzgebiet hässlich aus.

        Suchen Sie mal bei Google Images nach „Windpark“ – dort finden Sie überwiegend sehr schöne und oft gut fotografierte Bilder von Windparks.
        https://www.google.de/search?site=&tbm=isch&source=hp&biw=1920&bih=1019&q=windpark

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        Peter Jensen

        31. März 2014 um 18:26

        Herr Höhle, welche Sicht haben wohl die meisten Menschen auf diese Windmühlen? Die von ihren Fotos oder die von meinen? 🙂

        Haben sie eigentlich schon eine Lösung gefunden für zB 19 Uhr, wenn kein Wind weht? Wo sollen dann 40 oder 50 GWh herkommen? Aus PV wohl kaum!

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        Peter Jensen

        31. März 2014 um 18:35

        Und was sie über meine Fotos sagen, ist schlicht falsch!!!

        Weder sind sie bei schlechtem Wetter aufgenommen, noch haben sie dunkle und triste Farben. Sehen sie mal das erste. Strahlender Sonnenschein, leuchtend gelber Raps. Schneeweiße Windmühlen. Die anderen Bilder sind auch schneeweiße Windmühlen vor blauem Himmel!
        Auch das dritte Bild: strahlender Sonnenschein!
        Nur auf dem letzten Bild sieht man braune Farben. Auf den Feldern. Nun, wenn sie sich öfter in der von ihnen angeblich so geliebten Natur aufhalten würden, dann wüssten sie, dass das ein durchaus übliches Bild ist. Abhängig von der Anbausorte und der Jahreszeit. Hier scheint es gerade Herbst zu sein. Sowas soll vorkommen. Jedes Jahr, regelmäßig!
        Also lassen sie doch diese albernen Spielchen mit den Fotos!

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    Jeter Pensen

    26. März 2014 um 23:15

    Hallo Peter,

    lies dir mal diesen Artikel durch:
    http://www.cicero.de/berliner-republik/mythen-der-energiepolitischen-debatte/53625

    Da findest du die meisten deiner Argumente widerlegt.

    Der Jeter

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    Jeter Pensen

    26. März 2014 um 22:01

    … neee – wie ich gerade dargelegt habe, hast du nur gezeigt, dass deine Vorstellungskraft nicht reicht, Wind und Solar zusammen zu zählen. Keines deiner Beispiele zeigt, dass es da ein Problem gibt. Aus irgendeinem Grund “klebst“ du an dem, was für das letzte Jahrhundert funktioniert hat. Aber was im letzten Jahrhundert gut funktioniert hat, muss ja nicht für immer so bleiben.

    Irgendwann muss man sich auch mal zur nächsten Stufe auf den weg machen. Und das passiert gerade mit der Energiewende. Die vergangene Energielandschaft wird ersetzt durch eine saubere Energieversorgung, die zwar je nach Verfügbarkeit von Wind und Sonne schwankt, aber dafür nachhaltig, sauber, risikolos und zukunftssicher ist. Das einzige, was dem im weg steht, ist eine völlig veränderungsfeindliche und verkrustete Energiewirtschaft, die jammert, weil sie heute 3 Eingriffe am Tag haben, wo es früher 3 im Jahr waren. Aber das wird gerade durch das EEG und den Einspeisevorrang geknackt. Wenn es erst mal keine Grundlast mehr gibt, fällt es vielleicht auch leichter, die neue Rolle als Feuerwehr zu akzeptieren.

    Besonders erfreulich finde ich auch deine Versuche zum heiteren Personenraten. Ich bin nicht sicher – aber so viel wie du schreibst könnte ich mir auch vorstellen, dass du dein eigenes Gewissen bist. Je nachdem, ob doch dein Auftraggeber pro Zeile oder pro Beitrag bezahlt, könntest du schon ein großes Eigeninteresse an einer regen Diskussion über deine nuklear-fossilen huldigungen an die Vergangenheit haben.

    Der Jeter

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      Peter Jensen

      27. März 2014 um 16:13

      Auf das ganze polemische Gequatsche über meinen Beruf oder Arbeitgeber gehe ich nun nicht mehr ein. Bei Polemik habt ihr mehr drauf. Ich halte mich mal einfach an die Fakten. Da hab ich mehr drauf.

      Nachts scheint keine Sonne (das habt ihr ja hier alle inzwischen auch schon mitbekommen). Wenn dann auch nachts kein Wind weht, dann nutzen auch 1.000 GW installierte Leistung nichts.
      Eure durchschnittlichen Zahlen sind so nützlich wie die durchschnittliche Telefonnummer von Hamburg. Unbrauchbar! Ein rein statistischer, theoretischer Wert!
      (Noch) ein Beispiel… und selbstverständlich muss ich ja ein Beispeil wählen, wo es nicht funktioniert, denn genau darum geht es doch, denn ihr wollt den Leuten erzählen, 200 GW Ausbau je Wind und Sonne reichen. Reicht aber nicht! Es funktioniert eben nicht immer! Strom muss aber immer da sein! Und Sonne und Wind sind nicht immer da! Nicht einzeln, nicht im Verbund und auch nicht bei 1.000 GW installierter Leistung.
      Also hier das Beispiel für KW 3 2013, also 14.01. bis 20.01.:
      Solarproduktion: 0,04 TWh
      Windproduktion: 0,6 TWh
      Summe 0,64 TWh
      Installiert waren damals etwa 30 GW Windanlagen und 33 GW Solaranlagen. Macht also 63 GW
      Wenn 63 GW installierte Leistung aus Wind und Sonne real 0,64 TWh gebracht haben, dann ergeben sich nach einfachem Dreisatz bei 400 GW (je 200 Wind und Solar) 4,06 TWh.
      Und nun die Überraschung: in der KW 3 betrug die konventionelle Stromproduktion mehr als 9 TWh.

      9 TWh abzgl. 4,06 TWh ergibt eine Lücke von 4,94 TWh. Und das, obwohl 400 GW (!!!!!!!!!!) Wind- und Solarleistung installiert sind und auch bezahlt werden müssen (!!!). Und dazu noch der komplette Zweit-Kraftwerkspark aus konventionellen Kraftwerken, denn Wind und Sonne liegen ja nicht flat bei 4,06 TWh. Zu manchen Tageszeiten kommt da nicht mal 1 TWh raus. Und dann muss der gesamte Strombedarf konventionell gedeckt werden.
      Also versucht nicht, mich zu veralbern. Ich bin dafür zu schlau!

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        Jeter Pensen

        28. März 2014 um 01:43

        Du und deine Pseudofakten… Energieversorgung ist keine Hexerei – das ist einfach nur noch Standard-Technik. Und selbst wenn Sonne und Wind mal gar keine Leistung liefern, geht es auf lange Sicht sogar ganz ohne große Kraftwerke, und zwar mir BHKWs. Etwas mehr als 2kW pro Haushalt reichen, Um Deutschland bei flaute und ohne Großkraftwerke zu 100% aus erneuerbarer Energie zu versorgen, ist also nicht viel nötig

        Antworten »
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      Peter Jensen

      27. März 2014 um 16:22

      Höhepunkt der Ahnungslosigkeit:

      „… Wenn es erst mal keine Grundlast mehr gibt…“

      Grundlast ist das, was Industrie und Haushalte mindestens an Strom verbrauchen. Also der Verbrauch, der an einem Tag nicht unterschritten wird.
      Und nun kommst du und sagst: wenn es erstmal keine Grundlast mehr gibt. Autsch! 🙂

      Also ich muss mich wirklich beherrschen, mit dem was ich jetzt schreibe. Ich geb mir hier Mühe und schreibe Fakten auf und erkläre euch mühsam, wie Energieversorgung geht und dann kommt sowas: wenn es erstmal keine Grundlast mehr gibt!

      Sagt mal, gibt es bei euch irgendjemand, mit dem man mal auf Augenhöhe diskutieren kann?
      Einer wollte mir schon weismachen, dass Energieversorger ihren Strom an der Börse für 4 ct kaufen und dann für 28 ct verkaufen und dass die Differenz der Gewinn wäre.
      Ein anderer Experte war der Meinung, dass man zum Solarstromspeichern nur den Wechselrichter braucht und hat dabei die Batterien vergessen.
      Und so geht das die ganze Zeit weiter… und ihr wollt Energieversorgung machen? 🙂

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        Jeter Pensen

        28. März 2014 um 02:11

        Du sagst doch unter, du wärest so ein furchtbar schlauer Mensch, aber da enttäuschst du mich gerade sehr.

        Die Last hat du schon sehr gut erklärt. Jetzt kommen aber erst mal die erneuerbaren mit ihren Einspeisevorrang dran. Von dem,was konventionelle Kraftwerke dann noch decken dürfen, ist die Grundlast der stetig anliegende Teil. Und je mehr erneuerbare installiert werden, desto weniger Grundlast bleibt.

        “Also, liebe fossile und atomare Stromerzeuger: träumt nicht von Grundlast, die nicht für dich bestimmt ist und die es somit für euch nicht gibt!“
        @Peter: Willkommen in der Realität!

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        Peter Jensen

        28. März 2014 um 14:49

        Ja ja, ich hab doch schon verstanden, dass ihr zur Erklärung eurer Phantasiewelt neuen Begriffe und Definitionen braucht.
        Ich habe dir nicht „Last“ erklärt, sondern „Grundlast“. Du musst schon genau lesen, sonst lernst du nie was. Die Grundlast ist der Verbrauch! Der muss gedeckt werden!
        Grundlast geht in Deutschland tlws. bis zu 40 GWh. Ein Tag ohne Sonne und mit wenig Wind bringt dann vielleicht 5 GWh? Oder 10? Oder 20? Egal, reicht nicht aus! Mit euren Durchschnittswerten kommt ihr eben nicht weit. Versuch ich euch schon die ganze Zeit an vielen Beispielen zu erklären. Und anstatt da mal selbst nachzurechnen, redet ihr euch raus und behauptet, ich würde mir Extrembeispiele raussuchen. Leute, das ist die Realität! Und die sieht jeden Tag anders aus. Und da helfen euch eure Durchschnittswerte nicht.

        Der Januar hat im Schnitt 25 Sonnenstunden!!!. 25!!! Also nicht mal eine Stunde pro Tag im Januar. Und manchmal sind es auch 3 Stunden am tag und dafür dann 2 Tage nichts. So viel Wind kann da gar nicht wehen…
        Und die Millionen BHKWs will ich mal sehen. Schwarm-Kraftwerke nannte sich mal so ein „Projekt“ von Lichtblick und VW. 🙂 Naja, inzwischen ist da der Mantel des Schweigens drüber gedeckt. Im Augenblick kann man so ein „Haushalts-BHKW“ für etwa 27.000 Euro kaufen? Na viel Spaß dann beim Bezahlen. Oh Mann… kann man hier mal mit Profis reden? 🙂

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        Jeter Pensen

        28. März 2014 um 16:01

        Aber, aber, Peter – Du redest doch schon mit mir. Würdest Du ein wenig offener für meine Argumentation sein, würde ich vielleicht auch bald mit einem Profi reden.

        Das mit der Grundlast ist doch ganz einfach:
        a) Es gibt eine Last im Netz
        b) Es gibt einen Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien
        c) Konventionelle Kraftwerke kommen erst nach den erneuerbaren.
        d) Weil sie erst nachrangig dran sind, können Sie nur die Last decken, die übrig bleibt.
        e) Wenn Sonne und Wind bald regelmäßig nur für eine Sekunde die vollständige Last decken können (was nicht mehr so weit entfernt zu sein scheint, wenn man sich mal die Größenordnungen anschaut), ist es mit der Grundlast vorbei (oder wenn Du dich an der Begrifflichkeit aufhängst: Es gibt dann für konventionelle Kraftwerke keine Last mehr, die kontinuierlich gedeckt werden müsste).

        Und zum Thema der BHKWs: Überraschung: die Zuhause-Kraftwerke haben 19kW elektrische und 36kW thermische Leistung. Dass die teuer sind, ist nicht weiter verwunderlich – sie sind eher für Wohnblöcke geeignet (http://www.lichtblick.de/pdf/zhkw/info/zhkw_technische_daten.pdf).
        Christian sagt, man bräuchte pro Haushalt „etwas mehr als 2kW“. BHKWs in der Größenordnung gibt es bereits für deutlich unter 10.000 €. Hinzu kommt, dass diese Geräte ja auch gleichzeitig heizen und damit natürlich nur ein Teil des Preises der Stromerzeugung zugeschlagen werden kann.

        Und zur Sonne im Januar: Ich hoffe, dass du das auch noch mal irgendwann lernst – aber das wird schon noch…

        http://www.ise.fraunhofer.de/de/downloads/pdf-files/aktuelles/stromproduktion-aus-solar-und-windenergie-2013.pdf (Seite 13)

        http://www.ise.fraunhofer.de/de/downloads/pdf-files/data-nivc-/stromproduktion-aus-solar-und-windenergie-2014.pdf (Seite 12)

        Schau mal, wie viel Wind- und Solarstrom jeweils produziert wurden. Dann wird dir auch klar, dass Wind und Solar prima zusammen passen.

        Für die Übergangszeit dürfen die Konventionellen ruhig noch den Rest produzieren 😉

        Der Jeter

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        Peter Jensen

        28. März 2014 um 17:14

        Du begreifst es auch nach dem dritten Mal nicht, oder?

        Du scheinst nicht zu verstehen, was Grundlast heißt. Grundlast heißt NICHT, dass konventionelle Kraftwerke Strom produzieren. Grundlast ist der Verbrauch, der an einem Tag nicht unterschritten wird. Der muss gedeckt werden! Und zwar zu jeder Sekunde. Und das können PV- und Windanlagen nicht, weil sie nicht zu jeder Sekunde genug Strom liefern. So einfach ist das. Hab ich dir jetzt an vielen Beispielen vorgerechnet.

        Und dann immer dieses ökologische Neusprech: Sonne und Wind passen prima zusammen. Was soll das denn heißen? Das ist ein ideologischer Nullsatz! Das zeigen genau die Diagramme, die man in deinen links sehen kann. Der Strom muss aber zum Bedarf passen. Und da sieht es eben schlecht aus. Und zwar wenn man jeden Tag betrachtet und nicht nur euren Neusprech-Durchschnitt.
        Und Kernkraft, Kohle und Gas passen auch sehr gut zusammen, sogar noch viel besser als Sonne und Wind.
        Oh Mann, ihr seid mir schon so ein paar Energieexperten! 🙂

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          Christian Höhle

          28. März 2014 um 17:56

          Herr Jensen,

          ich gebe ihnen Recht – der Begriff „Grundlast“ ist in der Tat auf die Last bezogen und hier nicht ohne weiteres anwendbar. Faktisch ist es jedoch so, dass längerfristig die Schwankungen in der Last, die nach Abzug der erneuerbaren für die konventionellen Kraftwerke übrig bleibt, so groß werden, dass der Rest bis auf 0 zurück geht. Dann sind natürlich keine Kraftwerke als „Dauerläufer“ mehr gefragt, sondern flexible Kraftwerke, die bei Bedarf bis auf 0 herunter gefahren werden und genauso flexibel in kurzer Zeit auch wieder angefahren werden können.

          Im Ergebnis gebe ich aber ihrem Namensvetter „Jeter Pensen“ recht: Das, was man heute ein Grundlastkraftwerk nennt, wird immer weniger gefordert. Flexibilität bei den Energiequellen, die sie bieten können, ist eine Dienstleistung, die zukünftig gefordert ist und auch vergütet werden muss.

          Sonnige Grüße,
          Christian Höhle

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        Peter Jensen

        28. März 2014 um 20:13

        Wie oft denn noch: wenn die Sonne nicht scheint und gerade kein Wind weht, dann geht der „Rest“, wie sie ihn nennen, gegen 90%!
        Hier mal die Ausbeute aller Windanlagen in BW von Jan bis Nov 2012. Jeweils 19:00 Uhr, also Spitzenlast!!!

        http://www.gegenwind-husarenhof.de/sonstiges/BW-Windstromeinspeisung_01.01-20.11.2012.png

        Da gibt es Stunden mit 0 Stromproduktion! Da müssen komplett abgedeckt werden durch konventionelle KW.
        Die Realität sieht anders aus als eure durchschnittliche Phantasiewelt!

        Antworten »
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          Christian Höhle

          28. März 2014 um 22:54

          Herr Jensen,

          Sie schreiben selbst: “Da gibt es Stunden mit 0 Stromproduktion“.

          Völlig richtig – genau so ist es. Ihre Aussage zeigt, dass wir heute die Flexibilität brauchen, zu manchen Zeitpunkten noch 100% der Last aus konventionellen Kraftwerken zu decken (auch wenn sie hier nur eine kleine Region nicht Deutschland betrachtet haben). Das sagt aber nichts über die hier diskutierte Notwendigkeit von Grundlastkraftwerken aus.

          Wenn man die Sache anders herum betrachtet sieht die Sache so aus: wenn man pro Woche zukünftig einige Stunden 100% Strom aus erneuerbaren hat, lohnt sich kein Grundlastkraftwerk, denn es müsste aufgrund des Einspeisevorranges der Erneuerbaren in diesen Zeiten häufig abschalten und wieder anfahren, was bei Kohle eher schwierig wird. Daher läuft alles auf flexible Gaskraftwerke hinaus, die jetzt abschalten und 10 Minuten später problemlos wieder hochfahren können.

          Sonnige Grüße,
          Christian Höhle

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    Jeter Pensen

    26. März 2014 um 18:29

    Peter: „Energieversorgung ist aber dazu da, immer genau so viel Energie bereitzustellen, wie gerade benötigt wird. Und das hat bisher bestens funktioniert. Dazu brauche ich keine Wind- und Solarenergie. Nur wegen diesen zufälligen Stromerzeugern muss ich das System umstellen. … und ihre Grafik zeigt nun gerade nicht, dass Sonne und Wind den Strombedarf im Januar komplett decken können. GANZ IM GEGENTEIL! … Und dann muss man noch einen Riesenaufwand veranstalten, um den Verbrauch an den zappeligen Zufallsstrom anzupassen. “
    (Hinweis: Nun stampft Peter virtuell mit dem Fuß auf den Boden. Zu viel PV ist kein Argument, zu wenig auch nicht, ein paar Tage im Jahr wo es mal nicht passt sind auch lächerlich… Jetzt kommt das „haben wir immer schon so gemacht“ und „Neues ist Böse“ und dann präsentiert er den Unwillen der Energiewirtschaft, den „zappeligen Ökostrom“ auszugleichen.)
    __________

    Was entnehme ich aus dieser Diskussion?

    PV und Wind sind ein gutes Team, weil Wind im Winter und Sonne im Sommer kommt – und was ich nicht dachte: die Mengen sind schon heute sehr groß, im Winter und auch im Sommer.

    Außerdem entnehme ich der Diskussion, dass (überraschenderweise 😀 ) nachts keine Sonne scheint. Dafür brauchen wir also eine Lösung. Aber warum eigentlich die nachteile der Umweltverpestung in Kauf nehmen, wenn man Verbrauch in der Nacht oft auch vermeiden kann? Und Speicher gibt es auch noch – bald in Elektromobilen und in Häusern, oder in Form von Power2Gas.

    Und dann gibt es noch die Energieversorger, deren Aufgabe bald nicht mehr die Stromerzeugung ist, sondern das Feuerwehr spielen. Vielleicht gibt es irgendwann ab 2050 mal die freiwillige Stromfeuerwehr, und wenn wirklich mal Strom aus konventionellen Energien gebraucht wird, klingelt ein Pieper und die tapferen Männer eilen in ihre Kraftwerke, um die 3-5 Tage im Jahr Strom zu erzeugen, wo er wegen fehlender Sonne und Windflaute noch aus konventionellen Kraftwerken gebraucht wird.)

    Der Jeter

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      Peter Jensen

      26. März 2014 um 20:44

      Oh Gott… immer wenn man denkt, es geht nicht schlimmer, kommt doch noch so ein anonymer Post. 🙂

      Was soll man zu diesen letzten 3 Posts von einem „Jeter Pensen“ (wie kreativ) noch sagen. Besser kann man seine Ahnungslosigkeit nicht zum Ausdruck bringen. Das spricht für sich. Danke!

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      Peter Jensen

      26. März 2014 um 20:50

      Und der Christian hat dem Peter hier gar nichts erklärt. Der Christian behauptet einfach nur, ein Ausbau auf 200 GWp bei Wind und Sonne würde alle Probleme lösen. Und dann hat der Peter dem Christian an zwei einfachen Beispielen gezeigt, dass das nicht stimmt.
      Und dann kam noch der „Jeter Pensen“ und springt dem Christian auf eine Weise bei, bei ich nicht weiß, ob der Christian über eine solche „Unterstützung“ froh ist.
      Aber vielleicht ist der Christian auch gleichzeitig der Jeter Pensen oder der Jens Petersen oder Peters grünes Gewissen? Wer weiß das schon so genau… Ahnung haben sie jedenfalls alle nicht. 🙂

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    Jeter Pensen

    26. März 2014 um 18:28

    Peter: „Das Fraunhofer ISE jubelt in einer seiner Präsentationen, dass Sonntag der 21.07.2013 der Tag mit der höchsten Solarproduktion war. An diesem Tag gegen 13:30 waren etwa 24 GW PV-Anlagen am Netz und produzierten also etwa 24 GWh (installiert waren etwa 35 GW in ganz Deutschland). Ein Blick auf die Seiten der Strombörse oder der ENTSOE zeigt uns, dass die Netzlast, also der Bedarf am 21.07.2013 zwischen 13 und 14 Uhr bei etwa 45 GWh lag.“
    (Hinweis: Nachdem Peter zunächst 200GW PV abgelehnt hat, sucht er nun nach einer möglichst großen Differenz zwischen Erzeugung und Verbrauch um die Unsinnigkeit der erneuerbaren zu zeigen. Dass passiert natürlich nur sehr, sehr selten, was Christian ihm nun versucht zu erklären)

    Christian: „sie kennen sich offenbar mit Zahlen aus und sind sich sicher selbst bewusst, dass sie mit dem ertragreichsten Tag des Jahres bei geringem Wochenendverbrauch einen Extremfall ausgewählt haben, oder?“

    Peter: „Zur Widerlegung ihres durchschnittlichen Beispiels reicht ja ein Gegenbeispiel. … Das waren jetzt mal die ersten 5 Tage dieses Jahres. Zu keinem Zeitpunkt kommen sie auf ihren Durchschnittswert. Da reichen dann ihre 203 GWp nicht.“
    (Hinweis: Oh – über die Argumentation „PV ist zu viel“ klappts wohl nicht – nun versucht Peter, das Pferd von hinten aufzuzäumen und mit fehlender PV-Produktion an Wintertagen zu argumentieren. Dass dem nicht so ist, erklärt ihm Christian nun)

    Christian: „Tatsächlich besteht die Energiewende aber nicht nur aus PV, sondern aus allen erneuerbaren Energien. Hier ein Bild zu der tatsächlichen Situation, wie sie sich an den von ihnen genannten Zeitpunkten abgespielt hat: Wie sie sehen, deckt Windkraft schon heute einen großen Teil des Verbrauchs an den von ihnen genannten Tagen. Bei ähnlichem Zubau von Windkraft auf ebenfalls 200 GWp könnte Wind die Last an diesen Tagen (und Nächten) vollständig abdecken.“

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    Jeter Pensen

    26. März 2014 um 18:23

    LOL – Energiehistoriker Peter will Kohle und Atom retten, und lässt keine Zeile aus um Solar schlecht zu reden… Nett. Mal schauen, wie das aussieht, wenn wir die Diskussion einmal rekapitulieren:

    Christian: „Allein bei Photovoltaik ist ein Ausbau auf 200GWp erforderlich, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Das entspricht 10GWp pro Jahr. So sähe ein “kraftvoller Ausbau“ aus, wie er oben im Beitrag genannt wird.“

    Peter: „was soll denn ein Ausbau auf 200 GWp bringen? … Scheint in ganz Deutschland die Sonne, dann werden 210 GWh produziert… Und an vielen Tagen scheint GAR KEINE Sonne!“
    (Hinweis: Durch die großflächige Verteilung liefern nie alle PV Anlagen gleichzeitig die maximale Energie – 2013 lag das maximum am besten Tag des Jahres bei 68%, wie Peter später selbst bemerkt. Das erklärt ihm Christian jetzt).

    Christian: „Wie sie selbst bereits bemerkt haben, erzeugen PV und Wind nur sehr selten diese Maximalleistung. Daher ist es durchaus sinnvoll, signifikant mehr Maximalleistung zu installieren, um im durchschnitt zur Betriebszeit einen möglichst großen Teil der Last decken zu können. Darüber hinaus enthält der Vorschlag von Prof. Dr. Quaschning lokale thermische und elektrische Speicher, um die Spitzen anzufangen. Darüber hinaus ist für sehr kurzfristig Spitzen weiterhin sogar die Abregelung eine Möglichkeit.“

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    Peter Jensen

    25. März 2014 um 14:35

    Dezentrale Kraftwerke mit Speichern? Welche Speicher? Und kommen sie mir nicht mit den kleinen P2G-Versuchen. Wir reden hier über einen Speicherbedarf von Hunderten GWh!

    Dann kommen sie nochmal mit „Strom als Luxusgut“. Hallo? Durch die EEG-Umlage und weitere EE-Systemkosten ist der Strom teurer geworden. Und durch Steuern und Abgaben natürlich. Die reinen Erzeugungskosten liegen seit Jahren zwischen 4 und 8 ct/kWh.

    Gewinne bei RWE? Lesen sie keine Zeitung? Dafür hat sich Herr Asbeck zwei Schlösser gegönnt und Herr Rodbertus hat auch seine Schäfchen im Trockenen. Aber die gehören ja zu den guten, nicht wahr? Die dürfen das.
    Dann wieder der Hinweis auf Umweltverschmutzung, bei dem zufällig vergessen wird, dass Windmühlen und PV-Anlagen nicht an Bäumen und Büschen wachsen, sondern mit immensem Energieaufwand und sehr viel Rohstoffverbrauch hergestellt werden. Beton, Stahl, Erdöl, Silizium, Seltene Erden u.v.m. sind alle mit dabei. Eure sog. EE SIND NICHT SAUBER! Ihr vergesst nur, den Dreck zu erwähnen.
    Dann denken sie wieder über meinen Arbeitgeber nach und liegen wieder falsch. Genauso, wie alle anderen vor ihnen und genauso falsch, wenn sie über Energie nachdenken. Das ist schon lustig, dieses heitere Beruferaten. 🙂 Mir ist übrigens ihr Beruf völlig egal!

    Naja und das mit dem Pferd… sagt ausgerechnet einer, der sich für lahmende Pferde stark macht.

    Aber immerhin haben wir in ihrem Beitrag fast alle ideologischen Phrasen der grünen EE-Fans zusammen:
    Böse Energiekonzerne
    Böses Atom
    Böse Kohle

    Howgh! Ich habe gesprochen! 🙂

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    Peter Jensen

    24. März 2014 um 17:11

    Und dann wieder ein schönes Beispiel für ihr ökologisches Neusprech: „Wie sie sehen, deckt Windkraft schon heute einen großen Teil des Verbrauchs an den von ihnen genannten Tagen.“
    Na sowas aber auch! Das ist ja wohl das Mindeste, was man von einem 30GW Windpark in Deutschland erwarten kann, dass er auch mal Strom produziert.
    Und ihre Grafik zeigt nun gerade nicht, dass Sonne und Wind den Strombedarf im Januar komplett decken können. GANZ IM GEGENTEIL!

    Dass da sowenig Solarstrom produziert wurde, liegt doch nicht am fehlenden Zubau. Es liegt schlicht und einfach daran, dass die Sonne nicht scheint! Da können sie 1.000 GW hinstellen. Wenn die Sonne nicht scheint, kommt kein Strom. Und wenn kein Wind weht, auch nicht. Da helfen ihnen auch keine 1000 GW Windmühlen.
    Und wenn sie sich mal genau die Kurve des Verbrauchs und die Kurve von Sonne und Wind ansehen, sehen sie schnell, wie wenig die übereinstimmen. Ganz im Gegensatz zu konventionellen Kraftwerken. Und deswegen sind die auch billiger und besser!
    Und dann muss man noch einen Riesenaufwand veranstalten, um den Verbrauch an den zappeligen Zufallsstrom anzupassen. Moderne Technik hingegen passt sich dem menschlichen Bedarf an. Nicht andersrum!
    Also danke für die Grafik. Besser kann man den Unsinn der sog. EE nicht darstellen. In jeder anderen Industrie geht eine Firma, die permanent am Bedarf vorbeiproduziert, pleite.
    In Deutschland müssen alle diesen Unsinn bezahlen. Und dann gehen die meisten Firmen trotzdem noch pleite! Oh Mann, armes Deutschland!

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      Jens Petersen

      25. März 2014 um 12:08

      Guten Tag Herr Jensen,

      wunderschön wieviel Arbeitszeit sie investieren um destruktive Entgegenhaltungen bzgl. EE zu manifestieren.

      Währen sie so freundlich und würden ihrer Wort- und Zahlengewandheit nochmal dadurch demonstrieren, dass sie ihre eigenen Aussagen reflektieren?

      Zitat 1: „Demgegenüber steht ein „moderner“ konventioneller Kraftwerkspark, der „günstig“ und stabil genausoviel Strom produziert, wie benötigt wird.“
      – Kenne sie den Anteil an modernen konventionellen Kraftwerken?
      – Kann man Strom noch günstig nennen bei den jährlichen Preissteigerungen zur Gewinnmaximierung bei RWE und Co?
      – Ist ein zentraler vernetzter Kraftwerkspark tatsächlich stabiler (Thema Blackout) als dezentrale Kraftwerke mit Speicher/Backup-Funktion?

      Zitat 2: „Und kein Mensch muss sich Gedanken um die Nutzung von Strom machen.“
      – An was denken sie alternativ? Daran das Strom durch seine hohen Kosten bald zum Luxusgut wird? An Umweltverschmutzung durch Tagebau, Kohlekraftwerke etc. und durch die verheerenden Folgen von Atomkatastrophen für die Menschheit?

      Ich denke ihr Arbeitgeber wird ihnen die Zeit dafür einräumen, da man bei RWE/EON etc. ja momentan nicht so viel zutun hat und da man dort ja scheinbar bereit ist mehr Arbeitsleitung in den Erhalt und die Sicherung von bestehenden Technologien/Geldanlagen zu stecken als sich der Zukunft zuzuwenden.

      Zum Schluss noch ein Zitat das für sie noch hilfreich werden könnte (Weisheit der Dakota-Indianer):
      „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.“

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        Peter Jensen

        25. März 2014 um 14:12

        Jens Petersen… auch sehr kreativ!
        Wenn man destruktiv gegen etwas destruktives (und die sog. EE sind extrem destruktiv) ist, dann ist das ja wie doppelte Verneinung und damit wieder positiv! Passt!
        Ich frage mich auch, wieso sich hier alle um meine Arbeitszeit sorgen. Sprengt es eure enge ideologische Welt, dass man sich seine Arbeit einteilen kann?
        Und dann geben sie wieder mal Paradebeispiele für ideologische leere Phrasen ab!
        Sämtliche konventionellen Kraftwerke waren bei Errichtung auf neuestem technologischen Stand und wurden permanent an neueste technologische Entwicklungen (sei es im technischen Bereich oder beim Umweltschutz) angepasst.
        Oder erwarten sie etwa, dass man jedes Jahr ein Kraftwerk abreißt und ein neues hinbaut? Na dann viel Spaß beim Abbau der alten PV- und Windmühlen. Also bitte, was soll so eine Nebelbombenfrage?
        Und dass ausgerechnet ein EE-Fan sich über steigende Strompreise aufregt… nach der Liberalisierung des deutschen Strommarktes in 2000 kannte der Strompreis nur eine Richtung: nach unten! Seit dem völlig unkontrollierten und sinnlosen Zubau von Windmühlen und PV-Anlagen geht es dann wieder bergauf. Durch die EEG-Umlage und durch Nebenkosten wie Regelenergie, Verluste bei Kraftwerken, höhere Netzkosten usw… Also es ist schon ziemlich dreist, wenn die Verantwortlichen für Strompreiserhöhungen über hohe Strompreise schimpfen und das anderen in die Schuhe schieben.
        Und was soll das mit dem zentralen vernetzten Kraftwerkspark?
        Der Kraftwerkspark war vorher bis zum Optimum dezentralisiert. Die Kraftwerke stehen so nah wie möglich an den Brennstoffen und an den Verbrauchern. Schauen sie mal ins Ruhrgebiet oder nach Bayern/BW/Berlin. Und selbstverständlich ist ein konventioneller Kraftwerkspark stabiler als ihre wahllos verteilten Mini-Erzeugungsanlagen. Früher gab es etwa drei regulierende Eingriffe ins Netz pro Jahr, heute sind es drei pro Tag. Und nur die Großkraftwerke mit ihren Schwungmassen haben bisher einen black out verhindert!

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    Peter Jensen

    24. März 2014 um 16:23

    Ach Herr Höhle, irgendwie sind sie ja putzig. Sie reden sich eine unbrauchbare Technologie schön und bemühen untaugliche Vergleiche. Ein Auto ist gar nicht dazu da, immer 250 km/h zu fahren. Es hat einen ganz anderen Zweck. Es soll mich von A nach B bringen. Und zwar dann, wenn ich will. Und weil es das preiswert tut, haben Millionen Menschen auch ein Auto. Deswegen taugt ihr Beispiel gar nichts.
    Energieversorgung ist aber dazu da, immer genau so viel Energie bereitzustellen, wie gerade benötigt wird. Und das hat bisher bestens funktioniert. Dazu brauche ich keine Wind- und Solarenergie. Nur wegen diesen zufälligen Stromerzeugern muss ich das System umstellen.
    Und ich habe mir nicht einfach so die schlechten Beispiele aus Januar rausgesucht, sondern ihnen die Realität vorgehalten. Ihre Durchschnittswerte sind völlig irrelevant! An Tagen ohne Wind und Sonne haben sie gar keinen Strom aus Wind und Sonne. Durchschnitt hin oder her!
    Selbst mit Durchschnittswerten macht ihr Ausbau von Wind- und Solarenergie keinen Sinn. Im Schnitt haben sie 1000 Sonnenstunden und 2500 Windstunden im Jahr. Obwohl man die nicht einfach addieren kann, mache ich das jetzt mal zu ihren Gunsten. Wir kommen dann auf 3500 Stunden im Jahr. Das ist die maximale Anzahl von Stunden, an denen sie Deutschland mit Strom aus Wind und Sonne versorgen können. 3500 von 8760. (Tatsächlich sind es viel weniger!). Da können sie soviel zubauen, wie sie wollen. Mehr geht nicht! Wer da noch was von 100% faselt, lügt oder ist schwer von Begriff.
    Entweder wird zuviel oder zuwenig produziert! Aber niemals genau soviel, wie benötigt wird. Und das macht es dann teuer. Dazu dann noch der zweite Kraftwerkspark, Tausende Kilometer Leitungen und Speicher (die es noch gar nicht gibt!).
    Demgegenüber steht ein moderner konventioneller Kraftwerkspark, der günstig und stabil genausoviel Strom produziert, wie benötigt wird. Und kein Mensch muss sich Gedanken um die Nutzung von Strom machen.

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    Christian Höhle

    23. März 2014 um 22:29

    Herr Jensen,

    sie kennen sich offenbar mit Zahlen aus und sind sich sicher selbst bewusst, dass sie mit dem ertragreichsten Tag des Jahres bei geringem Wochenendverbrauch einen Extremfall ausgewählt haben, oder?

    Lassen sie uns das ganze einmal mit realistischeren Werten durchspielen:

    Im Jahresmittel hat die PV in der Mittagsspitze etwa 9,57 GW geliefert. (Ich erklärte ja bereits, dass die Spitzenleistungen bei PV und Wind kein Maß für die Leistungserbringung ist – von einem PKW, der 250km/h schnell fahren kann, erwartet man auch nicht, dass er diese Geschwindigkeit regelmäßig und dauerhaft fährt).
    Dem gegenüber stand in der Regel ein Verbrauch von etwa 65 GW. Setzt man diese Werte zueinander ins Verhältnis, stellt man leicht fest, dass im Durchschnitt etwas über 230 GWp installierter Photovoltaik-Leistung geeignet sind, die übliche Last zu decken.

    Was ist nun an Tagen, an denen überdurchschnittlich viel PV vorhanden ist, oder geringe Last im Netz vorherrscht?

    Da es hier nur um die Mittagszeit geht, sind folgende Maßnahmen möglich:

    – Zeitliche Verschiebung von Verbrauchern in Haushalten und Industrie
    – Einsatz intelligenter Speicher
    – Zunehmend intelligenter Einsatz der Elektromobilität
    – In letzter Instanz möglicherweise sogar dynamische Abregelung der PV, da die Spitzen in der Regel keinen großen Energieinhalt besitzen

    Sonnige Grüße,
    Christian Höhle

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      Peter Jensen

      24. März 2014 um 14:22

      Herr Höhle, ein Auto, dass 250 km/h fahren kann, tut das, wenn ich es will. Eine Solaranlage oder eine Windmühle gibt nicht ihre Leistung ab, wenn ich das will. Ihr Beispiel ist schlecht!

      Natürlich kenne ich mich mit Zahlen aus. Mit realen Zahlen!
      Sie arbeiten lieber mit Durchschnittswerten. Können sie ja machen, nur wird es dann falsch. Eine durchschnittliche Energieerzeugung ist so hilfreich wie die durchschnittliche Telefonnummer von Hamburg! Da erreichen sie im besten Fall genau einen einzigen Anschluss. Aber die Telefonnummer ist im Durchschnitt richtig. Nützt ihnen in der Realität aber nichts. Ihre Rechnung belegt eindrucksvoll, dass sie Prozentrechnung beherrschen! Mehr nicht! Aber mit Prozentrechnung kann man keine Energieversorgung betreiben.
      Zur Widerlegung ihres durchschnittlichen Beispiels reicht ja ein Gegenbeispiel. Ich könnte ihnen Hunderte liefern. Hier nur ein paar, immer jeweils die Stunde von 12 bis 13 Uhr
      01.01. 6,5 GWh
      02.01. unter 3 GWh
      03.01. 5 GWh
      04.01. 3,3 GWh
      05.01. 3,8 GWh

      Das waren jetzt mal die ersten 5 Tage dieses Jahres. Zu keinem Zeitpunkt kommen sie auf ihren Durchschnittswert. Da reichen dann ihre 203 GWp nicht.
      Energieversorgung ist kein Spiel mit Durchschnittswerten, sondern es muss zu jeder Zeit so viel Strom erzeugt werden, wie gerade benötigt wird.
      Nun kommen sie und sagen, na dann müssen eben Verbraucher abgeschaltet oder verschoben werden. Melden sie sich freiwillig zum Abschalten?
      Millionen Familien werden sich freuen, wenn sie sich auf den Sonntagsbraten freuen und den dann aber auf 17:00 Uhr verschieben müssen. Oder wenn alle Waschmaschinen in einem Berliner Mietshaus nachts um 3 losrattern, weil gerade Wind weht. WM-Finale? Uuups, Fernseher aus. Und die Industrie wird sich auch freuen, wenn sie mal zwischendurch die Maschinen abschalten muss. Na dann muss der Kunde eben auf seinen Auftrag warten. Kostet dafür auch mehr. Erzählen sie das mal ihrem Produktionsvorstand. Oder produzieren sie gar nicht mehr in Deutschland?

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        Christian Höhle

        24. März 2014 um 15:15

        Lieber Herr Jensen,

        ganz im Gegenteil, mein Beispiel ist hervorragend! Denn auch Sie fahren mit ihrem Auto nicht immer 250 km/h, wenn Sie das gerne möchten. Nicht bei Stau, nicht bei anderen Verkehrsteilnehmern vor ihnen, nicht auf Landstraßen, nicht in Ortschaften oder Städten, … Eigentlich können auch sie nur sehr selten 250 km/h erreichen, und noch seltener für längere Zeit halten, oder etwa nicht? Genauso ist das im Stromnetz. Früher mag stures Durchfahren eines Tages bei konstanter Leistung mit einem Großkraftwerk sinnvoll gewesen sein. Heute gibt es deutlich mehr Verkehr im Netz. Fahrzeuge, die da nur 250 km/h fahren wollen, und unglaublich viel Sprit verbrauchen, wenn sie mal abbremsen müssen, sind da einfach ungeeignet. Ganz besonders dann, wenn sie noch nicht einmal eine Umweltplakette besitzen und vor der Stadt parken müssen (Einspeisevorrang der erneuerbaren). Ich bin überrascht: Es gibt doch erstaunlich viele Parallelen zur Autowelt 😉

        Und genau das zeigt auch ihre Argumentation über die ersten 5 Tage dieses Jahres, bei der Sie
        1) wieder einmal einen möglichst schlechten Zeitpunkt heraus gepickt haben und
        2) nur auf PV geschaut haben.
        Tatsächlich besteht die Energiewende aber nicht nur aus PV, sondern aus allen erneuerbaren Energien. Hier ein Bild zu der tatsächlichen Situation, wie sie sich an den von ihnen genannten Zeitpunkten abgespielt hat:

        Erzeugung und Verbrauch, KW 1 2014

        Wie sie sehen, deckt Windkraft schon heute einen großen Teil des Verbrauchs an den von ihnen genannten Tagen. Bei ähnlichem Zubau von Windkraft auf ebenfalls 200 GWp könnte Wind die Last an diesen Tagen (und Nächten) vollständig abdecken.

        Automatisierte Lastverschiebung ist heute in Haushalten mit PV Anlage nichts neues mehr. Waschmaschine, Spülmaschine, Trockner, Wärmepumpe und Elektrofahrzeuge verbrauchen bereits dann Strom, wenn er günstig ist – zum Beispiel durch Verbrauch des eigenen PV-Stroms. Komforteinbussen gibt es dabei nicht, denn bei den meisten größeren Verbrauchern spielt es keine Rolle, wann genau sie laufen. Gibt es örtliche oder komfortbedingte Einschränkungen (Mietshaus, Abfahrtszeitpunkt, Schlafende Kinder usw.), dann kann man diese im Energiemanager konfigurieren und damit sicher stellen, dass auch der Hausfrieden gewährleistet ist. Das funktioniert übrigens zuverlässiger als der Blick auf die Armbanduhr, den man ja auch mal vergessen kann 😉 Und keine Angst – natürlich wird niemand einen Fernseher oder einen Herd in eine automatische Steuerung einbinden – das macht ganz offensichtlich keinen Sinn.

        Ich hoffe, Sie konnten ihre gedanklichen Fehler erkennen und wissen nun besser über die Potentiale der erneuerbaren Energien Bescheid.

        Sonnige Grüße,
        Christian Höhle

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    Peter Jensen

    23. März 2014 um 16:26

    Kleines Beispiel für den Ausbau-Unsinn, Herr Höhle:

    Das Fraunhofer ISE jubelt in einer seiner Präsentationen, dass Sonntag der 21.07.2013 der Tag mit der höchsten Solarproduktion war. An diesem Tag gegen 13:30 waren etwa 24 GW PV-Anlagen am Netz und produzierten also etwa 24 GWh (installiert waren etwa 35 GW in ganz Deutschland).

    http://tinyurl.com/qgr93qt
    (ganz am Ende)

    Es waren also etwa 68% der Anlagen produktiv (24GW von 35GW).
    Ein Blick auf die Seiten der Strombörse oder der ENTSOE zeigt uns, dass die Netzlast, also der Bedarf am 21.07.2013 zwischen 13 und 14 Uhr bei etwa 45 GWh lag.

    Hätten wir da schon auf 200 GW ausgebaut, dann hätten 68% davon gigantische 137 GWh produziert. Bei einem Bedarf von 45GWh. Also was soll das?
    Und wenn die Sonne dann doch nicht scheint, dann stehen Hunderte GW sinnlos in der Gegend rum. Sowas nennt man Verschwendung von Ressourcen!
    Und dann braucht man einen zweiten Kraftwerkspark, der aber über’s Jahr unrentabel im Teillastbereich läuft. Schon wieder Verschwendung von Ressourcen!
    Also was soll der Ausbau bringen? Er bringt maximal an 1000 h im Jahr Strom! Egal, ob da 1 Mio oder 100 Mio oder 1 Mrd PV-Anlagen stehen.

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    Peter Jensen

    23. März 2014 um 12:29

    Herr Höhle, können oder wollen Sie es nicht begreifen, obwohl es doch soooo einfach ist?
    Eine PV-Anlage schafft etwa 1.000 h Stromproduktion im Jahr zur Nennleistung. Und die fallen alle IMMER und zwangsläufig tagsüber an. Würden wir das gleichmäßig auf jeden Tag verteilen, hätten wir knapp 3 Stunden Strom aus PV am Tag! 3 von 24!!! Ob sie da nun 1 Mio oder 1 Mrd. PV-Anlagen hinbauen, ändert das nichts daran, dass die nur in 3 von 24 Stunden am Tag Strom produzieren. In der Realität tun sie das natürlich nicht, denn an vielen Tagen produzieren diese Anlagen auch GAR NICHTS! Wo soll dann bitte der Strom herkommen?
    Und da die Sonne immer nur zufällig dort scheint, wo gerade der Bedarf ist, müssten Sie den produzierten und an einem Ort nicht benötigten Strom wild durch’s Land transportieren. Mit Leitungsverlusten. War da nicht mal was mit dezentraler Versorgung? Und nun soll eine HGÜ-Trasse von Nord nach Süd gebaut werden. Nicht für PV-Strom, sondern für Windstrom, aber das ist ja auch einer dieser zufälligen Zappelstromerzeuger. Meinten Sie das mit dezentraler Versorgung, dass diese möglichst weit weg von den Verbrauchern stattfindet? Und wenn in ganz Deutschland die Sonne scheint, dann produzieren ja ALLE PV-Anlagen zu viel. Dann können Sie den Strom nicht mal woanders hinleiten, denn da ist ja auch schon zuviel Strom.
    Aber das ist ja eh irgendwann egal, da die großen Verbraucher nach und nach aus Deutschland abwandern und damit die industrielle Basis unseres Wohlstands.
    Wie läuft eigentlich ihre PV-Anlage auf’m Dach, die Sie sich u.a. von mir bezahlen lassen?

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    Peter Jensen

    21. März 2014 um 21:09

    Liebe Leute, was soll denn ein Ausbau auf 200 GWp bringen?
    Wir teilen mal Deutschland in Nord, Mitte und Süd auf. Wenn man diese 200 GWp gleichmäßig auf Deutschland verteilt (wir nehmen mal 210 GWp zum einfacheren Rechnen an) dann stehen in jedem Drittel 70 GWp.
    Scheint nun die Sonne im Norden, dann produzieren die Anlagen im Idealfall 70GWh. Dafür gibt es im Norden gar keine Abnehmer, jedenfalls nicht für die ganzen 70 GWh, das heißt, der Strom muss irgendwoanders hingeleitet werden.
    Scheint die Sonne in der Mitte, dann gibt es dort 70GWh. Braucht dort auch niemand.
    Scheint die Sonne im Süden, dann stehen auch dort 70 GWh im Netz, die kein Mensch braucht. Der Norden und die Mitte müssen dann durch andere Kraftwerke versorgt werden.
    Scheint in ganz Deutschland die Sonne, dann werden 210 GWh produziert. Wir brauchen im Schnitt in Deutschland aber nur 40 GWh. Irgendwie über’s Land verteilt. Also wohin mit dem ganzen Strom? Und wenn dann noch der Wind weht? Und nach ein paar Stunden ist es dann auch schon wieder vorbei mit der Sonne. Und an vielen Tagen scheint GAR KEINE Sonne!
    Wie man es dreht und wendet: es wird niemals genau so viel Strom produziert, wei benötigt wird. Entweder zuviel oder zuwenig (meistens zuwenig).
    Es ist doch eigentlich ganz einfach:
    Eine PV-Anlage produziert an etwa 1000 h im Jahr Strom. Das Jahr hat aber 8760 h. Da hört eigentlich schon jede Rechnung auf. Eine Technik, die an etwa 85% des Jahres still steht und bei der man für den Rest teure Ersatztechnik braucht, ist ökonomischer Unsinn.
    Für Wind gilt natürlich dasselbe!
    Und alles Gerede von Speichern und Smart-Metern und dezentraler Einspeisung usw. ist Schwafelei und Schönrederei und verbales Zukleistern von unüberwindbaren Problemen.

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      Christian Höhle

      22. März 2014 um 10:21

      Herr Jensen,

      die erneuerbaren funktionieren anders als konventionelle Energieerzeugung in Großkraftwerken. Während bei Großkraftwerken die installierte Leistung diejenige ist, die dauerhaft abrufbar ist, wird bei erneuerbaren die Spitzenleistung angegeben, die unter bestimmten, optimalen Testbedingungen erreichbar sind. Wie sie selbst bereits bemerkt haben, erzeugen PV und Wind nur sehr selten diese Maximalleistung. Daher ist es durchaus sinnvoll, signifikant mehr Maximalleistung zu installieren, um im durchschnitt zur Betriebszeit einen möglichst großen Teil der Last decken zu können. Darüber hinaus enthält der Vorschlag von Prof. Dr. Quaschning lokale thermische und elektrische Speicher, um die Spitzen anzufangen. Darüber hinaus ist für sehr kurzfristig Spitzen weiterhin sogar die Abregelung eine Möglichkeit.

      Sonnige Grüße,
      Christian Höhle

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    Christian Höhle

    21. März 2014 um 11:20

    Energiewende-Experte Volker Quaschning geht sogar noch einen Schritt weiter und fordert konkrete Mengen. Hier ein interessanter Vortrag dazu:
    http://www.volker-quaschning.de/publis/vortraege/2014-03-13_Staffelstein-PV_Quaschning.pdf

    Kurz zusammen gefasst:

    1) Die aktuellen Ausbauziele der Bundesregierung sind völlig lächerlich – sie reichen gerade einmal dazu, die fossile Stromerzeugung auf heutigem Niveau zu halten

    2) Allein bei Photovoltaik ist ein Ausbau auf 200GWp erforderlich, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Das entspricht 10GWp pro Jahr. So sähe ein “kraftvoller Ausbau“ aus, wie er oben im Beitrag genannt wird.

    3) Eigenverbrauch und lokale Speicherung von Wärme und elektrischem Strom spielen dabei eine große Rolle.

    Da die EEG-Vergütungen für neue Anlagen immer weiter absinken, und Altanlagen mit hohen Vergütungen nach und nach aus der Förderung heraus wachsen, wird auch die EEG-Umlage langfristig trotz des hohen Zubaus wieder absinken.

    Sonnige Grüße,
    Christian

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    Peter Jensen

    21. März 2014 um 00:21

    Aha, nun werden also Kommentare einfach gelöscht. Naja…

    Ausbautempo der sog. EE erhöhen?

    Das würde dann etwa so aussehen…

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/torben-grombery/westerwaelder-vogelschredder-fortsetzung-eines-schildbuergerstreichs.html

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      Christian Höhle

      22. März 2014 um 00:43

      Herr Jensen,

      wie schon vor einiger Zeit angekündigt werden Beiträge, die nicht den allgemeinen Verhaltensregeln entsprechen, entfernt. Auf ihren letzten Beitrag traf das zu.

      Sonnige Grüße,
      Christian Höhle

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    Peter Henniges

    20. März 2014 um 16:33

    Dieses Statement aus der Feder des Vorstandsspreches der SMA Solar Technology AG war überfällig. Ich bin überzeugt, dass es den Glauben der MitarbeiterInnen, die verstanden haben, worum es bei der German Energiewende geht, an den richtigen Kurs von SMA festigen wird. Wir lassen uns nicht beeinflussen von den destruktiven und kontraproduktiven Impulsen der aktuellen deutschen Politik. Der Artikel spiegelt die klaren und eindeutigen Aussagen, wie sie in der SMA-Vision und der SMA-Mission festgeschrieben stehen. In den Geschichtsbüchern wird die German Energiewende eines Tages als das herausragende Projekt dieses Jahrhunderts stehen. Das EEG war der Grundstein, der dieses Projekt möglich gemacht hat.

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      Peter Jensen

      10. August 2014 um 16:18

      Erinnert irgendwie an eine Parteitagsrede auf einem SED-Parteitag in der DDR. Oder an eine Predigt von der Kanzel. 😀

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