ARD-Reportage: Solarstrom für Tokelau

Von am 12. August 2015 in der Kategorie Energiewende mit 14 Kommentare
Tokelau2

Lärmende Dieselgeneratoren und teure Fässer Treibstoff gehören der Vergangenheit an. Tokelau – eine Insel in der Südsee – ist das erste Land der Welt, das seinen Strom zu 100 % aus Sonnenenergie bezieht.

Wir haben zuletzt im März über den Inselstaat berichtet, der mit der größten, netzunabhängigen Photovoltaik-Anlage weltweit ein Zeichen gegen den Klimawandel setzt.
Inzwischen hat auch die ARD das Thema aufgegriffen. Diese interessante Reportage möchten wir euch nicht vorenthalten :-). Viel Spaß beim Anschauen.

 

Weitere Infos findet ihr auch in diesen Blogbeiträgen:

Tokelau – das erste Land mit 100 % Solarstrom

Video: Wie sich Tokelau mit Solarstrom selbst versorgt

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14 Kommentare

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    Uwe

    17. September 2015 um 12:30

    Klar kann die Solaranlage auf Tokelau nicht den Klimawandel stoppen aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Durch die sprichwörtliche „Insel-Anlage“ können in jedem Fall wertvolle Erfahrungen gewonnen werden, die in die Weiterentwicklung der einzelnen Komponenten mit einfliesst. Das kommt denn wiederum allen zugute.

    Antworten »
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    Jannik

    2. September 2015 um 19:42

    Hallo Markus,

    du kannst die deutschen Preise von Diesel/Heizöl nicht mit denen dort vergleichen.
    Bedenke die Transportkosten per Schiff. Im Artikel steht ja auch: „Tokelau spends about $829,000 every year to import fuels.“

    Das „verlieren“ hat der Techniker (?) falsch ausgedrückt. Richtig ausgedrückt hätte es geheißen, dass der Akku über Nacht um 25% entladen wurde, auf SOC 75% bzw. DOD 25%.
    Der Strom wurde nachts verbraucht! Verloren gegangen sind da maximal 20% wegen Umwandlungsverlusten (also 1,6 MWh verbraucht, aber 2 MWh aus dem Akku bezogen).

    Nur 1200 Ladezyklen? Das sind dann aber keine OPzS.
    Schau dir bitte die Graphiken und Zahlen der großen Hersteller Hoppecke oder Sunlight Systems etc. an.
    Bei 50% Entladung werden bei 20°C 2500 Zyklen bei den eingesetzten OPzS 2V 3000Ah erreicht.
    OPzS erreichen bei nur 25% Entladung (wie hier) 6000 Zyklen. Danach hat der Akku immer noch 80% seiner Anfangskapazität.
    Die Lebensdauer bei 20°C beträgt 20 Jahre, bei 30°C immer noch (etwa) 15 Jahre.

    Schau dich doch mal auf Photovoltaikforum.com um. Da betreiben sehr viele User Inselanlagen, auch in Spanien etc.: alles kein Problem.

    Bei so großen Anlagen, und auch noch am Äquator gelegen, läuft etwa 99% der Stromversorgung über die PV+Speicher, die Generatoren liefern also nur noch 1% des verbrauchten Stroms und müssen also nur noch etwa 90 Stunden im Jahr betrieben werden.

    Hast du dir dieses Projekt schon angeschaut?
    http://www.systems-sunlight.com/blog/energy-storage-systems-batteries/systems-sunlight-s-a-case-study-in-solar-application-asia-region/

    PV+Speicher + Generatoren als Backup gehört die Zukunft in vielen Regionen in denen jetzt nur Dieselgeneratoren laufen oder es noch gar keinen Strom gibt.

    Rechne mir doch mal aus, was so ein Generator mit 700 kW Spitzenleistung kostet in der Anschaffung, Wartung + Sprit! Da ist die PV-Anlage mit Speicher (und Nutzung der vorhandenen Generatoren als Backup) wesentlich günstiger.

    Gruß Jannik

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      Markus J.

      6. September 2015 um 08:17

      Hallo Jannik,

      Tokelau gibt 829.000 NZ$ für Kraftstoffe aus. Dieser Satz bezieht sich wohl auf alle Kraftstoffe. Im einzelnen sind das Diesel, Petroleum, Kerosin und Flüssiggas. Nur der Anteil von Diesel wird eingespart, die restlichen Ausgaben bleiben. Ich gebe zu, dass der ganze Abschnitt auf der Seite schwammig formuliert ist. Aber wenn die Einsparungen nicht so kommen, kann man den Verantwortlichen nicht vorwerfen, dass sie gelogen haben!
      Der Akku ist bei einer Entladung von 25% über Nacht spätestens nach 1,5 Tagen (bei keiner weiteren Aufladung) in der Tiefentladung. So etwas muss das Batterie-Management unbedingt verhindern, sonst wird der Akku beschädigt. Bevor der Akku überhaupt nur in die Nähe der Tiefentladung kommt wird der Generator anspringen! Und nur so hält der Akku über mehr als 10 Jahre! Von mehreren Tagen ununterbrochener Versorgung über den Akku kann also keine Rede sein.

      Wenn der Akku so wichtig ist, warum wird dann kein Lithium-Ionen-Akku verbaut?

      Tokelau redet selber von 70% Solarstrom und 30% Strom aus dem Generator, und zwar um die Kosten zu optimieren bzw. eine überdimensionierte Solaranlage zu vermeiden. Das wären dann über 3 Monate pro Jahr, wo die Inseln mit dem Generator versorgt werden!
      Die Generatoren sind ja noch auf Biodiesel umgestellt worden, um auf 100% „Erneuerbare“ zu kommen. Selbst wenn die Generatoren nur zu 1% laufen, kann man auf die Generatoren nicht verzichten. Einsparen kann man nur den Verbrauchten Diesel-Kraftstoff, nicht aber die Generatoren selber bzw. die Wartung der Generatoren!

      „Rechne mir doch mal aus, was so ein Generator mit 700 kW Spitzenleistung kostet in der Anschaffung, Wartung + Sprit! Da ist die PV-Anlage mit Speicher (und Nutzung der vorhandenen Generatoren als Backup) wesentlich günstiger“

      Von neu angeschafften Generatoren wird übrigens auf keiner Seite geredet!

      Gruß Markus

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    Christian Höhle

    27. August 2015 um 09:05

    Hallo Peter, hallo Markus,

    die Antworten auf alle gestellten Fragen findet ihr in folgendem Beitrag und (da die fragen dort teils auch schon gestellt wurden) darunter in unseren Kommentaren:
    Tokelau – das erste Land mit 100% Solarstrom

    Viel Spaß beim Lesen 🙂

    Sonnige Grüße,
    Christian

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      Markus J.

      27. August 2015 um 21:44

      Hallo Herr Höhle,

      Angaben über den Akku habe ich jetzt dank Ihrem link gefunden. Aber nun tauchen weitere Fragen auf.
      Wie kann so ein großer Akku (8MWh) über Nacht 25% (2MWh) Energie verlieren?
      Allein durch den Verbrauch in der Nacht wohl kaum! Kann es sein, dass der Akku nach 2 Jahren Betrieb schon schrottreif ist?
      Oder stimmen hier einfach die Energieangaben nicht! Kaum zu Glauben, dass so ein Akku mehrere Tage die Stromversorgung übernehmen kann!
      Als der Techniker im Film den Ladezustand erklärt, ist deutlich zu sehen, dass die Dieselgeneratoren ins System mit eingebunden sind! Es ist auch noch auf dem Bildschirm zu lesen „Generator warm“. Liefen die Generatoren also über Nacht? Können Sie Angaben machen wie oft die Generatoren noch eingeschaltet werden?
      Allein schon wegen dem Wetter, in der Regenzeit regnet es mehr als in Deutschland im ganzen Jahr, müssen die Generatoren laufen!
      Also von 100% Solarstrom kann wohl keine Rede mehr sein. Von 100% „erneuerbare Energien“ allerdings schon, da Biodiesel auch als „erneuerbar“ gilt!
      Zu dem Zustand der Energieversorgung vor der Photovoltaik Anlage habe ich jetzt mehrere Angaben. Von wenige Stunden pro Tag (SWR) bis zu 24 Stunden pro Tag (Tokelau) ist alles dabei. Am wenigsten glaube ich dem SWR. Dieses (Nicht) Vertrauen hat sich unser Staatsfunk redlich erarbeitet!

      Gruß Markus

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        Jannik

        31. August 2015 um 17:19

        Der Akku verliert nicht 25% über Nacht!
        Die Inselbewohner verbrauchen ja auch Strom, und da sind die 2 MWh bei über 1000 Einwohnern noch relativ wenig.
        Also alles i. O. 🙂

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      Peter Jensen

      31. August 2015 um 16:59

      Hallo Herr Höhle,

      zu den Fragen, die Markus J. nach Lesen des von Ihnen verlinkten Beitrags noch hatte, gesellt sich bei mir nach wie vor die Frage, wer so eine Anlage auf Tokelau bezahlt? Ich konnte die Antwort darauf auch in dem anderen Beitrag nicht finden.

      Falls ich es übersehen haben sollte, seien Sie doch so freundlich und kopieren mir die entsprechende Stelle hier rein. Ich habe zweimal gelesen.

      Danke und kohlenstoffhaltige Grüße

      Peter Jensen

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    Peter Jensen

    20. August 2015 um 13:13

    Hallo, meine letzte Frage war durchaus ernst gemeint. Wer bezahlt denn eigentlich diese Solaranlagen? Kann mir kaum vorstellen, dass sich die Bewohner oder die Kommunen dort das leisten können.

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      Markus J.

      25. August 2015 um 21:43

      Hallo Peter,

      über die Kosten der Anlage habe ich leider auch nichts gefunden, aber Tokelau kann sie wohl nicht selber finanziert haben (bei einem BIP von 1 Mio NZ$!).

      Aber interessant ist was von Tokelau selber kommt:

      http://www.tokelau.org.nz/

      Seit 1994 ist Tokelau ans int. Telefonnetz angeschlossen!
      Seit 2006 gibt es eine stabile Stromversorgung über 24 Stunden am Tag!
      Die Dieselgeneratoren sind nicht abgeschafft sondern laufen mit Biodiesel!

      Über den Akku habe ich leider auch keine genauen Angaben gefunden. Aber wenn ein Akku schon 25% Energie über Nacht verliert, kann er kaum zur Versorgung mit el. Energie dienen. Wahrscheinlich soll er nur zur Netzstabilität beitragen. Darüber kann aber sicher SMA mehr Auskunft geben.
      Der Bericht der ARD besteht leider wieder Mal nur aus Halbwahrheiten.

      Gruß Markus

      Antworten »
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        Jannik

        31. August 2015 um 17:11

        Hallo Markus J.,

        das sind stink normale OPzS 2V Zellen! Die Selbstentladung beträgt 2% pro Monat.
        Die Dieselgeneratoren dienen nur als Backup.
        Wenn man bedenkt, dass vorher 200 Liter Diesel am Tag verbraucht wurden und die Kosten für den Transport mit einrechnet, dann lohnt sich die PV-Anlage mit Speicher innerhalb weniger Jahre!

        Hier ist ein Bericht über ein sehr ähnliches Projekt: http://www.systems-sunlight.com/blog/energy-storage-systems-batteries/systems-sunlight-s-a-case-study-in-solar-application-asia-region/

        An Peter Jensen:
        Die PV-Anlage werden wohl am Ende die Bewohner bezahlen. Wenn du die Transportkosten des Diesels beachtest kommst du auf die im Film genannten 600.000€ Spritkosten (8€ Liter).
        Die PV-Anlage rechnet sich also in ein paar Jahren!
        1 MW PV ca. 1 Mio. €,
        8 MWh Akku: 1 Mio. € (ca. 120€ netto je kWp (OPzS))
        Die Kosten für die Wechselrichter kann ich nur schwer abschätzen, da ich nicht weiß wie viele Batterie-Wechselrichter und PV-Wechselrichter/Solarladeregler verbaut sind.

        Diesel-Generatoren sind sehr, sehr teuer: die Spritkosten machen nur einen kleinen Teil aus, die Wartungskosten sind nicht zu unterschätzen!

        Viele Grüße
        Jannik

        Antworten »
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        Jannik

        31. August 2015 um 17:20

        Hier ist mir ein Tippfehler unterlaufen, das sind natürlich keine kWp sondern kWh!
        falsch: 8 MWh Akku: 1 Mio. € (ca. 120€ netto je kWp (OPzS))
        richtig: 8 MWh Akku: 1 Mio. € (ca. 120€ netto je kWh (OPzS))

        Antworten »
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    Peter Jensen

    14. August 2015 um 23:08

    “Ein Zeichen gegen den Klimawandel”???

    Mit einer 1 MW-Anlage?
    In Tokelau?
    Mit 1.411 Einwohnern?

    Wow! Ich glaube, so viele Einwohner hat meine Straße. Auf der einen Seite.

    Also mal ehrlich, meint ihr das ernst?

    Und von welchem Klimawandel redet ihr eigentlich noch?

    http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/der-stillstand-geht-ans-eingemachte-neue-stillstand-rekordlaenge-keine-erwaermung-seit-18-jahren-und-7-monaten/

    http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/gute-nachrichten-aus-dem-pazifik-meeresspiegel-in-kiribati-in-den-letzten-20-jahren-ohne-langfristigen-anstieg/

    Und noch ne Frage: wer bezahlt eigentlich die Solaranlage in Tokelau? Kann mir kaum vorstellen, dass dort genug Geld erwirtschaftet wird. Gab’s dafür Fördermittel aus Entwicklungshilfetöpfen?

    Antworten »
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      Jannik

      31. August 2015 um 17:12

      An Peter Jensen:
      Die PV-Anlage werden wohl am Ende die Bewohner bezahlen. Wenn du die Transportkosten des Diesels beachtest kommst du auf die im Film genannten 600.000€ Spritkosten (8€ Liter).
      Die PV-Anlage rechnet sich also in ein paar Jahren!
      1 MW PV ca. 1 Mio. €,
      8 MWh Akku: 1 Mio. € (ca. 120€ netto je kWp (OPzS))
      Die Kosten für die Wechselrichter kann ich nur schwer abschätzen, da ich nicht weiß wie viele Batterie-Wechselrichter und PV-Wechselrichter/Solarladeregler verbaut sind.

      Diesel-Generatoren sind sehr, sehr teuer: die Spritkosten machen nur einen kleinen Teil aus, die Wartungskosten sind nicht zu unterschätzen!

      Viele Grüße
      Jannik

      Antworten »
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        Markus J.

        2. September 2015 um 13:20

        Lieber Jannik,

        dein Ansatz für Heizöl / Diesel ist viel zu hoch. Heizöl kostet z. Z. in Deutschland 0,5 € pro Liter. Der Transport der Ware ist niemals 15 Mal so teuer wie der Wert der Ware. Wenn 200 Liter Brennstoff pro Tag eingespart werden, gibt das pro Jahr eine Einsparung von 36500 €. Über die Einsparung an Brennstoffkosten kann sich die Anlage niemals rechnen. Zumal die Generatoren ja weiter betrieben werden und Wartungskosten bzw. Abschreibungen weiter anfallen.

        Wenn die Generatoren tatsächlich so teuer sind, wieso werden sie dann nicht abgebaut und verkauft?
        Die Generatoren sind sogar noch auf Pflanzenöl umgestellt worden!

        http://www.tokelau.org.nz/Solar+Project.html
        „The renewable energy system comprising of solar panels, storage batteries and generators running on biofuel derived from coconut will generate enough electricity to meet 150% of the islands’ power demand.“

        Dass der Akku 25% seiner Kapazität über Nacht verliert, habe ich aus euerm Video bzw. aus dem Video vom SWR. Der Techniker aus NZ spricht eindeutig davon! Hochgerechnet auf den Jahresverbrauch eines Haushaltes ergeben sich durch diese 2MWh rund 5000 kWh pro Jahr und Haushalt. Der Verbrauch ist also ähnlich hoch wie in Deutschland. Der hohe Verbrauch lässt sich nur durch Klimaanlagen und Kühlgeräte erklären!

        Die Selbstentladung von 2% Kapazität pro Monat, die du angegeben hast, trifft auch nur für neue Blei Akkus unter optimalen Bedingungen zu. Laut Wikipedia ist eine Selbstentladung bis zu 30% im Monat möglich! Bei maximal 1200 Ladezyklen für Blei Akkus, ist eine Lebensdauer von 3-4 Jahren bei täglich einem Ladezyklus nicht ganz abwegig. Also müssen die Akkus alle 3-4 Jahre ersetzt werden!

        Die Inselanlage auf Tokelau ist eine Fotovoltaik-Anlage mit doppeltem Backup. Für kurzfristige Schwankungen ist der Akku zuständig, für langfristige Schwankungen die Dieselgeneratoren. Dabei bin ich mir nicht sicher ob die Nacht schon zu den langfristigen Schwankungen gehört!

        Gruß Markus

        Antworten »

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