Ab in die Verlängerung – Ausbildung im Marketing

Von Lena Neumann (Gastbeitrag) am 22. Januar 2013 in der Kategorie Karriere mit 0 Kommentare
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„WAHNSINN, ich darf ins Marketing“, das war es was ich vor meinem Wechsel in die Marketing-Abteilung des Service gedacht habe. Ich freute mich auf kreative Arbeiten und Pressearbeit– mich endlich mal ein wenig Selbstverwirklichen.

Doch die Realität sollte etwas anders aussehen. Anstatt schicke Grafiken oder interessante Texte zu entwerfen, wurde mir eine gänzlich andere Aufgabe zuteil.
Denn am 04.06.2012 – mein erster Tag im Marketing – wurde das Online Service Center (OSC) für unsere Kunden freigeschaltet. Das OSC ist ein Serviceportal, in dem unsere Kunden ihre Anlagen und Geräte registrieren können, um so zum Beispiel schneller und einfacher Garantieverlängerungen und Austauschgeräte zu bestellen oder Kontaktanfragen an uns zu stellen.
Also bestand meine erste Aufgabe darin, eine Liste zu erstellen, in der Angaben zum OSC übersichtlich aufbereitet werden, das sogenannte „OSC Reporting“. Mein erster Eindruck war also eher etwas – nun wie soll ich das jetzt schreiben? – gewöhnungsbedürftig.

Aufschwung

Um jetzt mal ein bisschen Schulwissen zu zeigen: Auf einen Abschwung folgt in den meisten Fällen irgendwann ein Aufschwung und so sollte es auch im Service Marketing für mich sein. Je länger ich mich um das OSC Reporting kümmerte, desto mehr Spaß machte es mir, die Auswertung immer mehr zu verfeinern und neue Darstellungsmethoden zu finden. Doch noch mehr sollte mir die Einführung in die eigentlichen Arbeiten einer Marketingabteilung gefallen…

Marketing live erleben

Grundsätzlich arbeitet das Service Marketing wie eine kleine Werbeagentur. Wenn es zum Beispiel ein neues Produkt gibt – wie das OSC – kreiert das Marketing eine Werbekampagne. Dazu werden Materialien wie z.B. Newsletter, Berichte oder Videos erstellt. Außerdem werden Informationen im Social Web verbreitet. Das Marketing fertigt diese Werbematerialien und entscheidet, welche Personengruppen erreicht und welche Medien genutzt werden sollen.

Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, gibt es:

– Die Texterin, die alle schriftlichen Materialien erstellt.

– Die Grafikerin, die alle Materialien grafisch aufbereitet und dafür sorgt, dass die SMA Standards eingehalten werden.

– Die Onliner, die sich um den Online-Auftritt kümmern und die Webseite monitoren

– Die Strategin, die entscheidet, welche Maßnahmen genutzt werden, um unsere Kunden zu erreichen.

Nach und nach durfte ich nun auch Texte, FAQ für das OSC und Antworten für Kunden schreiben.
Zu einem Highlight gehörte die Marktforschung, bei der ich herausfinden sollte, an welcher Position wir uns im Markt befinden.
Das OSC ließ mich in meiner weiteren Arbeit natürlich nicht los, so musste ich das System mehrere Male testen und bekam dadurch einen Einblick in die Arbeiten eines IT-Entwicklers.Die Aufgaben machten mir letztendlich also doch noch sehr viel Spaß.
Das Beste am Service Marketing waren jedoch nicht die Aufgaben, sondern die Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, die mich immer unterstützt haben und mir das Gefühl gaben, ein Teil des Teams zu sein. Es herrschte für mich immer eine familiäre Atmosphäre und es gab immer etwas zum Lachen. Kein Wunder, dass selbst die Ablage anfing Spaß zu machen. An dieser Stelle kann man nur ein Dankeschön an die netten Kollegen hinterlassen.

Das Ende – Abteilungswechsel?

Leider rückte der Tag, an dem ich in eine neue Abteilung wechseln sollte, immer näher und damit auch der Tag, an dem ich meine liebgewonnen Kollegen und die klasse Arbeit verlassen musste. Da ich aber lieber im Marketing bleiben wollte, entschloss ich mich, meine ganze Hoffnung auf meinen Ausbilder zu setzen und ihn darum zu bitten, meinen Aufenthalt zu verlängern. Er merkte, dass mir eine Verlängerung sehr wichtig war und meine Abteilung mich gern noch eine Weile behalten wollte, und deshalb verlängerte er meinen Einsatz im Service Marketing.
Glücklich und zufrieden konnte ich mich also wieder daran machen, Texte zu schreiben und FAQ zu verfassen. Nun arbeite ich hier schon 6 Monate, 5 Tage, 10 Stunden und 24 Minuten und ich kann nur sagen: „Service Marketing“ macht riesigen Spaß und ist eine Menge Arbeit!

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Der Autor

Lena Neumann (Gastautor)

Lena arbeitet im Employer Branding und betreut den Mitarbeiter-Blog "Sonnenallee" und die Karriere Facebookseite.

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